Der neue Prä­si­dent Fabian Koch, das neue Vor­stands­mit­glied Suz­anne Gal­liker und der abtre­tende Prä­si­dent Thomas Hil­fiker (v.l.n.r.) (Bilder: Markus Schenk)

Der Gewer­be­ver­band Aarau tagte im Gast­haus «Schützen», Aarau

Im Zeichen des Präsidentenwechsels

22. März 2018 | aarau info

Wechsel an der Spitze des Gewer­be­ver­bandes Aarau. Thomas Hil­fiker wird durch das bis­he­rige Vor­stands­mit­glied Fabian Koch ersetzt. Neu in den Vor­stand gewählt wurde Suz­anne Gal­liker.

150 Per­sonen mel­deten sich für die dies­jäh­rige Gene­ral­ver­samm­lung im Schützen, Aarau an. Die GV ist immer auch ein gesel­liges Zusam­men­kommen, zudem hielt die Chefin der Hypo­the­kar­bank Lenz­burg, Mari­anne Wildi einen inter­es­santen Vor­trag zum Thema Digi­ta­li­sie­rung. Wer Frau Wildi kennt, der weiss, dass sie tech­nisch sehr bewan­dert und den neuen Tech­no­lo­gien alles andere als abge­neigt ist. Laut Wildi ist es nicht damit getan, digital unter­wegs zu sein, denn das sind heute schon fast alle. Inno­va­tives Han­deln müsse Schritt halten mit der Digi­ta­li­sie­rung. Und man müsse auch die Gefahren kennen und einen ent­spre­chenden Abwehr­me­cha­nismus auf­bauen. Zudem sei Inno­va­tion gefragt. Bestehendes müsste stets  werden. IT soll kein Selbst­zweck sein! Wir leben in einem stän­digen Wandel, geprägt durch inter­na­tio­nale Gross­platt­formen wie etwa Google, Amazon, Face­book usw.

Welt­weit steht die Schweiz bei den Startups auf Rang 18. Etwas weit hinten, findet Wildi. Des­halb sind Ideen und brauch­bare Inno­va­tionen gefragt. Es gibt kein Erfolgs­re­zept für den Weg der Zukunft. Die Geschäfts­mo­delle von morgen würden immer fle­xi­bler. Diese Chancen müsse man letzt­lich auf den eigenen Betrieb adap­tieren. Man sollte sich aus­serdem mit der Gene­ra­tion von morgen aus­ein­an­der­setzen und stets überlegen, was diese anspre­chen könnte und was nicht. Künftig seien wohl beson­ders fle­xible Geschäfts­mo­delle gefragt. Auch Quer­denken sei durchaus erlaubt. Wer hätte vor Jahren noch gedacht, dass es der­einst Uber, Airbnb oder Skype gibt? Nie­mand!

Zukunftsgerichtetes Referat von Marianne Wildi, CEO Hypi Lenzburg

Zukunfts­ge­rich­tetes Referat von Mari­anne Wildi, CEO Hypi Lenz­burg

Die Zeit ver­än­dert sich eben viel schneller als früher und dem müsse mit kürzeren Abständen Rech­nung getragen werden.

GV im Zei­chen des Prä­si­den­ten­wech­sels

Die eigent­liche Gene­ral­ver­samm­lung stand ganz im Zei­chen des Prä­si­den­ten­wech­sels. 81 Stimm­be­rech­tigte waren in den «Schützen» gekommen. Spe­ziell ist wohl die Tat­sache, dass die Ver­samm­lung bereits ab dem Trak­tandum Wahlen vom neuen Prä­si­denten geführt wurde. Durchgeführt wurde diese von der neuen Stadt­rätin Suz­anne Mar­clay-Merz. Die Wahlen hatten mehr sym­bo­li­schen Cha­rakter, wurden doch sowohl der neue Prä­si­dent Fabian Koch sowie das neue Vor­stands­mit­glied Suz­anne Gal­liker mit Akkla­ma­tion gewählt.

Der bis­he­rige Prä­si­dent Thomas Hil­fiker bleibt dem Vor­stand erhalten. In seinem Jah­res­be­richt streifte Hil­fiker die diversen Anlässe, die ent­weder selbst orga­ni­siert oder besucht wurden.

Beson­ders erwäh­nens­wert sei die Aktion «Schule trifft Wirt­schaft». 200 SchülerInnen durften dabei in 28 Unter­nehmen schnup­pern. Die Aktion wird in diesem Jahr weitergeführt. An einer Klau­sur­ta­gung wurde die Aus­rich­tung des Gewer­be­ver­bandes bis ins Jahr 2025 dis­ku­tiert und erste Grund­sätze erar­beitet. Diese lauten: ver­netzen, ver­treten und ver­mit­teln. Geplant ist in nächster Zeit auch eine Zusam­men­ar­beit mit dem High­tech-Zen­trum Aargau.

Reich befrach­tetes Jah­res­pro­gramm

Das Jah­res­pro­gramm ist reich gefüllt. Die tra­di­tio­nellen Anlässe wie Gwärb­ler­stamm, Pfer­de­rennen, MAG-Stamm usw. figu­rieren nach wie vor im viel­fäl­tigen Pro­gramm. Unter dem Thema Ver­net­zung wird das Natio­nal­liga-A-Spiel der Fuss­ball-Frauen zwi­schen dem FC Aarau und dem FC Zürich besucht.

Die Jah­res­rech­nung schloss mit einem Minus ab. Das Budget für dieses Jahr soll wieder positiv gestaltet werden. Es hat aber noch Geld in der Kasse und so bleiben die Jah­res­bei­träge auf glei­cher Höhe. Zuletzt übergab Ehren­mit­glied Rolf Thut dem Prä­si­denten noch ein Käs­seli (Ele­fant), das bei Absenzen zu füttern sei. Ent­schul­di­gungen würden erst bei 45 Grad Fieber ange­nommen. Absolut für Gesunde war das feine Nacht­essen aus­ge­legt. Es gab näm­lich das legen­däre «Housi-Gschnätz­lets».

MS