«Wir werden Weichen für die Zukunft stellen»

Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker | Der Landanzeiger

Im Februar wird mit dem Bau der Kettenbrücke begonnen, auch der Baustart der der Alten Reithalle sollte dann erfolgen. Zudem werden zwei Baugesuche erwartet, «welche die bisherigen Dimensionen in Aarau schlicht sprengen», wie Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker in seiner Neujahrsansprache sagt. Zum einen ist dies das Gesuch für den Neubau des KSA, zum andern das Gesuch für die Gesamtanlage Torfeld Süd, mit Stadion und Hochhäusern. «Insgesamt ein Bauvolumen von rund 1000 Mio. Franken», sagt Hanspeter Hilfiker. Aarau wird 2020 von grossen Bauvorhaben geprägt sein. 

Verschiedene Strategien werden entwickelt
Seit dem 1. Januar gilt das neue Reglement Kinderbetreuung, was
die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern soll. Zudem sollen 2020
verschiedene Strategien zur Quartier-, Innenstadt- und Wohnraumentwicklung erarbeitet werden, um die Perspektiven von Aarau in den Bereichen Wohnen, Leben und Arbeiten weiter zu verbessern. «Wir sind uns bewusst, dass die Lokalpolitik die gesellschaftliche Entwicklung nur bescheiden beeinflussen kann. Umso wichtiger ist die umsichtige Definition der Entwicklungsbedingungen», sagt Hanspeter Hilfiker.

Wichtige Entscheidungen im Zukunftsraum
Auch zum Projekt Zukunftsraum werden 2020 richtungsweisende Entscheide gefällt. «Im Projektumfeld überwiegen die positiven Einschätzungen», sagt Hanspeter Hilfiker, erwähnt aber auch die kritischen Stimmen, die etwa vor Identitätsverlust, einer Dominanz von Aarau, vor dem Verlust der Steuerkraft oder einer «Verländlichung» der bisherigen Stadt Aarau warnen. «Ich bitte Sie alle, diesen Diskussionen so unvoreingenommen wie möglich zu begegnen.» 

2020 wird also für Aarau und seine Region ein wichtiges Jahr. «Vor allem», so Hanspeter Hilfiker, «werden wir 2020 Weichen für die Zukunft stellen. Mit Strategien für neuartige Stadtentwicklung und mit Entscheidungen zum Zukunftsraum»

«Medienpreis» an Frieda Steffen

Martin Goldenberger und Frieda Steffen | Der Landanzeiger

Der Neujahrsapéro in der Aula in Schlossrued hat Tradition und ist sehr beliebt. Gemeindeammann Martin Goldenberger hielt einen humorvollen Jahresrückblick und verlieh der einheimischen Frieda Steffen den «1. Schlossrueder Medienpreis».

l Schlossrued Der Neujahrsapéro in der Aula in Schlossrued ist der Ort, wo man sich trifft, um anzustossen, um zu plaudern und um den Neuigkeiten aus dem Gemeinderat zu lauschen. Bei reich gedecktem Tisch sorgte das Mandolinen-Orchester Langenthal für gemütlich-wärmende Klänge aus der -Südschweiz. Dass dieses Orchester in Schlossrued anlässlich des Neujahrs-apéros die Tischmusik übernahm, hat einen besonderen Grund: Unter den Mitspielenden sitzt die Gitarristin Monika Hugentobler, sie ist Mitglied im Schlossrueder Gemeinderat.

Mit dem «Erlkönig» begann Gemeindeammann Martin Goldenberger eine aussergewöhnliche Ehrung. Zum ersten Mal in der Schlossrueder Geschichte verlieh er einen «Medienpreis» und zwar an die einheimische Frieda Steffen. Seit über 40 Jahren berichtet sie über die Region, und dabei kam Schlossrued nie zu kurz. «Das soll ein kleines Dankeschön und kein Abschiedsgeschenk sein, denn wir hoffen alle, dass du im gewohnten Stil weiter machst!», so Goldenberger.

