Absage schmerzt im Herz

Absage schmerzt im Herz | Der Landanzeiger

Viele hatten es schon lange befürchtet, jetzt ist es Tatsache. Auch das beliebte Motocross auf der Nütziweid wurde abgesagt. Erst zum zweiten Mal in der 35-jährigen Geschichte.

Das nasse Wetter der letzten Tage wiederspiegelte die Gemütslage der Organisatoren des beliebten Motocross auf der Nütziweid oberhalb Schmiedrued-Walde. Tief hingen die Wolken über dem Ruedertal und verbreiteten das Gefühl von Tristesse. «Diese Absage wird unseren Club nicht in Schieflage bringen, wir sind sehr gut aufgestellt», sagt André Merz, der das Rennen 1985 ins Leben gerufen hatte. «Im Herzen tut so eine Absage allerdings richtig weh.»

In gewohnter Manier hatten die Verantwortlichen die Vorbereitungen für das Motocross in Angriff genommen. Jeder weiss was zu tun ist, wer was organisiert oder macht und wenn am Tag X mit dem Aufbau der Strecke und der Infrastruktur begonnen wird, stehen 90 Prozent der Clubmitglieder und viele zusätzliche freiwillige Helfer in den Startlöchern.

Alle Beteiligten sofort informiert
Alle erforderlichen Bewilligungen waren eingeholt, das grosse Festzelt organisiert, die Zusage der Samariter stand und die Sanität hatte ebenfalls bereits zugesagt. Kurz, alle wichtigen Sachen hatte OK-Präsident Martin Bolliger und sein Team organisiert. André Merz hatte aber schon früher befürchtet, dass es alles anders kommen könnte. Bolliger sagte: «Schon Anfang April haben André und ich mit der Beschaffung von Beschaffung von Werbung und dergleichen aufgehört.» Damit konnten die Organisatoren den Aufwand minimieren.

Als am 29. April der Entscheid des Bundesrats kam, dass Anlässe mit über 1000 Personen bis Ende August verboten sind, wurden alle Beteiligten bis am Abend über die erfolgte Absage informiert. «Ich bin der Meinung, dies sind wir allen, die uns über all die Jahre gefördert und unterstützt haben, ganz einfach schuldig», sagt OK-Präsident Bolliger. «Nun können alle Beteiligten den Rest des Jahres neu planen.»

Rennen im 2021
Der Motoclub Ruedertal wurde 1981 von 28 Ruedertaler Motorradfahrern ins Leben gerufen. Heute hat der Verein 76 Aktiv-Mitglieder.

2020 hätte das 35. Motocross auf der Nütziweid stattgefunden. Zweimal musste es bisher abgesagt werden. Vor zwei Jahren wegen der damals herrschenden Trockenheit und aktuell wegen Corona. «Wir sind bereits jetzt schon wieder voll motiviert, im nächsten Jahre wieder ein Motocross organisieren zu können», sagen OK-Präsident Martin Bolliger und Renngründer André Merz. «Nicht aufgeben gewinnt. »

Eine Ära geht im Stillen zu Ende

Am 26. Mai 2020 wird der Wechsel vollzogen: Vor einem Jahr kündigten Alfred Schmid (links) und Roger Geissberger (rechts) ihren Rücktritt an und präsentierten mit Philipp Bonorand einen Präsidentschaftskandidaten | Der Landanzeiger

Schon mehrmals fügte der Gränicher Alfred Schmid seiner Amtszeit als FC Aarau-Präsident ein weiteres Jahr hinzu, denn es fehlte der geeignete Nachfolger. Am 26. Mai endet nun die «Ära Schmid» aber definitiv. Das Virus fordert dabei einen stillen Abgang – aber das passt so.

Alfred Schmid (64) ist kein Mann der grossen Töne. Während sich seine Amtskollegen in Zürich und im Wallis am liebsten unter einer dicken «Blick»- Schlagzeile sehen, wählt Alfred Schmid immer den ruhigen Weg und handelte im Hintergrund um so konsequenter. Seriös und besonnen, aber nicht weniger engagiert, führte der Präsident seinen FC Aarau durch die unruhigen Fussball-Gewässer – die Gefahr zu kentern, war praktisch ausgeschlossen.

Wahlen erst am 21. September
Im sportlichen Bereich stellte der Präsident in seinen 13 Amtsjahren nicht weniger als 15 verschiedene Cheftrainer ein. Turbulent waren die Zeiten aber vor allem auch wegen den Wirren um den Bau eines neuen Stadions. Das eigentliche Ziel, sich aus dem Amt zu verabschieden, sobald sein Club dieses bauen kann, erreichte er nicht.

