Museum erhält Toyota Land Cruiser

Historischer Toyota Land Cruiser | Der Landanzeiger

Die Emil Frey Classics AG ist um eine Legende reicher. Aus den Händen der Swissprinters AG aus Zofingen erhielt das Automuseum einen altehrwürdigen Toyota Land Cruiser.

Alfred Wälti, CEO der Swissprinters AG, und Stephan Gartenmann, Leiter Marketing und Verkauf, statteten der Emil Frey Classics AG in Safenwil vor kurzem einen besonderen Besuch ab. Sie fuhren mit einem Toyota Land Cruiser von 1984 von Zofingen nach Safenwil. Das Fahrzeug war bei der Ringier-Betriebsfeuerwehr in Zofingen als Kommandofahrzeug und als Zugfahrzeug der Feuerwehrleiter im Einsatz. Daneben verrichtete der Toyota den Winterdienst mit Pflug und Salzstreuanhänger auf dem Areal. Nun wird der Land Cruiser nicht mehr benötigt. 

Authentischer Zeuge als wertvolle Ergänzung
Der Toyota Land Cruiser wurde 1984 durch die Toyota Schweiz, eine Tochtergesellschaft der Emil Frey Gruppe, importiert. Das Fahrzeug ist sehr gepflegt und hat erst 38’800 Kilometer auf dem Zähler. Der Einsatz bei Ringier ist ein sehr gutes Beispiel für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Land Cruiser – auch in der heutigen Zeit. «Es ist ein Fahrzeug, wie man es sich für ein Museum wünscht», sagt Stephan Vögeli, Geschäftsführer der Emil Frey Classics AG. Alfred Wälti, CEO der Swissprinters AG, ergänzt: «Für uns war es wichtig, dass der Toyota Land Cruiser, der bei uns eine sehr wichtige Funktion hatte, in gute Hände kommt. Somit auch in Zukunft erhalten bleibt und fachmännisch gepflegt wird. Diese Voraussetzungen sahen wir bei der Emil Frey Classics AG bestens erfüllt».

Für die Emil Frey Gruppe bedeutet das Fahrzeug eine wertvolle Ergänzung ihrer Automobilsammlung, die in Safenwil durch die Emil Frey Classics AG betreut wird. Obwohl Toyota Schweiz den Land Cruiser seit 1973 in die Schweiz importiert, fehlte bislang ein Modell in der Sammlung. Ab sofort kann der Land Cruiser mit Zofinger –Industriegeschichte im Museum der Emil Frey Classics AG in Safenwil – bestaunt werden. 

Jahres-Weltbestleistung am Abendmeeting egalisiert

Aarauer Abendmeeting | Der Landanzeiger

Der Schweizer Hochspringer Loïc Gasch von der US Yverdon sorgte für das Spitzenresultat am Leichtathletik-Abendmeeting im Aarauer Schachen. Er sprang 2,30 m und egalisierte die aktuelle Jahres-Weltbestleistung im Hochsprung. Auch der Aarauer Sprinter Silvan Wicki überzeugte erneut mit einem starken 100-Meter-Lauf.

Höher, schneller, weiter. Davon träumen alle Organisatoren. Auch die des erstmals seit acht Jahren wieder durchgeführten Aarauer Abendmeetings im Schachen. Hochspringer Loïc Gasch von der US Yverdon machte dem BTV Aarau das Geschenk und übersprang erstmals 2,30 m. Damit egalisiert er nicht nur die Jahres-Weltbestleistung im Hochsprung. Er kam auch bis auf einen Zentimeter an den Schweizer -Rekord von Roland Dalhäuser aus
dem Jahr 1981 heran. Mit der Höhe von 2,30 m teilt sich Gasch zusammen mit vier anderen Athleten die Spitzenposition in der Jahres-Weltbestenliste.

