Mit Sommerpneus sicherer und umweltfreundlicher unterwegs

Die Werkstätten der AGVS-Garagisten sind in Betrieb und sorgen auch in der Coronavirus-Zeit für den notwendigen Reifenwechsel | Der Landanzeiger

Auch während der Coronavirus-Pandemie nehmen sich die Garagisten des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) Zeit für den Reifenwechsel: Unter Einhaltung der Hygienemassnahmen sorgen sie dafür, dass die Automobilisten bedenkenlos in die warme Jahreszeit starten können.

Der Wechsel von Winter- auf Sommerpneus ist für Automobilistinnen und Automobilisten nun in vielerlei Hinsicht empfehlenswert. «Im Gegensatz zum Winterreifen weisen Sommerpneus eine härtere Gummimischung auf. Dadurch halten die Reifen den warmen Temperaturen ideal stand. Der Bremsweg ist kürzer, die Haftung besser und man profitiert von einem höheren Fahrkomfort», erklärt Markus Peter, Leiter Technik & Umwelt beim AGVS.

Ein weiterer Unterschied zeigt sich beim Profil der Reifen: Bei Regen oder bei nasser Fahrbahn verdrängen Sommerpneus das Wasser in der Regel wirksamer als Winterreifen, was die Sicherheit spürbar erhöht. «Dank des geringeren Rollwiderstands wird zudem weniger Treibstoff verbraucht, womit Automobilistinnen und Automobilisten Kosten sparen und den CO2-Ausstoss reduzieren.»

Informationen über die wesentlichen Eigenschaften liefert die europaweit eingesetzte Reifenetikette. Sie ist seit dem 1. August 2014 in der Schweiz obligatorisch und zeigt die Werte für den Rollwiderstand, die Nasshaftung sowie die Rollgeräusche auf.

Die meisten Werkstätten der Schweizer Garagenbetriebe sind auch während der Coronavirus-Pandemie für ihre Kundinnen und Kunden da und haben geöffnet. «Unter Einhaltung der Hygienevorschriften nehmen sich die Mitarbeitenden Zeit für Wartungsarbeiten sowie die Demontage und Montage der Reifen », unterstreicht Markus Peter.

Wer nicht persönlich in die Werkstatt will, dem bieten zahlreiche Betriebe gar einen Hol- und Bringservice an. Schlüsselboxen, abgetrennte Bereiche und der Einsatz von Desinfektionsmitteln bei der Fahrzeugübergabe sind weitere Massnahmen, die zur Sicherheit der Mitarbeitenden sowie der Kundinnen und Kunden beitragen. Der Reifenwechsel bietet sich ausserdem an, um die Fahrwerkkomponenten überprüfen zu lassen. «Ob Bremsen, Lenkung, Radaufhängung oder Stossdämpfer: Die Garagisten kontrollieren diese Komponenten und können allfällige Mängel gleichzeitig mit dem Pneuwechsel beheben. So sind Automobilistinnen und Automobilisten optimal auf die warme Jahreszeit vorbereitet.»

Übrigens: Einen vorgeschriebenen Zeitpunkt für den Reifenwechsel gibt es hierzulande nicht. Der AGVS empfiehlt, die Winterreifen gemäss der Faustregel O bis O zu fahren – von Oktober bis Ostern. «Die zwei bis drei Wochen rund um die Feiertage eignen sich ideal für den Wechsel, auch in der aktuellen Lage.»

«Vom ersten Schock habe ich mich erholt»

Geschäftsführer Rolf Häfeli sitzt alleine im Saal 1, dem grössten Kinosaal im Schöftler Cinema 8 | Der Landanzeiger

Kein Kinobetrieb, alle Restaurants und Bars geschlossen, kein Bowling. Die Corona-Krise trifft den grossen Schöftler Kinokomplex Cinema 8 hart. Seit rund einem Monat ist der ganze Betrieb inklusive dem Hotel geschlossen. Doch jammern mag Rolf Häfeli nicht. Der Geschäftsführer will nach dem ersten Schock lieber nach vorne schauen – und er nutzt die Zeit für nötige Renovierungsarbeiten.

21 Jahre alt wurde Cinema 8 Anfang April. Doch die geplante Feier mit einem tollen Filmprogramm fiel ins Wasser. Seit rund einem Monat ist Cinema 8 geschlossen. «Das war zuerst einmal ein Schock», gesteht Rolf Häfeli, denn seit 21 Jahren läuft hier der Betrieb an sieben Tagen die Woche, 365 Tage lang, mit nur ganz wenigen Ausnahmen.

Im grossen Eingangsbereich des Cinema 8 herrscht derzeit gähnende Leere, das Mexikanische Restaurant (links) wird derzeit renoviert, die Tische und Stühle sind im Bildhintergrund gestapelt | Der Landanzeiger
Im grossen Eingangsbereich des Cinema 8 herrscht derzeit gähnende Leere, das Mexikanische Restaurant (links) wird derzeit renoviert, die Tische und Stühle sind im Bildhintergrund gestapelt

Das Cinema 8 ist sehr gut ins Jahr 2020 gestartet. «Der Lockdown hat uns abrupt den Boden unter den Füssen weggezogen », erklärt der Geschäftsführer. «Vom ersten Schock habe ich mich erholt und nun gilt es, den Betrieb wieder in Bewegung zu bringen.» Nach einem Monat Stillstand ist Rolf Häfeli gefasster. Theoretisch dürfte einzig das Hotel noch offen sein. Doch im Cinema 8 sind alle Bereiche miteinander verbunden: das Kino, die Gastronomie, das Bowling, die Hausbrauerei, das Hotel – nur einen Bereich offen zu halten, ohne das grosse Ganze, macht keinen Sinn.

