KSA-Neu­bau: Start zur 1. Wett­be­werbs­stu­fe |

Sechs Bewer­ber ent­wi­ckeln ers­te Ent­wür­fe

Von | 10. Novem­ber 2017 | News

Sechs Total­un­ter­neh­mer wer­den die ers­ten Entwürfe für den KSA Neu­bau ent­wi­ckeln. Das neue Spi­tal soll für maxi­mal 500 Bet­ten aus­ge­legt wer­den und die Kos­ten von rund 600 Mio. Fran­ken nicht überschreiten.

Neu­bau statt Umbau: Laut der Mach­bar­keits- stu­die ist das die bes­se­re Lösung für das Kan­tons­spi­tal Aar­au. So schei­nen die Kos­ten für einen Neu­bau zwar höher, ein Neu­bau bringt aber auch vie­le Vor­tei­le, wie Ser­gio Bau­mann, Lei­ter Betrieb und Mit­glied der Geschäfts­lei­tung auf­zeigt: «Die Betriebs­kos­ten kön­nen mas­siv gesenkt wer­den, wenn wir alle Berei­che, die heu­te auf dem Cam­pus ver­streut sind,in ein Haus plat­zie­ren. Die Wege wer­den kürzer. Zudem dau­ert ein Neu­bau auch nur etwa halb so lan­ge. Wir rech­nen damit, dass wir für einen Neu­bau idea­ler­wei­se etwa sechs Jah­re brau­chen. Ein Neu­bau kann sich ganz unse­ren Grund­sät­zen anpas­sen und neue Tech­no­lo­gi­en kön­nen ein­fach inte­griert wer­den. Zudem kommt es bei Umbau­ten immer wie­der zu Unvor­her­ge­se­he­nem», sagt Ser­gio Bau­mann und weist auf den Asbest­nach­weis beim Umbau von Haus 27 hin. Die Erkennt­nis: «Ein Neu­bau ist öko­no­misch sinn­vol­ler, als ein ewi­ges Umbau­en.»

Bewer­ber lie­fern fix­fer­ti­ge Spi­tal

«Das neue Spi­tal soll für maxi­mal 500 Bet­ten aus­ge­legt wer­den und die Kos­ten von rund 600 Mio. Fran­ken nicht überschreiten. Das künftige Leis­tungs­spek­trum wird in etwa dem heu­ti­gen ent­spre­chen», sagt Ver­wal­tungs­rats­prä­si­dent Dr. Kon­rad Wid­mer.

Sechs Total­un­ter­neh­mer sind nun in einer ers­ten Wett­be­werbs­stu­fe dran, Entwürfe für den KSA-Neu­bau zu ent­wi­ckeln.

Von den sechs Bewer­ben kom­men zwei bis maxi­mal drei in die letz­te Run­de und lie­fern dem KSA einen Plan für ein fix­fer­ti­ges Spi­tal. Den Wett­be­werbs­teil­neh­mer steht für ihre Pla­nung eine Flä­che von 45’000 m2 zur Verfügung.

Wunsch­vor­stel­lung 2023

Bis Mit­te 2018 sol­len die ers­ten Häu­ser auf dem Bau­feld geräumt wer­den. Davon betrof­fen sind rund 200 Mit­ar­bei­ten­de (Häu­ser 5, 6 und 46). Als Ersatz dient das frisch reno­vier­te Haus 27. «Gemäss Zeit­plan soll­te 2019 der Wett­be­werb abge­schlos­sen sein und ein kon­kre­tes Bau­pro­jekt vor­lie­gen», erklärt Ser­gio Bau­mann. Erst zu die­sem Zeit­punkt ent­schei­det der Ver­wal­tungs­rat unter Vor­be­halt der regie­rungs­rät­li­chen Zustim­mung defi­ni­tiv über den Bau des neu­en Gebäu­des. Die Wunsch­vor­stel­lung des KSA wäre, dass der Neu­bau im Ver­lauf des Jah­res 2023 fer­tig­ge­stellt ist.

Finan­zie­rung über Kapi­tal­markt

Es ist ange­dacht, das Pro­jekt über den Kapi­tal­markt zu finan­zie­ren. «Gemäss Bank­fach­leu­ten ist dies aus heu­ti­ger Sicht mit den defi­nier­ten Eck­wer­ten mög­lich», erklärt Kon­rad Wid­mer. «Oft ver­än­dern sich Gross­pro­jek­te im Lau­fe der Pla­nungs­zeit, wes­halb wir die Finan­zie­rung erst nach Abschluss der 1. Wett­be­werbs­stu­fe kon­kre­ti­sie­ren kön­nen », erklärt der Ver­wal­tungs­rats­prä­si­dent wei­ter.