Holziken bald ohne Dorfladen

Theres und Toni Rast | Der Landanzeiger

Der Dorfladen Holziken schliesst per 18. Januar. Das Team um Theres und Toni Rast erklärt in den Gemeindenachrichten, wie es dazu gekommen ist. Die Schliessung hat mehrere Gründe.

«Die Kosten- und Ertrags-Situation sind aufgrund der knappen Umsatz-Ergebnisse in keinem vernünftigen Verhältnis», nennen Theres und Toni Rast als Hauptgründe der Schlies-sung von «Toni’s Treffpunkt» in Holziken. «In absehbarer Zeit wären einige Investitionen angefallen, wie zum Beispiel Kühlanlagen, Kühlbuffet etc., welche sich nur lohnen würden, wenn das Mietverhältnis geregelt und längerfristig abgesichert wäre.»

Lebensmittelladen unerwünscht
Der Gemeinderat Holziken war an einer Nachfolgeregelung interessiert, schreibt er in den Gemeindenachrichten. Die Vermieterschaft machte jedoch unmissverständlich klar, dass eine weitere Vermietung für einen Lebensmittelladen ausgeschlossen sei.

«Investitionen wie diese lohnen sich nur, wenn ein Mietverhältnis mindestens 10 Jahre dauert», lassen sich Theres und Toni Rast zitieren. «Wir haben uns entschieden, die volle Konzentration auf unser Hauptgeschäft in Aarau und unsere Präsenz am Wochenmarkt am Graben Aarau, zu setzen und damit die geplanten Projekte sicher zu stellen.» Theres und Toni Rast führen im Aarauer Goldernquartier seit fünf Jahren ihr Hauptgeschäft. Unlängst konnte dort der Mietvertrag um weitere fünf Jahre verlängert werden. Zuvor haben die beiden fast zwei Jahrzehnte lang die Chäsi in Muhen geführt. Für Tonis weitum berühmte Käsespezialitäten muss man ab dem 18. Januar künftig also wieder etwas weiter fahren. Die beiden Geschäftsinhaber bedanken sich im Schreiben abschliessend bei der Holziker Kundschaft für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen.

Freiwillige gesucht
Mit der Schliessung des Dorfladens «Toni’s Treffpunkt» entfällt die letzte Einkaufsmöglichkeit in Holziken. Insbesondere für ältere oder in der Mobilität eingeschränkte Einwohner kann dies ein Problem darstellen. Aus diesem Grund sucht die Gemeinde im Rahmen des Projekts «Fürenand – Mitenand» Freiwillige, welche sich für den Einkauf für jene Personen zur Verfügung stellen. Möglich wäre die Begleitung beim Einkauf oder aber das Einkaufen im Auftrag jener Personen. Interessierte melden sich bei der Gemeindekanzlei.

«Das Extremste, das ich je gemacht habe»

850 PS starke Swiss Formula | Der Landanzeiger

Seit 20 Jahren fährt Andy Kuhn Trial-Meisterschaften, 2016 und 2018 wurde er Schweizermeister, in der Offroad-Szene gehört er bereits zu den «alten Hasen». Wenn einer wie er sagt: «Das ist das Extremste, das ich je gemacht habe», dann heisst das etwas.

Mit dem Fahrzeug über einen See oder 40 Meter hohe Steilwände hinauf, ohne dabei die ausgesteckten Gassen zu verlassen, das ist Formula Offroad. Und genau an so einem Rennen nahm der 42-Jährige im September 2019 teil – und zwar nicht nur als erstes Schweizer-Team, sondern auch als erster «Südländer». Denn Formula Offroad stammt ursprünglich aus Island. Mittlerweile hat sich der Wettbewerb auch in Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark und in den USA etabliert. In Europa ging es aber nie südlicher als Dänemark. Zumindest bis Andy Kuhn kam.

Mit keinem anderen Motorsport vergleichbar
2015 reiste Andy Kuhn zum ersten Mal nach Norwegen, um sich ein solches Rennen anzusehen. «Du stehst da unten und siehst wie diese Fahrzeuge mit einem gewaltigen Donnern diese steilen Sandwände hinauffahren», erzählt Andy Kuhn völlig fasziniert. Nicht selten schaffen die Fahrzeuge den Aufstieg nicht, überschlagen sich und purzeln den ganzen Hang wieder hinunter. «Mit offenem Mund denkst du dir, das kann doch physikalisch gar nicht möglich sein. Formula Offroad ist einfach mit keinem anderen Motorsport zu vergleichen.»