So kommt es nun nach und nach zu den angestrebten Wechseln. Bereits Anfang Jahr ersetzte Roland Baumgartner Robert Kamer als Geschäftsführer der FC Aarau AG. Kamer galt als rechte Hand Schmids und leitete die Geschicke souverän aus dem Hintergrund. Weil die Generalversammlung vom 26. Mai in den Herbst verschoben wurde, wird nun auch der Abgang von Alfred Schmid im Stillen vonstatten gehen, denn die Rücktritte von ihm und Co-Vizepräsident Roger Geissberger per 26. Mai sind fix, wie der Club mitgeteilt hat.

Auch Geissberger prägte den Club wie selten ein anderer. Der in Seengen wohnhafte Unternehmer steckte mehr Energie in den Club, als manch einer mitbekommen hat. Der zweite Co-Vizepräsident Philipp Bonorand − er wurde vor einem Jahr in den Verwaltungsrat gewählt – wird nun der Generalversammlung der FC Aarau AG am 21. September als Präsidentschaftskandidat vorgeschlagen. Bonorands Wahl gilt als Formsache und bis dahin führt der 39-jährige den Club als «designierter Präsident».

Ein Wechsel im Stillen
Das passt nicht nur zum Wirken des Gränichers Alfred Schmid, dem Engagement des Seengeners Roger Geissberger, sondern auch zum Wirken des Aarauers Philipp Bonorand und dessen Geschäftsführer Roland Baumgartner. Und damit zum FC Aarau. Ein weiterer Name wird an der Generalversammlung im September als Kandidat für einen Sitz im Verwaltungsrat präsentiert: es handelt sich um Nico Barazetti, CEO der Lagerhäuser Aarau. Die weiteren Verwaltungsräte Karl Oldani, Kurt Sandmeier, Ruedi Vogt und Peter Zubler stellen sich zur Wiederwahl.

Kleines Defizit 2019
Gleichzeitig mit der Verschiebung der Generalversammlung teilte der FCA den Rechnungsabschluss 2019 mit. Fünf Jahre lang schloss der Challenge- League-Vertreter seine Jahresrechnung mit einem kleinen Gewinn ab. Im letzten Jahr resultierte bei einem Umsatz von gut 6,5 Millionen Franken ein Minus von 61’983 Franken, das durch den Vortrag aus dem Vorjahr dennoch zu einem Bilanzgewinn von 106’000 Franken führt. Dieser wird auf die neue Rechnung vorgetragen. Weil das Rechnungsjahr nicht mit der Dauer eine Fussballsaison korrespondiert, stammen die positiven Einnahmen aus der Barrage gegen Xamax noch aus der letzten Saison, während sich der Saison- Unterbruch der laufenden Saison erst in der nächsten Rechnung niederschlagen wird.

Schützen sehen das Endes des Tunnels

Schützen sehen Ende des Tunnels | Der Landanzeiger

Bis letzte Woche lähmte die Coronawelle auch die sportliche Tätigkeit der Schützen komplett. Doch der Aargauer Schiesssportverband (AGSV) arbeitete im Hintergrund intensiv an Szenarien für einen verspäteten Saisoneinstieg. Mit den vom Bundesrat angeordneten Lockerungen scheinen Wettkämpfe im Juni möglich zu werden.

«Der AGSV-Vorstand hat an seiner Vorstandssitzung am 29. April, die erstmals als Videokonferenz stattfand, den neuen Terminkalender mit Saisonbeginn im Juni verabschiedet.» So informierte Kantonalpräsident Victor Hüsser am Wochenende die Vereinspräsidenten und die Bezirksverbände über die Umstellung der Wettkämpfe und Anlässe. Basis bildet der Entscheid des Bundesrates, dass Schiessanlagen ab dem 11. Mai geöffnet und für Trainings genutzt werden dürfen. Bei der überarbeiteten Planung geht der AGSV davon aus, dass ab dem 8. Juni auch Wettkämpfe wieder möglich sind.

Schutzkonzept steht über allem
Jürg Weber, Aargauer Abteilungsleiter 300 m Gewehr, gibt sich zwar zuversichtlich, dass die Schützensaison bald aufgenommen werden kann, beurteilt die neue Ausgangslage aber vorsichtig: «Unsere Planung mit einem Saisonstart im Juni basiert auf der Covid-19-Situation Ende April. Allenfalls sagen wir Anlässe wieder ab, wenn wir nicht alle angeordneten Schutzmassnahmen einhalten können.» Entsprechend mahnt Kantonalpräsident Victor Hüsser zur vorsichtigen Wiederaufnahme des Schiessbetriebes in allen Sparten. «Der AGSV empfiehlt den Bezirksverbänden und den Vereinen, nichts zu überstürzen.» Es sei wichtig, unter Einhaltung aller Vorschriften «einen sauberen Schiessbetrieb » zu organisieren. «Der erste Schuss muss nicht schon am 11. Mai fallen.»