Das Exploit von Loïc Gasch kommt nicht völlig überraschend. Bereits am letzten Wochenende überzeugte der 26-Jährige mit einem Sprung über 2,25 m in Bern. In Aarau legte er jedoch bei zwischenzeitlich 34 Grad noch einen drauf. Im dritten Versuch meisterte er die 2,30 m und verbesserte somit seine Freiluft-Bestleistung um 4 cm (in der Halle beträgt sein Bestwert 2,27 m). Als er dann die Latte bei 2,33 m zweimal touchierte, beendete er den Wettkampf. «Es ist toll, dass ich heute diese Höhe geschafft habe», sagt Gasch erfreut. «Vielleicht öffnet sich nun sogar eine Tür zur Diamond League. Das Wichtigste ist jedoch, dass ich nächstes Jahr in Topform bin.»

Erneute Topzeit von Silvan Wicki
Mit 10,33 Sekunden über 100 m beweist Silvan Wicki vom BTV Aarau Athletics erneut seine Topform. Der aktuell Zweitschnellste der Europäischen Bestenliste stellte mit dieser Zeit die beste Zeit des Tages auf. Mit diesem Resultat kommt er zwar nicht ganz an seine persönliche Bestzeit von 10,11 Sekunden heran, welche er in Bulle vor rund zwei Wochen aufgestellt hat, trotzdem ist es seine viertbeste je gelaufene Zeit. Unter nicht ganz optimalen Windbedingungen von 0,1 m/s Rückenwind nahm er seinen direkten Verfolgern gut 20 Hundertstel ab. «Meine Beschleunigung auf den ersten Metern war gar nicht optimal. Ich konnte mich erst ab etwa 40 Metern vom Rest des Feldes absetzen und so meinen Lauf gut durchziehen. Mit meinen 10,33 Sekunden bin ich absolut zufrieden.» Seinen nächsten Wettkampf wird Wicki am Samstag, 15. August in La Chaux-de-Fonds absolvieren.

BTV-Kaderathleten zeigen starke Leistungen
Mit Lukas Baroke und Anna Archidiaccono zeigten zwei weitere BTV-Kaderathleten eine starke Leistung. Der erst 19-jährige Baroke warf den 6 kg schweren Hammer auf satte 58,07 m. Damit verfehlte er seinen U20-Schweizerrekord, welchen er vor rund einem Monat in Olten aufgestellt hat, um knapp einen Meter. Mit seinem zweitweitesten Wurf seiner Karriere war der Nachwuchsathlet des BTV-Aaraus jedoch mehr als zufrieden.

Glücklich war auch die 100-m-Hürdenläuferin und letztjährige U20-EM-Teilnehmerin Anna Archidiaccono, welche mit 14,07 Sekunden eine neue persönliche Saisonbestleistung aufstellte. Damit klassierte sie sich hinter Ditaji Kambundji, der jüngsten der vier Kumbundji-Schwestern, die mit 13,56 Sekunden erneut ein weiteres Topresultat lieferte.

Trotz Coronavirus und all seinen Einschränkungen sind Leichtathletik-Anlässe möglich. Dies hat die Schweizer Leichtathletikszene bereits gezeigt. Dass die Athleten «heiss» sind auf Meetings, zeigt die Zahl von knapp 400 Angemeldeten. Trotz allem konnte auch das Aarauer Abendmeeting nicht unter «normalen» Bedingungen stattfinden. Im Stadion galt eine allgemeine Maskenpflicht, das Wettkampfgelände wurde abgesperrt und es wurden keine Zuschauer zugelassen.

Junges Organisationskomitee zeigt sich zufrieden
Das vierköpfige Organisationskomitee war äusserst zufrieden mit dem Verlauf des Wettkampfs. «Ein Wettkampf in Zeiten von Corona neu zu lancieren, stellte uns definitiv auf die Probe», so Philip Salathe, der Wettkampfleiter des Aarauer Abendmeetings. «Die ständig aktualisierten Bedingungen für die Durchführung eines Leichtathletikwettkampfs verlangt grosse Flexibilität sowohl von Seiten der Athleten wie auch von Seiten der Organisatoren. Doch genau davon konnten wir auch profitieren. So gingen zahlreiche internationale Athleten an den Start, welche in ihren Heimatländern wie Deutschland, Italien oder Frankreich keine Startmöglichkeiten mehr gefunden haben.» Das Aarauer Abendmeeting soll gemäss Salathe wieder zu einem festen Bestandteil des Schweizer Leichtathletikkalenders werden.

