Der Land­an­zei­ger und die freie Mei­nungs­äus­se­rung

Von | 20. Dezem­ber 2017 | News

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag war der Land­an­zei­ger und damit auch sein Chef­re­dak­tor ein gros­ses The­ma bei der Aar­gau­er Zei­tung. Die meist stark sati­risch gefärb­ten Gedan­ken der führenden Wochen­zei­tung im Gross­raum Aar­au wur­den von der «Jour­na­lis­tin» Nad­ja Roh­ner bös in die Pfan­ne gehau­en. Offen­bar ist der zu stark gewor­de­ne Land­an­zei­ger dem gröss­ten Aar­gau­er Medi­en­un­ter­neh­men ein Dorn im Auge.

Die Jour­na­lis­tin Roh­ner greift auf sehr unfai­re und unter Zei­tungs­kol­le­gen abso­lut nicht übliche Art und Wei­se den Land­an­zei­ger an – das erstaunt uns. Dass sie in die­sem Zusam­men­hang gleich noch den Land­an­zei­ger als amt­li­ches Publi­ka­ti­ons­or­gan in Fra­ge stellt, ist für uns aber ver­ständ­lich und natürlich haus­ge­macht.

Man muss die Hintergründe ken­nen. Die AZ Medi­en haben im ver­gan­ge­nen Jahr die amt­li­chen Publi­ka­tio­nen der Stadt Aar­au ver­lo­ren. Das schmerzt. Unser Mit­leid hält sich aber in Gren­zen.

Es ist nicht der ers­te Angriff auf den LA

Nach­dem schon frühere Inter­ven­tio­nen sei­tens der AZ nichts fruch­te­ten, ver­sucht man’s nun offen­bar wie­der ein­mal. Dass man jetzt genau auf den «klei­nen» Land­an­zei­ger los­geht, erstaunt kaum. Irgend ein­mal muss­te das ja kom­men. In der Tat ist der Land­an­zei­ger selbst in Aar­au zu stark gewor­den. Er ist seit eini­gen Jah­ren Part­ner von Aar­au Stand­ort­mar­ke­ting und hilft mit gros­sem Enga­ge­ment mit, die Stadt zu ver­mark­ten. Auch mit der Stadt­ver­wal­tung arbei­tet der Land­an­zei­ger her­vor­ra­gend zusam­men.

Kommt die Tat­sa­che dazu, dass die Land­ge­mein­den den Land­an­zei­ger innig lie­ben. Und sie lie­ben auch den hemds­ärm­li­gen Chef­re­dak­tor, wel­cher sich immer wie­der getraut, auch sehr heik­le The­men auf­zu­grei­fen. Der Land­an­zei­ger hat sich unter ihm zu einer Per­le ent­wi­ckelt. Wo Per­len sind, ist natürlich auch oft Neid. Nun, so kurz vor Weih­nach­ten woll­te man eben die­sem Chef­re­dak­tor noch ein Paket mit Spreng­kraft unter den Baum legen. Der Schuss ging nach hin­ten los, weil sich mehr Lese­rin­nen und Leser auf die Sei­te des Land­an­zei­gers schlu­gen, als auf die­je­ni­ge der AZ. Was bleibt, ist Frust auf bei­den Sei­ten.

Vor­schlag LA: Kriegs­beil begra­ben!

Frau Roh­ner, war ihr Angriff so kurz vor Weih­nach­ten wirk­lich nötig? Nun viel­leicht muss­ten Sie das ja tun – wer weiss? Der Land­an­zei­ger rät Ihnen und dem Unter­neh­men das Kriegs­beil zu begra­ben. Wir den­ken, dass die gröss­te Tages­zei­tung des Aar­gaus momen­tan genügend ande­re Pro­ble­me zu lösen hat.

Die Stär­ke des Land­an­zei­gers ist nicht die Grös­se, son­dern die Nähe zu den Gemein­den und zu vie­len KMU’s, mit denen eine enge Bezie­hung gepflegt wird. Der Land­an­zei­ger schreibt nicht nur, er hilft auch den Lese­rIn­nen und den Klein­ge­wer­be­trei­ben­den der Regi­on.

Im Land­an­zei­ger sind sehr oft Berich­te zu fin­den, die dann von der gros­sen Tages­zei­tung auf­ge­frischt wer­den müssen. Der LA ist ver­ständ­li­cher­wei­se eben näher dran. Nicht Pas­sen­des wird tot­ge­schwie­gen. Bei­spiel: Ein gewis­ser Mar­kus Schenk hielt heu­er die 1.-August-Rede der bei­den Ent­fel­den. Enorm vie­le Leu­te waren gekom­men – nicht aber die AZ. Sie berich­te­te in ihrem Blatt über alle Fei­ern aus­ser über die­je­ni­ge in Ent­fel­den. Zufall? Kaum!

Lie­be AZ-Redak­to­ren: Wir ver­si­chern Ihnen, dass ihr auch künftig jeden Don­ners­tag den Land­an­zei­ger prompt zuge­stellt bekommt. So seid ihr auch immer über das Neus­te auf dem Lan­de infor­miert.

Es freut uns aus­ser­or­dent­lich und macht uns stolz, wenn unse­re Tex­te gele­sen wer­den. Die abge­fass­ten Gedan­ken frei­lich jede Woche zu bewer­ten, ist nicht nötig, denn wir tun das umge­kehrt auch nicht.