Sie waren für das «Golden-Goal» gegen Baden ver­ant­wort­lich: Schütze Dominic Studer (links) und Pass­geber Peter Byland (Mitte) – (Bild: Team Aarau)

Uni­ho­ckey Baden gegen Aarau |

Spannender als der «Tatort»

Von | 9. Dezember 2017 | Sport

10:8, 4:3, 6:5 – das Aar­gauer Derby in der 1. Liga Gross­feld geizte noch nie mit Span­nung. Die Gescheh­nisse vom Sonn­tag­abend in der Go-Easy-Arena in Sig­gen­thal setzten dem Ganzen nun aber die Krone auf.

Der 4. Aar­auer Derby-Sieg in Folge stand mehr als je zuvor auf Mes­sers Schneide. Dabei schwante den mit­ge­reisten Aar­auern Mitte zweites Drittel Böses. 1:3 lag ihre Mann­schaft zurück und war damit noch gut bedient, ehe die Kan­tons­haupt­städter vor dem zweiten Wechsel in Über­zahl auf ein Tor ver­kürzen konnten. Nach Stol­ten­bergs Aus­gleich zum 3:3 wogte das Duell der Auf­steiger im Schluss­ab­schnitt hin und her. Es ent­wi­ckelte sich ein offener Schlag­ab­tausch mit Chancen hüben wie drüben. Ein Krimi, den man oben auf der Tri­büne den­noch nicht voll­ends geniessen konnte. Zu gross war die Anspan­nung, denn der Ablauf war fortan immer der gleiche: Baden legte vor, Aarau legte nach. Nach dra­ma­ti­schen 60 Minuten ging es in die nicht minder span­nende Ver­län­ge­rung.

Dort traf zuerst Badens Star­stürmer Rüegg nur die Lat­ten­un­ter­kante, danach sah Aaraus Rou­ti­nier Merki seinen gut gezielten Schuss vom Badener Schluss­mann abge­wehrt. Schliess­lich war es der nim­mer­müde Cap­tain Studer, der zum 6:5 voll­endete und dem Badener «Tatort» ein Aar­auer Happy End bescherte. «Man of the Match» war trotzdem ein anderer. Marco Stol­ten­berg ent­schied die Partie mit drei Tref­fern und zwei Tor­vor­lagen quasi im Allein­gang. Auch die Damen I und die U16 trafen sich zu einem Derby. Wäh­rend die Adler­trä­ge­rinnen beim 3:4 gegen Lok Rei­nach eine wei­tere bit­tere Pille schlu­cken mussten, holte sich die U16 beim 4:3 n.V. gegen Olten Zofingen den Zusatz­punkt.