Autor: Markus Schenk

Ärz­te­man­gel ruft nach Kor­rek­tur!

Das Aar­gau­er Gesund­heits­de­par­te­ment hat im ver­gan­ge­nen Jahr einen Ärz­te-Zulas­sungs­stopp für Ärz­te aus dem Aus­land ver­hängt. Als Haupt­ar­gu­ment wur­den vor allem Qua­li­täts­grün­de ange­führt. Nicht betrof­fen von die­ser Mass­nah­me waren die Spi­tal­ärz­te. Da muss man sich schon fra­gen, ob aus­län­di­sche Ärz­te, die im Spi­tal arbei­ten, qua­li­fi­zier­ter sind, als sol­che, die ander­wei­tig ihren Beruf aus­üben? So gese­hen ist die Rege­lung  nicht halt­bar. Aus­län­di­sche Ärz­te sind in der Regel nicht schlech­ter als Schwei­zer Ärz­te. Offen­bar hat man die Rege­lung aber auf­grund von eini­gen schwar­zen Scha­fen getrof­fen. Heu­te ist abseh­bar, dass vie­le Schwei­zer Haus­arzt­pra­xen bald ohne Nach­fol­ger daste­hen wer­den. Die Pati­en­ten haben dann kei­ne ande­re Wahl, als teu­re Not­fall­diens­te in Anspruch zu neh­men. Ist das denn im Sin­ne unse­res heu­te schon teu­ren Gesund­heits­sys­tems? Wohl kaum! Lie­ber ein aus­län­di­scher Arzt als gar kei­ner!  Ärz­te aus dem Aus­land berei­chern (bis auf sehr weni­ge Aus­nah­men) die Kul­tur ärzt­li­chen Han­delns und sind für vie­le Schwei­zer Pati­en­ten durch­aus eine posi­ti­ve Erfah­rung. Ich per­sön­lich muss­te mich vor ein paar Jah­ren nach einem Ski­un­fall an der Achil­les­seh­ne ope­rie­ren las­sen.    Ein pol­ni­scher Arzt hat da wirk­lich tol­le Arbeit geleis­tet. Ich habe heu­te kei­ne Beschwer­den mehr und fah­re wie­der Ski fast so wie einst Roland Col­lom­bin – nicht so schnell aber nach wie vor drauf­gän­ge­risch! Was ich erst nach­her erfuhr: Die­ser Arzt wur­de auch erfolg­reich am Para­ple­gi­ker­zen­trum in Nott­wil ein­ge­setzt. In der Regel ist die Qua­li­tät der aus­län­di­schen Ärz­te gut. Hier­zu­lan­de haben sich auch aus­län­di­sche Zahn­ärz­te einen Namen gemacht und vie­le Zahn­weh­schwei­zer las­sen sich gar in Ungarn behan­deln. Wenn die Haus­arzt­ver­sor­gung nicht mehr gewähr­leis­tet ist, müs­sen wir...

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Nicht Äpfel mit Bir­nen ver­glei­chen!

In ver­schie­de­nen Medi­en wur­de der Weg­zug der Fir­ma TNT aus Buchs stark kri­ti­siert und in die­sem Zusam­men­hang eben­falls an die Stel­len­re­duk­ti­on von Gene­ral Elec­tric oder Rock­well erin­nert. Der Weg­zug einer Fir­ma aus einer Gemein­de ist zwar in der Regel nicht posi­tiv, hat aber meist Gründe. Zieht eine Fir­ma wei­ter in eine Schwei­zer Gemein­de, blei­ben die Stel­len hier­zu­lan­de erhal­ten. Das ist alle­mal erfreu­lich und da soll­te man sol­che Unter­neh­men nicht mit jenen ver­glei­chen, die hier­zu­lan­de in gros­sem Sti­le Stel­len abbau­en, um im Aus­land aufzurüsten. Wegzüge wer­den oft kom­pen­siert, ohne dass das an die gros­se Glo­cke gehängt wird. So ist bekannt­lich die IBA bedingt durch den Neu­bau von Aar­au nach Buchs gezo­gen. Sol­che Ver­schie­bun­gen des Stand­orts ist kei­ne Sel­ten­heit und auch nichts Nega­ti­ves. Buchs ist aus­ge­zeich­net gele­gen und des­halb nach wie vor attrak­tiv. Es stellt sich eben immer die Fra­ge, wie sich ein Unter­neh­men am bis­he­ri­gen Stand­ort noch ent­fal­ten kann und ob Ersatz­stand­or­te inner­halb der Gemein­de gefun­den wer­den kön­nen? Da ist auch jede Gemein­de selbst gefor­dert. Stand­ort­mar­ke­ting müssen nicht nur der Bund und die Kan­to­ne betrei­ben, son­dern eben auch zukunfts­ge­rich­te­te Schwei­zer Gemein­den. Kat­zen­jam­mer ist auch im Gross­raum Aar­au noch lan­ge nicht ange­sagt. Die rund 6600 Fir­men ste­hen für Pro­spe­ri­tät und Wohl­stand und bie­ten Arbeits­plät­ze für rund 64’000 Beschäf­tig­te. Die Stadt Aar­au als Zen­trum der Regi­on mit ihrer wun­der­schö­nen Alt­stadt, den vie­len Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten und der gros­sen kul­tu­rel­len Viel­falt belegt im Bilanz-Städ­teran­king einen Platz in den Top Ten der attrak­tivs­ten Schwei­zer Städ­te und die Regi­on zieht mit. Die Fra­ge stellt...