Gemeinderat komplett angetreten

Neujahrsapéro in Schmiedrued | Der Landanzeiger

In ihrer Ansprache thematisierte Gemeindeammann Marliese Loosli «Zeit» und das Schweizer Milizsystem am Neujahrsapéro im Schulhausfoyer in Schmiedrued.

Nicht umsonst wünschte Marliese Loosli den zahlreich am Neujahrsapéro erschienenen Schmied-ruedern gleich zu Beginn ihrer Ansprache Gesundheit, Zufriedenheit und vor allem «Zeit». Sich Zeit zu gönnen sei heutzutage bei einem hektischen Tagesrhythmus eher ungewöhnlich. «Zeit» als Thema inspirierte sie in der faszinierenden Bergwelt des Berner Oberlands, wo diese scheinbar langsamer verstreicht. «Es wäre schön, wenn man an 366 Tagen in diesem Jahr – 2020 ist bekanntlich ein Schaltjahr – mehr Zeit füreinander hätte, zu einem Plausch im Dorfladen oder einem Gespräch beim Kaffeetrinken» ermunterte sie die Anwesenden. Neben der Flut zu bewältigender WhatsApp- und E-Mail-Nachrichten solle man überlegen, sich in seiner Freizeit in Institutionen, als Behördenmitglied oder in Vereinen engagieren. Es müsse nicht gleich ein politisches Amt sein, schränkte Loosli ein. Die Freiwilligenarbeit entspräche dem Milizsystem der Schweiz. Jeder volljährige Bürger könne ehrenamtlich öffentliche Ämter ausüben und deren Aufgaben übernehmen. «Wer’s nicht glaubt, könne im Online-Lexikon Wikipedia nachschlagen» fügte sie hinzu. Eines konnten die Schmiedrueder mitnehmen, Frau Gemeindeammann ist mit der digitalen Welt und deren sozialen Netzen vertraut. Nichtsdestotrotz appellierte sie, sich Zeit zum Innehalten und Träumen einzuräumen. «Zeit nehmen sei dagegen wie stehlen, denn Zeit sei immer da» gab sie zu bedenken – das klang wiederum philosophisch. Dass der Gemeinderat komplett in Begleitung des Gemeindeschreibers dem Neujahrsapéro beiwohnte, ist eine spezielle Erwähnung wert. Spontan erklärte sich Peter Altherr bereit, mit seiner Drehorgel und deren Klängen dem Neujahrsanlass eine noch festlichere Stimmung zu verleihen. 

Dinnerkrimi im Bäckerei Café

Das Leutwiler-Team | Der Landanzeiger

Mit neuen Ideen startet die Bäckerei Leutwiler, die in Aarau die Bäckerei-Konditorei zur Kettenbrücke und den Café Treff in Muhen betreibt, ins neue Jahr. In Muhen steht am 18. Januar erstmals ein Dinnerkrimi auf dem Programm.

Viel Neues in den beiden Bäckereien der Leutwiler’s: Seit Montag ist in Muhen frisch gepresster Orangensaft im Angebot, zum Mitnehmen oder zum Geniessen im Café. Ein neu gestalteter Sonntagsbrunch wird die Gäste in Aarau und Muhen noch mehr begeistern.

Spannung pur ist am Samstag, 18. Januar beim allerersten Dinnerkrimi im Café Treff in Muhen angesagt. Das Stück «Oh Canada! Kleine Morde unter Freunden» wird von einem preisgekrönten Live-Theater gespielt, während die Gäste ein Dreigang-Menü geniessen. Kein Mitmachtheater, kein Verkleiden notwendig. Für Fr. 90.– gibt es das ganze Paket: Willkommensdrink, Show und Dreigang-Menü. Es gibt noch wenige freie Plätze. Infos und Anmeldung unter www.leutwilers.ch, info@leutwilers.ch, Telefon Café Treff Muhen, Telefon 062 723 27 64.

Wer einen Event plant oder eine Hochzeit, ist bei Leutwiler’s «Chettebruggbeck» und Café Treff in Aarau und Muhen an der richtigen Adresse. Vom Apéro bis hin zur ganz individuellen Torte erfüllt das Leutwiler-Team alle Kundenwünsche.