Auch die Fahrzeuge selbst faszinierten Andy Kuhn auf Anhieb. Sie sind über 2,5 Meter breit, haben einen riesigen V8-Motor, haben bis zu 2000 PS und riesige Paddlereifen mit Schaufeln, die man sonst nur bei extremen Wüstenbuggys sieht. Für Andy Kuhn war klar, er musste so ein Fahrzeug haben. 2016 verwirklichte er sich diesen Traum.

«Helm auf, Hirn aus»
Beim nächsten Besuch in Norwegen 2018 konnte er sich nicht mehr dagegen wehren. Er meldete sich für das nächste Jahr an. Mit einer Menge Material und der Unterstützung seiner Schweizer Offroad-Kollegen ging es nach Skien (Norwegen). «Wir wurden unglaublich herzlich von den Organisatoren empfangen. Sie freuten sich so sehr über unsere Teilnahme», erzählt Andy Kuhn. Ohne auch nur einmal mit seinem 850 PS starken Fahrzeug gefahren zu sein, stand er dann zur Testfahrt bereit, vor ihm der 40 Meter Hohe Sandberg. «Helm auf, Hirn aus und einfach Gas geben», sagt Andy Kuhn. Und tatsächlich, er und seine Swiss Formula kamen oben an. Sein erstes Formula Offroad Rennen konnte beginnen.

Gefahren werden während zwei Tagen täglich sechs Sektionen. Die Geschwindigkeit ist bis auf eine spezielle Geschwindigkeits-Sektion nebensächlich, es geht um Geschicklichkeit. «Mein Ziel war es, einfach nicht Letzter zu werden und mein Fahrzeug heil wieder nach Hause zu bringen», sagt der Uerkner. Seine Ziele hat er erreicht. «Und ich habe mich natürlich schon wieder für das nächste Rennen angemeldet», sagt Andy Kuhn lachend. Im Mai geht es mit seinem Team und der Swiss Formula ein weiteres Mal auf Norwegen, diesmal nach Honefoss. 

AGVS Auto Ausstellung Aarau West 2020 in der Erfolgsspur

Martin Sollberger (links) und Chris Regez | Der Landanzeiger

Autofans sollten sich schon jetzt das Datum der nächsten AGVS Auto Aus-stellung Aarau West in Oberentfelden reservieren. Sie findet vom 13. bis 15. März 2020 im Tenniscenter Aarau West statt.

Die Besucherinnen und Besucher können erneut auf 5000 m2 über 160 Modelle von über 30 Automarken bewundern und darin Platz nehmen und den einzigartigen Duft eines Neuwagens einatmen. Dies lässt die Herzen eines jeden Autofans höher schlagen. Als weitere Attraktion findet im Aussenbereich erneut ein Food-Festival mit Köstlichkeiten aus aller Welt statt.

Über 160 Autos hautnah fühlen, sehen und riechen
Martin Sollberger, Präsident AGVS (Auto Gewerbe Verband Schweiz), Sektion Aargau, bringt es auf den Punkt: «Wir sind davon überzeugt, dass unsere Mehrmarkenausstellung mit 25 regionalen Ausstellern den Besuchern ein einzigartiges Erlebnis bietet, denn hier können sich die Interessenten direkt mit unseren Ausstellern unterhalten. Die Kundinnen und Kunden haben heute ein riesiges Bedürfnis, sich bei den Fachleuten über die unterschiedlichen Antriebsmöglichkeiten der einzelnen Modelle zu informieren. Was wird angeboten und was ist sinnvoll? Benzin, Diesel, Hybrid, Elektro oder Plug-in-Hybrid? Dass diese Präsentationsplattform für unsere Aussteller, alles Garagisten aus dem Raum Aarau/Lenzburg, ein wichtiger Anlass ist, zeigt sich daran, dass die gesamte Fläche erneut komplett ausgebucht ist, was mich natürlich sehr glücklich macht.»

