Star­ke Lei­stung von Kath­rin Stir­n­e­mann

22 Jah­re spä­ter erneut dabei

2. Platz von Kathrin Stirnemann am PROFFIX Swiss Bike Rennen in Leukerbad

19. Juni 2019 | Sport

Vor genau 22 Jah­ren stand die Grä­ni­che­rin Kath­rin Stir­n­e­mann bei der Kate­go­rie Soft, den jüng­sten Bike­rin­nen, in Leu­ker­bad schon ein­mal auf dem Podest – ein gutes Omen für das die­jäh­ri­ge PROFFIX Swiss Bike Ren­nen am glei­chen Ort?

Die neue Strecke in Leu­ker­bad war «old scool»: ein lan­ger Auf­stieg – steil und alles untech­nisch auf Kies­stras­sen – mit mehr als 200 Höhen­me­tern fast am Stück; also nicht das bevor­zug­te Ter­rain für Pun­che­rin Stir­n­e­mann.

Und mit der drei­fa­chen Welt­mei­ste­rin Pau­li­ne Fer­rand- Pre­vod sowie Olym­pia­sie­ge­rin Julie Bres­set stan­den neben Cup­lea­de­rin Ramo­na For­chi­ni zwei äus­serst star­ke Fran­zö­sin­nen am Start. Es war­te­ten fünf kräf­te­zeh­ren­de Run­den à je rund 20 Min­un­ten auf die Fah­re­rin­nen.

Bereits der Start war nicht auf der Ziel­ge­ra­den, son­dern rund 200 m spä­ter direkt im Kies­an­stieg. Kath­rin star­te­te zurück­hal­tend, ver­such­te mög­lichst öko­no­misch mit den Schnell­sten mit­zu­fah­ren. Das ein­zeln auf­ge­reih­te Feld nahm die steil­sten Pas­sa­gen, bei wel­chen die Betreu­er locker neben­her gehen konn­ten, zum ersten Mal unter die Räder. Vor­ne bil­de­te sich eine Drei­er­spit­ze mit der Deut­schen Nadi­ne Rie­der, Fer­rand- Pre­vod und For­chi­ni, danach kam eine näch­ste Grup­pe mit Bres­set, der Polin Gorycka und Kath­rin. Vor der Ein­fahrt in die lan­ge Abfahrt über­hol­te Stir­n­e­mann dann die Polin noch.

Mit 20 Sekun­den Rück­stand auf das Spit­zen­trio über­quer­te das Ver­fol­ger­duo Bresset/ Stir­n­e­mann erst­mals die Ziel­li­nie. Kath­rin fand einen guten Rhyth­mus für den rund 12 Minu­ten dau­ern­den Anstieg und konn­te sich auf Platz vier vor­ar­bei­ten.

Die zwei­te Run­de war dann ein Abnüt­zungs­kampf an allen Fron­ten. Vor­ne löste sich unter dem Tem­po­dik­tat von For­chi­ni das Spit­zen­trio auf. Zuerst ver­lor Rie­der den Anschluss, danach auch Fer­rant-Pre­vod.

Am Ende des drit­ten Anstie­ges konn­te Stir­n­e­mann Rie­der über­ho­len und mit einer star­ken Abfahrt schloss sie kurz vor Abschluss der drit­ten Run­de auch zu Fer­rant-Pre­vod auf. Im vier­ten Auf­stieg lag Kath­rin in den steil­sten Pas­sa­gen immer eini­ge Meter hin­ter der Fran­zö­sin, doch oben im etwas fla­che­ren Schluss­an­stieg schloss sie auf.

Fai­rer­wei­se lies Fer­rand- Pre­vod vor Ein­fahrt in die Abfahrt Kath­rin pas­sie­ren. Bis ins Ziel run­ter nahm ihr Stir­n­e­mann dann 25 Sekun­den ab!

Im fünf­ten und letz­ten Anstieg ver­rin­ger­te sich der Abstand zwi­schen den Bei­den auf knapp über 10 Sekun­den, doch im letz­ten lan­gen Down­hill nahm Kath­rin Pau­li­ne wie­der viel Zeit ab und über­quer­te als jubeln­de Zwei­te die Ziel­li­nie: «Die Strecke war für alle gleich, sicher nicht mein bevor­zug­tes Ter­rain. Aber ich ver­such­te mich jeweils auf die lan­gen Down­hill zu freu­en. Im Auf­stieg kon­trol­lier­te ich mich mit der Watt­an­zei­ge auf mei­nem Gar­min, damit ich nicht plötz­lich über­zock­te. Und es moti­vier­te mich natür­lich, als ich sah, dass die Ande­ren eigent­lich auch nicht schnel­ler hoch­stei­gen konn­ten.»

Näch­stes Ren­nen am 30. Juni in Ander­matt.

ZVG