Geschrumpftes Wettkampfprogramm
Von der möglichen Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes ab nächstem Montag werden vor allem die Spitzenschützen sofort Gebrauch machen. Aber auch für sie fallen einige Wettkämpfe aus. So hat der AGSV die kantonale Mannschaftsmeisterschaft 300 m gestrichen, und der Kantonalfinal der Schweizer Gruppenmeisterschaft fällt ebenso aus. Hingegen tragen die Gewehrschützen 50 m und 300 m wie auch die Pistolenschützen nach den Sommerferien die Aargauer Einzelmeisterschaften im üblichen Rahmen aus. Bei den Jungschützen 300 m findet der kantonale Einzelfinal erst am 17. Oktober statt.

Feldschiessen neu im September
Verschoben, aber nicht abgesagt wurde auch der grösste Schweizer Breitensportanlass der Schützen, das Eidgenössische Feldschiessen. Der Kantonalvorstand des AGSV wünscht sich, dass die 300-m-Schützengesellschaften und die Pistolenvereine das Feldschiessen möglichst am Wochenende vom 25. bis 27. September durchführen. Erlaubt sind aber auch andere Daten.

411 Tonnen Abbruchmaterial entfernt

Die Sanierung der Station Milchgasse läuft seit drei Monaten | Der Landanzeiger

Die Bauarbeiten zur Sanierung der Station Milchgasse des Pflegeheims Golatti sind seit bald drei Monaten im Gange. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden beinahe alle Innenwände und eine Vielzahl an Decken entfernt sowie insgesamt 411 Tonnen Abbruchmaterial von Hand hinausgetragen.

Der Baumeister startet Mitte Mai 2020 mit dem Einbau der neuen Geschossdecken. Bis im Sommer sollen mehrheitlich Bauarbeiten im Innern vorgenommen werden, anschliessend folgt die Renovation der Fassaden. Die sanierten Häuser sind voraussichtlich im 3. Quartal 2021 für die Bewohner bezugsbereit.

Bühne Aarau: Die Fusion ist vollzogen

Künstlerischer Leiter Peter-Jakob Kelting und ARTA-Präsidentin Christine Egerszegi | Der Landanzeiger

Die Bühne Aarau ist gegründet. Beinahe einstimmig haben die Mitglieder der Trägervereine des Theater Tuchlaube, der Theatergemeinde Aarau, des Gönnervereins des Fabrikpalastes sowie von FARA Freunde Alte Reithalle Aarau und ARTA Alte Reithalle Tuchlaube Aarau am 27. April der Fusion mit der neuen Trägerschaft ARTA zugestimmt.

Christine Egerszegi, Präsidentin von ARTA, dankte den Vereinsvertreterinnen und Vertretern für das Vertrauen. Sie verlieh ihrer Überzeugung Ausdruck, dass es gerade in den aktuell schwierigen Zeiten überaus sinnvoll ist, die Kräfte zu bündeln, um den Zuschauerinnen und Zuschauern ab der kommenden Spielzeit die ganze Bandbreite der Darstellenden Künste aus einer Hand zeigen zu können. «Wir bringen herausragende Aufführungen aus allen Sparten nach Aarau, obwohl sich der eigentliche Anlass der Neugründung, die Eröffnung der Alten Reithalle, noch ein wenig verzögert. »

Spielplan folgt Mitte Juni
In der Übergangssaison bis zur Eröffnung der Reithalle im Oktober 2021 bespielt die Bühne Aarau das Theater Tuchlaube und das Kultur- und Kongresshaus. Der Spielplan wird mit dem Spielzeitheft und der neuen Webseite Mitte Juni veröffentlicht.

Der Künstlerische Leiter Peter-Jakob Kelting bemerkte zum Programm: «In unserem Programm wird das Publikum bekannte Namen neben spannenden Entdeckungen finden, klassische Dramen und verrückte Komödien, akrobatische Höchstleistungen und poetisches Figurentheater, gediegene Schauspielkunst und kritisches Gegenwartstheater, die sinnliche Schönheit von Tanzaufführungen und Inszenierungen für die ganze Familie, regionale Eigengewächse und internationale Gäste.»

Et Voilà – der Einkauf wird erledigt

Jasmin Hochuli gehört zu den freiwilligen Einkaufshilfen von Voilà | Der Landanzeiger

Bereits seit 2005 bietet Violà einen Velo-Hauslieferdienst an. In über 20 Geschäften kann eingekauft werden, die Tasche an der Kasse oder am Kundendienst abgegeben werden und die Violà-Fahrer bringen die Einkäufe innerhalb von drei Stunden vor die Haustüre.