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Aar­gau­er Polit-Rück­trit­te wie­gen schwer!

Gerät der Aar­gau poli­tisch ins Hin­ter­tref­fen? Die ange­kün­dig­ten Rück­trit­te von Bun­des­rä­tin Doris Leu­thard und Stän­de­rä­tin Pas­ca­le Bru­de­rer kom­men zu einer schlech­ten Zeit und vor allem über­ra­schend. Innert kür­zes­ter Zeit kann kei­ne ech­te Alter­na­ti­ve auf­ge­baut wer­den. Bei­de Poli­ti­ke­rin­nen hat­ten eine star­ke Aus­strah­lungs­kraft – ob man sie nun moch­te oder nicht. Pas­ca­le Bru­de­rer war gar ein Phä­no­men. In der Regel haben es sehr jun­ge Poli­ti­ker schwer, gewählt zu wer­den. Sie aber mar­schier­te locker durch und was vor allem wich­tig ist, sie hielt auch, was sie ver­sprach und sie ver­hielt sich vor allem sehr gemäs­sigt – war also kei­ne Extre­mis­tin. Die SP hat ihr sehr viel zu ver­dan­ken. Nicht zuletzt dank ihr leb­te die ange­schla­ge­ne Arbei­ter­par­tei wie­der auf. Wer soll’s nun im Stän­de­rat rich­ten? Zu erwar­ten ist wie­der eine bür­ger­li­che Dop­pel­ver­tre­tung im Stöck­li, da sich in Bru­de­rers Par­tei nie­mand auf­drängt oder die, die es noch rich­ten könn­ten, in die Jah­re gekom­men sind. Bru­de­rer hat ihre Par­tei buch­stäb­lich auf dem fal­schen Bein erwischt. Aber sie kann nicht Zeit ihres Lebens auf die Par­tei schau­en. Die­se kann sich nicht auf Lor­bee­ren aus­ru­hen, son­dern muss selbst gute Leu­te auf­bau­en. Eigent­lich hat Bru­de­rer recht. Sie hat ihre poli­ti­schen Zie­le erreicht und peilt nun neue an. Eine solch tüch­ti­ge Frau fin­det immer wie­der eine inter­es­san­te Anstel­lung und das wie­der­um wird ihr Leben posi­tiv ver­än­dern. In der Poli­tik ist man schliess­lich immer in den Par­tei­schran­ken gefan­gen. Gute Leu­te las­sen sich bekannt­lich nicht ver­hei­zen – sie suchen stets Neu­es und fin­den das auch. Ver­lie­ren...

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Mehr Sor­ge tra­gen zur Natur!

