Ein Bijou: Schlüsselübergabe im neuen Werkhof Moortal

Werkhofgebäude in Gränichen | Der Landanzeiger

Im Jahr 2013 sprach man in Gränichen zum ersten Mal von der Notwendigkeit, einen neuen Werkhof zu bauen. Der Alte, aus dem Jahre 1972, musste ersetzt werden. Nun, sieben Jahre danach, steht ein stattlicher Bau mit einer Grundfläche von 60 mal 60 Meter im Moortal. Vom ersten Gedanken bis zur Vollendung des Baus gab es viele Fragen, die man abklären musste. Vizeammann Hanspeter Lüem sagte mit einem Lachen auf dem Gesicht: «Es gibt eine längere Geschichte zu diesem Bau. Nicht weniger als 64 Sitzungen, alle perfekt protokolliert von Susanne Stadelmann, waren nötig, um das Vorhaben in der Form zu realisieren, wie es nun geschehen ist.»

Zahlen und Fakten
Am 9. Juni 2017 haben die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung dem Verpflichtungskredit von 10,87 Millionen Franken zugestimmt. Der Gemeinderat erteilte am 18. Dezember 2017 die Baubewilligung. Ende Januar 2018 begannen die Rückbauarbeiten des alten Werkhofes und am 19. März 2018 erfolgte der -Spatenstich zum neuen Werkhof. Nur gerade neun Monate später, am 13. Dezember 2018, konnte man ein kleines Aufrichte-Fest feiern. Der Bezugstermin war am 1. Januar 2020. 

Die Feuerwehr, das Bauamt und die Technischen Betriebe konnten einziehen und auch für das Materiallager der Zivilschutzorganisation aargauSüd fand man Platz. Geplant war am 28. März ein grosses Einweihungsfest für alle Beteiligten und die Bevölkerung. Coronabedingt fand die offizielle Übergabe an die Nutzer nun erst am 13. Oktober mit einer kleinen Feier statt. Die Mehraufwendungen für Pfählungen und Baugrubensicherungen und Altlastenentsorgung verteuerten den Bau um rund 290’000 Franken. Gemäss Kreditabrechnung vom 16. September beträgt die Bausumme 11’173’449 Franken.

Vielleicht gibt es noch ein Fest
Hanspeter Lüem zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit mit den Ortsbürgern, den Architekten der Baukommission und allen andern am Projekt beteiligten: «Wir mussten viele Entscheidungen treffen und ich glaube, dass wir die richtigen getroffen haben.» Ob es noch ein grosses Fest für die Bevölkerung gibt, steht laut Lüem noch nicht fest. «Gerne würden wir so ein Fest machen. Mit der herrschenden Covid-19-Situation können wir schlichtweg nicht planen», so Lüem. 

Schlüsselübergabe im Werkhof Moortal | Der Landanzeiger
Die Herren Daniel Ziehli, Werkhof Chef, Oliver Löffler, Geschäftsleiter TB Gränichen Energie AG und TB Gränichen Wasser AG, Simon Schnell, Feuerwehrkommandant, Gregor Müller, ZSO aargauSüd, Kommandant und Zivilschutzstellenleiter, bekamen ihre Schlüssel von Hanspeter Lüem, Vizeammann überreicht.

Nehmen Sie Platz im Brügglifeld

Sitzplätze im Stadion Brügglifeld | Der Landanzeiger

Rund 50 freiwillige Helfer, darunter auch der neue FC Aarau-Präsident Philipp Bonorand und Stadträtin Suzanne Marclay-Merz, haben das Brügglifeld-Stadion coronatauglich gemacht und 2400 Sitze auf die Stehplatzrampen montiert. 

Wenn am Samstag die Fans ins Brügglifeld-Stadion pilgern zum Heimspiel gegen Xamax (Anpfiff: 18.30 Uhr), wird sich das Stadion komplett verwandelt haben. Aus den Stehplatzrampen wurden Sitzplatz-Tribünen. Täglich rund 50 freiwillige Helfer schraubten fleissig und montierten 2400 Sitzplatz-Schalen. Unter den Helfern waren auch FCA-Präsident Philipp Bonorand, Sportchef Sandro Burki, Chefcoach Stephan Keller und Nachwuchschef Sven Christ. Aber auch Stadträtin Suzanne Marclay-Merz und viele weitere halfen mit bei der grossen Verwandlung des Brügglifeld in ein coronataugliches Sitzplatz-Stadion. 

Analog zur Haupttribüne sind die Sitzschalen ebenfalls in den Klubfarben Schwarz, Rot und Weiss gehalten. Das Resultat sieht super aus.

Ein bisschen Zittern muss der FC Aarau aber noch: Die für die Durchführung des Xamax-Heimspiels nötige, schriftliche Bewilligung vonseiten des Kanton Aargaus ist bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht im Brügglifeld eingetroffen. 

