Die­ser Stand der Eter­nit AG, Pro­mat AG und swis­spor AG im The­men­be­reich Roh­bau und Gebäudehülle fiel auf (Bild: swiss­bau)

Rückblick auf die Swiss­bau in Basel |

Bau­bran­che sagt Ja zur Digi­ta­li­sie­rung

Von | 8. Febru­ar 2018 | Bau­en & Woh­nen

An der 25. Aus­ga­be der Swiss­bau stand die Digi­ta­li­sie­rung im Zen­trum. «Die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on wird die Bau­bran­che in den kom­men­den Jah­ren stark beschäf­ti­gen», ist Bun­des­rat Ueli Mau­rer, der die Swiss­bau 2018 eröff­ne­te, überzeugt. Das Mes­se­kon­zept, bestehend aus Aus­stel­lung, Wei­ter­bil­dungs- und Inno­va­ti­ons­fo­rum mit 1046 Aus­stel­lern und Part­nern aus 17 Län­dern, fand bei den 97’919 Besu­chern gros­sen Anklang.

Die Anwe­sen­heit von Bun­des­rat Ueli Mau­rer unter­strich die Bedeu­tung der Schwei­zer Bau­wirt­schaft. Die­se setzt jähr­lich rund 66 Mil­li­ar­den Fran­ken um und ist des­halb zen­tral für die hie­si­ge Volks­wirt­schaft.

Die Swiss­bau bringt alle zwei Jah­re die wich­tigs­ten Akteu­re der Schwei­zer Bau­wirt­schaft nach Basel. 2018 stand die Mes­se erst­mals unter einem übergeordneten Mot­to: «Col­la­bo­ra­ti­on – alle zusam­men oder jeder für sich?». Mes­se­lei­ter Rudolf Pfan­der erklärt die­ses mit den fol­gen­den Wor­ten: «Die Schwei­zer Bau­wirt­schaft ist ein gros­ses Gefüge von Akteu­ren, die sich brau­chen. Man arbei­tet Hand in Hand – selbst dann, wenn man in Kon­kur­renz zuein­an­der steht. Nie­mand ist allei­ne erfolg­reich.»

Swiss­bau Inno­va­ti­on Lab: Das neue For­mat trifft den Nerv der Zeit

Als einer der ers­ten Besu­cher besich­tig­te Bun­des­rat Ueli Mau­rer die Son­der­schau Swiss­bau Inno­va­ti­on Lab, die gemein­sam mit führenden Fir­men aus der Bau­bran­che, Orga­ni­sa­tio­nen, Hoch­schu­len und For­schungs­in­sti­tu­tio­nen ent­wi­ckelt wur­de.

Auf 2000 Qua­drat­me­tern mach­te die Son­der­schau die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on und unter­schied­li­che Zukunfts­tech­ni­ken für die Bau­wirt­schaft erleb­bar. Den roten Faden bil­de­te der Lebens­zy­klus einer Immo­bi­lie: Dar­an wur­de auf­ge­zeigt, wie Gebäu­de in naher Zukunft geplant, gebaut, genutzt und betrie­ben wer­den.

Vir­tu­el­ler Bun­des­haus-Neu­bau

Im zum Inno­va­ti­on Lab gehö­ren­den iRoom, einem vir­tu­el­len Begeg­nungs­raum, erhiel­ten die Besu­chen­den die Mög­lich­keit, den fik­ti­ven Neu­bau des Bun­des­hau­ses rea­li­täts­nah mit­zu­er­le­ben. Die Besu­cher wur­den Teil des Pla­nungs­teams und dis­ku­tier­ten bei ver­schie­de­nen Ent­schei­den mit. Die Poten­zia­le der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on wur­den nicht nur ent­lang sämt­li­cher Bau­pha­sen auf­ge­zeigt, son­dern auch im neu­en Bun­des­haus.

Anschlies­send konn­te man im Inno­va­ti­on Vil­la­ge die Pro­duk­te und Lösun­gen von 53 Aus­stel­lern für die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on begut­ach­ten. Den Besu­chen­den erschloss sich so ein Über­blick der weg­wei­sen­den Tech­no­lo­gi­en und Pro­zes­se.

Swiss­bau Focus: Wis­sens­trans­fer und Unter­hal­tung auf höchs­tem Niveau

Wel­che kon­kre­ten Aus­wir­kun­gen die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on auf die Akteu­re im Bau hat und wel­che Vor­tei­le sie ihnen bringt, wur­de im bewähr­ten Ver­an­stal­tungs- und Netz­werk­for­mat Swiss­bau Focus dis­ku­tiert.

An 70 Ver­an­stal­tun­gen stan­den die Akteu­re im Dia­log. Inno­va­to­ren, Unter­neh­mer, Poli­ti­ker und Nut­zer aus dem In- und Aus­land dis­ku­tier­ten die aktu­el­len Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen. Im Zen­trum stan­den die The­men Ener­gie, Wei­ter­bil­dung, Raum­pla­nung und Digi­ta­li­sie­rung.

Mit von der Par­tie waren hoch­ka­rä­ti­ge Refe­ren­ten wie z. B. Mario Bot­ta, Fran­cis Kéré, Theo Weh­ner, Benoît Revaz, Rolf Dobel­li, Jürg Gros­sen, Kirs­ten Has­berg, Ste­fan Müller-Altermatt, Alas­ta­ir Par­vin, Ste­fan Cadosch, Klaus W. Wel­lers­hoff oder Pas­ca­le Von­mont.

Geprägt wur­de das Pro­gramm von zahl­rei­chen Part­nern, allen vor­an dem Bun­des­amt für Ener­gie mit dem Label Ener­gie­Schweiz und dem Schwei­ze­ri­schen Inge­nieur- und Archi­tek­ten­ver­ein (SIA).

Fazit: Qua­li­ta­tiv hohe Kon­tak­te für Aus­stel­ler

Mes­se­lei­ter Rudolf Pfan­der zieht ein posi­ti­ves Fazit zur Swiss­bau 2018: «Die Reso­nanz der Aus­stel­ler hin­sicht­lich der qua­li­ta­tiv hoch­ste­hen­den Kon­tak­te und des kon­struk­ti­ven Netz­wer­kens waren sehr erfreu­lich. Das Kon­zept mit Aus­stel­lung, Wei­ter­bil­dung und Inno­va­ti­ons­fo­rum hat sich aus­ge­zahlt. Wir haben gemerkt, dass die Bereit­schaft für ein Mit­ein­an­der vor­han­den ist und die Digi­ta­li­sie­rung als Chan­ce wahr­ge­nom­men wird. Ich bin überzeugt, dass die Mes­se für Aus­stel­ler wie auch Besu­cher ein Ansporn war, einen wei­te­ren Schritt in Rich­tung Zukunft zu gehen.»

Die nächs­te Swiss­bau fin­det vom 14. bis 18. Janu­ar 2020 statt.