Autos und Kulinarik gemeinsam erleben
Für Messeleiter Chris Regez macht ein Besuch an der AGVS Auto Ausstellung Aarau West aber noch aus weiteren Gründen Sinn: «Im Gegensatz zu noch grösseren Auto-Ausstellungen benötigen die Besucher nur wenig Zeit für die Hin- und Rückfahrt und Parkplatz und Eintritt sind erst noch gratis. Gerade für Familien ist dies heutzutage ein wichtiger Aspekt. Zudem ist unsere Ausstellung ein beliebter Treffpunkt, an dem man sich mit Freunden und Bekannten trifft und gemeinsam Spass hat. Im Aussenbereich kann man beim Food-Festival auf eine kulinarische Entdeckungsreise gehen.» Erstmals ist auch die Motorradwelt mit zwei regionalen Ausstellern vertreten – gerade rechtzeitig vor Beginn der «Töff-Saison».

MAG 2020 ist ausgeschrieben

Mike Zettel von der Kein Ding GmbH | Der Landanzeiger

Der Markt Aarauer Gewerbetreibender (MAG) 2019 konnte finanziell positiv abgeschlossen werden und die kommende Austragung vom 24. bis 27. September 2020 wurde vom neuen MAG-Organisator Mike Zettel von Kein Ding GmbH, Dulliken, ausgeschrieben. 

Der MAG-Vorstand traf sich noch vor Weihnachten zum Debriefing der Organisation 2019 und konnte von positiven Rückmeldungen und einer guten Prognose der Jahresrechnung Kenntnis nehmen. Nicht nur der Abschluss der Durchführung 2019 beschäftigte die Vorstandsmitglieder, auch Informationen und Übergabe von Dokumenten an den neuen Organisator Mike Zettel (34) von Kein Ding GmbH, Dulliken, mussten aufbereitet werden. Zudem wurden die von Mike Zettel vorgeschlagene Änderungen besprochen und allesamt gutgeheissen. 

Seit 2013 organisiert Mike Zettel im Auftrag des Quartiervereins rechtes Aareufer erfolgreich die Messe in Olten (MiO) und seit 2015 ist er auch bei der Organisation des Streetfood-Festivals in der Dreitannenstadt beteiligt. Während das Food-Festival im Mai stattfindet, startet der MAG am Donnerstag nach der MiO. Diese gibt es 1946 und soll laut Zettel ursprünglich von der MAG in Aarau inspiriert worden sein.

Voller Tatendrang
«Es gibt viele Ähnlichkeiten bei beiden Messen», sagt Zettel auf Anfrage. Und weil beide Veranstaltungen künftig von seinem Team organisiert werden, will er versuchen, Synergien zu nutzen- So stellt er sich etwa vor, einen Teil der Infrastruktur gemeinsam zu nutzen, an beiden Messen interessierte Aussteller anzusprechen und das Unterhaltungsprogramm auf gemeinsame Nenner abzuklopfen.  Zudem hat er vor, Gewerbler der Weinmesse Mittelland, die er seit 2015 jährlich im Oltner Stadttheater organisiert, auch zum Mitmachen im Weinzelt am MAG in Aarau zu bewegen.

Tradition erhalten
Der Markt Aarauer Gewerbetreibender gibt es seit 83 Jahren und er gehört zu den traditionellen Veranstaltungen im Jahresprogramm der Stadt Aarau. Über 120 Aussteller, Anbieter von Restaurants und Verpflegungsständen, Weinhändler und Keramikhandwerker nahmen 2019 am MAG teil und lockten über 25’000 Besucherinnen und Besuchern nach Aarau. 

Zur Sicherstellung der professionellen Organisation hat sich der MAG-Verein zu einer Auslagerung der Durchführung entschlossen und den Vorstand mit der Ausschreibung und Auswahl beauftragt. Aufgrund verschiedener eingereichter Dossiers und Präsentationen wurde die Zusammenarbeit mit Mike Zettel und seiner Kein Ding GmbH in Dulliken beschlossen. Er hat mit der Ausschreibung des MAG 2020 seine Tätigkeit aufgenommen, wird Traditionen erhalten und Trends berücksichtigen. 

