VERAS: Breite Zustimmung aber kein A1-Anschluss für Suhr

Kartenausschnit VERAS | Der Landanzeiger

Der Regierungsrat möchte mit dem Konzept VERAS eine neue Umfahrung von Suhr (Ost und Süd) im Richtplan festsetzen. Die dazugehörenden flankierenden Massnahmen in den Bereichen Siedlung, Mobilität und Landschaft sollen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden umgesetzt werden.

Der Raum Suhr soll vom stetig zunehmenden Verkehr entlastet und das Wynental besser an die Autobahn A1 angebunden werden. Bereits im Jahr 2001 hat der Kanton nach Umfahrungslösungen untersucht. Nun legt der Regierungsrat dem Grossen Rat ein neues Gesamtkonzept vor: Die Verkehrsinfrastruktur-Entwicklung Raum Suhr, kurz VERAS. Gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden Suhr, Gränichen, Ober- und Unterentfelden hat der Kanton das neue Konzept entwickelt. Die Pläne stiessen bei der Anhörung vom 20. März bis am 12. Juni 2020 auf breite Zustimmung (wir berichteten).

Als nächster Schritt soll die VERAS mit einer neuen Umfahrung Suhr – bestehend aus den Teilen Ost und Süd – im Richtplan festgesetzt werden. Die dazugehörenden flankierenden Massnahmen im Bereich Siedlung, Mobilität und Landschaft werden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden umgesetzt.

Breite Zustimmung
Drei Themen wurden in der Anhörung speziell hervorgehoben: die A1-Anbindung des Wynentals, den Verbrauch an Fruchtfolgeflächen und die Umsetzung der geplanten flankierenden Massnahmen.

Die Machbarkeit eines Autobahnanschlusses zwischen Gränichen und Suhr wurde mehrfach geprüft. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein A1-Anschluss Suhr/Wynental eine Sogwirkung erzeugen würde und zu sehr hohen Verkehrsbelastungen im Zulauf – zum Beispiel vom Zentrum Aarau oder vom Raum Entfelden – zum neuen Anschluss im Raum Suhr führen würde. Die Verkehrssysteme in den Ortszentren Suhr und Gränichen können diese zusätzlichen Verkehrsbelastungen nicht mehr bewältigen. Weiter ist die technische Machbarkeit eines Halb- oder Vollanschlusses in Kombination mit der Gesamtplanung VERAS nicht gewährleistet. Da der Bund eine optimierte Anbindung der T5 an den A1-Anschluss Aarau Ost vorsieht, wird ein Anschluss im Raum Suhr künftig hinfällig. Diese Haltung hat der Regierungsrat nun bestätigt.

Flankierende Massahmen sichern
Die flankierenden Massnahmen werden durch Kanton und Gemeinden in den nachgelagerten Planungs- und Projektierungsverfahren weiterentwickelt. Sie liegen in den Bereichen Verkehrsmanagement, Strassenraumgestaltung, Fuss- und Veloverkehr sowie Siedlung und Landschaft.
Der Kanton ist bestrebt, den Verlust von Fruchtfolgeflächen gering zu halten, zurzeit liegt er etwas über 3 ha.
Aufgrund der breiten Zustimmung in der öffentlichen Anhörung legt der Regierungsrat dem Grossen Rat die Gesamtplanung VERAS gegenüber der Anhörungsvorlage unverändert vor.
Die Umsetzung von VERAS ist bis 2030 geplant, realistischer ist aber 2035. Die Gesamtkosten belaufen sich auf bis 270 Millionen Franken. Der Aargau hofft, dass der Bund rund 35 Prozent der Kosten übernimmt.

www.ag.ch/VERAS

Traumhafte Terrassenwohnungen im Gibel in Muhen

Traumhafte Terrassenwohnungen im Gibel in Muhen | Der Landanzeiger

In Muhen am Gibel entstanden vier grosszügige Terrassenwohnungen. Die schönen 4½-Zimmer-Wohnungen mit rund 150 Quadratmeter Brutto- Grundfläche und Westhanglage bieten einen schönen Ausblick auf das Suhrental. Noch zu haben ist einzig im Haus B das Obergeschoss.

Das Bauland im Gibel mit einer Grösse von 1560 Quadratmetern wurde durch die Herren Hans Roza, Christian Keppler und Kurt Sandmeier für 1’000’000 Franken am 17. August 2017 von der Gemeinde Muhen gekauft.