Ein ökonomisch und ökologisch sinnvoller Hauslieferdienst, so der Gedanke dahinter. «Wir helfen vor allem vielen älteren Leuten damit, interessanterweise aber nicht nur», sagt Reto Schaffer, Geschäftsführer der Trinamo AG. Im Voilà-Kurierdienst arbeiten grundsätzlich Teilnehmer von Trinamo. Je nach Saison kommen auch verschiedene Aushilfen dazu.

Die Jungen helfen mit viel Elan
Durch das Coronavirus hat sich die Lage zugespitzt. Dadurch wurde das Angebot während dieser aussergewöhnlichen Zeit erweitert. Denn der Voilà-Velo- Kurierdienst übernimmt nun nicht nur den Transport der gekauften Waren sondern auch gleich den ganzen Einkauf.

Reto Schaffer und Alexandra Signer vom Trinamo | der Landanzeiger
Reto Schaffer und Alexandra Signer von Trinamo

Die Initiative dafür ergriffen haben Lisa Zubler und Ximena Schärli, zwei Kantonsschülerinnen, die schon seit Jahren bei Voilà aushelfen. «Die haben nun das ganze Corona-Einkaufs- und Heimlieferungsangebot aufgebaut», ist Alexandra Signer, Leiterin Betriebe und Projekte bei der Trinamo AG, begeistert. «Innert kürzester Zeit trommelten sie viele Junge zusammen, die allesamt mithelfen wollen – und das ohne etwas einzufordern.» Und auch Reto Schaffer sagt: «So eine Solidarität habe ich noch nie erlebt. Einfach grossartig.»

Grosse Dankbarkeit
Rund 50 Leute sind mit dabei, eingekauft wird montags, mittwochs und freitags, die Infrastruktur wird zur Verfügung gestellt. Eine der jungen freiwilligen Helfer ist auch Jasmin Hochuli. Vergangenen Freitag hat sie ihre zehnte Einkaufstour gemacht. «Ich habe im Moment viel Zeit. Diese Zeit wollte ich für etwas einsetzen, das andere brauchen können. Deswegen helfe ich jenen aus der Risikogruppe und gehe für sie einkaufen», sagt sie.

Alexandra Signer spricht nicht nur den jungen Helfern ein grosses Lob aus, sondern auch Coop und Migros. Denn auch sie haben sofort mitgeholfen. So gehen die jungen Voilà-Fahrer einkaufen, müssen aber nicht anstehen, sondern können separate Kassen benützen, die extra für sie geöffnet werden. Gezahlt wird vor Ort von Trinamo. Das heisst die Kunden bekommen mit ihren Einkäufen die Quittung und einen Einzahlungsschein. Bargeld ist somit nicht nötig. «Die Dankbarkeit ist gross. Die Auslieferer bekommen Dankes-Kärtchen und werden beschenkt. Einfach wunderbar», freut sich Alexandra Signer.

Mehr zum Aarauer Einkaufsdienst von Voilà gibt es auf www.voila-aarau.ch.

Was ist Trinamo?

Die Cafeteria Careum, Bikes2Go, die Textilzone Aarau, Mojo Food Take Away in Aarau oder das Hotel Ascott in Rombach. Das sind nur einige wenige von gesamthaft 50 Betrieben im ganzen Kanton, bei denen die Trinamo AG bewusst versteckt dahintersteht.

«Unsere Klienten sollen sich mit den Betrieben, für die sie arbeiten identifizieren, nicht mit Trinamo selbst», so Reto Schaffer. Hauptaufgabe der Trinamo AG ist die Integration beziehungsweise die Reintegration in den Arbeitsmarkt.

So bietet die Trinamo AG in Aarau, Lenzburg, Wohlen, Möhlin, Rheinfelden, Baden, und Wettingen Werkstätten und Einsatzplätze in verschiedenen Segmenten an. Dort werden im Bereich der Arbeitsmarktlichen Massnahmen (AVIG), Massnahmen im Auftrag der IV-Stellen und im Auftrag der Gemeinden für Sozialhilfeempfangende sowie Geschützte Arbeitsplätzen für Menschen mit einer Leistungseinschränkung angeboten.

Im April 2019 ist aus der Trinamo AG das junge Spinn-off «one11» entstanden. one11 bildet lokale Communities und ermöglicht den Menschen eine neue Form des Zusammenlebens und vor allem eine neue Form des Älterwerdens.

Mehr Infos unter: www.one11.ch

Nutzung zusätzlicher Aussenfläche ermöglicht

Mittlerweile haben sich die Tische im Aussenbereich der Restaurants wieder gefüllt | Der Landanzeiger

Die Stadt Aarau unterstützt Gastro- Betriebe während der Corona-Lage mit einer weiteren Massnahme. Ihnen steht bei Bedarf und ausreichenden Platzverhältnissen ab Montag mehr Aussenraum für die Bewirtschaftung zur Verfügung.