Die 104 Angestellten sind fast alle zu Hause. Wie viele Monate Stillstand es leiden mag, bis der Betrieb existenzielle Probleme bekäme, vermag Rolf Häfeli nicht abzuschätzen: «Uns hilft derzeit die Kurzarbeitsregelung sehr, darüber hinaus wurde unserer Branche Hilfe in Aussicht gestellt vom Dachverband Pro Cinema und vom Kanton Aargau.» Rolf Häfeli nutzt den Stillstand: Aktuell werden das Mexikanische Restaurant gleich beim Haupteingang und andere Bereiche einer kräftigen Renovation unterzogen. Der Bau der grossen Karthalle nebenan hingegen wurde zurückgestellt. Dafür gibt es Pläne für eine grössere Renovation des ältesten Teils im Cinema 8: Der legendären «Kino Bar» und dem allerersten Saal, dem heutigen Kino 4.

Eine baldige Wiedereröffnung, das wäre für Rolf Häfeli und für das Cinema 8 das, was man «grosses Kino» nennt. Wann das sein wird, steht bis jetzt noch in keinem Drehbuch.

Liebe Aarauerinnen, liebe Aarauer

Dr. Hanspeter Hilfiker wendet sich an die Aarauer Bevölkerung | Der Landanzeiger

Seit gut einem Monat leben wir im Corona-Lockdown mit Social Distancing, Homeoffice und Einschränkungen der Versammlungsfreiheit. Ihnen allen danke ich zuallererst herzlich für die gewissenhafte Einhaltung all dieser neuen Verhaltensregeln. Ob beim Einkaufen, beim Aarespaziergang oder beim Joggen im Wald, das Bewusstsein für die Bedeutung der Vorgaben ist überall erkennbar.

Ich danke auch den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe, die ihre Leistungen z. T. im Homeoffice, z. T. Corona-tauglich ausgerüstet, weiter erfüllen. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, Unterstützungen zu leisten, bspw. durch freigegebene Parkplätze für unsere Spitäler, durch eine «Hotline» für die Generation 65+, durch Unterstützungskredite für lokale KMU oder durch die Aufrechterhaltung aller Schalter und Dienstleistungen.

Ausgesprochen erfreulich ist, dass die Corona-Krise zu Innovationen und zu neuen Solidaritäten geführt hat: Digitale Leistungen sind entwickelt, Einkaufsdienste lanciert, Nachbarschaftshilfen organisiert worden. Ich bin beeindruckt, wie ausgeprägt der Gemeinsinn in unserer Gesellschaft ist. Und wie unkompliziert innovative Angebote entstehen. Vielen Dank allen, die sich für die Gemeinschaft engagieren.

Viele fragen sich, wie wir als Gesellschaft aus dieser Krise herauskommen und was wir daraus mitnehmen. Seit letzter Woche sind Eckdaten des Ausstiegs bekannt: Läden und Schulen werden langsam öffnen, bei den Veranstaltungen, darunter unser Maienzug, bleibt vieles unklar. Wichtig ist mir, dass wir mit den Lockerungen behutsam umgehen und uns bewusst sind, dass das Virus unter uns bleiben wird.

Nach dem Lockdown wird es darum gehen, dessen negative Folgen möglichst gering zu halten. Die Stadt wird versuchen, so viele Projekte wie möglich zu realisieren, um zur Stabilisierung der Auftragslagen beizutragen. Auf die vom Lockdown am stärksten betroffenen Kreise werden wir gemeinsam besonders achten müssen: Weshalb nicht dem Coiffeur die ausgefallenen Termine ebenfalls bezahlen oder dem Lieblingsrestaurant einen Zusatzbesuch abstatten? Es wird auch nach der Krise darum gehen, uns bewusst zu sein, dass die hohe Lebensqualität in unserer Stadt von uns selbst, von unseren Leistungen, von unseren Kaufentscheiden, von unseren Aufmerksamkeiten abhängt.

In diesem Sinn danke ich allen Aarauerinnen und Aarauern herzlich für ihre Engagements und bin zuversichtlich, dass Aarau weiterhin eine lebenswerte und solidarische Stadt bleibt.

Freundliche Grüsse,
Dr. Hanspeter Hilfiker, Stadtpräsident

Risiko, Hoffnung und Glück sind Teil der Buchhaltung

Adrian Huber weist mit einem Anhänger auf seiner Wiese und Inseraten in den lokalen Medien auf das Online-Angebot hin | Der Landanzeiger

Die Huplant in Hirschthal ist ein typischer Familienbetrieb. Die Inhaber Adrian und Yvonne Huber mussten sich in den letzten Monaten jedoch gleich mehreren ungeplanten Herausforderungen stellen. Wie sie diese meistern, wie Ideen umgesetzt wurden und wie sogar neue Jobs geschaffen werden, zeigt ein Besuch an einem Samstagmorgen.

