Autor: Markus Schenk

November – Zeit der Hiobsbotschaften?

Der meist trübe, nasse und dunkle Monat November schlägt uns aufs Gemüt. Wenn uns dazu noch Hiobsbotschaften erreichen, neigen wir dazu, den Monat ins Pfefferland zu wünschen, obschon wir ihn wie die Hiobsbotschaften akzeptieren müssen. Aus unserem Mutterhaus erreicht uns die Mitteilung, dass Redaktor Kurt Blum verstarb. Kurt Blum (KBZ) war ein Zofinger Urgestein und mich verbindet ebenfalls recht viel mit Zofingen. Kurt Blum hat in früheren Jahren auch schon Kommentare für den Landanzeiger verfasst und wir hatten ein freundschaftliches Verhältnis, obschon wir das Heu längst nicht immer auf derselben Bühne hatten. Beispielsweise bei der Frage des Anschlusses von Uerkheim zu Zofingen war ich skeptisch – er nicht. Schwamm drüber. Das habe ich Kurt nie nachgetragen. Wir scherzten höchstens darüber, wenn wir uns sahen! Unterschiedliche Ansichten machten eben den Journalismus erst interessant.   Gute Journalisten haben ihre Meinung und durchaus auch Feinde, denn sie schreiben nicht einfach nach der Fahne im Wind. Was ich an Kurt besonders schätzte, war seine Suche nach unseren Wurzeln. Kurt war ein wandelndes Museum. Leider werden diese Menschen immer rarer. Dabei wäre es auch für die Gegenwart und die Zukunft aufschlussreich, wenn man die Vergangenheit kennt. Das wiederum zeigt dann wieder interessante Zusammenhänge auf. Nehmen wir die zweite Hiobsbotschaft der Woche als Beispiel: Ringier schliesst die Druckerei im luzernischen Adligenswil. Der Luzerner Aufschrei ist bis nach Zofingen zu hören. Als ich in der Firma...

Read More

Kack- und Urin-Spione als neues Berufsbild?

In Lausanne macht man nun Nägel mit Köpfen. Den Stuhlgang in der Stadt statt im WC zu entrichten kostet 200 Franken. Wobei Hunde sind billiger und bezahlen nur 150 Franken. Urinieren wiederum ist für Hunde gratis, Menschen bezahlen 100 Franken, gleichviel wie fürs Spucken! Besucht ein Hund den Friedhof, kostet das 70 Franken. Uriniert er dann noch an einen Grabstein, geht es dann schon recht ins Geld! Hand aufs Herz – wir alle finden es nicht toll, wenn in der Stadt gespuckt, uriniert und gekackt wird. Mit den Bussen ist das aber so eine Sache. Wer kontrolliert das denn? Lausanne kannte bis heute schon ein ähnliches Bussenreglement. Wo gespuckt, uriniert oder … gelegt werden, ist in der Regel wohl kaum ein Polizist in der Nähe. Das wissen auch die Politiker, die diese Bussenverordnung abgesegnet haben. Das mit der Polizei hat in Lausanne nicht gefruchtet. Nun geht man dort einen interessanten Schritt weiter. Jeder Stadtangestellte ist nun nebenbei auch noch Detektiv. Er hat das Recht jeden zu melden, der irgendetwas ausscheidet. Wobei dann erst noch untersucht werden muss, ob da jemand etwas dafür kann. Ein Beispiel: Jemand geht in ein Restaurant essen. Das Essen ist so schlecht, dass sich der Jemand auf dem Heimweg übergeben muss – und prompt vom Stadtgärtner erwischt wird. Nun kommt die Schuldfrage. Kann der Ausscheidende wirklich etwas dafür, dass er schlecht gegessen hat und dieses deshalb...

Read More

Die Olympischen Winterspiele gehören in die Schweiz!