Das Grundstück wurde in zwei Parzellen aufgeteilt. Das untere Land, der Gibel 33, umfasst 842 Quadratmeter; das obere, der Rebenweg 17, 718 Quadratmeter. Auf beiden Parzellen wurden je zwei Terrassenhäuser geplant.

Im März 2018 wurde das Baugesuch eingereicht, welches nach kleineren Einsprachen am 12. Juli 2018 bewilligt wurde.

Von Anfang an war klar, dass Hans Roza die untere Wohnung am Rebenweg 17 für sich beansprucht. Dieses Jahr im August hat Herr Roza glücklich sein neues Zuhause bezogen.

Beide Immobilien der unteren Parzelle am Gibel 33 konnten an den selben Interessenten verkauft werden. Die Wohnungen sind ab Oktober 2020 bezugsbereit.

Das oberste Terrassenhaus wartet noch auf einen Besitzer. Die 4½ Wohnung hat eine Bruttogeschossfläche von 159 Quadratmeter, eine Terrasse von 68 Quadratmeter und eine Doppelgarage. Alles ist rollstuhlgängig und erreichbar mit Lift. Die Aussicht über das Schwabistal ins Suhrental und in den Jura ist atemberaubend.

Traumhafte Terrassenwohnungen im Gibel in Muhen | Der Landanzeiger
Die Terrassen im Gibel sind perfekt nach südwesten ausgerichtet
Traumhafte Terrassenwohnungen im Gibel in Muhen | Der Landanzeiger
Alle Wohnungen haben einen qualitativ hohen Ausbaustandard

Weitere Infos zur freien Wohnung: Massivbau, Beton, Backstein, Ausendämmung, separate WP-Heizung pro Wohneinheit, qualitaitv hoher Ausbaustandard.

Leutwyler & Sandmeier Architekten

Obere Dorfstrasse 6
5034 Suhr
Telefon 062 842 63 42
www.l-und-s.ch

Marco Brivio: Vertrauen und Sicherheit für den Wohlstand

Marco Brivio: Vertrauen und Sicherheit für den Wohlstand | Der Landanzeiger

Marco Brivio (52) hat seine Wurzeln im Tessin und lebt seit Jahrzenten mit seiner Familie in der Region. Als Unternehmer in der Immobilienbranche und Präsident des örtlichen Gewerbevereins kennt er die Anliegen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Er setzt auf Vertrauen und Sicherheit.

Zu koordinieren, vermitteln und verhandeln ist sich Marco Brivio gewohnt. Als Immobilientreuhänder ist ihm die Zufriedenheit von Besitzern und Mietern, Verkäufern und Käufern genauso wichtig wie von Unternehmern und Arbeitnehmern bei seinem Engagement als Präsident des Gewerbevereins Muhen. «Erfolgreiche Unternehmer und Arbeitgeber sowie zufriedene Menschen und Arbeitnehmer sind die Voraussetzung zum Wohlstand in unserem Land», ist Brivio überzeugt. Arbeiten und damit Eigenverantwortung übernehmen, müsse sich lohnen. Dies sei der einzige Weg, wie Wohlstand und Lebensqualität auch in Zukunft Bestand hätten. «Eigenverantwortung ist die Möglichkeit, wie wir als Bürgerinnen und Bürger unser Leben in die Hand nehmen, selbstverantwortlich bleiben und selber über uns bestimmen». Dafür müsse man etwas tun und sich einsetzen. «Ein wichtiger Partner dafür ist auch die Politik, deshalb will ich mich im Aargauer Grossen Rat einbringen».

Mehr Handwerker statt Akademiker
Marco Brivio ist zunehmend überzeugt, dass eine solide handwerkliche Grundausbildung ein optimales Fundament für die Zukunft ist. «Als Gewerbevereinspräsident ist es mir ein Anliegen, die Handwerkerberufe den Schülern, die auf Lehrstellensuche sind, näher zu bringen». Aus diesem Grund findet in Muhen regelmässig ein Lehrlingstag statt. Denn es sei wichtig, dass die zukünftigen Lehrlinge wissen, welches Potential das Gewerbe im Dorf bieten könne.

Dorf- und Stadtkerne stärken
«Nur dort wo die Wirtschaft pulsiert, Leben die Dörfer und Städte», glaubt Marco Brivio. In vielen Gemeinden droht der Dorfkern zu verkümmern. Mit dem Strukturwandel der Gesellschaft und der Verdrängung der Unternehmen wie Handwerks- und Gewerbebetriebe aus den Ortsmitten verfallen viele Dorfund Stadtkerne. Die Voraussetzungen für die Schaffung von Vielfalt durch Gewerbebetriebe wie Gastronomie oder Detailhandel müssten in der Politik ständig auf der Traktandenliste sein und verbessert werden.

