Ihr Spezialist für Holzbau jeglicher Art

Reto Lehmann von Lehmann Holzbau | Der Landanzeiger

Der diplomierte Holzbau-Vorarbeiter Reto Lehmann hat im Sommer des letzten Jahres am Dreisteinweg 9 in Schöftland seine eigene Zimmerei eröffnet.

Der diplomierte Holzbau Vorarbeiter Reto Lehmann und sein Team können vom kleinen Gartenhaus bis zur Industriehalle alles realisieren. «Es macht mir grosse Freude, bei Projekten von der Beratung über die Planung bis hin zur Realisierung immer dabei zu sein», sagt Reto Lehmann. «Ich liebe meinen Beruf, denn dem Baustoff Holz sind kaum Grenzen gesetzt.» Das Motto seines Unternehmens: «Wir realisieren alle Ihre Wünsche, schnell, kompetent und hochwertig.»

Nach der Lehre als Zimmermann EFZ bei der Burgherr Moosersäge AG in Hintermoos liess sich Reto Lehmann zum Dipl. Holzbau-Vorarbeiter ausbilden. Vor der Gründung seiner eigenen Firma arbeitete er in einer Grosszimmerei im Kanton Bern. Zwischendurch weilte er mehrere Monate in Craivoa (Rumänien), wo er in einem caritativen Projekt den Holzbau eines Altersheims und eines Kindergartens leitete.

Der 27-jährige Zimmermann hat sich selbstständig gemacht, weil er seine Kunden gerne von der Idee bis zum fertigen Bauwerk begleitet und dafür auch die Verantwortung tragen will. Er und sein Team fertigen alle Holzbauten, Tragwerke, Konstruktionen und Elemente persönlich in der eigenen Zimmerei an. «Wir verbinden Tradition mit Moderne und legen grossen Wert auf sorgfältige, termin- und fachgerechte Ausführung aller Arbeiten», sagt Reto Lehmann. «Lassen auch Sie sich von der Faszination Holz inspirieren und von uns beraten. Wir setzen auch Ihr Projekt mit Freude und Leidenschaft und dem topmodernen Werkstoff Holz um.»

Kontakt

Holzbau Lehmann
Reto Lehmann
Dreisteinweg 9
5040 Schöftland

Telefon 079 278 00 06
info@holzbau-lehmann.ch
www.holzbau-lehmann.ch

Zusätzliche Steuereingänge sorgen für besseres Ergebnis

Zusätzliche Steuereingänge 2019 in Gränichen | Der Landanzeiger

Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 626’326.83 ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von Fr. 509’300.–. Der unerwartet gute Steuerabschluss mit Mehreinnahmen von Fr. 1’085’505.– führt zu diesem positiven Resultat.

Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern resultiert bei einem Steuersoll von Fr. 17’700’240.50 gegenüber dem Budget von Fr. 17’345’000.– ein Mehrertrag von Fr. 355’240.50 oder 2%.

Die Quellensteuern mit Fr. 523’890.50 gegenüber dem Budget von Fr. 350’000.– sowie die Gewinn- und Kapitalsteuern der juristischen Personen mit Fr. 926’960.10 bei einer Budgetprognose von Fr. 700’000.– liegen deutlich über den Erwartungen.

Bei den Sondersteuern konnte bei den Nachsteuern und Bussen ein Mehrertrag von Fr. 185’252.60 und bei den Grundstückgewinnsteuern ein Mehrertrag von Fr. 196’580.50 eingenommen werden. Einzig unter den Erwartungen lagen die Erbschafts- und Schenkungssteuern mit Mindereinnahmen von Fr. 54’823.10.

Im Oktober 2019 war der gute Abschluss der Gemeinderechnung noch nicht vorhersehbar. Die ausserordentlichen Steuereinnahmen sind erst ab diesem Datum eingegangen. Ein grosser Buchgewinn von Fr. 450’000.– für den Verkauf der Baulandparzelle in der Rütenen musste um ein Jahr verschoben werden. Dies führte zu einem Ausgabenstopp. Es wurde per Anfang Oktober angeordnet, dass nur noch die notwendigsten Ausgaben getätigt und Budgetausschöpfungen vermieden werden sollen. Durch diese Massnahme konnten einige Einsparungen gemacht werden.

Negative Auswirkungen auf das Rechnungsergebnis finden sich unter anderem in den Mehrkosten für das Kinder- und Betreuungsgesetz, die Restkostenfinanzierung Mittel und Gegenstände MiGel, Kindes- und Erwachsenenschutzdienst Aarau und bei den Schulliegenschaften.