«Die Stadt Aarau möchte den Gastrobetrieben mit der Möglichkeit der vergrösserten Nutzfläche entgegenkommen. Profitieren sollen Aarauer Betriebe, welche gemäss Bundesratsentscheid am 11. Mai ihr Gastrolokal öffnen dürfen, die bewilligte Anzahl Sitzplätze aber aufgrund der weiter bestehenden Abstandsregeln nicht ausschöpfen können.

Als Grundlage für eine mögliche erweiterte Nutzung gelten die bestehenden Bewilligungen (Baubewilligung und Bewilligung der Gewerbepolizei mit erlaubter Platzzahl). Erweiterungen können dort umgesetzt werden, wo genügend Platz vorhanden ist. Eine Zustimmung der Nutzerinnen und Nutzer der betroffenen Nachbarsliegenschaften ist jeweils erforderlich.

Nun darf man gespannt darauf sein, wie die kreativen Aarauer Gastrobetriebe von diesem Angebot Gebrauch machen. Am besten nimmt man einen Augenschein vor Ort. Natürlich immer unter Einhaltung der vorgeschriebenen Massnahmen.

aarau info öffnet schrittweise

aarau info fährt seine Angebote peu à peu hoch | Der Landanzeiger

Seit letztem Dienstag hat aarau info stundenweise geöffnet. Man möchte mit einem angepassten Angebot präsent sein. aarau info bedient die Kunden gemäss den erforderlichen Hygienebedingungen und bedankt sich bei der Kundschaft, dass diese eingehalten werden.

«Eventtickets können wir leider noch keine verkaufen und auch die Gästescharen werden noch ausbleiben», meint die Geschäftsführerin Danièle Turkier. «Aber wir bieten sonst einiges, was die Leute nach der Einkaufs-Abstinenz sicher wieder benötigen und gerne werden auch Fragen über Aarau beantwortet oder was einem sonst gerade beschäftigt.» aarau info wird vorläufig von Dienstag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet sein. Damit können die aktuellen Bedürfnisse abgedeckt werden. Die Mitarbeiterinnen arbeiten weiterhin von zu Hause aus. Telefonisch erreichen kann man sie während den Bürozeiten unter der Nummer 062 834 10 34.

Genuss-Produkte
Seit gut einem Jahr bietet aarau info regionalen Produzenten eine Plattform. Gluschtiges aus Aarau, wie beispielsweise den Honigwein von Biene Aarau, den Bachfisch welcher vom Töpferhaus produziert wird, die Giebel- Wurst oder Gewürze von Chalira findet man im Tourismusbüro aarau info. Auch die feine, traditionelle Brändlibombe steht im Angebot. Und wer seiner Oma oder einer entfernten Freundin ein Kartengruss aus Aarau senden möchte, findet ein grosses Sortiment an Gruss- und Postkarten mit ausgewählten Sujets.

Alltags-Produkte
Wer in den letzten Wochen seine Wohnung oder das Haus entrümpelt hat, benötigt vielleicht Kehrichtsäcke und Sperrgutmarken, welche auch im Tourismusbüro aarau info erhältlich sind.

Stadtführungen Aarau: jetzt planen – später geniessen
Sobald mit dem Programm an öffentlichen und privaten Führungen wieder gestartet werden darf, ist aarau info ein sorgsamer Umgang mit den Gästen wichtig. Gutscheine für Führungen können bereits bezogen werden. Man darf sich auch einfach nur nach den Möglichkeiten erkundigen.

Am Samstag ist wieder Markt

So kann am kommenden Samstag ein Marktstand aussehen | Der Landanzeiger

Für Viele gehört der Gemüsemarkt zum Fixpunkt im Wochenkalender. Man «blangt» darauf, wieder beim Lieblingsgemüse-, Brot- oder Blumenstand einkaufen zu dürfen. Nun ist es soweit – ein ausgeklügeltes Hygienekonzept macht den Start am kommenden Samstag möglich.

Bodenmarkierungen, definierte Abstände für Besucher und Marktfahrer und Einlass mit Tröpfchensystem sind auch für den Aarauer Gemüsemarkt unerlässlich, wenn er wieder geöffnet werden soll. Die Abteilung Sicherheit, Sektion Bewilligungen und Gewerbe hat mit Hochdruck ein ausgeklügeltes Konzept erarbeitet.

Am vergangenen Montag wurde es den Marktfahrern vorgestellt. Es gibt Bestimmungen, an denen es nichts zu rütteln gibt: Zwei Meter Abstand zwischen den Marktständen und den Besuchern, der kontrollierte Einlass mit Tröpfchensystem und die Absperrung des Marktgeländes. Das Anbringen von Plexiglasscheiben wird dort umgesetzt wo möglich, ansonsten muss ein grösserer Abstand gewährt werden.