Eigentlich wäre alles ganz gut gelaufen. Ende 2019 konnte die Huplant über das erste Jahr Bilanz ziehen, in dem man auf die Belieferung von Grossverteilern verzichtet hat. Die Bestellungen für den eigenen Laden und das kommende Jahr waren ausgelöst, das Konzept mit dem ganzheitlichen Einkaufserlebnis, dem Café Florina und dem Prinzip «Kaufen wo es wächst», fand grossen Anklang. Der Konjunktiv verrät es. Der Virus stellte am 16. März alles auf den Kopf.

Nicht aber Familie Huber
Vorerst gab es noch genug Arbeit. Trotz Schliessung mussten ja die Pflanzen in der eigenen Bio-Produktion und im Verkauf weiterhin gepflegt werden. «Der Abverkauf bis zu diesem Zeitpunkt war aussergewöhnlich gut und wir mussten nur etwa 3000 Pflanzen kompostieren», sagt Geschäftsinhaber Adrian Huber. Das habe man machen müssen, weil die Blumen verwelkt sind. Bilder, wie man sie in der Tagesschau sah, wo Blumen mit dem Bagger vernichtet wurden, gab es in Hirschthal zum Glück nicht. Wegen eines Krankheitsfalls in der Familie zog sich Yvonne Huber aus dem Geschäft zurück und stellt die intensive Krankenbetreuung sicher, Adrian Huber nimmt als alleiniger Geschäftsführer die Zügel in die Hand. «Im Frühling werden gegen 60 Prozent des Umsatzes generiert, wir mussten schnell handeln.»

«Wir mussten umdenken»
Adrian Huber hatte einen Plan: «Bisher war nie die Rede von einem Online-Shop, denn das Erlebnis, die Pflanzen zu sehen und zu riechen, gehört zu unserem Konzept. Doch jetzt konnten wir nicht anders, wir mussten umdenken», erinnert sich Huber. Innerhalb weniger Tage stand der Shop und seit Ende März kann man sich durch das Huplant-Angebot klicken und auf Rechnung bestellen. Was dann passierte, sprengte alle Erwartungen. Die Klickzahlen schossen in die Höhe: «Bis zu 270 Kunden konnten wir an einem Tag bedienen.» «Wir liefern auf Wunsch auch aus, aber die meisten holen die Ware ab. Den Zeitpunkt der Abholung können die Kunden selber im Online-Shop festlegen. Ab Bestelleingang brauchen wir ein bis zwei Tage zur Bereitstellung. Wenn die Kunden die Ware abholen, warten sie in der Regel höchstens eine Viertelstunde bei der Abholstelle.» Die Reaktionen seien positiv bis herzlich gewesen, «viele waren einfach nur dankbar um ein bisschen Normalität.»

Onlineshop bleibt weiter bestehen
Alles umzustellen klingt leichter als es ist und forderte vor allem das Personal. Die Abholung brachte Umschulungen mit sich, Umbauten waren nötig, Einkaufswagen wurden umfunktioniert. Plötzlich musste man daran denken, genug Papier für die Rechnungen bereit zu halten. Gebinde mussten besorgt werden, die man den Abholern abgeben konnte. «Ein Anruf hier, ein spontaner Einsatz da, wir lernen alle heute noch dazu», zieht Huber Zwischenbilanz.

Nun darf das Gartencenter ab dem 27. April wieder öffnen, der Online-Shop mit Abholung soll dabei weitergeführt werden. Um beides aneinander vorbei zu bringen, werden deshalb Teile der Produktionsfläche für den Verkauf genutzt, die Ausfahrt aus dem Gelände wird umgeleitet. Der positivste Effekt: Bei der Huplant Pflanzenkulturen AG bleiben alle Jobs erhalten, Kurzarbeit wird es vermutlich nicht geben. Im Gegenteil, Huber schafft sogar neue Stellen: «Wir suchen nun zusätzliches Personal, das je nach Bestellvolumen im Stundenlohn flexibel eingesetzt werden kann und die Online-Bestellungen im Gartencenter zusammenstellt». Damit werden Abholung und Einkaufserlebnis miteinander verbunden. «Sie flaniert gemütlich durch den Laden, Er holt die zuvor schon bestellte Ware ab. Oder umgekehrt.» Und danach können beide noch ein feines Stück Kuchen im Cafe Florina geniessen.

Bei all der vorausschauenden Planung, die in Hirschthal betrieben wird, sind die Komponenten «Hoffnung» und «Glück» in diesen Zeiten Teil der Buchhaltung. Ebenso das Wort «Risiko». Man traut sich wegen der Grausamkeit des Virus gar nicht danach zu fragen – aber könnte die ganze Sache gar ein positives Ende nehmen? «Schauen Sie, schön wäre es, wenn wir in zwei Jahren sagen könnten, der Virus ist das Beste, was uns passieren konnte.» Das gelte in vielen Bereichen des Lebens, ist Huber überzeugt: «Wir erledigen Dinge, die wir lange vor uns her geschoben haben und die Lage zwingt uns zu handeln. Das kann durchaus auch eine Chance sein.» Vorerst gelte es aber, Schritt für Schritt in eine ungewisse Zukunft zu gehen, an die Gesundheit der Mitmenschen zu denken, aber auch an den Erhalt der Arbeitsplätze.

«Das machen ganz viele Betriebe in der Region, deren Einsatz bereits während, spätestens jedoch nach der Krise durch regionales Einkaufen honoriert werden kann», appelliert Huber zum Schluss – auch das wäre ein positiver Effekt.