Das Sortiment wird ständig erweitert und angepasst. Wöchentlich wird ein Hit angeboten und monatlich ein Spezialbrot, welches nicht im normalen Tagesangebot so zu finden ist. Leutwiler’s Kunden dürfen sich im neuen Jahr überraschen lassen: «Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie!»

Preisgekröntes Livetheater
Ein preisgekröntes Livetheater sorgt beim Dinnerkrimi-Team in Muhen für Hochspannung

Spuren der wilden Silvesterparty

Strick- und Häckelarbeiten | Der Landanzeiger

Aus Wiliberg, Buchs, Muhen, Ober- und Unterentfelden hat unsere Redaktion über die Festtage und den Jahreswechsel Leserbilder erhalten von Littering und Vandalismus. In einem Fall wurde Anzeige bei der Kantonspolizei erstattet. 

Die Frauen des Handarbeitsclub Unterentfelden sind entsetzt: In der Silvesternacht wurden ihre Strick- und Häckelarbeiten in einer Unterführung mutwillig angezündet. Die graue und unfreundliche Unterführung Distelberg (Erlifeldstrasse/Quellmattstrasse) wurde vor einigen Jahren durch die fleisigen Frauen mit farbenfrohen kunsthandwerklichen Strick- und Häkel-Arbeiten ausgeschmückt. Dadurch erhielt der Durchgang ein fröhliches und aufstellendes Aussehen; sehr zur Freude der täglichen Benutzer. In der Silvesternacht hat nun eine unbekannte Täterschaft über 40 Stück dieser Handarbeiten durch Brandstiftung zerstört. Die Mitglieder des Handarbeitsclubs haben bei der Kantonspolizei Anzeige erstattet.

In Wiliberg wurden am vergangenen Wochenende drei Kessel mit noch flüssigen Farbmengen rund 50 Meter neben dem Schulhaus an der Buchackerstrasse in Wiliberg entsorgt. 

Einen weiteren Fall von Littering gab es in Oberentfelden, wo eine Grünguttonne massiv überfüllt wurde. 

Weitere Bilder haben uns aus Buchs erreicht, wo die Wiese im «Bärerank» nach der Silvesternacht und auch Tage später übersäht war von allerlei Feuerwerks- und weiterem Partyabfall.

Auch in Muhen wurde das neue Jahr mit viel privatem Feuerwerk gefeiert. Unser Bild zeigt eine Rakete, die kopfvoran in einem Rübenfeld steckt. Offenbar waren solche Bilder vielerorts zu sehen. Die Aargauer Landwirtschaft zeigte auf facebook ähnliche Bilder und sprach von einem «schalen Beigeschmack» für die Landwirtschaft.

Wiliberg wieder am öV-Netz angeschlossen

Wiliberger Ruftaxi | Der Landanzeiger

Mit dem zum Jahresbeginn gestarteten Ruftaxibetrieb zur Anbindung an den öffentlichen Verkehr erlebte die Gemeinde Wiliberg bereits einen ersten Höhepunkt im 2020. Gemeindeammann Patric Jakob zog am Neujahrsapéro aber auch Bilanz über die Beseitigung der Unwetterschäden und Trockenheit.

Die Aufnahme des dreijährigen Ruftaxiprobebetriebs zu Jahresbeginn war dem Gemeinderat eine Testfahrt nach Zofingen wert. 12 Franken kostet die Einzelfahrt pro Person nach Reiden, Bottenwil oder Reitnau – der Rufbus nach Zofingen 35 Franken, die Rückfahrt auch. «Das Ruftaxi ist sicher nicht so günstig, wie der öffentliche Bus, aber dafür flexibler», sagt Gemeindeammann Patric Jakob.

Nach dem Neujahrsapéro überzeugte sich der Gemeinderat persönlich von Bequemlichkeit und Pünktlichkeit des Ruftaxibetriebs und machte eine Fahrt im Bus der Firma Tschannen AG zum Niklaus-Thut-Platz nach Zofingen.

