Auch in der Werkstatt des KSA konnte die ZSO Aare Region tatkräftig unterstützen | Der Landanzeiger
Auch in der Werkstatt des KSA konnte die ZSO Aare Region tatkräftig unterstützen

Über 400 Zivilschützer leisteten Einsatz

Die ZSO Aare Region unterstützte den Kanton Aargau während der Corona-Pandemie

Um den Kanton in Zeiten von Corona zu unterstützen, leistete der Zivilschutz Aare Region vom 21. März bis 5. Juni mit insgesamt 4067 Diensttagen einen wertvollen Beitrag für die Bevölkerung. Täglich waren rund 60 Dienstleistende der ZSO Aare Region im Einsatz und unterstützten das Kantonsspital Aarau sowie mehrere Alters- und Pflegeheime.

Auf dem Areal des Kantonsspital Aarau überwachten die Zivilschützer, verteilt auf sieben Kontrollpunkte, alle Einund Ausgänge und setzten das Durchgangsverbot um. Für den Kindernotfall unterstützte die ZSO Aare Region bei der Triage und betreute wartende Eltern, welchen aufgrund der Hygienemassnahmen des KSA kein Einlass gewährt werden konnte. Es wurde sichergestellt, dass sich auf dem Gelände nur Personen aufhielten, die im KSA arbeiten oder eine Bewilligung für einen Termin vorweisen konnten. Zusätzlich wurde der Werkstatt des KSA einen ausgebildeten Mechaniker zur Verfügung gestellt, welcher beim Unterhalt der Einsatzfahrzeuge tatkräftig unterstützte. Als der Normalbetrieb im KSA wieder eingeführt werden konnte, war der Zivilschutz für die Eingangskontrollen der verschiedenen Hauseingänge zuständig.

«Tagesbetrieb wäre nicht möglich gewesen»
Wie eine Mitarbeiterin des KSA Praxiszentrums am Bahnhof betonte, seien sie sehr dankbar gewesen, dass der Zivilschutz in dieser Zeit bei der Triage und der Einhaltung der Hygienemassnahmen des BAG unterstützte. «Ohne den Zivilschutz wäre der Tagesbetrieb nicht möglich gewesen», sagte die Mitarbeiterin. Sie hätte ihr Tagesgeschäft nicht regulär umsetzen können, wenn sie jeden einzelnen Patienten nach Corona- Symptomen befragen und auf die Händedesinfektionspflicht hätte aufmerksam machen müssen.

Rührende Szenen
In Alters- und Pflegeheimen unterstützten die Zivilschützer bei alltäglichen Betreuungsarbeiten aufgrund von Personalengpässen, da Angestellte, die der Risikogruppe angehörten, nicht arbeiten konnten. Sehr rührend war auch der Einsatz im Altersund Pflegeheim Lindenfeld zu verfolgen. Aus Vorsichtsmassnahme für die Bewohnenden des Lindenfelds war der Zutritt für externe Personen untersagt. Deswegen unterstützten die Zivilschützer die weniger technikaffinen Personen bei Videokonferenzen mit Angehörigen. Dies führte zu einigen Freudentränen nach längerer Zeit ohne Kontakt.

Mit voller Kraft im Einsatz
Über Tage, Wochen und Monate unterstützte die ZSO Aare Region die Bevölkerung während der nationalen Notlage. Dieser Ernstfall zeigte, dass der Zivilschutz zu jeder Zeit für einen Einsatz bereit ist. «Wichtig ist, dass die Arbeitgeber Verständnis für die Einsätze ihrer Mitarbeitenden haben. Wir schauen auf zweieinhalb erfolgreiche Monate zurück und sind auch bereit, sollte ein erneuter Einsatz notwendig sein. Solange wir den Kanton unterstützen können, werden wir mit voller Kraft im Einsatz sein. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Zivilschützern, bei der Kommission und natürlich auch bei den Arbeitgebern bedanken», so Marco Stirnemann, Bataillonskommandant der ZSO Aare Region.

Text: ZSO | Bild: zVg
Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on print