Der Kettenbrücke geht es an den Kragen

15. April: Die Maschinen beissen sich durch die Brücke | Der Landanzeiger

Wer vergangene Woche an der Aare spazieren ging, der konnte einfach nicht anders, als bei der Kettenbrücke stehen zu bleiben und die Abrissarbeiten zu beobachten. Denn ab Dienstag nach Ostern ging es so richtig los.

Biss für Biss knabberten sich die Maschinen durch die Brücke. Mit einer Hydraulikbaggerzange wird der Beton verbissen. Das Abbruchmaterial landet in einer Mulde, die auf Botton schwimmt. Jeden Tag war wieder ein weiteres Grosses Stück der 1949 eingeweihten Brücke weg.

Am Freitag kam dann der definitive Durchbruch der Brücke. Rund 2500 Kubikmeter Beton werden insgesamt abgebrochen. Mit dem Newsletter auf dem Laufenden bleiben Auf der Homepage des Kantons kann der Newsletter rund um die neue Aarebrücke abonniert werden, damit Sie immer auf dem Laufenden bleiben.

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Die Kettenbrücke im Wandel der Zeit

Die Kettenbrücke Aarau im Wandel der Zeit | Der Landanzeiger
Im Jahre 1948 wurde die alterwürdige Kettenbrücke in Aarau abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt. (Bild ETH)

Im Jahr 1948 wurde die altehrwürdige Kettenbrücke (im Bild) in Aarau abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt. Die 108 Meter lange und 15 Meter breite Betonbrücke hat nach 71 Jahren ihren Dienst erfüllt und wird durch die «Pont Neuf», die neue Aarebrücke ersetzt. Ende 2021 soll der Neubau fertiggestellt sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 33 Millionen Franken. Bereits im Mittelalter entstand der erste Aareübergang am jetzigen Standort. Urkundlich erwähnt wurde er erstmals 1331 (RAN)

Regierungsrat gibt 150 Millionen Franken für Wirtschaft frei

Regierungsrat gibt 150 Millionen Franken für die Wirtschaft frei | Der Landanzeiger

Der Regierungsrat plant, die unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie leidende Aargauer Wirtschaft, mit 300 Millionen Franken zu unterstützen. In einer ersten Phase werden davon 150 Millionen Franken eingesetzt.

Das kantonale Massnahmenpaket ergänzt und verstärkt die auch im Aargau angelaufene Bundeshilfe. Dafür sind Kantonsgelder in der Höhe von insgesamt 300 Millionen Franken vorgesehen. «Für die erste Phase planen wir mit 150 Millionen Franken», erklärt Landammann und Finanzdirektor Markus Dieth.

Sofortzahlungen, Kreditausfallgarantien und Härtefall-Leistungen
Das kantonale Massnahmenpaket umfasst drei Hauptmassnahmen: Sofortzahlungen, Kreditausfallgarantien und Härtefall- Leistungen. Die Regelungen sind in einer Sonderverordnung des Regierungsrats enthalten.

Sofortzahlungen sind für Selbstständigerwerbende und Mikrounternehmen mit bis maximal zehn Mitarbeitenden (Umsatzerlös bis eine Million Franken) vorgesehen, die aufgrund ihrer Betriebsgrösse nur begrenzt Bundesmittel in Anspruch nehmen können. Sie können bis Ende Juni 2020 nicht rückzahlbare Sofortzahlungen (à-fonds-perdu- Beiträge) bis maximal 10’000 Franken beantragen. Sofortzahlungen können dann ausgerichtet werden, wenn sie erforderlich und ausreichend sind, um die wirtschaftliche Durchhaltefähigkeit des Empfängers in den nächsten drei Monaten sicherzustellen.

Mit den Kreditausfallgarantien werden kleinere und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden (Vollzeitäquivalente) unterstützt, um ihre Situation über die Bundesbürgschaften hinaus zu verbessern. Sie können bis Ende September 2020 zusätzliche, vom Kanton zu 85 Prozent abgesicherte Kredite beantragen. Diese dürfen maximal 10 Prozent des jährlichen Umsatzerlöses beziehungsweise minimal 50’000 und maximal 500’000 Franken betragen.

Härtefall-Leistungen können für jene Unternehmen geprüft werden, für die eine Sofortzahlung oder eine KMUKreditausfallgarantie nicht ausreichend ist. Als Härtefall-Leistungen sind vom Kanton abgesicherte Kredite bis maximal eine Million Franken oder à-fonds-perdu-Beiträge bis maximal 20’000 Franken vorgesehen. Gesuche für Härtefall-Leistungen können bis Ende September 2020 eingereicht werden.

Anträge sind elektronisch über eine kantonale Web-Plattform einzureichen (www.ag.ch/wirtschaftsmassnahmen).

23 Millionen für Aargauer Kultur
Besonders stark von den Folgen der Coronavirus- Pandemie betroffen sind auch Kulturinstitutionen und Kulturschaffende. Der Kanton Aargau beteiligt sich über die 300 Millionen Franken Wirtschaftsunterstützung hinaus mit rund neun Millionen Franken (50-Prozent- Anteil) am Hilfsprogramm des Bundes für Ausfallentschädigungen; weiter stellt der Bund sechs Millionen Franken für Soforthilfe für nicht gewinnorientierte Kulturunternehmungen zur Verfügung. Somit stehen für die Aargauer Kultur insgesamt rund 23 Millionen Franken zur Verfügung.

