Blick-Foto­graf Josef Ritler (links) und Kaba­ret­tist Emil Stein­berger erzählten von ihrer  eins­tigen Zusam­men­ar­beit  (Bilder: Markus Schenk)

Emil Stein­berger war zu Gast im Stadt­mu­seum Aarau

Emil wie er leibt und lebt!

9. Mai 2018 | News

Wer kennt ihn nicht, den unver­wüst­li­chen Emil Stein­berger, der zwar nicht mehr als Komiker auf­tritt, aber nach wie vor in unserem Lande sehr beliebt ist. Ver­gan­gene Woche war er Gast  im Stadt­mu­seum Aarau. Im Rahmen  der Wech­sel­aus­stel­lung «Netz­werk Schweizer Pres­se­fo­to­grafie» dis­ku­tierte Emil vor Publikum mit dem Blick-Foto­grafen Josef Ritler.

Neben dem amü­santen Gespräch zwi­schen Emil und Josef Ritler war auch ein Film der ehe­ma­ligen Firma Kern ein Thema des inter­es­santen Abends. Der Film wurde den zahl­reich anwe­senden Besu­chern denn auch nicht vor­ent­halten. Aller­dings ist er recht chao­tisch. Emil selbst sagte dazu, dass er das kom­pli­zierte Dreh­buch nie ganz ver­standen habe. Im Prinzip han­delte es sich um einen Krimi mit dem Titel «Der gol­dene Zirkel». Der ehe­ma­lige Sta­tist Ruedi Fri­cker bemühte sich um den Film, den er nun Emil Stein­berger als Erin­ne­rung übergab.

Das Gespräch zwi­schen dem Blick-Foto­grafen Josef Ritler und Emil Stein­berger ent­wi­ckelte sich sehr inter­es­sant. Es zeigte auf, dass beid­seits Respekt bestand. Irgendwie braucht jeder Künstler Publi­city, aller­dings keine nega­tive. Da macht es einen Künstler natür­lich schon hässig, wenn er plötz­lich durch eine Fal­sch­rech­nung zum Mil-lionär gestem­pelt wird.
Das pas­sierte Emil, als die Zeit­schrift «Bilanz» ihm die Gage völlig falsch aus­rech­nete und dazu Schlag­zeilen ver­öf­fent­lichte.

Hin­gegen hatten Josef Ritler und «Emil» stets ein gutes Ver­hältnis zuein­ander. Ritler war näm­lich schlau genug, sich nicht mit dem Künstler anzu­legen und diesen nicht in unvor­teil­hafter Pose zu foto­gra­fieren. Viel­mehr stand seine Arbeit im Ein­ver­ständnis mit dem Künstler, wes­halb sie wohl auch heute noch mit­ein­ander munter reden können. Das macht eben auch den seriösen Foto­grafen aus. Ver­schie­dene bekannte Szenen wurden gezeigt, in denen «Emil» und Ritler zusam­men­ar­bei­teten.

Für «Emil» war es jeweils nicht ein­fach, an den Blick-Aus­hängen am Kiosk vor­bei­zu­gehen. Die Schlag­zeilen über ihn waren mehr­heit­lich gut, aber auch oft belei­di­gend, wes­halb er mit dem «Blick» zwei Jahre nichts mehr zu tun haben wollte. «Emil» bewies an diesem Abend einmal mehr, dass er ein aus­ge­zeich­neter Erzähler ist.

MS

Ruedi Fri­cker (links) über­gibt Emil den Kern-Film