Von der Zukunft eingeholt?

Von | 4. April 2018 | Gedanken

Der Gross­ver­teiler Migros hat bis heute immer sehr schöne Jah­res­ab­schlüsse prä­sen­tieren können. Nun ist der Gewinn massiv zurück­ge­gangen. Die ungüns­tigen Zei­chen der Zeit hat also auch den orangen Riesen ein­ge­holt. Offen gelassen wird gar die Mög­lich­keit von Ent­las­sungen.

Immer mehr Leute kaufen heute digital ein und immer mehr Leute decken sich im Aus­land mit Waren ein. In den Zoll­häu­sern an den Aar­gauer Grenz­über­gängen sitzen Leute, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als Aus­fuhr­be­schei­ni­gungen zu stem­peln. So wird die hohe Deut­sche Mehr­wert­steuer zurück­er­stattet. Die Migros und andere Gross­ver­teiler haben einst die kleinen Krä­mer­läden in den Gemeinden ver­drängt. Nun werden sie von noch grös­seren Kolossen wie Amazon, Ali­baba oder Zalando ihrer­seits bedrängt. Die Ent­wick­lung, die der­zeit im Detail­handel statt­findet, ist keine gute. Wurden einst die kleinen Läden in den Dör­fern ver­drängt, sind heute jene in den Städten an der Reihe. Dort sind auch die Mieten mitt­ler­weilen der­massen ange­stiegen, dass kleine, feine Spe­zi­al­ge­schäfte nicht mehr ren­tieren können. Die guten Lagen werden nun durch Geschäfte von Ketten belegt.

In Aarau machen in nächster Zeit einige Läden dicht. Der gesunde Mix zwi­schen Gross­an­bie­tern und klei­neren Detail­listen ist leider gefährdet. Dar­unter dürfte später auch das Klima in der Stadt leiden. Wie aber wollen wir der Schlinge, die sich da zuzu­ziehen droht, ent­kommen? Es braucht Ver­mieter mit einem grossen Herz, bei denen nicht der Profit im Vor­der­grund steht. Die Detail­händler sollen nicht nur für die Miete arbeiten – sie müssen anständig ver­dienen und auch etwas auf die hohe Kante legen können, denn die här­teren Zeiten kommen bestimmt.

Digital unter­wegs zu sein, ist heute auch für klei­nere Unter­nehmen schon fast ein Muss. Wer sich da aber ins Boot eines Riesen setzt, der sitzt eines Tages ganz weit hinten oder wird gar raus­ge­kippt. Zu emp­fehlen ist es immer noch, zwei­spurig zu fahren – mit einem Laden und einem kleinen aber feinen Inter­net­auf­tritt, der lau­fend gepflegt wird.

Das wie­derum kostet Geld. Der Kunde soll digital «gluschtig» gemacht werden, um dann ins Geschäft zu kommen. Fach­liche Kom­pe­tenz und gute Bera­tung muss wieder mehr Gewicht erhalten, auch wenn es etwas kostet. Nicht ver­gessen sollte man den Land­an­zeiger, der Ihre Wer­be­bot­schaft günstig und effi­zient ver­breitet. Seit Jahren bieten wir kor­rekte Preise, die sich auch soge­nannt «Kleine» leisten können. Leider ist auch die Zei­tungs­branche nervös geworden. Selbst grosse Zei­tungen machen zur­zeit unglaub­liche Package-Ange­bote und ver­su­chen so andere aus­zu­bremsen. Wer auf diese Ver­lo­ckungen rein­fällt, wird dies der­einst bitter bereuen. Setzen wir doch auf das, was sich bewährt hat.

Der Land­an­zeiger ist schliess­lich die ein­zige Zei­tung im Gross­raum Aarau, die in jeden Brief­kasten ver­teilt wird. Das können die Dum­ping­ma­cher nicht bieten – Preise hin oder her! Wenn es den Land­an­zeiger heute nicht gäbe, müsste man diesen schleu­nigst erfinden – und das auch in der Zeit der Digi­ta­li­sie­rung oder jetzt erst recht, denn wir bieten eine echte, dau­er­hafte Part­ner­schaft! Part­ner­schaft heisst Geben und Nehmen. Der Land­an­zeiger betreut seine Inse­renten auch gross­zügig redak­tio­nell.

Der Erfolg zeigt uns, dass wir auf dem rich­tigen Weg sind, auch wenn uns die Gross­ver­teiler meist links liegen lassen.