Der Sturm­wind «Burg­lind» hat uns wie­der ein­mal die Augen geöff­net. Gegen die Natur­ge­wal­ten ist kein Kraut gewach­sen. Gegen­über dem letz­ten gros­sen Sturm Lothar hat sich den­noch etwas ver­än­dert: Wir konn­ten uns bes­ser vor­be­rei­ten. Unse­re Meteo­ro­lo­gen sind heu­te in der Lage, die Wet­ter­ka­prio­len ziem­lich genau und vor allem früh­zei­tig vor­aus­zu­sa­gen. Viel mehr als die losen Gegen­stän­de zu befes­ti­gen, kön­nen wir aller­dings nicht tun und so sind eben jeweils Schä­den vor­pro­gram­miert. Aber Hand aufs Herz: Gegen­über dem Lothar kamen wir noch glimpf­lich davon. Ich weiss natür­lich auch, dass dies kein Trost für jene ist, die es här­ter traf. Zum Glück sind wir aber hier­zu­lan­de sehr gut ver­si­chert, so dass so ziem­lich alles wie­der gut kom­men dürf­te. Ich trau­te mei­nen Augen nicht, als ich nur zwei Tage nach «Burg­lind» las, dass kein Zusam­men­hang mit dem Kli­ma­wan­del bestehe und es schon frü­her sol­che Stür­me gab. Welch «wei­se» Fest­stel­lung! Prompt reagiert hat der US-Prä­si­dent, in dem er bekannt­gab, dass jetzt mit Mee­res-Ölbohr­platt­for­men auf­ge­rüs­tet wer­de. Offen­bar ist die Ölka­ta­stro­phe von 2010 bereits ver­ges­sen. Die Ölpest im Golf von Mexi­ko wur­de durch die Explo­si­on der Ölbohr­platt­form Deep­wa­ter Hori­zon am 20. April 2010 aus­ge­löst und war eine der schwers­ten Umwelt­ka­ta­stro­phen die­ser Art. Die aus dem Bohr­loch im Macon­do-Ölfeld in den Golf von Mexi­ko aus­ge­tre­te­ne Ölmen­ge wird auf 800 Mil­lio­nen Liter geschätzt. Unse­re Umwelt hat’s irgend­wie geschluckt – doch sie blu­tet und wird sich rächen!   Wir sind...

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Bar­geld­lo­se Zeit ist noch weit ent­fernt!

Der Raiff­ei­sen­ar­ti­kel «Das Bar­geld wird ver­schwin­den» in der letz­ten Num­mer des Land­an­zei­gers hat eini­ge Lese­rIn­nen scho­ckiert. Als älterer Kna­be habe ich es noch erlebt, dass mir die Buch­hal­tung den Zahl­tag persönlich im Gel­ben Säcklein überreichte. Das waren noch Zei­ten! Die­se Art der Bezah­lung wur­de in der Fol­ge ein­ge­stellt, weil wohl nicht ganz alle den vollständigen Zahl­tag nach Hau­se brach­ten. Jeden­falls konn­ten sich die dama­li­gen Wirtshäuser am Zahl­tags­tag nicht über man­geln­de Kund­schaft bekla­gen. Aus Sicherheitsgründen setz­ten sich dann die Zah­lun­gen auf ein Bank­kun­den­kon­to durch. Nicht weni­ge Zeit­ge­nos­sen hol­ten dann einen Teil des Gel­des, um die­sen dann bar in der Post ein­zu­zah­len. So hat­te auch die Post ihr Ein­kom­men. Heu­te wird das meis­te Geld zum Leid­we­sen der Post von Kon­to zu Kon­to trans­fe­riert. Die Fol­ge ken­nen wir: Post­stel­len­schlies­sun­gen en mas­se. Die meis­ten älteren Leu­te besit­zen zwar heu­te eine Bank­kar­te, doch die aller­meis­ten Zeit­ge­nos­sen haben immer noch etwas Bar­geld im Sack. Das beru­higt und dadurch ist man auch nicht auf­ge­schmis­sen, wenn  man ein­mal die Kar­te nicht dabei hat oder wenn ein­mal die Kar­ten­le­se­tech­nik ver­sagt. Ist es sinn­voll, wenn ich am Kaf­fee­au­to­ma­ten im Geschäft die 50 Rap­pen mit einer Kar­te bezah­len muss? Wer bezahlt dann das kom­pli­zier­te Abbuch­ver­fah­ren und die Umrüstung die­ser Geräte? Wohl kaum die Bank! Ich pro­phe­zeie, dass es hier­zu- lan­de noch min­des­tens 50 Jah­re Bar­geld geben wird. Dass gewis­se Ban­ken die Dienst­leis­tun­gen dras­tisch abbau­en möch- ten, ist auch den Kun­den nicht...

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