Schwarz­wäl­der­t­orte und Näh­ma­schine: Mat­hilde Zybach, die Initi­antin des Flick-Cafés, mit Robert Lüscher, der für ein­fache Repa­ra­turen zuständig ist  (Bild: Kaspar Flü­ckiger)

Flick-Café in der Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kirche (EMK) in Muhen

Flicken, stricken, reparieren und Kaffee trinken in der Kapelle

24. Mai 2018 | News

Im Flick-Café treffen sich jeden zweiten Montag vor allem ältere Frauen, um zusammen zu stri­cken, zu nähen – und um Kaffee und Kuchen zu geniessen. Auch ein­fache Repa­ra­turen werden aus­ge­führt. So wird aus den Räumen der Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kapelle ein Repair-Café.

Repa­rieren statt weg­werfen liegt der­zeit im Trend. Auch in unserer Region gibt es einige «Repair-Cafés». Das Flick-Café in Muhen unter­scheidet sich jedoch von diesen Ange­boten. Im Zen­trum steht hier nicht in erster Linie die Repa­ratur von ein­fa­chen Gerät­schaften – das pas­siert hier auch: Robert Lüscher küm­mert sich fach­män­nisch und lie­be­voll um diese Repa­ra­turen – nein, hier an der Alten Strasse 8 in Muhen, genauer in der EMK-Kapelle ZOAR, treffen sich vor allem ältere Frauen. «Es sind in der Mehr­zahl Frauen, die im Alltag unter Ein­sam­keit leiden», erklärt Mat­hilde Zybach, die Initi­antin des Flick-Café. Diese Frauen treffen sich zum gemein­samen stri­cken, plau­dern und Kaffee trinken. Neben einem ver­lo­ckenden Kuchen­büffet stehen auch einige Näh­ma­schinen bereit. Einer­seits bringen die Leute Sachen zum fli­cken mit, ande­rer­seits ent­stehen hier auch neue Dinge.

Inspi­riert aus Paris

Mat­hilde Zybach kam vor dem Fern­seher auf die Idee zum Flick-Café. «Im TV sah ich einen Bericht über ein Näh-Café in Paris. Es fas­zi­nierte mich, wie sich da Frauen aus den ver­schie­densten sozialen Hin­ter­gründen treffen, zusammen ent­werfen, nähen, Kaffee und Gebäck geniessen. Sie tau­schen sich über all­täg­liche Dinge wie Kin­der­er­zie­hung, oder das Älter­werden aus.» Mat­hilde Zybach trug ihre Idee in die Kirche, wo sie auf offene Ohren stiess. Das Flick-Café star­tete vor sechs Jahren mit rund acht Frauen. Heute treffen sich jeweils gegen 25 Frauen zum Kaffee, manchmal sind auch der­zeit in Muhen woh­nende Flücht­lings­frauen dar­unter. Das Flick-Café ist ein Erfolg. Im ver­gan­genen Jahr gewannen die Müheler den 3. Preis im gesamt­schwei­ze­ri­schen Pro­jekt­wett­be­werb der EMK «Gemeinsam etwas Gutes tun».

KF

Was im Flick-Café alles geboten wird

Selber nähen oder fli­cken.

Spiel­waren und Klein­ge­räte zum fli­cken und Werk­zeuge zum schleifen bringen.

Stri­cken, häkeln, sti­cken.

Oder ein­fach Kaffee trinken.

Daten 2018

28. Mai, 11./25. Juni, 9. Juli, 13./27. August, 10./24. Sep­tember, 8./22. Oktober, 5./19. November, 3./17. Dezember –
jeweils von 14 –17 Uhr

Näh­ma­schinen sind vor­handen samt Uten­si­lien. Schnitt­muster müssen mit­ge­bracht werden.