Eine bessere Teambildungsmassnahme hätte sich die neue Gemeinderätin Stephanie Weber-Gloor kaum vorstellen können. Sie übernimmt mit Ausnahme des Kulturwesens, die Ressorts ihrer Vorgängerin Angelika Voser Meier, dieses geht an Petra Grädel.

Seit 2008 ohne öV
Wiliberg war seit Ende 2008 – als der öffentliche Busverkehr eingestellt wurde – vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten. Nun hat der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit dem Kanton nach dem Vorbild der Gemeinde Kallern ein Ruftaxi-Konzept ausgearbeitet. Drei Jahre soll der Probebetrieb dauern und pro Jahr maximal 20’000 Franken kosten. In der Probezeit trägt die Gemeinde 75 Prozent der Kosten und 25 Prozent der Kanton. Bei definitiver Einführung des Ruftaxis teilen sich Gemeinde und Kanton die Kosten ebenbürtig. Zwei Mal pro Woche werden fahrplanmässige Fahrten nach Reiden und Reitnau angeboten, einmal pro Woche nach Bottenwil. Zusätzlich können Tag und Nacht individuelle Fahrten bestellt werden, die in diese drei Gemeinden und zusätzlich nach Zofingen führen.

Nur effektive Kosten bezahlen
Noch sei unklar, wie viele Fahrten tatsächlich nötig seien, sagte Gemeinderat Manfred Müller anlässlich der Vorstellung des Ruftaxi-Probebetriebs im Juni des letzten Jahres. Der Kostenrahmen sei nach einer Hochrechnung aus den Erfahrungen der Gemeinde Kallern abgesteckt worden. Kallern hat gut doppelt so viele Einwohner wie Wiliberg und kennt das Ruftaxi seit gut sechs Jahren. Während des Probebetriebs in Wiliberg seien durchaus Anpassungen möglich, sagte Müller.

Letzte Chance Im Gegenteil zum öffentlichen Verkehr, bezahlen die Wiliberger nur die effektiven Kosten der Fahrten. Da müsse die Gemeinde ihren Beitrag leisten, auch wenn das Angebot nur wenig genutzt werde, sagt Müller weiter. Wird das Projekt abgebrochen, wird Wiliberg wohl nie mehr die Chance haben, an den öffentlichen Verkehr angebunden zu werden. Oder wie es Kritiker sagen: «Das Problem der Dörfer ist nicht, dass keine Busse fahren, sondern dass niemand mit dem Bus fährt.»

Im Jahres-Rück- und Ausblick des Gemeindeammanns war das Unwetter 2017 nochmals ein Thema. Es hat auch in der Gemeindekasse seine Spuren hinterlassen. Die Instandsetzung der Flurwege und des Hangabrutschs werden mit 29‘000 Franken in die Rechnung 2019 eingehen, den Rest der 140‘000 Franken für die Schadensbehebung übernehmen Bund und Kanton.

Mit dem Grobkonzept für den Um- bzw. Neubau des Feuerwehrmagazin der Feuerwehr Uerkental mit Standort Bottenwil oder Uerkheim wird sich die Gemeinde im Verlauf des Jahres beschäftigen. Aber auch das Schutzzonenreglement mit den Quellfassungen ist ein Thema im 2020. Die Zonen sollen grösser werden. Der Entwurf zu Beurteilung wurde ist beim Kanton eingereicht. Die Bevölkerung muss 2020 mit höheren Abwassergebühren rechnen. 

Auszubildende übernehmen wieder das Lehrlingsrestaurant

Die diesjährigen Auszubildenden | Der Landanzeiger

Bereits zum siebten Mal übernehmen die Lernenden des Gasthof zum Schützen Aarau vom 9. bis 26. Januar die Führung des Restaurants Waldhaus Gehren in Erlinsbach. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange.

l Erlinsbach Jedes Jahr, wenn die Lernenden des Gasthof zum Schützen Aarau die Projektwoche «Lehrlingsrestaurant» vorbereiten, kommt Spannung auf. Schon die Aufgabe selber ist für das Team eine Herausforderung und der Leistungs-Vergleich zum Vorjahr spielt gerade bei Jugendlichen immer eine wichtige Rolle. Alle sind während drei Projekt-Jahren dabei und übernehmen während dieser Zeit jeweils verschiedene Funktionen.

