Ein Schritt näher an der grossen Forst-Fusion | Der Landanzeiger
Trudy Müller ist Vorsitzende der Arbeitsgruppe Forstbetrieb Suhrental-Ruedertal
Zehn Gemeinden beteiligt

Ein Schritt näher an der grossen Forst-Fusion

Im Sommer 2021 sollen die Ortsbürger der zehn beteiligten Gemeinden über die grosse Fusion entscheiden. Gibt es Ja, würde der neue Forstbetrieb am 1. Januar 2022 starten. Zuvor geht es noch ums Geld.

Die Arbeitsgruppe Forstbetrieb Suhrental-Ruedertal hat die Gemeinderäte und Kommissionsmitglieder von elf Gemeinden (Schmiedrued war zum letzten Mal dabei) auf den aktuellsten Stand gebracht bezüglich der Fusion der Forstbetriebe Muhen-Hirschthal-Holziken, Oberes Suhrental und Leerau-Rued. Sie zeigte auf, wie der künftige Forstbetrieb finanziert werden soll. Über 50 Prozent sollen aus dem Holzertrag kommen. Die Beiträge für Jungwaldpflege, die Beförsterung und den Naturschutz machen 14 Prozent aus. 20 Prozent steuern Erträge aus Dienstleistungen für Dritte bei. Weitere 13 Prozent sollen die Sockelbeiträge der Gemeinden beisteuern. Diese berechnen sich anhand von Waldfläche und Einwohnerzahl und sollen den Unterhalt von 150 Kilometern Waldstrassen, den Holzschlag, den Bodenschutz und Bildungsanlässe finanzieren. Leistungen, die darüber hinausgehen, werden den Gemeinden separat in Rechnung gestellt – analog den Leistungen für Dritte.

Überhaupt würden diese Leistungen für Dritte immer wichtiger, sagte Martin Blattner vom Forstbetrieb Jura. Dieser Forstbetrieb besteht seit 1. Januar dieses Jahres und umfasst die Ortsbürgergemeinden Küttigen, Erlinsbach und Densbüren. Mit 1709 Hektaren ist er etwas kleiner als der Forstbetrieb, der per 1. Januar 2022 im Suhren- und im Ruedertal entstehen soll. Er steht aber vor den gleichen Herausforderungen: erfolgreich arbeiten trotz sinkender Holzpreise.

Im neuen Forstbetrieb werden Gemeinden vereint, die zwischen 163 und 4431 Einwohner haben und Waldflächen zwischen 7 und 224 Hektaren einbringen. Die Gemeinden bezahlen pro Hektare Wald 121 Franken und pro Einwohner 14 Franken an den Sockelbeitrag. «So können wir berücksichtigen, dass ein grosser Wald mehr Arbeit gibt, eine grosse Einwohnerzahl aber auch den Wald stärker beansprucht», erklärte Projektverfasser Theo Kern. Glücklich sind damit noch nicht alle Gemeinden. Sie sind nun aufgefordert, bis Ende Oktober zur Finanzierung des Forstbetriebs ein Feedback zu geben.

Text: LBR | Bild: Wald Aargau
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