Die Investitionsrechnung schliesst mit Nettoinvestitionen von Fr. 6’563’385.28 ab. Die hohen Kosten fielen nebst dem Unterhalt an Gemeindestrassen vor allem beim Neubau Werkhof Moortal und der Sanierung des Dorfschulhauses an. Per Saldo resultiert aus der Erfolgsund Investitionsrechnung ein Finanzierungsfehlbetrag von Fr. 3’821’617.44. Die Nettoschuld beträgt Fr. 5’592’836.14 (Vorjahr Fr. 1’870’242.94) oder pro Einwohner Fr. 721.10.

Die Spezialfinanzierungen schliessen alle positiv ab. Die Abwasserbeseitigung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 43’254.97 ab. Das Nettovermögen beträgt Fr. 5’425’856.23.

Ortsbürgergemeinde
Das Kieswerk kann erneut mit einem guten Ergebnis von Fr. 462’077.– abschliessen. Beim Forstbetrieb Gränichen – Unterkulm haben grössere Bestandesänderungen des Holzlagers (Fr. 86’530.–) massgeblich zu dem Aufwandüberschuss von Fr. 67’071.26 beigetragen. Der Waldfonds beträgt per 31. Dezember 2019 Fr. 1’690’469.27.

Wenn Bäume erzählen könnten …

Eiche und Buche verraten ihr Alter | Der Landanzeiger

Auf einem seiner täglichen Waldspaziergängen im oberen Uerkental haben vor einer Woche zwei Stapel frisch gefällter Bäume das Interesse von Hans Bärtschi (Wiliberg) geweckt. Kurzerhand hat er alles festgehalten und dem Landanzeiger einen Beitrag eingeschickt.

Das erste Merkmal, das dem breit interessierten Pensionär ins Auge gestochen ist, waren die über dem Durchschnitt liegenden Durchmesser der gefällten Buchen- und Eichenstämme. Aus seiner frühesten Jugendzeit war ihm mitgegeben worden, dass man das Alter der Bäume aufgrund der «Jahrringe » bestimmen kann. Also warum nicht wieder mal Kind sein und die Ringe zählen, sagte sich Hans Bärtschi.

Die Buche und die Eiche standen etwa 500 Meter Luftlinie voneinander in zwei gut bewirtschafteten Privatwäldern. Beide standen am nach Westen ausgerichteten Waldrand. Beide hatten somit in etwa gleiche Wachstums-Voraussetzungen.

Jahresringe verraten viel
Jedes Jahr wächst ein Baum und bildet vom Zentrum ausgehend einen neuen Ring Holz. Das bewirkt, dass der Stamm immer dicker wird. Im Sommer und Herbst wächst der Baum dann etwas langsamer und hinterlässt eine dünnere und dunklere Schicht. Die helle und die dunkle Schicht zusammen bilden den neuen Jahresring. Diese zu zählen war bei den beiden gefällten Bäumen aufgrund der guten Schnittstellen recht gut möglich, wenn auch ohne Gewähr.

Die Ringbreite gibt zudem über die Lebensbedingungen Auskunft. Schmale Ringe deuten auf Probleme hin, etwa Trockenheit oder Schädlingsbefall, bei breiten Ringen ging es dem Baum gut. Ovale Ringe entstehen an Bäumen, die am Hang wachsen oder starkem Wind ausgesetzt sind.

Wachstum ist artenbedingt
Im vorliegenden Fall sind beide Stämme in etwa von gleichem Durchmesser. Dennoch ist die Buche mit rund 90 Jahren «schneller» gewachsen, hat breitere Jahrringe als die Eiche mit ihren rund 135 Jahren, und das, obwohl beides Hartholzbäume sind.

Bei beiden Schnittstellen ist ersichtlich, dass das Zentrum nicht in der Mitte des Stammes liegt. Dies hängt auch mit dem Lichteinfluss zusammen. Beide Bäume wurden gefällt, damit der dahinter wachsende Jungwuchs mehr Licht bekommt. Schauen wir doch in Einhundert Jahren wieder vorbei, was aus ihnen geworden ist, schreibt Hans Bärtschi mit einem Augenzwinkern.

Was 1885 geschah
Geht man davon aus, dass die Eiche aus dem Jahr 1885 stammt, so war es das Jahr, in dem in den USA die erste Blinddarm-Operation durchgeführt wurde. Im Juli des selben Jahres hat Louis Pasteur einen neunjährigen Knaben erfolgreich gegen Tollwut geimpft, nachdem dieser von einem Hund gebissen wurde. Am 1. Juli haben sich die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein eine gegenseitige Zulassung von Medizinern zur Berufsausübung im Grenzgebiet geeinigt und am 10. November fand die erste Fahrt eines Motorrads mit Benzinmotor, der beiden Herren Daimler und Maybach statt.

