Alles fest im Griff: Reto Tresch, Stellvertretender Chef der Regionalpolizei Zofingen
Regionalpolizei Zofingen (Repol) machte in der durch Covid-19 verursachten Lockdown-Phase neue Erfahrungen

Herausforderung mit Bravour gemeistert

Auch für die Regionalpolizei haben sich die Aufgaben durch das Coronavirus und der Arbeitsalltag verändert. Reto Tresch, der Stellvertretende Repol- Zofingen-Chef, erlaubt einen Einblick in den neuen Alltag der Regionalpolizei, die in Schöftland einen Aussenposten betreibt und für die Region Wigger-, Suhren- und Ruedertal zuständig ist.

Permanent achtete unsere Regionalpolizei auf die Einhaltung der vom BAG festgelegten Verhaltensregeln im öffentlichen Raum: Social Distancing im 2-Meter-Mindestabstand, das Verbot von Menschenansammlungen oder der Aufenthalt auf Sport-, Freizeitund Schulanlagen zwischen 20 und 8 Uhr morgens mussten kontrolliert werden. In Absprache mit der Kantonspolizei Aargau führte die Repol gewerbepolizeiliche Kontrollen in Geschäften, Restaurationsbetrieben, Fitnesscentren, Autowaschanlagen und anderen Lokalitäten durch. In der Anfangsphase wiesen die Ordnungshüter noch präventiv auf die Beachtung der Regeln hin.

54 Covid-19-Ordnungsbussen wurden bisher ausgestellt
Der Stellvertretende Chef der Regionalpolizei Zofingen, Reto Tresch (48), der seit 21 Jahren zuerst der Stadt- und dann der Regionalpolizei angehört, erlaubt einen Einblick in die Arbeit während des Corona- Lockdowns. «Durch den Rechtsstillstand im Betreibungsbegehren und den Wegfall an Rechtshilfeersuchen sowie des Verkehrs- und Jugendpräventionsunterrichts an Schulen blieb die Polizeipräsenz im Einzugsgebiet gewährleistet» versichert Tresch glaubwürdig, und fügt an: «Das von der Polizeiführung erarbeitete Schutzkonzept zum Eigenschutz und die damit verbundenen Hygienemassnahmen sowie die Einhaltung der Abstandsregeln gehörten von Anfang an zum täglichen Geschäft in Gebäuden wie auch im Aussendienst. Dank ausreichender Personalressourcen und einer angepassten Patrouillenstrategie hielten sich die geleisteten Überstunden im gewohnten Rahmen. Die höhere Anzahl an Doppelpatrouillen erlaubte es, flexibel und zeitnah auf gesellschaftliche Verhaltensänderungen schnell zu reagieren», so der stellvertretende Repol-Chef.

Positives Feedback aus allen Teilen der Bevölkerung bewiesen, dass die erhöhte Polizeipräsenz wahrgenommen und weitestgehend positiv aufgenommen wurde. Trotz des Ausfalls von sechs Risikopersonen waren Sicherheit und Ordnung zu jeder Zeit gewährleistet und die Einsatzfähigkeit zu 100 Prozent sichergestellt, betont der Adjutant.

Sechs Risikopersonen und acht Verdachtsfälle in Selbstisolation
Erwähnenswert sind die polizeilichen Interventionen bei acht Corona-Verdachtsfällen. Eine Selbstisolation der uniformierten Einsatzkräfte wurde jeweils angeordnet. Erfreulicherweise fielen alle Tests bei den Personen, die mit den Polizistinnen und Polizisten in körperlichen Kontakt kamen, negativ aus, sodass die Polizeiangestellten innerhalb von 48 Stunden ihren Dienst fortsetzen konnten. Hohe Flexibilität in der Dienstplanung wurde jedem Einzelnen abverlangt. Bis heute verzeichnet die Regionalpolizei Zofingen keine Corona- Erkrankung. Alle sechs Risikopersonen nahmen ihre Arbeit in ihren Teams wieder auf.

Ein Satz aus dem Leitbild der Polizei lautet «Der Mensch steht im Mittelpunkt». Wie wichtig diese Aussage ist, präzisierte Tresch abschliessend: «Für mich ist dieser Leitsatz der Regionalpolizei Zofingen gegen innen und aussen zentral. Tagtäglich bemühe ich mich, diesem gerecht zu werden, nicht zuletzt in der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig jeder Einzelne ist, um eine solche Pandemie gesund meistern und gestärkt daraus hervorgehen zu können.» Während der Lockdown-Phase war die Agenda, die sonst von Besprechungen, Rapporten und weiteren fremdgesteuerten Verpflichtungen geprägt ist, weniger voll. Nach dem dritten Lockerungs-Massnahmenpaket war aber schon spürbar, dass sich dies in Zukunft schnell wieder ändern und der normale Polizeialltag bald wieder einkehren wird.

Text: AWE | Bild: RAN
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