In den drei Wochen des Lehrlingsbetriebes werden die Lernenden im Gasthof zum Schützen fehlen. Typische «Lehrlingsaufgaben» werden für einmal durch das Servicepersonal ausgeübt.

Alles sei eine grosse Umstellung und die Aufgabe nicht einfach, finden Mara Lorenzi und Nicola Christen. «Die Erfolge und Anerkennung aus den letzten Jahren lassen auch Erwartungen aufkommen», finden sie. Zudem bleiben Traditionen: Das Gästebuch wurde von Kyra Messmer und Delfina Borovski gestaltet und der beliebte Lehrlings-Apéro von Andelka Andrijanic ausgeheckt. «Dieses Jahr empfehlen wir unseren Gästen einen Apéro mit Rum, Amaretto, Zitrone und Süssmost vom Küttiger Bauern, garniert mit einem Rosmarin-Zweig». Gesamt-Organisa-tion, Werbemassnahmen und Arbeitspläne liegen in der Verantwortung der Lernenden im dritten Lehrjahr. Um durchgehend ein funktionsfähiges Team vor Ort zu haben, mussten sogar die Schultage umorganisiert werden. Die Lernenden sind bereit, für solche Probleme Lösungen zu finden und die extra Meilen zu gehen.

Die Auszubildenden können es kaum erwarten, die Gäste vom 9. bis 26. Januar, jeweils von Donnerstag bis Sonntag, 9 bis 22 Uhr, im Lehrlingsrestaurant Waldhaus Gehren begrüssen und verwöhnen zu dürfen. Den Gästen wird empfohlen, den Besuch mit einer Reservation anzukündigen.

Rauschende Oldies-Night im Neonlicht

Oldies-Night in der Zofinger Mehrzweckhalle | Der Landanzeiger

Am Samstagabend trafen sich die Fans alter und guter Musik in der altehrwürdigen Mehrzweckhalle in Zofingen. Schon am frühen Abend ging so richtig die Post ab.  

Schlossrueder und Brittnauer | Der Landanzeiger
Schlossrueder und Brittnauer feierten in Zofingen gemeinsam

Das Motto der 26. Oldies-Night lautete «Neon». Die vier Hauseigenen Oldies-DJs liessen sich aber auch gar nicht lange bitten. Sie trafen von Beginn an den richtigen Musiknerv des Publikums so, dass es niemanden lange auf den Stühlen hielt. Noch bevor die Bühne von den Tanzwütigen in Beschlag genommen wurde, gab es für diejenigen, die das Motto «Neon» wortwörtlich nahmen, etwas zu gewinnen. Wer sich in schrillem Outfit präsentierte und das Glück hatte, von der Jury als Gewinner ausgewählt wurde, erhielt vom Organisator Roland Geffroy eine Getränke-Freikarte geschenkt. 

Polizei braucht mehr Ressourcen

Auskunft über das Polizeijahr 2019

Der Polizeidirektor Urs Hofmann und die obere Führung der Kantonspolizei Aargau zeigten sich zufrieden mit der Polizeiarbeit im vergangenen Jahr. Sie machten aber deutlich, dass es zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen mehr Personal benötigt.

Die Präventions-Strategie der Kantonspolizei Aargau zahlt sich aus. So sind die Sicherheitskräfte im vergangenen Jahr sehr erfolgreich mit koordinierten Fahndungsaktionen gegen Einbrecher vorgegangen. «Es ist der Polizei im Bereich der Einbruchskriminalität 2019 gelungen, die bereits tiefen Zahlen des Vorjahres noch zu unterbieten», sagte Urs Hofmann (SP), Justiz- und Polizeidirektor des Kantons Aargau. «Die Strategie, vermehrt vorbeugend zu agieren, hat sich ausbezahlt.»