An die Besucher wird appelliert, dass man sich nicht selbst bedient und regelmässig das bereitgestellte Desinfektionsmittel benützt. Die elektronische Zahlung wird dringend empfohlen. Die Zahlungsdienstleistung Twint kann eine einfache und schnell umsetzbare Variante für die Marktfahrer und die Besucher sein. Alle sind aufgefordert, sich entsprechend vorzubereiten.

Durch die Abstandsregelung wird mehr Platz benötigt. Aus diesem Grund wird der Markt auf die Laurenzenvorstadt und den Schlossplatz ausgeweitet. Für die Besucher bestimmt ein besonderes Erlebnis! Natürlich darf dabei der Aufwand für die Organisation und für jeden einzelnen Marktfahrer nicht vergessen gehen. Danke, dass die Aarauer ihren geliebten Markt wieder haben!

GARTEN für Aarau

Dieser romantische Garten in Rombach erhält bald Besuch von motivierten Gärtnerinnen und Gärtnern | Der Landanzeiger

Im Jahr 2019 durfte Garten für Aarau mit grandioser Unterstützung der Stadt Aarau, den Läden und Restaurants der Altstadt und unseren Vereinsmitgliedern und Helfern die Stadt mit dem Projekt Pflanzpate 2019 begrünen und essbares Allerlei in Pflanzkisten aufstellen.

Dieses Jahr wird der Verein das Projekt Pflanzpate in der Altstadt nicht umsetzen, denn es warten bereits mehrere Projekte auf die motivierten Mitglieder: Einerseits konnte, dank der engagierten Vereinsmitglieder und der Unterstützung der Quartierentwicklung, die Umsetzung zweier Hochbeete im Aeschbachquartier realisieret werden. Andererseits darf ein permakulturelles Projekt in einem Privatgarten im Schiebeschachen angepackt werden!

Und damit nicht genug: Es darf ein Privatgarten gestaltet werden
Neu darf der Verein Garten für Aarau einen grossen Privatgarten in Rombach gestalten – die Euphorie ist gross! Ohne Hilfe wird es der Verein jedoch nicht schaffen: Es wird deshalb um alles gebeten was man so benötigt für die Gartenarbeit: Von der Regentonne über Rächen, Haken, Schaufeln, Arbeitshandschuhe, Eimern, Giesskannen bis hin zu Motorsäge, Rasenmäher und natürlich motivierte Helfer! Der Verein freut sich über jede Kontaktaufnahme für Material und Gartenfreunde an info@gartenfueraarau.ch oder via unserer Facebook- und Instagram-Seiten.

A.T.U. macht die Filialen in Suhr und Oftringen dicht

A.T.U. schliesst seine Filialen in Suhr und Oftringen | Der Landanzeiger

Das war es für die A.T.U-Kette in der Schweiz. Das Bezirksgericht Winterthur hat den Konkurs über das Schweizer Tochterunternehmen mit Sitz in Winterthur eröffnet. Damit bleiben die sechs Filialen der Kette – eine davon in Suhr und eine in Oftringen – auch nach dem Lockdown geschlossen.

Während in Deutschland bei den A.T.U-Betrieben wieder die Normalität eintritt und alle Werkstätten und Shops nach dem Lockdown wieder geöffnet haben, bleiben die sechs Filialen in der Schweiz an den Standorten in Suhr, Oftringen, Spreitenbach, Bellach, Winterthur und Hinwil für immer geschlossen. Das bestätigt das Deutsche Unternehmen gegenüber mehreren Schweizer Medien.

Insgesamt verlieren rund 75 Mitarbeitenden in der Schweiz ihren Job. Die Kette war seit 2007 in der Schweiz aktiv gewesen. Das Bezirksgericht Winterthur hat mittlerweile das Konkurverfahren eröffnet und das Konkursamtes Oberwinterthur- Winterthur mit der Abwicklung beauftragt.

Wie auf der Webseite von A.T.U Schweiz zu vernehmen ist, sind an den sechs Standorten noch die Räder und Felgen von rund 2000 Kunden eingelagert. «Wir prüfen zurzeit, ob, wie und wann die Herausgabe dieser Räder an die Kunden möglich ist», erklärt das Konkursamt.

Bei der gesamten A.T.U arbeiten insgesamt rund 10’000 Mitarbeiter in ganz Europa. Diese erwirtschaften laut eigenen Angaben einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Seit 2016 ist A.T.U Teil des europäischen Marktführers Mobivia.