Fünf Millionen Franken aus dem Swisslos-Fonds
In Ergänzung dazu hat der Regierungsrat einen Rahmenkredit von fünf Millionen Franken aus dem Swisslos-Fonds gesprochen: Für à-fonds- perdu-Beiträge an Organisationen und Personen aus den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Umwelt, Gesundheit, Jugend, Bildung und weitere gemeinnützige Bereiche.

«Die Gelder aus dem Swisslos-Fonds sollen dazu beitragen, dass auch gemeinnützige Organisationen, die bei den bisherigen Massnahmen keinen Anspruch auf Finanzhilfen haben, nicht aussen vor bleiben müssen. Denn auch sie sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft», so Regierungsrat Alex Hürzeler. Das entsprechende Gesuchsportal steht unter www.bundeshilfe.swisslos-aargau.ch zur Verfügung.

Mit Blütenpracht gegen Brustkrebs

Max Jaggi, Leiter Stadtgrün, Regina Wenk, Leiterin Werkhof, Stadträtin Suzanne Marclay-Merz und Stephan Sandmeier bei der Rabatte mit den 800 blühenden Tulpen | Der Landanzeiger

Brustkrebs ist in der Schweiz die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 40 und 50. Eine von acht Frauen ist von Brustkrebs betroffen. Im Oktober 2019 haben 402 Gemeinden in der ganzen Schweiz an einem gut sichtbaren Ort Tulpen gepflanzt.

Damit nahmen die Gemeinden an der Kampagne «1 Tulpe fürs Leben», die vom Verein «L’aiMant Rose» koordiniert wird, teil. Mit dieser Aktion soll den zahlreichen Brustkrebsopfern und ihren Angehörigen Ehre erwiesen werden und die ganze Bevölkerung auf diese Problematik sensibilisiert werden.

800 Tulpen in Aarau
Auch in Aarau wurden im Oktober insgesamt 800 Tulpen gepflanzt. 700 weisse und 100 rosafarbene und somit eine rosa Tulpe zu sieben weissen Tulpen, was dem Verhältnis der von Brustkrebs betroffenen Frauen entspricht. Im Oktober noch nicht sichtbar, blühen die Tulpen auf der Wiese beim Schwanennest nun in ihrer ganzen Pracht. Und was sich bei genauerer Betrachtung auch erkennen lässt, die rosa Tulpen bilden eine Schlaufe. Die Schlaufe ist das internationale Symbol, mit dem auf die Problematik der Brustkrebserkrankungen hingewiesen wird.

Zeichen setzen und Herzen erfreuen
Stadträtin Suzanne Marclay-Merz lag das Projekt besonders am Herzen, nicht nur weil sie im Stadtrat für das Ressort öffentliche Anlagen verantwortlich ist, sondern weil auch sie, wie wahrscheinlich die meisten von uns, Frauen kennt, die an Brustkrebs erkrankten. «Ich persönlich finde es sehr wichtig, die Leute auf die Thematik aufmerksam zu machen. Denn es ist etwas, das die Hälfte unserer Bevölkerung betreffen könnte«, sagt sie. Mit etwas Schönem wie Tulpen darauf aufmerksam zu machen, das gefiel ihr besonders am Projekt. » Damit setzt man nicht nur ein Zeichen, sondern man kann mit der Blütenpracht auch die Herzen erfreuen. »

Ein Spaziergang an der Aare zeigt es, zwar liegt der Fokus zuerst bei den brütenden Schwänen vis-à-vis, doch die Tulpen mit der Informationstafel zur Kennzeichnung der Aktion erregt die Aufmerksamkeit der Passanten.

Anhänger angezündet

Im Anhänger brannten Antifrostnetze, die Polizei vermutet Brandstiftung | Der Landanzeiger

Eine unbekannte Täterschaft setzte vergangene Nacht bei Schöftland einen Anhänger, beladen mit Antifrostnetz, in Brand. Dieser brannte komplett aus. Die Polizei sucht Augenzeugen.

Eine Patrouille der Regionalpolizei Zofingen entdeckte auf ihrer Patrouillenfahrt am Montag, 20. April kurz nach Mitternacht einen Brand eines Anhängers in Schöftland im Gebiet Peukmattweg. Die Feuerwehr wurde umgehend aufgeboten welche den Brand löschen konnte. Der Anhänger brannte jedoch komplett aus.

Sofort war klar, dass Brandstiftung im Vordergrund liegen dürfte. Die Umstände wiesen darauf hin, dass die Täterschaft die Ladung, Antifrostnetz für Lauch, angezündet haben dürfte. Eindeutige Erkenntnisse über das Motiv liegen nicht vor. Es entstand ein grosser Sachschaden. Die Kantonspolizei Aargau hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

Personen, welche Hinweise dazu machen können, sind gebeten, sich bei der Mobilen Polizei in Schafisheim (Telefon 062 886 88 88) zu melden.

Rollerfahrer verletzte sich bei massiver Auffahrkollision

Ein Rollerfahrer fuhr ins Heck eines abbiegenden Autos und verletzte sich mittelschwer | Der Landanzeiger

Auf der Hauptstrasse zwischen Safenwil und Holziken kam es am Dienstag, 14. April kurz nach 16.30 Uhr aus noch unbekannten Gründen zu einer massiven Auffahrkollision. Ein Rollerfahrer wurde mittelschwer verletzte.