Wenn das Strohhaus mit Schilf gedeckt wird

Salzmehuus Kölliken | Der Landanzeiger

Seit dem 20. Juli ist der ganze Bereich um das Kölliker Strohdachhaus für Besucher gesperrt. Das riesige Dach wird neu gedeckt. Die Arbeiter auf dem Dach sind Ungaren und Schweizer, gesprochen wird aber Holländisch. «Dies hat einen einfachen Grund», sagt Andreas Bergamini. «Für ein so grosses Dach wie es das vom ‹Salzmehuus› benötigen meine Leute und ich zusätzliche Hilfe.» Die ausgewiesenen Fachmänner aus Ungarn sind in Holland bei einem Kollegen von Bergamini angestellt und konnten von ihm für diesen speziellen Auftrag ausgeliehen werden. Zudem kommt auch das verwendete Schilf aus Ungarn. Dort wird es seit vielen Jahren explizit für das Decken von Stroh- und Schilfdachhäusern angebaut.

Ein schweisstreibender Job
Unglaubliche 900 Quadratmeter Fläche hat das Dach des Kölliker Dorfmuseums. Damit ist es das zweitgrösste der Schweiz, nur gerade übertroffen vom Strohdachhaus an der Schönenwerderstrasse ebenfalls in Kölliken. Im Abstand von 30 Zentimetern wir ein Bund Schilf nach dem andern auf der Verlattung des Daches positioniert, grob von Hand ausgerichtet und danach mit dem Klopfbrett genau an die Neigung und die Form des Daches angepasst. Auf die Frage ob man denn nun das Strohhuus in Schilfhuus ändern muss, sagte Bergamini lachend: «Nein, das muss man nicht. Der Giebel wird mit »gezöpfeltem« Stroh gefertigt und auch die sichtbaren Bereiche der Dachuntersicht werden nach den Vorgaben der Denkmalpflege mit Stroh gemacht.» Warum eigentlich Schilf und nicht Stroh? Auch dafür gibt es von Bergamini eine einleuchtende Erklärung. Strohhalme sind maximal 140 Zentimeter lang. Die Schilfbündel sind aber 180 bis 220 Zentimeter lang. Man kann sich also gut vorstellen, dass Regenwasser auf diese Länge besser abgeführt wird.

Die Männer auf dem Dach sind wahrlich nicht zu beneiden. Das 15 Meter hohe Dach mit einer Neigung von 45 Grad verlangt vollen Körpereinsatz und gibt richtig dicke Waden. Bei über 30 Grad Hitze, wie in den letzten Tagen vor dem 1. August, sicher ein Job der nicht für jedermann geeignet ist.

Duttweilers Haus als Einstieg
Andreas Bergamini hat sein Geschäft in Lausen BL. Der gelernte Dachdecker ging kurz nach seiner Abschlussprüfung für zwei Jahre nach Holland. Dort erlernte er das Handwerk, das er heute bald einmal als letzter Schweizer noch kann. Nach der Rückkehr aus Holland hängte der junge Dachdecker gleich noch die Meisterprüfung an. Dann ging es Schlag auf Schlag. «Ich arbeitete in der Nähe von Rüschlikon und ging mit meinen Kollegen immer in den Dutti Park zu Mittagessen.» Schnell einmal fiel Bergamini der schlechte Dachzustand des Duttweiler Hauses auf. Einen Mitarbeiter des Parkes auf diese Tatsache angesprochen meinte dieser, dass man sich darüber schon im Klaren sei, dass man aber auch nach zwei Jahren intensiver Suche keinen Betrieb gefunden habe, der dieses Dach fachmännisch instand stellen könne. «Beinahe schon dreist sagte ich damals: Eure Suche ist zu Ende ich mache das.» Damals war der junge Mann -gerade einmal 23 Jahre alt. Seither hat Bergamini schon vielen Häusern ein neues, dichtes Dach beschert.