Es braucht Unternehmer statt Unterlasser
Das Leben von Marco Brivio war immer schon von Mitwirkung und Beteiligung geprägt. «Ich schätze den Kontakt zu Menschen und lebe die Mitgliedschaft in verschiedenen Organisationen und Verbände.» Um gute Lösungen zu finden braucht es Wissen und die Bereitschaft zur Diskussion. Deshalb sei das politische System in unserem Land so wertvoll. «Es ist möglich zu debattieren, die verschiedenen Ansichten darzulegen und zu streiten.» Am Schluss resultierten meistens gute Lösungen. Es braucht auch Unternehmer mit Ideen und Visionen, Mut und Bereitschaft etwas zu riskieren. «Deshalb ist die politische Arbeit keine Farce, sondern ein wichtiger Beitrag zur Stärkung unseres Landes, unseres Kantons und der Gemeinden».

Marco Brivio: Vertrauen und Sicherheit für den Wohlstand | Der Landanzeiger

Mehr Informationen
über Marco Brivio gibt es unter
www.marco-brivio.ch

Zum ersten Mal als Schwinger im Sägemehl

Zum ersten Mal als Schwinger im Sägemehl | Der Landanzeiger

Der Schwingklub Aarau und Umgebung hat am Samstag zum Schnuppertag eingeladen. Bei bestem Sommerwetter versuchten sich rund zehn junge Burschen zum ersten Mal als Schwinger.

Der Schwingklub hofft, mit dieser Aktion neue Jungschwinger zu finden. «Weil dieses Jahr die Ernstkämpfe fehlten, war es schwierig, den Nachwuchs bei Laune zu halten», erklärt David Anderegg sen., der Technische Leiter Chef des Schwingklubs. Immerhin kamen auch so zehn junge Burschen auf den «Outdoor»-Schwingplatz im Wallaland zum gelungenen Testtag.

Aus schon im Viertelfinal

Aus schon im Viertelfinal | Der Landanzeiger

Die Oberentfelder Faustballer müssen sich am Final6-Turnier in Widnau bereits im Viertelfinal geschlagen geben und konnten so nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Trainer Koni Keller findet nach der 0:3-Niederlage im Viertelfinal gegen Neuendorf klare Worte. «Unsere Qualität auf dem Platz hat schlicht nicht gereicht. Neuendorf war nicht unantastbar, aber wir waren nicht gut genug.» Dabei hatten sich die Oberentfelder viel vorgenommen für das Final6- Turnier. Nachdem in der zweiten Saisonhälfte mit drei Niederlagen aus vier Spielen nicht alles optimal gelaufen war, wollten sie beim Saisonhighlight in Widnau zeigen, dass sie auch auf dem Feld zu den Spitzenteams gehören. Dies nachdem sie in der abgelaufenen Hallensaison den Vize-Schweizer-Meistertitel geholt hatten.

Kein einziges Mal in Führung
Doch dieses Ziel haben Koni Keller und seine Jungs verpasst. Im Viertelfinal gegen Neuendorf lagen sie permanent in Rücklage. Nicht ein einziges Mal konnten sie in Führung gehen während des gesamten Spielverlaufs. «Das ist natürlich für den Gegner äusserst angenehm. Wir konnten immer wieder Rückstände aufholen. Doch wenn wir hätten vorlegen können, vergaben wir diese Chancen mit einfachen Fehlern», so Keller. Im ersten Durchgang glichen die Oberentfelder, die mit Tim Egolf und Robin Häfeli im Angriff, sowie mit Manuel Mosimann, Reto Hunziker und Nicolas Voit in der Abwehr spielten, einen 4:7 Rückstand aus. Wenig später verloren sie den Startsatz dennoch mit 9:11. Im zweiten Satz schafften es die Oberentfelder gar nach einem 2:7 Rückstand noch zwei Mal, das Spielgeschehen auszugleichen. 10:10 und 11:11 stand es. Doch auch der zweite Satz ging mit 11:13 verloren. Danach gabs im Spiel der Oberentfelder nochmals einen Bruch und der dritte Satz war mit 6:11 schnell weg.