Ein 17-jähriger Schweizer fuhr mit seinem Roller auf der Hauptstrasse von Safenwil in Richtung Holziken. Zur gleichen Zeit wollte ein 59-jähriger Schweizer auf derselben Strecke auf einen Feldweg abbiegen und verlangsamte seine Fahrt.

Aus noch unbekannten Gründen kollidierte der Rollerfahrer heftig mit dem Heck des mittlerweile stehenden Fahrzeugs. Der Rollerfahrer wurde durch die Ambulanz ins Spital überführt. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in der Höhe von rund 15’000 Franken.

Wird die Fussball-Saison 2019/20 annulliert?

Dass die Regionalfussballer – wie hier Jan Schneider (links) vom SC Schöftland – diese Saison nochmal um Ball und Punkte kämpfen, ist unwahrscheinlich | Der Landanzeiger

Nach einer Videokonferenz am Samstag hat die Amateurliga mit den Präsidenten der 13 Regionalverbände entschieden, dem Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) folgenden Antrag zu stellen: Die Saison 2019/20 im Amateurfussball soll abgebrochen und annulliert werden.

Kein Fussball in der 2. Liga interregional, in den regionalen 2. Ligen, in der 3. Liga, in der 4. Liga, in der 5. Liga und auch kein Fussball im Juniorenbereich, bei den Senioren und Veteranen: Der Spielbetrieb im Amateurfussball wird aller Voraussicht nach bis im August dieses Jahres ruhen. Es soll nach Ansicht der Amateur-Liga und der Regionalverbände keine Meister, keine Aufund Absteiger und keine Cupsieger geben.

Teilnahme im Schweizer Cup per Losentscheid
Der Aargauer Cupfinal-Tag in Zofingen vom 21. Mai ist davon ebenfalls betroffen. Die Teilnehmer am Schweizer Cup sollen per Los aus den in den regionalen Cup-Wettbewerben übrig gebliebenen Teams bestimmt werden. Einen entsprechenden Antrag zum Saisonabbruch und der Meisterschafts- Annullation stellen die 13 Regionalverände und die Amateur-Liga dem Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands (SFV). Der Entscheid dazu fiel einstimmig im Rahmen einer Video- Telefonkonferenz. Der Zentralvorstand des SFV wird den Antrag und die damit verbundenen Konsequenzen prüfen und möglichst schnell entscheiden.

Offen ist nach wie vor, ob der Spielbetrieb in der Super League, in der Challenge League, in der Promotion League und in der 1. Liga im Juni aufgenommen wird. Dieser Entscheid dürfte frühestens Ende April fallen.

AFV hält sich Möglichkeit offen
Die Anlässe «UEFA Regionenpokal» vom 20. Juni in Baden mit der «Aargauer Nati» (Auswahl der besten Aargauer 1.-Liga- und 2.-Liga-inter-Spieler), die von Norbert Fischer trainiert wird, sowie das «AFV Allstar-Game» vom 26. Juni in Frick mit der von Urs Longo Schönenberger gecoachten 2.-Liga- Auswahl bleiben derzeit an den angegebenen Daten terminiert. Der Aargauische Fussballverband hält sich die Möglichkeit offen, je nach Lockerung der behördlichen Massnahmen diese Anlässe durchzuführen.

Die AMA findet erst wieder 2021 statt

Die AMA wird erst wieder vom 24. bis 28. März 2021 stattfinden | Der Landanzeiger

Aufgrund des Coronavirus findet in diesem Jahr keine AMA statt. Die nächste AMA wird vom 24. bis 28. März 2021 durchgeführt. Ziel ist es, die AMA 2020 zu kopieren und so den Aufwand möglichst gering zu halten.

Der Bundesrat hat über den Fahrplan zur Lockerung der Massnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus informiert. Grossveranstaltungen bleiben bis auf Weiteres verboten. Damit ist es nicht möglich, die AMA 2020 im Mai durchzuführen. Ursprünglich hätte die AMA wie gewohnt im März stattfinden sollen. Nun ist auch eine Durchführung am Verschiebedatum im Mai nicht möglich.

Keine «AMA Light» 2020
Der Verwaltungsrat und die Messeleitung verzichten darauf, für die AMA 2020 ein neues Verschiebedatum zu suchen. Die nächste AMA findet somit erst wieder im Jahr 2021 statt – und zwar vom 24. bis 28. März 2021. Messeleiterin Suzanne Galliker begründet den Entscheid wie folgt: «Wir wissen nicht, wie sich die Lage entwickelt. Es gibt aktuell keine Planungssicherheit. Wir wollen wie bisher eine attraktive AMA veranstalten und keine ‹AMA Light›, nur damit sie gemacht ist.»

Möglichst viel «kopieren»
Ziel ist es, den Aufwand für die AMA 2021 so gering wie möglich zu halten. «Das gelingt uns, indem wir die AMA 2020 soweit als möglich kopieren», erklärt Galliker. «Alles, was für dieses Jahr geplant und organisiert war, wollen wir im nächsten Jahr nutzen. Dadurch können wir einen Teil der ungedeckten Kosten aus der Nichtdurchführung der AMA 2020 decken. »

Das betrifft unter anderem die Sonderschau «Bierkultur Aargau» und das Rahmenprogramm mit Konzerten. Gastregion wird Lenk Simmental sein. «Wir haben von allen Seiten positive Signale erhalten. Das freut uns sehr und motiviert uns, die AMA im nächsten Jahr zusammen mit unseren treuen Partnern und Ausstellern neu aufleben zu lassen.»