Den Altersrekord unter den Bäumen hält laut dem Internet eine kalifornische Grannenkiefer, die 4768 Jahre alt geworden ist. Die Jahresringe wurden unter dem Mikroskop gezählt.

Den Wildtieren Lebensraum zurückgegeben

Den Wildtieren Lebensraum zurückgeben | Der Landanzeiger

Die in Gränichen wohnhafte Wildtierbiologin Dr. Cristina Boschi ist Vorstandsmitglied des Natur- und Vogelschutzvereins Gränichen und gehört der Arbeitsgruppe an, die den Bau der Wildtierbrücke zwischen Gränichen und Suhr fachlich begleitet.

Nördlich von Gränichen, im Waldstück, wo die Autobahn die Grenze zu Suhr bildet, ist eine grosse Baustelle in Betrieb. Hier entsteht eine Brücke alleine für die Tierwelt. Menschen werden auf diesem Teil des sogenannten Wildkorridors nicht geduldet.

Wichtig für eine gesunde genetische Durchmischung
Lange bevor nämlich der Mensch die Landschaft für seine Mobilität von Westen nach Osten zerschnitten hat, führten die Wege der Wildtiere hier von Norden nach Süden. Wild aus der Jura-Region zog bis in die Zentralschweiz und umgekehrt. «Der Wildkorridor ‹Suret› ist wichtig für die genetische Durchmischung», sagt Cristina Boschi. Die Gränicher Wildtierbiologin gehört der Arbeitsgruppe an, die das Brücken-Projekt fachlich begleitet. Ihre Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass die Brücke so gebaut wird, damit Wildtiere sie möglichst finden und nutzen.

Wildtierbiologin Dr. Christina Boschi | Der Landanzeiger
Wildtierbiologin Dr. Cristina Boschi

«Nachdem die 50 Meter breite Brücke gebaut ist, wird sie mit Lichtschutzwänden und den notwendigen Lebensraumelementen versehen, zum Beispiel Hecken und Sträuchergruppen, Magerwiesen, Stein- und Asthaufen, damit sie für Wildtiere attraktiv ist. Dann werden die Eingangsbereiche und die nahe Umgebung der Brücke gestaltet. Lichte Waldflächen, dichte Naturverjüngungsflächen, Tümpel, Asthaufen usw. dienen den unterschiedlich grossen Tieren als Schutz oder Warteraum und führen sie schliesslich über den neuen Weg.»

Die Brücke werde für Menschen nicht zugänglich gemacht, erklärt Boschi weiter. «Waldwegabschnitte werden aufgehoben und zum Teil neu angelegt, so dass sie nicht direkt an der Brücke vorbei führen. Die Zugänglichkeit der aufgehobenen Wege wird gezielt mit Bepflanzung, Ast und Erdwälle erschwert. Allenfalls müssen für die Menschen Informationstafeln aufgestellt werden.» «Die Annahme der Brücke durch verschiedene Wildtierarten ist ein Prozess, der einige Jahre in Anspruch nehmen wird», relativiert die Gränicherin allfällige Erwartungen auf sofortige Erfolge. «Die Tiere stehen ja nicht an und warten, bis die Brücke endlich fertig ist» − «Dazu kommt», ergänzt Boschi wieder im ernsteren Ton, «dass der Korridor weiterhin an anderen Stellen unterbrochen ist. Ganz in der Nähe verhindert die Aaretalstrasse A1R (ehemals T5) die Wanderung der Tiere ebenfalls komplett.

Einer der wichtigsten Korridore im Schweizer Mittelland Entlang der Autobahnen gibt es weitere Korridore, etwa mit der Bezeichnung «AG 1 Möhlin- Wallbach-Zeiningen» und «AG 5 Böttstein-Villigen», die zusammen mit dem Wildkorridor «AG 6 Suret» zu den drei wichtigsten, auch gesamtschweizerisch bedeutenden Wildtierkorridoren gehören.

«Der Aargau ist in diesem Zusammenhang weiter als andere Kantone. Er war der erste Kanton, der die Wildkorridore in den Richtplan aufgenommen hat», freut sich Boschi. Für die Brücke über die A1 ist allerdings der Bund zuständig und der Kanton kann Projekte nur vorschlagen – das hat er getan. Bei den Bauarbeiten im Rahmen der Umfahrung Suhr (Projekt VERAS) sind grosse Wildpassagen übrigens nicht nötig, da der Korridor nicht tangiert wird.