Als Kulturgut erhalten
Zum Schluss sagte der 62-Jährige: «Es gibt in der Schweiz nur noch rund zehn mit Schilf oder Stroh gedeckte Häuser. Ich würde mir wünschen, dass sie alle als Kulturgut erhalten bleiben.»

In der dritten Woche August rechnen Andreas Bergamini und sein Team, dass die Arbeiten am Salzmehuus in Kölliken erledigt sind. 

Mit Glocken und drei Alphörnern

Alphörner in Hirschthal | Der Landanzeiger

In Hirschthal gab es keine offizielle 1.-August-Feier. Die Gemeinde setzte aber dennoch ein Zeichen am Nationalfeiertag: Um 20.00 Uhr läuteten die Glocken eine Viertelstunde lang. Danach spielte ein Alphorn-Trio am Waldrand des Buechlisbergs: Hanni und Markus Hugentobler aus Hirschthal und Hans-Ulrich Hunziker aus Muhen hatten acht Stücke eingeübt. Dass ihre heimatlichen Klänge auch in den Gärten der Häuser am gegenüberliegenden Hang nicht nur gehört wurden, sondern auch gefallen haben, zeigte sich bereits nach ihrem Auftakt-Stück «Vom Lüngersee». Das Trio erntete viel Applaus und auch einige herzhafte Juchzer! Die meisten Zuhörer applaudierten aus ihren Gärten, einige machten sich auf zum Talbach, von wo aus sie die Alphorn-Formation sehen konnten. Auch vor Ort sammelten sich einige Zuhörer. Unter ihnen auch Hirschthals Vizeammann Jost Waldispühl, der sich bei dieser Gelegenheit als Alphornspieler outete. Das Trio setzte eine halbe Stunde später mit «Uf de Bänklialp» den Schlusspunkt und bot danach eine Zugabe.

Der Landammann in Schöftland

Dr. Markus Dieth | Der Landanzeiger

Der 1. August wurde in Schöftland im Schlosshof gefeiert. Ehrengast war  Markus Dieth. Der Landammann hielt zwar keine grosse Rede, mischte sich aber munter unters Volk.

In Schöftland war ein etwas kleineres Fest ohne Ansprache geplant. Nicht fehlen jedoch durfte das spektakuläre Höhenfeuer auf dem «Blick zur Heimat». Die Bevölkerung war eingeladen, im Schlosshof bei einem Apéro auf den Nationalfeiertag anzustossen. «Wir freuen uns, dass der Landammann auch ohne Festrede bei uns zu Besuch ist», sprach der Gemeinderat Daniel Wehrli bei der Begrüssung. Spontan entschlossen sich etwas später der Gast Markus Dieth und auch der Gemeindeammann Rolf Buchser ein paar Worte an die Besucher zu richten. Rolf Buchser dankte vor allem für das Verständnis, das Engagement und die grosse Eigenverantwortung, die die Schöftler Bevölkerung an den Tag legt. Der Landammann sprach von den verschiedenen Unsicherheiten, die auch in Zukunft präsent sein werden und die es zu bewältigen gilt. Er sprach aber auch von der «grossen Empathie, die die Schweizer Bevölkerung auszeichnet und vor allem von der Bereitschaft, miteinander zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu suchen und sie auch umzusetzen.» Kurz darauf stellte sich Markus Dieth wieder hinter den Ausgabetisch, schenkte Wein und Wasser aus und verteilte Geschenksäckli an die Gäste.

Trudi Müller, Markus Dieth, Daniel Wehrli | Der Landanzeiger
Der Landammann Markus Dieth stellte sich gleich zwischen die Gemeinderäte Trudi Müller und Daniel Wehrli und verteilte Geschenksäckli