Neue Besuchsregelung für Altersheime

Unter Einhaltung der Vorschriften sind Besuche in Spitälern und Heimen wieder möglich | Der Landaneziger

Über 65-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen sind nicht mehr angehalten, zu Hause zu bleiben. Das Bundesamt für Gesundheit hat am Montagnachmittag seine Empfehlungen für Risikogruppen angepasst.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) publizierte die geänderten Empfehlungen am Montag auf der Webseite, nachdem es den Schritt bereits vergangene Woche angekündigt hatte. Neu gelten für über 65-Jährige und Personen mit Vorerkrankungen folgende Empfehlungen: Sie können ihr Zuhause verlassen, solange sie strikt die Hygiene- und Verhaltensregeln befolgen. Orte mit hohem Personenaufkommen sollen aber gemieden werden, wie beispielsweise Bahnhöfe oder öffentliche Verkehrsmittel.

Stosszeiten meiden, Abstand halten
Zu Stosszeiten wie etwa am Samstag sollten Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen nicht einkaufen gehen. Der Pendlerverkehr sollte ebenfalls gemieden werden. Unnötige Kontakte gilt es zu vermeiden. Zu anderen Personen sollten mindestens zwei Meter Abstand eingehalten werden. Für geschäftliche und private Treffen sollen Personen, die einer Risikogruppe angehören, bevorzugt das Telefon, Skype oder ein ähnliches Hilfsmittel nutzen.

Im Vergleich zu den bisher geltenden Anweisungen wurden die Empfehlungen in mehreren Bereichen gelockert. So wurde etwa die Anweisung aufgehoben, zuhause zu bleiben. Das strikte Abraten von der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel fehlt in den geänderten Empfehlungen ebenso.

Die bisherige Anweisung, Einkäufe entweder per Internet oder Telefon zu bestellen oder sie von Freunden, Nachbarn oder Hilfsorganisationen tätigen zu lassen, wurde ebenfalls abgeschwächt: Neu soll dies nur «wenn möglich » so gehandhabt werden. Die Empfehlung, persönliche Kontakte zu meiden, findet sich in den geänderten Empfehlungen ebenfalls.

Empfehlungen gelten für alle über 65-Jährigen
Die Empfehlungen zuhanden der Risikogruppen gelten weiterhin für alle über 65-Jährigen, unabhängig von deren Gesundheitszustand und allfälligen Vorerkrankungen. Dies erklärte Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit am Montagnachmittag vor den Medien in Bern. Für eine weniger pauschale Definition der Risikogruppe bei älteren Personen sei die Datenlage zu wenig eindeutig.

Besuche in Heimen sollen möglich sein
Auch mit Blick auf die Bewohner von Alters- und Pflegeheimen hat das BAG eine neue Empfehlung veröffentlicht. Diese gehörten zu den besonders gefährdeten Personen und sollten deshalb möglichst vor einer Ansteckung geschützt werden. Doch Besuche innerhalb und ausserhalb der Heime «sollen grundsätzlich möglich sein». Den Heimen wird empfohlen, Vorkehrungen zur strikten Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln zu treffen. Dazu gehört laut BAG, nur gesunde Besucher zuzulassen, die Anzahl Besucher und die Besuchszeit zu beschränken sowie spezielle Begegnungszonen mit Plexiglas- oder anderen Abtrennungen zu schaffen.

Linda Stadtmann ersetzt Heinz Wölfli als Gemeindeschreiber

Freut sich auf ihre neue Aufgabe in Reitnau: Die Gemeindeschreiberin Linda Stadtmann | Der Landanzeiger

Der Gemeinderat Reitnau hat Linda Stadtmann-Christen (34), wohnhaft in Oftringen, als neue Gemeindeschreiberin gewählt. Sie ersetzt Heinz Wölfli, der nach fast 40 Jahren als Schreiber von Reitnau, Ende Mai in Pension geht. Linda Stadtmann tritt ihre Stelle am 1. Juli an.

Wer sprachengewandt ist und sich mit der Suhrentaler Gemeinde Reitnau befasst, der kommt an den fast gleich klingenden englischen Ausdrücken «write now» (schreib jetzt) oder «right now» (sofort jetzt) kaum vorbei. Das erging auch Linda Stadtmann (34) im Zusammenhang mit ihrer Bewerbung als Gemeindeschreiberin von Reitnau nicht anders. «Ab Juli heisst es für mich ‹write now in Reitnau›», sagt sie mit grosse Vorfreude.

Gefüllter Rucksack
Linda Stadtmann startete ihre berufliche Laufbahn 2002 mit einer KV-Lehre bei der Stadtverwaltung Zofingen. Danach wechselte sie in die Privatwirtschaft, doch es zog sie bald wieder zur Gemeindeverwaltung zurück. Genauer gesagt auf die Einwohnerkontrollen von Brugg, Suhr und Obersiggenthal.