Enttäuschung zum Abschluss
«Es ist für mich schon eine Enttäuschung, wie wir in diesem Viertelfinal gespielt haben. Wir begingen viel zu viele einfache Fehler auf allen Positionen und waren zu wenig genau», so Keller. Vor allem eine Sache bereitet dem Mann an der Seitenlinie Kopfzerbrechen. «Wir haben viel und gut trainiert. Die Leistungen in den Trainings waren teil- weise richtig stark, aber wir haben es nicht geschafft, diese in der Meisterschaft auf den Platz zu bringen. Daran müssen wir arbeiten. Das ist die neue Herausforderung, der wir uns stellen müssen.»

Keller glaubt, dass die mentale Komponente dabei durchaus eine Rolle gespielt haben dürfte. «Nach dem Vize- Meistertitel in der Halle ist die Erwartungshaltung natürlich gestiegen. Auch bei uns. Vielleicht hat das dazu geführt, dass wir die Lockerheit und den Mut etwas verloren haben im Vergleich zur Hallensaison, wo wir unsere Leistung ziemlich konstant abrufen konnten.» Koni Keller und seinen Spielern geht die Arbeit also nicht aus. Schon in etwas mehr als zwei Monaten bekommen die Oberentfelder jedoch die nächste Chance, um die Trainingsleistungen im Match umzusetzen. Dann nämlich beginnt die neue Hallensaison.

Was wollen die Tellianer?

Was wollen die Tellianer? | Der Landanzeiger

Die AXA ist sich der Strapazen für die Anwohner bewusst, die die Sanierung mit sich bringt und ist bestrebt es so angenehm wie möglich zu gestalten, Umso wichtiger ist ein Projekt bei dem auch die Anwohner voll dahinterstehen können. Mit «Telli mitenand» sollen deshalb die Anwohner miteinbezogen werden.

Die Chance aktiv mitzureden
Im Rahmen der energetischen Sanierung Telli B + C werden auch die Aussenräume sowie der Kleintierzoo umgestaltet. Es soll ein attraktiver Aussenraum entstehen. Durch die Partizipation «Telli mitenand» soll erreicht werden, dass die Bewohnenden nicht bloss vor vollendete Tatsachen gestellt werden, sondern aktiv die Chance haben mitzureden.

Wie sollen die Aussenräume gestaltet werden? Was passiert mit dem Areal des ehemaligen Tellizoos? Was war bisher Top, was war bisher ein Flop? Und was brauchen die Bewohner zukünftig, um sich draussen wohl zu fühlen? Diesen Fragen geht die Itoba Siedlungsidentität nach. Sie wurde beauftragt, zusammen mit den Bewohnern die Bedürfnisse zu evaluieren und Ideen in Workshops zu konkretisieren. Die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge werden Ende November den Entscheidungsträgern, das heisst der AXA, wie auch den Landschaftsarchitekten vorgestellt.

Viele Ideen zusammengekommen
«Vieles scheint den Tellianern zu gefallen und kann erhalten werden. Es gilt vor allem Sachen zu verbessern», sagt Bastian Moser von Itoba nach dem Kick Off. «Wir haben zwar gehofft, noch mehr Leute zum Mitreden motivieren zu können. Doch es sind ganz viele Ideen zusammengekommen. In was für eine Richtung es bei der Gestaltung der Aussenräume gehen wird, lässt sich aber noch schwer sagen. Das machen nachher die Workshop-Gruppen.»

Ein Baukurs für angehende Forstwarte

Ein Baukurs für angehende Forstwarte | Der Landanzeiger

Der Aargauische Försterverband organisiert die Grundausbildung für die im Wald tätigen Berufsleute. Während der dreijährigen Grundausbildung werden neu jetzt 52 Tage überbetriebliche Kurse an geboten. Dazu zählen unter anderem Holzerkurse, Jungwaldpflege, Naturschutzkurse und weitere. 27 Aargauische Forstwartlernende, darunter drei junge Frauen, absolvieren eine Woche lang einen Baukurs, um Neues dazu zu lernen. «Der Baukurs kommt bei den Lernenden sehr gut an. Schwierig ist alleine das finden von Kursorten», so der Kursleiter Oliver Eichenberger.

Umso mehr freute sich der Kursleiter, dass sich die Forstbetriebe Jura unter der Leitung von Martin Blattner mit seinem Stellvertreter, Adrian Widmer und Region Aarau mit dem Betriebsleiter Roger Wirz in diesem Jahr dazu entschlossen, Infrastruktur, Kursorte und Personal für die Durchführung der Kurse zur Verfügung zu stellen. Auf acht verschiedene Baustellen aufgeteilt, lernten die angehenden Forstwarte unter anderem wie man eine Waldstrasse unterhaltet, wie eine Brücke oder ein Blockhaus gebaut wird und wie eine Hangrutschverbauung entsteht. Alle Arbeiten wurden am Ende der Kurswoche benotet. Arbeitssicherheit, Einsatz, Fachkompetenz und am Ende der Woche ein Abschlusstest, ergab zusammengezählt die Schlussnote.