Die AMA 2021 findet vom 24. bis 28. März im Schachen in Aarau statt.

Generalversammlung im kleinsten Kreis

Suzanne Marclay-Merz an der letztjährigen GV der Bank Leerau mit dem damaligen Verwaltungsrats- Präsident Robert Vogel, dessen Nachfolge sie nun antritt | Der Landanzeiger

Durch das Versammlungsverbot fand die Generalversammlung der Bank Leerau im kleinsten Kreis statt, ohne persönliche Präsenz der Genossenschafterinnen und Genossenschafter und mit schriftlicher Abstimmung. Die Generalversammlung wurde geleitet vom Verwaltungsratspräsidenten Robert Vogel.

Anwesend waren weiter der Protokollführer Stefan Züsli (Vorsitzender der Geschäftsleitung), sowie der Stimmenzähler Michael Wyss (Notar, Schöftland). Die schriftliche Stimmbeteiligung war mit rund 54%, bzw. mit 1166 eingereichten Stimm-Wahlzetteln von total 2166 Genossenschaftern, sehr hoch; alle Anträge wurden mit einem deutlichen Mehr angenommen.

Suzanne Marclay-Merz übernimmt Präsidialmandat
Auf die Generalversammlung 2020 ist der Verwaltungsratspräsident Robert Vogel, Erlinsbach, nach vier Amtsperioden aus dem Verwaltungsrat der Bank Leerau Genossenschaft ausgetreten. Der Verwaltungsrat, die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter danken Robert Vogel für seine langjährigen, engagierten Dienste. Er hat sich im Verwaltungsrat immer mit hoher Kompetenz eingebracht. Unter der Führung von Robert Vogel hat sich die Bank in den vergangenen 15 Jahren sehr erfolgreich entwickelt. Robert Vogel wird anlässlich der 184. Generalversammlung im kommenden Jahr gebührend verabschiedet.

Für das Präsidialmandat wurde Suzanne Marclay- Merz gewählt. Das Mandat von Pascal Segginger endete auf die Generalversammlung hin. Er wurde für eine weitere Amtsdauer von vier Jahren wiedergewählt. Aufgrund des Rücktritts von Robert Vogel wurde Pierre-Yves Geiser in den Verwaltungsrat zugewählt.

Die Bank Leerau Genossenschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 ein erneut sehr erfreuliches Ergebnis und steigerte ihren Gewinn. Die Bank Leerau hofft, dass die 184. Generalversammlung der Bank wieder im üblichen Rahmen stattfinden wird. Der Verwaltungsrat dankt allen Genossenschaftern für das entgegengebrachte Vertrauen in die Bank sowie für das Verständnis der ausserordentlichen Abwicklung der diesjährigen Generalversammlung.

Weitere Informationen auf www.bankleerau.ch.

Der kühle Kopf in Krisenzeiten

In Zukunft wird Heinz Gerber, wie hier an einem Spaziergang Mitte März, die Aktivitäten in Bottenwil aus der Distanz beobachten | Der Landanzeiger

Traktanden, Versammlungen und Sitzungen: Das alles gehört für Heinz Gerber seit einigen Tagen der Vergangenheit an. Ende März demissionierte Bottenwils alt Gemeindeammann und übergab die Zügel seinem Nachfolger Silvan Bärtschi. «Dieser politische Abschnitt ist für mich nun definitiv fertig», sagt Heinz Gerber.

14 Jahre war der 50-Jährige als Gemeinderat in Bottenwil aktiv, die letzten sechs Jahre amtete er als Gemeindeammann. Vor allem aufgrund der Coronakrise sei die Übergabe happiger ausgefallen als geplant, weil mehr auf der To-do-Liste stand. Trotzdem: Die Pendenzen und künftigen Termine sind ab sofort Sache der neuen Ressortleiter, die mit Silvan Bärtschi einen jungen Gemeindeammann erhalten. «Er ist der richtige dafür », sagt Gerber. «Er kennt das Dorf und die Leute – und ist eine ausgebildete Führungspersönlichkeit.»

Vor seinem Amt noch nie an einer Gmeind gewesen
14 Jahre sind eine lange Zeit. Wie begann es? «Es ist dumm gelaufen», antwortet Heinz Gerber mit einem Lachen. Vor seinem politischen Amt sei er an keiner Gemeindeversammlung gewesen. «Weil mein Hof etwas ausserhalb von Bottenwil liegt.» Trotzdem sei er am Geschehen in der Gemeinde immer interessiert gewesen. An einem Mittagstisch, an dem Gerber rege mitdiskutierte, sichtete ihn die Findungskommission und sprach ihn an. Seine spontane Zusage für das Amt passt perfekt in die Geschichte. Wieso er so lange am Ball blieb? «Attraktiv war die Herausforderung, nie zu wissen, was kommt. Ausserdem mochte ich es, den Leuten zu helfen und das Dorf voranzubringen. »

Der letzte offizielle Anlass für Heinz Gerber war die Einweihung des Mehrzweckgebäudes im Januar | Der Landanzeiger
Der letzte offizielle Anlass für Heinz Gerber war die Einweihung des Mehrzweckgebäudes im Januar

Als Gemeindeammann stellte er eine Tugend über alle anderen: Ehrlichkeit. «Mir war es immer wichtig, dass ich auf die Leute zugehen kann und ihnen mit Respekt und in einem sachlichen Ton die Wahrheit sagen kann.» Vor allem nach dem Unwetter 2017, das Bottenwil schwer getroffen hat, erlangte er durch seine Auftritte über die Gemeindegrenzen Bekanntheit.