Obwohl die Aargauer Polizei 2019 auch in andern Bereichen erfreuliche Resultate verbuchen kann, wiest Hofmann darauf hin, dass der Aargau – -gemessen an der Einwohnerzahl – die geringste Polizeidichte der Kantone aufweise. Während im Kanton Basel-Stadt ein Polizist für 287 Einwohner «verantwortlich» ist, so muss sich im Aargau ein Polizist um 709 Einwohner kümmern. In den Nachbarkantonen Solothurn sind es 1:602, in Luzern 1:600 und in Zürich 1:372. «Dass die Aargauer Polizeikräfte ihre Aufgabe, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, trotz dieses offenkundigen Unterbestandes auch 2019 hervorragend erfüllt haben, ist bemerkenswert», sagt Hofmann weiter. «Um die Erwartungen der Bevölkerung und die stetig wachsenden Herausforderungen bewältigen zu können, braucht es zusätzliche Ressourcen.»

Stabile Lage, aber hohe Dynamik
«Die Kriminalitätslage im Aargau ist stabil», sagte Polizeikommandant Michael Leupold. «Die offenen Grenzen und die und die schnell weiterentwickelnden technischen Möglichkeiten wie das Internet, sorgen für eine hohe Dynamik.» Der Islamische Staat (IS) sowie Rechts- und Linksextremismus erachtet Leupold weiterhin als «unverändert Gefahren für die öffentliche Sicherheit in unserem Land».

Zahl der Verkehrstoten weiter rückläufig
«Die Zahl der Verkehrstoten, der Verletzten und der Verkehrsunfälle ist 2019 zurückgegangen», sagt Rudolf Scherer, Abteilungschef Mobile Polizei. Im vergangenen Jahr starben elf Menschen (bei 510’000 Motorfahrzeugen) auf Aargauer Strassen – darunter ein Kind in Kirchleerau. Das sind fünf Menschen weniger als im Vorjahr. Seit Beginn der Unfallauswertungen im Jahr 1950 sind im Aargau noch nie so wenige Personen im Strassenverkehr ver-storben. 1971 starben 150 Menschen auf Aargauer Strassen, damals waren rund 40’000 Motorfahrzeuge eingelöst.

Alle Tötungsdelikte geklärt
«Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der leichten und mittelschweren Gewaltdelikte leicht angestiegen», sagt Markus Gisin, Chef der Kriminalpolizei. Auch die Zahl der Raubüberfälle auf Läden und Tankstellenshops sei im Vergleich zu 2018 höher. Danke dem Einsatz von Sonderkommissionen konnten die Täter der beiden Tötungsdelikte von Aarau und Killwangen ermittelt werden.

Die Cyberkriminalität hält die Kantonspolizei mehr denn je in allen Richtungen auf Trab. Eine Sparte sei der Anlagebetrug im Internet, sagt Kripochef Gisin weiter. Hier belief sich die Deliktsumme auf 3,5 Millionen Franken. Immer mehr seien auch Kleinanleger im Visier der professionell agierenden Täter.

Immer mehr Aargauer Firmen erleiden massive Cyberangriffe. Sind diese erfolgreich, werden ganze Unternehmensnetzwerke grossflächig verschlüsselt und lahmgelegt, um Lösegeld zu erpressen. Seit dem vergangenen Mai baut die Kantonspolizei ein Kompetenzzentrum auf, um den besonderen Anforderungen bei der Bekämpfung der digitalisierten Kriminalität entgegenwirken zu können.

Aarau als Hotspot
Am Bahnhof Aarau ereignen sich im Aargau am meisten Delikte wie Raub, Körperverletzung, Tätlichkeit oder Entreissdiebstahl. Das zeigt der Blick auf die Dichtekarte «Gewalt im öffentlichen Raum 2019». Dem können nur mit starker, sichtbarer Präsenz und vielen Personalkontrollen entgegengewirkt werden, sagt Heinz Meier, Chef der stationierten Polizei. Auch im Bereich Einbruch- und Einschleichdiebstähle zählen Aarau, aber auch die Region Oftringen/Zofingen zu den Hotspots im Kanton.