Was gebaut wurde bleibt bestehen
«Für die Lehrlinge ist es nicht sehr motivierend, in einem Kurs arbeiten zu machen, die am Ende nichts bringen», so Eichenberger. Darum sind die Baustellen immer so gewählt, dass sämtliche Arbeiten bestehen bleiben. Nutzniesser davon sind die organisierenden Forstbetriebe und Gemeinden in denen gearbeitet wurde. So können sich die Spaziergänger im Wald an der Aare über eine aus Robinienholz gebaute Brücke freuen. In Densbüren konnte ein schon seit einiger Zeit immer wieder rutschender Hang mittels einer «Krainer Wand» gesichert werden und in Küttigen steht schon bald ein neues Blockhaus.

Der Kursleiter Oliver Eichenberger zeigte sich kurz vor Ende der Kurswoche sehr zufrieden. Er rühmte alle Instruktoren (Forstwarte, Förster und Forstwart Vorarbeiter) die eine Gruppe zu betreuen hatten. «Wir können wirklich alle zufrieden sein. Alles ist perfekt gelaufen und ich kann ohne zu übertreiben sagen, dass wir in diesem Jahr besonders gute und besonders motivierte Lernende hatten. Sie lagen alle deutlich über dem Durchschnitt.»

Die Schlossmühle wurde zum Leben erweckt

Wiedereröffnung Schlossmühle | Der Landanzeiger
chalira | Der Landanzeiger
Michael Morskoi, Vizepräsident und Gründer chalira, David Flores, Daniela Moser, Ben Brönnimann, Paul Knoblauch, Urs Wälchli, Präsident

Der Schlossladen von Chalira ist eingeweiht, das Mühlerad dreht sich im Stadtbach und betreibt mit einem PS die Gewürz- und die Senfmühle. Die Getreidemühle, die am Tag des offenen Tors zum ersten Mal in Betrieb genommen wurde, braucht noch die Hilfe von einem Elektromotor. Zufrieden mit seiner Arbeit zeigt sich Kurt Fasnacht, der Mühledoktor aus Küttigen. Er restauriert Mühlen im ganzen deutschsprachigen Raum in Europa, so auch die neu laufende Getreidemühle.

Vom Abstellraum zu einem belebten Ort
«Uns kam sehr viel Interesse und sehr viel Begeisterung und Zuspruch entgegen», freut sich auch Präsident Urs Wälchli über den Tag des offenen Tores der Schlossmühle. Er und der gesamte Förderverein «Gesellschaft zur Schlossmühle» sind begeistert, dass sie in den Retortenbau von 1976 nach einer langen Zeit der Verwaistheit wieder Leben einhauchen konnten. «Es freut uns nicht nur, der Mühle wieder Leben einzuhauchen, sondern damit den Leuten auch die gelebte biologische, nachhaltige Nahrungsmittelproduktion näher bringen zu können», sagt Urs Wälchli.

Entstanden ist die Idee eigentlich Ende 2017, als der Stadtrat im Rahmen der Prozess- und Finanzanalyse festgestellt hat, dass hier ein Gebäude steht, das eigentlich nur noch als Lager- und Abstellraum benutzt wird. Der Stadtrat hat auf Grund seiner Analyse entschieden, die Schlossmühle vom Stadtmuseum abzutrennen. So wurde die Schlossmühle zur Vermietung ausgeschrieben. Das Aarauer Gewürzatelier Chalira bekam die Zusage. Schnell haben sich ein Kern Leute bereiterklärt, die Sache zu unterstützen, der Förderverein wurde gegründet. Dank Crowdfunding (über 120 Unterstützer), Swisslos-Fonds Kanton Aargau und weiteren Gönnern und Sponsoren konnte der Förderverein in einer ersten Phase bereits satte 100’000 Franken in die Getreide- und Senfmühlen investieren. Innerhalb von zwei Jahren und in drei Bauetappen aufgeteilt, wurde die Mühle durch die Stadt Aarau und den Förderverein komplett saniert und renoviert. «Die traditionelle Handwerkarbeit hat alle Mitwirkenden beim Umbau begeistert», erzählt Urs Wälchli. Im Frühling wird der Vorplatz neu bepflanzt. Auch der Mühlepark hinter dem Gebäude soll wieder in Schussgebracht werden. Der Förderverein unterstützt Chalira in der Anfangsphase, ist nachher auch zuständig für die Vermietung und die Anlässe rund um die Mühle. Mit dem Museumsbetrieb, der im Laufe 2021 hochgefahren wird, soll die Schlossmühle auch für Schulklassen zugänglich sein, aarau info wird Führungen veranstalten und Michael Morskoi plant Gewürz-Workshops. Ideen zur weiteren Belebung des Areals hat der Förderverein viele.