Manch einer denkt sich nun, dass dies die schwierigste Phase in seiner politischen Karriere war, doch Gerber verneint. «Im Vergleich zu dem, was ich 2018 und 2019 privat erleben musste, war nichts in der Politik annähernd gleich schwierig.» Damit spricht er seine Krebserkrankung an. Nachdem er nach einer aggressiv geführten Chemotherapie anscheinend wieder gut zurück ins Leben fand, musste er erkennen, dass nichts mehr so sein würde wie vorher. «Ich wusste, dass ich neben dem Reduzieren meiner Arbeit noch mehr ändern muss», so der gelernte Mechaniker, der wegen der Krankheit vom Amt des Gemeindeammanns demissionierte.

«Ich bin glücklich, wenn ich wieder vermehrt das machen kann, was ich gerne mache.»

Heinz Gerber

Er versucht seither, unregelmässige Arbeitszeiten zu meiden und die Planbarkeit zu erhöhen. «Das Wort ‹Nein› kommt wieder vermehrt in meinem Wortschatz vor», sagt er. Bottenwil habe in den letzten 14 Jahren viel investiert, beispielsweise in die Sanierung des Mehrzweckgebäudes oder in die Sanierung der Graben- und der Weiermattstrasse. Auf einen Punkt scheint er besonders stolz zu sein: «Die Kommunikation ist seit meinen Anfängen viel offener geworden.» Während die Gemeindeversammlungen zu Beginn noch trocken daherkamen, sind sie mittlerweile viel informativer und werden von moderner Technik unterstützt. Auch habe er gemerkt, dass die Leute politisch aktiver werden und sich gerne engagieren. «Bottenwil hat das Zeug dazu, weiterhin eigenständig zu bestehen.»

Die neu gewonnene Freizeit widmet er vermehrt seinem Hof. Ausserdem möchte er mehr Zeit mit seiner Partnerin verbringen und häufiger in die Ferien reisen. Ob er seinen dreiwöchigen Kanadaaufenthalt im August wirklich in die Tat umsetzen kann, hängt wie so vieles zurzeit vom Coronavirus ab. Nicht davon abhängig ist seine Stimmungslage: «Ich bin glücklich, wenn ich wieder vermehrt das machen kann, was ich gerne mache.»

Neues Angebot für UnternehmerInnen

Das «online Kaffee» richtet sich an UnternehmerInnen und den lokalen Handel. Gastreferent am Donnerstag, 30. April ist Andreas Huber, Immunologe | Der Landanzeiger

Das Interesse war gross: beim ersten «online Kaffee» haben sich Unternehmerinnen und Unternehmer verschiedenster Branchen eingeklickt. Das Bedürfnis eines virtuellen Austauschs kristallisierte sich bei einer Umfrage von Aarau Standortmarketing heraus.

Das erste «online Kaffee» vom vergangenen Donnerstagmorgen hat Anklang gefunden. Die Initiatorinnen Danièle Turkier, Aarau Standortmarketing und Emilie Etesi, amplilabs haben es nicht anders erwartet. «Gerade in der aktuellen Situation ist ein Austausch unter Gleichgesinnten unglaublich wichtig – wir wollen mit dem «online Kaffee» eine einfache Möglichkeit dafür anbieten », meint Danièle Turkier. Für die Teilnahme klicken sich Interessierte zum angegebenen Zeitpunkt auf mit genannten Zoom-Link ein und nehmen somit unkompliziert via Computer oder Tablet teil.

Austausch ist gewünscht
Aarau Standortmarketing ist es ein Anliegen, seinen Partnern und Mitgliedern wo immer möglich zur Seite zu stehen. Mit einer breiten Umfrage wurden deshalb Aarauer Detaillisten, Dienstleister und Gastrobetriebe angefragt, in welcher Form eine Unterstützung gewünscht ist. Das Echo war eindeutig: der Austausch unter Gleichgesinnten wird als besonders wichtig gewertet, um zu erfahren wie es anderen in dieser Situation ergeht und um sich nicht ganz so allein zu fühlen in dieser, für Viele schwere, Zeit.

Weiterbildung inklusive
Eine Besonderheit des «online Kaffee» bildet jeweils ein Themenblock, welcher als Weiterbildung konsumiert werden kann. Beim ersten virtuellen Treffen war dies: «Soziale Medien: Basic Dos & Don’ts». Die Aarauer Social Media Spezialistin Sara Fischer zeigte den Teilnehmenden die Dos and Don’ts auf Facebook und Instagram und vermittelte somit, wie man mit deren Einsatz näher an die Kundschaft kommt und diese zielgerichtet erreicht.

Das «online Kaffee» soll sich etablieren und alle zwei Wochen, jeweils am Donnerstagmorgen um 9 Uhr angeboten werden. Der nächste Termin ist der 30. April. Interessierte können sich per mail@aarauinfo.ch anmelden. Der Link für die Teilnahme wird anschliessend zugestellt. Aarau Standortmarketing freut sich auf weitere Besucher. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bei Fragen oder für weitere Informationen steht Ihnen das Team von aarau info gerne zur Verfügung.

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