Wo soll man eigentlich olympische Winterspiele organisieren? Irgendwo wo kein Wintersport betrieben wird – etwa in Hallen von Abhu Dabi oder Dakkar? Sicher nicht. Die reiche Schweiz sollte im Stande sein, eine Winterolympiade zu organisieren. Unsere Wintersportanlagen sind da mehrheitlich schon vorhanden. Leider ist man bei den Winter- und den Sommerspielen in letzter Zeit viel zu weit gegangen. Gigantismus wurde betrieben. Alles ist gefragt – nur nichts Normales. Das Ganze beginnt jeweils schon bei der Präsentation, wo nur die hochtrabendsten Projekte Eindruck machen. Ist es denn noch niemandem in den Sinn gekommen, für solche Anlässe auch eine Ökobilanz miteinzubeziehen? Ich finde, die Schweiz ist bestens geeignet für olympische Winterspiele. Die Wettkampfanlagen , die hierzulande vorhanden sind, sollten eigentlich mehr als genügen, wenn man das Ganze auf die gesamte Schweiz ausweitet. Meines Erachtens sollte man dagegen auf ein teures olympisches Dorf verzichten, denn dieses muss man in der Regel nach den Spielen wieder entfernen. Wieso füllen wir nicht einfach unsere Hotels in den Bergen mit den Athleten? Das wäre beste Werbung für unseren Tourismus. Der Bund ist bekanntlich bereit, den Grossanlass mit bis zu einer Milliarde Franken zu finanzieren. Ist das nicht eine Supereinladung? Da muss man doch imstande sein, diese Spiele ohne Gigantismus und umweltfreundlich zu organisieren. Wenn das IOK das dann nicht will, sollte dieses Komitee endlich die Scheuklappen ablegen. Winterspiele gehören nun mal in ein Wintersportland und...

Read More

Die Landwirtschaft neu erfinden?

Neue Ideen sind bekanntlich immer gut – vorausgesetzt sie können umgesetzt werden. Das Beispiel Risihof in Kölliken soll aufzeigen, dass auch die Landwirtschaft zwar nicht neu erfunden werden kann, aber doch zumindest neue Impulse gefragt sind. Früher bestand gegenüber den Landwirtschaftshöfen eher eine Schwellenangst, welche noch verstärkt wurde durch den «giftigen» Hofhund. Gebessert hat sich das dann mit den Hoflädelis, die recht gut genutzt werden, wenn sie an guter Lage zu finden sind. Abgelegene Höfe haben da aber schon schlechte Karten. Kommt dazu, dass gewisse Naturprodukte bei Nichtkauf verderben. Grossbauern haben in der heutigen Zeit keine schlechten Karten in der Hand. Für die mittleren und kleinen sieht’s nach wie vor düster aus. Freilich durch Milchwirtschaft funktioniert das eben nicht. Auf sehr vielen Höfen wird mittlerweile keine Landwirtshaft mehr betrieben und die Landflächen sind in der Regel verpachtet. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn in nächster Zeit nicht noch mehr Höfe verschwinden. Es existieren neue Ideen, die der Frage nach einer sinnvollen Nutzung eines überschaubaren Hofes zugrunde liegen.  Aber kann man einen kleineren Bauernhof sinnvoll und doch einigermassen kostendecken betreiben? Der Kölliker Risihof probierts mit einer Art Interessengemeinschaft, die Gemüse und Beeren selbst pflanzt, hegt und danach auch erntet. So produziert man das eigene Gemüse. Selbst Mehrfamilienhausbewohner ohne Garten werden zu Bauern. Die Beteiligung an Höfen ist nicht ganz neu. In Deutschland gibt es das schon länger und auch in der...

Read More

LANDANZEIGER-KONTAKT

Redaktion & Verlag
Schönenwerderstrasse 13
5036 Oberentfelden

Telefon: 062 737 90 00
Telefax: 062 737 90 05
inserate@landanzeiger.ch
redaktion@landanzeiger.ch

E-Paper des Landanzeigers

Titelseite Landanzeiger - Wochenzeitung Grossraum Aarau

Immobilien in der Region

Stellen in der Region