Mühledoktor | Der Landanzeiger
Michael Morskoi, Gründer von Chalira und der Mühledoktor Kurt ­Fasnacht

Nationalbahn steht wegen Lokführermangel lange still

Bahnersatzbusse Zofingen–Suhr–Lenzburg | Der Landanzeiger

Wegen Lokführermangels wird die S28 Zofingen–Suhr–Lenzburg bis am 13. Dezember auf Busse umgestellt.

Hiobs-Botschaft für Pendelnde auf der Zugstrecke Zofingen–Suhr–Lenzburg (S28): Sie müssen seit Montag bis zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember auf einen Bus umsatteln und – so die SBB – mit einer Verlängerung der Reisezeit um bis zu 30 Minuten rechnen. Dies entspricht einer Verdoppelung der Fahrzeit zwischen Zofingen und Lenzburg. Der Grund ist eine Fehlplanung der SBB. Ihnen sind die Lokführerinnen und -führer ausgegangen – weshalb auf einigen Strecken Busse zum Einsatz kommen.

Wie viele Leute sind betroffen, wie viele Menschen benützen die S28? Eine Frage, welche SBB-Mediensprecher Reto Schärli nicht beantwortet: «Die SBB geben keine Passagierzahlen zu einzelnen Linien bekannt.» Besteller (und Bezahler) der S-Bahnlinie 28 ist der Kanton Aargau. Jürg Bitterli, Projektleiter öffentlicher Verkehr beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt, schmunzelt und sendet den Link auf eine öffentlich zugängliche Daten-Seite der SBB (data.sbb.ch/explore/dataset/passagierfrequenz/information). Auf einer Karte erfährt man für jede Bahnstation, wie viele Leute ein- und aussteigen. Nun wird es jedoch «tricky». Sind es Pendelfahrten – wovon mehrheitlich auszugehen ist – muss die Zahl halbiert werden. Und es gibt nicht nur Fahrten Zofingen–Lenzburg – die Werte der Bahnstationen zusammenzählen, das funktioniert nicht. Fachmann Bitterli hilft: Er geht von 2500 Passagieren pro Tag aus.

SBB-Tool | Der Landanzeiger
Die Angaben des SBB-Tools für die Station Suhr: DWV steht für den durchschnittlichen Verkehr (Ein- und Ausstiege) pro Werktag; DTV erfasst jeden Wochentag, DNWV nur Samstage, Sonn- und Feiertage

Nach Zürich mit der S28 über Lenzburg? Seit rund einem Jahr wohl weniger ein Thema: Die S29 bringt einen von Zofingen nach Olten (Anschluss nach Zürich) oder direkt nach Aarau. Wie gut diese Linie gefragt ist, zeigt der Online-Fahrplan der SBB: Zu Stosszeiten drei rote Symbole. Die S28? Ein einziges schwarzes Männchen. 

Leise Kritik auf gelben Klebezetteln

Infoveranstaltung Hegmatte/Mühleareal | Der Landanzeiger

In der Sporthalle beschäftigten sich am Samstagmorgen 103 Einwohnerinnen und Einwohner einmal mehr mit der Schöftler Bauchwehfrage: «Wie weiter mit dem Mühleareal und der Hegmatte?». Nebst der Gemeinde, der WSB und der Planer konnten sich erstmals auch die Hegmatte-Erhalter präsentieren. Die Diskussion über das heisse Thema wurde diesmal viel weniger emotional geführt als an früheren Infoveranstaltungen.

Am Schluss der zwei Stunden waren alle Beteiligten zufrieden. Die Infoveranstaltung im Kleingruppenformat hatte den Vorteil, dass die 103 Anwesenden ihre Fragen, ihre Wünsche, Lob und Kritik direkt an den Gemeindeammann, an den WSB-Chef, an die Planerin und an die Hegmatte-Erhalter formulieren konnten. Jeder dieser vier Gruppen hatte eine Ecke der Sporthalle für seine Präsentation. Die Anwesenden wurden in vier Gruppen aufgeteilt und wanderten alle 15 Minuten weiter in die nächste Ecke.