Unveränderte Preise
Die Preise für eine MAG-Teilnahme bleiben unverändert. Bereits im November des letzten Jahres erfolgte die Einladung an bisherige und mögliche neue Aussteller.

Der MAG 2020 findet vom 24. bis 27. September statt. 

«Mobiliar» lässt Bevölkerung am Erfolg teilhaben

Die Mobiliar beschenkte die Stützpunktfeuerwehr Zofingen mit mobilen Containern und Material für den Hochwasserschutz | Der Landanzeiger

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Das genossenschaftlich organisierte Unternehmen lässt die Öffentlichkeit immer wieder an ihrem Erfolg teilhaben. So wurde vor wenigen Tagen ein Hochwasserschutzprojekt in Hirschthal unterstützt. Aber auch die Stützpunktfeuerwehr Zofingen erhielt wichtige Mittel gegen das Hochwasser.

Unwetter, Hochwasser, Murgänge, Steinschlag und Lawinen verursachen in der Schweiz Schäden von durchschnittlich 300 Millionen Franken pro Jahr. Präventionsmassnahmen können solche Schäden effizient reduzieren. Deshalb hat das Mobiliar Lab für Naturrisiken an der Universität Bern unter anderem Hochwasser-Hotspots in der Schweiz identifiziert. Zu denen zählt unter anderem auch die Region Zofingen und das Uerkental.

Deshalb bekam die Region von der Mobiliar in diesem Sommer als eine von fünf besonders exponierten Gemeinden ein mobiles Deichsystem geschenkt. In diesen mobilen Containern sind Module, mit denen innerhalb weniger Stunden Schutzdämme in der Länge von total 440 Meters errichtet werden und Schäden verringert werden können. Die Region Zofingen/Uerkental erlebte am 8. Juli 2017 ein Unwetter, das Schäden in der Höhe von rund 100 Millionen Franken verursachte. Allein bei der Mobiliar gingen damals über 2500 Schadenfälle im Umfang von gegen 20 Millionen Franken ein.

Interessante Karte
Diese Summe macht klar, warum es interessiert, wo in der Schweiz bei einer Überschwemmung welche Werte auf dem Spiel stehen. Die interaktive Karte auf www. schadenpotenzial.ch kennt die Antworten. Die in dieser Form einzigartige Karte wurde am Mobiliar Lab für Naturrisiken entwickelt und geht weit über die bekannte Abbildung von reinen Gefahrenkarten hinaus. Sie zeigt nicht bloss die abstrakte Gefährdung durch Hochwasser, sondern auch das konkrete Schadenpotenzial.

Suhr, Oberentfelden und Kirchleerau sind laut dieser Karte die Gemeinden des Landanzeiger-Gebiets, in denen ein Hochwasser die grössten Schäden anrichten kann. In Oberentfelden sind 25 Prozent aller Gebäude gefährdet, in Kirchleerau 22 Prozent und in Suhr 20 Prozent. In Aarau sind es aber auch 15 Prozent aller Häuser. Sicherer wohnt man in Küttigen mit einer Rate von 6 Prozent, Safenwil mit 2 Prozent oder in Wiliberg mit 1 Prozent, um hier nur einige Gemeinde des Zeitungsgebiets zu nennen.

136 Projekte unterstützt
Mit knapp 37 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft leistet die Mobiliar einen Beitrag an konkrete Präventionsprojekte in der ganzen Schweiz – darunter auch das Hochwasserschutzprojekt in der Gemeinde Hirschthal (wir berichteten). Dort tritt der Talbach bei starken Regenfällen regelmässig über die Ufer und überschwemmt die angrenzenden Liegenschaften. Die Mobiliar beteiligt sich mit maximal 120’000 Franken an den Baukosten für das Hochwasserschutzprojekt, das sich auf rund 1,48 Millionen Franken beläuft. Seit dem Hochwasser 2005, das damals in der Schweiz sechs Todesopfer forderte und Schäden in der Höhe von drei Milliarden Franken verursachte, hat die Mobiliar zur Unterstützung von Präventionsprojekten rund 37 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft bereitgestellt. Bisher hat die Mobiliar schweizweit 136 Projekte unterstützt, einige davon auch in der Region.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.mobiliar.ch