«In dieser Zeit war ich auch einige Jahre Vorstandsmitglied im Verband Aargauer Einwohnerdienste (VAE)», sagt die neue Gemeindeschreiberin von Reitnau. Seit letztem Jahr ist sie nebenamtlich Dozentin des VAE und hilft bei der Ausbildung des Fachpersonals für Aargauer Einwohnerdienste mit. Hauptberuflich wechselte sie vor einigen Jahren von Obersiggenthal nach Murgenthal und lernte dort die Fachbereiche Bauverwaltung und Kanzlei kennen. Die neuen Aufgabengebiete motivierten sie, eine weitere Ausbildung zu machen. «In diesen Tagen schliesse ich die Weiterbildung zur Gemeindeschreiberin an der Fachhochschule Nordwestschweiz ab», sagt Linda Stadtmann.

Leistet Feuerwehrdienst
Die 34-Jährige ist seit sechs Jahren verheiratet und wohnt mit ihrem Mann zusammen in Oftringen. Beide engagieren sich in der Feuerwehr Oftringen, sie bei der Sanität, er im schwarzen Dienst. Noch weiss die neue Schreiberin nicht, ob ihr dies im Zusammenhang mit der neuen Stelle weiterhin möglich sein wird. Ihr Garten, gemeinsames Kochen und Essen, sowie wandern gehören ebenfalls zu ihren Hobbys.

Gerne hätte sie die Reitnauer Bevölkerung anlässlich des Dorfjubiläums näher kennengelernt, doch die Coronapandemie hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. «Ich bin aber überzeugt, dass es noch genügend Möglichkeiten gibt, sich kennenzulernen», sagt Linda Stadtmann. «Ab 1. Juli steht die Türe zur Gemeindekanzlei jedenfalls allen offen.»

Das Ufer des Staffeleggbachs wird saniert

Während den Bauarbeiten muss der Veloweg gesperrt werden | Der Landanzeiger

Das Ufer des Staffeleggbachs im Bereich der Deponie «alte Schutti» in Densbüren wird ab 13. Mai saniert. Damit wird Gefährdung des Grundwassers durch Ausschwemmen des Deponiekörpers eliminiert.

Die Deponie «alte Schutti» an der Kantonsstrasse (K 107) in Densbüren ist im Kataster der belasteten Standorte des Kantons Aargau eingetragen. Der Standort liegt innerhalb der Grundwasserschutzzone des Trinkwasserpumpwerks Mülimatt. Durch den Staffeleggbach wurden in der Vergangenheit die Böschung erodiert und Teile des Deponiekörpers freigelegt. Um eine weiterführende und künftige Böschungserosion zu vermeiden soll diese nun gesichert werden.

Der relevante Sanierungsperimeter von rund 300 Meter befindet sich entlang der Kantonsstrasse/des Velowegs. Er erstreckt sich von der alten Wildbachsperre (Volg) im nördlichen Bereich bis zur Fussgängerbrücke im südlichen Bereich der Deponie «Alte Schutti».

Der Deponiekörper wird im Bereich der Böschung freigelegt und das abgetragene Material triagiert: Es wird untersucht und danach fachgerecht entsorgt. Die Böschung wird mit Kalkblocksteinen verzahnt und gesichert. Die neue Böschung soll einem hundertjährigen Hochwasserereignis standhalten. Die Böschung wird – wo nötig – mit einer ein Meter breiten bewuchsfähigen Erdschicht ergänzt.

Intakte Dohlenkrebspopulation wird umgesiedelt
Der Staffeleggbach beheimatet im Sanierungsbereich eine intakte Population der stark gefährdeten und nach Berner Konvention geschützten Dohlenkrebsen. Vor Start der Bauarbeiten wird der Bach «abgekrebst » und abgefischt. Die Tiere werden unmittelbar ausserhalb des Perimeters wiedereingesetzt. Die Strukturierung des neuen Ufers und der neuen Sohle wird mit Raubbäumen, Wurzelstöcken und Faschinen möglichst naturnah gestaltet.

Termine und Verkehrsführung
Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt startete gestern mit den Vorbereitungsarbeiten. Nach Installationsarbeiten startet der eigentliche Bau im Gewässer ab dem 2. Juni. Die Bauarbeiten werden in drei Längsetappen ausgeführt und dauern im Gewässer voraussichtlich bis Ende Oktober. Anschliessend folgen Instandstellungsarbeiten und der Rückbau der Baustelleninstallation voraussichtlich bis im November 2020. Während den Bauarbeiten muss der Veloweg aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt werden. Der Veloverkehr wird auf der Kantonsstrasse im Mischverkehr geführt. Der Schulweg von Asp zum Schulhaus in Densbüren bleibt jederzeit offen.