Die Gemeinde hatte aus vergangenen, teils emotionalen Infoveranstaltungen gelernt und einen neuen, externen Moderator engagiert. Dessen Idee mit den vier Kleingruppen, und vor allem, dass er den Verein «Pro Landwirtschaftszone Hegmatte» nebst Gemeinde, WSB und Planern mit ins Boot holte, kam bei den Anwesenden sehr gut an. In jeder Ecke der Halle kam man sehr einfach in Kontakt mit dem WSB-Chef Mathias Grünenfelder, mit Gemeindeammann Rolf Buchser, mit Barbara Gloor vom Planungsbüro Metron AG und mit Andres Wälty vom Verein «Pro Landwirtschaftszone Hegmatte». Je nach Länge ihrer Einstiegsreferate blieb mehr oder weniger Zeit, um kritische Fragen zu stellen. Diese konnte man direkt verbal äussern, oder schriftlich auf grosse gelbe Klebezettel an den Feeback-Wänden bei jeder Station.

Zur Schlussrunde wurden die vier Feedback-Wände mit den Zetteln in die Mitte gerollt und ausgewertet. Spätestens hier zeigte sich: Die für alle perfekte Lösung gibt es nicht. Und es geht nicht nur um die Hegmatte, es geht auch ums Mühleareal. Die Gemeinde will hier in Zentrumsnähe ein neues Wohnquartier schaffen. Die «Hegmatte»-Erhalter möchten hier das neue Depot und die Werkstatt für die Bahn bauen; um so die Hegmatte komplett vor einer Bebauung zu schützen. Die WSB seinerseits erachtet die Hegmatte als beste Variante. Hier fürchten jedoch viele Einwohner den Lärm, weil Züge in schwungvollen Kurven nun mal quietschen. «Ihre Feedbacks werden wir ins laufende Mitwirkungsverfahren einfliessen lassen», versprach Barbara Gloor.

Gemeindeammann Rolf Buchser war erfreut: «Die Emotionen wurden heute daheim gelassen», stellte er fest. Auch die Gegenseite war zufrieden: «Ich bin froh, dass endlich miteinander geredet wurde», sagte Severin Lüscher von «Pro Landwirtschaftszone Hegmatte». 

Andres Wälty will keine Überbauung der Hegmatte | Der Landanzeiger
Erstmals konnte sich auch der Verein «Pro Landwirtschaftszone Hegmatte» einbringen: Andres Wälty will keine Überbauung der Hegmatte
Gemeindeammann Rolf Buchser | Der Landanzeiger
Diskussion im Kleingruppenformat: Gemeindeammann Rolf Buchser erklärt anhand eines grossen Modells die Pläne der Gemeinde

Deutliches Ja aus Oberentfelden

Oberentfelden sagt ja zum Zukunftsraum | Der Landanzeiger

Mit 180 Ja zu 92 Nein stimmte Oberentfelden an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch vergangener Woche für das Ausarbeiten eines Fusionsvertrags im Rahmen des Zukunftsraums Aarau.

4789 Oberentfelder sind stimmberechtigt, davon nahmen 282 Personen an der Gemeindeversammlung in der Aula des Oberstufenschulhauses teil. «Diese Anzahl Teilnehmer ist sehr erfreulich, hatten wir doch schon sehr, sehr lange nicht mehr so viele Oberentfelder an der Gemeindeversammlung», sagt Gemeindeammann Markus Bircher. Auch Marco Salvini, Projektleiter Zunkuftsraum Aarau sagt dazu: «Die vergleichsweise hohe Teilnahme an der Gemeindeversammlung bestätigt die Bedeutung des Projektes.» Auch wenn zu Beginn die Kontra-Voten überwogen, gestaltete sich die rund dreiviertelstündige Diskussionsrunde ausgeglichen. Kontra-Argumenten wie der «Verlust der Selbstständigkeit» und «Versprechen, die nicht eingehalten werden können» stellten sich Pro-Argumenten wie «gemeinsames Problemelösen» oder «wir gehören zu Aarau und Aarau auch zu uns» gegenüber. Schlussendlich war das Ergebnis mit 180 Ja zu 92 Nein deutlich. «Abstimmungen im Zusammenhang mit Fusionsprojekten fallen in der Regel knapper aus, weil neben fachlichen Argumenten auch viele emotionale Bindungen für Bestehendes mitspielen», sagt Marco Salvini über das Resultat der Abstimmung.

