Mari­anne Wehrli, LL.M Rechts­an­wältin

Nachteile in der Pensionskasse bei mehreren Jobs?

Von | 11. April 2018 | Rat­geber Recht

FRAGEIch arbeite in einem Teil­zeit­pensum von 60 % in der Pflege und bin zum Aus­gleich in einem Fit­ness­studio als Ins-truktorin mit einem Pensum von 20 % ange­stellt. In meinem Pfle­ge­beruf erreiche ich das BVG-Minimum und bin in der Pen­si­ons­kasse ver­si­chert. Ich mache mir Sorgen, weil ich trotz 80 %-Pensum so schlecht ver­si­chert bin, nur weil ich zwei -Arbeit­geber habe. Muss ich das hin­nehmen?

ANTWORTNein. Bei Ange­stellten, die bei meh­reren Arbeit­ge­bern ein Ein­kommen erzielen, werden die ein­zelnen Löhne zusam­men­ge­zählt. Liegt das Gesamt­ein­kommen über dem Min­dest­lohn von Fr. 21’150.– kann sich der Arbeit­neh­mende ent­weder bei der Auf­fang­ein­rich­tung BVG oder bei der Pen­si­ons­kasse, der einer seiner Arbeit­geber ange­schlossen ist, frei­willig ver­si­chern lassen, wenn deren regle­men­ta­ri­sche Bestim­mungen es ermög­li­chen. Ist ein Ange­stellter wie Sie für einen der Löhne bereits obli­ga­to­risch pen­si­ons­kas­sen­ver­si­chert, kann er die anderen Lohn­ein­nahmen bei dieser Pen­si­ons­kasse mit­ver­si­chern.

Ihr Ein­kommen aus der 60 %-Anstel­lung in der Pflege ist bei der Aar­gaui­schen Pen­si­ons­kasse APK ver­si­chert. Gemäss Regle­ment dieser Pen­si­ons­kasse ist es mög­lich, Ein­kommen, die bei anderen Arbeit­ge­bern erzielt werden, bei der APK mit­zu­ver­si­chern. Es braucht dazu ledig­lich Ihren Antrag. Am besten Sie kon­tak­tieren die Pen­si­ons­kasse zuerst tele­fo­nisch und lassen sich den genauen Ablauf erklären.

Rechts­fragen können gestellt werden an:

Mari­anne Wehrli, Rechts­an­wältin, Lau­ren­zen­vor­stadt 79, Post­fach 4227, 5001 Aarau
E-Mail: ratgeber@anwaltsbuero-wehrli.ch