Seit 2016 haben die fünf beteiligten Gemeinden entweder an den Gemeindeversammlungen, im Einwohnerrat oder an der Urne, insgesamt mehr als zehn Mal der Weiterführung des Projekts zugestimmt. «Die Zustimmung in Aarau und in Oberentfelden zur Ausarbeitung des Fusionsvertrags bestätigen diese positive Haltung zum Projekt. Das Ergebnis ist auch ein gutes Zeichen für die anstehenden Abstimmungen in den anderen Gemeinden», so Salvini.

Als nächstes ist Densbüren an der Reihe. Sie entscheiden am 16. September an der Gemeindeversammlung. Dann fehlen noch Suhr und Unterentfelden, die am 27. September respektive am 18. Oktober an der Urne entscheiden.

Er bringt alles auf die Strasse

Er bringt alles auf die Strasse | Der Landanzeiger

Vor über 70 Jahren war er die Lösung für Transportengpässe. Heute ist der Transporter 6.1 Kastenwagen leistungsfähiger denn je. Mit seiner beachtlichen Laderaumhöhe, jeder Menge Platz und modernen Fahrerassistenzsystemen sorgt er dafür, dass Sie, Ihre Mannschaft und Ihr Material jeden Tag gut zur Arbeit kommen.

Jetzt hat er noch mehr auf dem Kasten: Der Transporter 6.1 überzeugt mit vielen neuen Fahrerassistenz- und Sicherheitssystemen. Für Unterstützung am Arbeitsplatz sorgt zudem das optionale Digital Cockpit und das neue Infotainmentsystem. Durch seine hohe Individualisierbarkeit und dank durchdachten Transportinnovationen bietet die Ikone für alle Aufgaben die richtige Lösung. Oder gleich mehrere.

Sein Name bleibt Programm
Seit über 70 Jahren ist das Modell «Transporter» in unterschiedlichen Generationen auf dem Markt und für Handwerksbetriebe, Lieferdienste und als Servicefahrzeug im Einsatz. Dabei hat er sich von der praktischen Lösung für Transportengpässe zum Namensgeber und Massstab einer ganzen Klasse entwickelt. Denn vor allem war und ist ihm schon immer eines wichtig: den besten Job für Sie zu machen.

Viel Ladung. Viel Verkehr. Viele Stopps. Der Transporter 6.1 Kastenwagen unterstützt Sie bei allem, was Sie den Arbeitstag über erwartet: dank seiner besonders niedrigen Ladekante, beachtlichen Laderaumhöhe und vielen unterschiedlichen Varianten: bis zu 2,5 t Anhängelast, bis zu 1,4 t Zuladung, Platz für bis zu drei Europaletten, bis zu 1940 mm Laderaumhöhe, zwei Radstände und Dachhöhen.

Eine Ladung voller Ideen
Wer viel transportieren will, muss sich nicht selten etwas einfallen lassen. Deshalb haben wir uns auch etwas einfallen lassen. Damit Sie sogar besonders grosse, breite oder wertvolle Lieferungen mit möglichst kleinem Aufwand ans Ziel bringen können: Die Schiebetür erleichtert das seitliche Beladen von Europaletten dank ihrer grossen effektiven Öffnungsbreite von 1017 mm. Die Unterladefunktion ermöglicht ein sicheres Aufbewahren von Materialien mit einer Länge von bis zu 3320 mm. Laderaumschliessung ermöglicht ein vom Fahrerhaus getrenntes abschliessendes Ladebereichs.

An anstrengenden Tagen entspannt bleiben
Jeden Tag sorgen Sie dafür, dass jede Menge Material und Ihre ganze Mannschaft gut von A nach B kommen. Deshalb sorgt der Transporter 6.1 dafür, dass es dabei auch Ihnen gut geht. Sein ergonomischer Fahrerarbeitsplatz, sein stufenloses verstellbares Lenkrad und Fahrersitz, die formstabile Komfortpolsterung sowie neu gestaltete Schalttafel machen Ihnen das Fahren so bequem wie möglich. Dank hervorregender Rundumsicht behalten Sie auch in trubeligen Innenstädten oder auf unübersichtlichen Baustellen das Umfeld leichter im Blick. Und in Parkposition wird er ganz einfach zu ihrem Büro unterwegs.