Eine neue Talentschmiede in Aarau

Volleyballnachwuchs | Der Landanzeiger

Die Nachwuchsarbeit im Volleyballsport im Kanton Aargau hat einen neuen Stützpfeiler: Seit September ist das Nationale Trainingszentrum (NTZ) für Männer in Aarau angesiedelt. In diesem werden Nachwuchstalente im Alter von 15 bis 20 Jahren aus der ganzen Schweiz ausgebildet und an den Profisport herangeführt. Damit ist Aarau, nebst Rapperswil-Jona, einer von nur zwei Standorten in der Schweiz, wo diese professionelle Ausbildung angeboten wird. Das NTZ-Mandat wird von Swiss Volley vergeben. Mit Bujar Dervisaj steht den Spielern ein Trainer zur Seite, der bereits einigen Spielern zur Profikarriere auf nationalem und internationalem Parkett verholfen hat.

Ein Spiel ist die Belohnung fürs Training
Die Volleyballer des NTZ sind alle im Besitz einer Swiss Olympic Talent Card. Doch die Talente trainieren nicht nur zusammen, sondern treten auch in der nationalen 1. Liga unter dem Namen «Volley Talents Argovia» an. So haben sie Woche für Woche die Möglichkeit, das Gelernte direkt im Wettkampf umzusetzen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase und der Startniederlage gegen den BTV Aarau, konnten sie im ersten Heimspiel gegen Volley Wyna mit 3:1 gewinnen, ehe Malters zu stark war (0:3). Headcoach Dervisaj zeigt sich mit dem Start in das Projekt zufrieden und stellt Fortschritte fest: «Langsam verstehen die Spieler, dass sie sich am Ende einer Trainingswoche mit einem guten Spiel belohnen können. Es ist wie eine Prüfung, und diese haben sie durch kluge Entscheidungen bereits besser gemeistert als im ersten Spiel.»

Um die Trainingsbelastung zu regulieren, arbeitet das NTZ intensiv mit der Rennbahnklinik Muttenz zusammen. So kann das Krafttraining auf die individuellen Bedürfnisse der Spieler angepasst werden.

Auch im Nachwuchsbereich der Damen gibt es in Aarau ein ähnliches Projekt, so erhielt der BTV Aarau die Anerkennung zum Nationalen Nachwuchsverein (NNV) und bildet nun Athletinnen mit nationalem und internationalem Potential aus, die ebenfalls in der 1. Liga antreten. 

Hybrid und Hightech zum erschwinglichen Preis

Honda CR-V HYBRID | Der Landanzeiger

Mit dem CR-V Hybrid führte Honda vor gut einem Jahr die moderne i-MMD Technologie ein. Inzwischen ist sie auch Teil der Serienausstattung für den neuen Jazz und Jazz Crosstar. Beide Modelle sind Teil der Strategie, mit der Honda bis 2022 sämtliche neuen Volumenmodelle auf elektrische oder elektrifizierte Antribe umstellt.

Ein anderer Aspekt liegt beim Preis. Honda positioniert auch den CR-V Hybrid auf einem Niveau, der ihn für Kunden in diesem Segment erschwinglich macht – sei es bei der Anschaffung selbst oder bei den Betriebskosten. Ein mittlerer Verbrauch von 5,4 l/100 km (WLTP-Wert) und mittlere CO2-Emissionen von 122 g/km zeigen, dass der moderne SUV im Fahralltag sauber und sparsam unterwegs ist.

Der CR-V 2.0 i-MMD 2WD Comfort für 35’100 Franken
Damit wird das Fahren mit Strom zur echten Alternative. Während diesem «Sommer zuhause» lockt nicht nur die Entdeckungsreise durch die Schweiz. Auch der Erwerb eines hochwertigen CR-V Hybrid ist attraktiver denn je. 

Trotzdem bietet er alle Qualitäten, für die der weltweit meistverkaufte SUV bekannt ist: von der Vielseitigkeit im Alltag über die grosszügigen Platzverhältnisse bis zur Sicherheit, die im Euro NCAP-Crashtest mit dem Maximum von 5 Sternen bewertet ist. Im 0,9%-Leasing ist dasselbe Modell für 199 Franken pro Monat erhältlich.

Buchs ist jetzt auch eine «Energiestadt»

Buchs ist «Energiestadt» | Der Landanzeiger

Die Labelkommission des Trägervereins Energiestadt hat Buchs mit dem Label «Energiestadt» ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wurde der Gemeinde Buchs am 13. Oktober durch Regierungsrat Stephan Attiger und Reto Lindegger, Energiestadt-Botschafter, in einer kleinen Feier übergeben.

«Wir freuen uns, dass wir mit dem Lable Energiestadt ein Statement gegen aussen abgeben können», sagt der Buchser Gemeindeammann Urs Affolter anlässlich der kleinen Übergabefeier im Gemeindesaal. «Es ist aber auch eine Verpflichtung.»

Der Energiestadtprozess dauerte am Ende etwas mehr als ein Jahr. Die Arbeitsgruppe erarbeitete eine Bestandesaufnahme in den sechs Bereichen des Energiestadt-Massnahmenkatalogs: Entwicklungsplanung, Raumordnung; kommunale Gebäude und Anlagen; Ver- und Entsorgung; Mobilität; interne Organisation; Kooperation und Kommunikation. Um Energiestadt zu werden, muss eine Gemeinde mindestens 50 Prozent der Massnahmen erreichen, Buchs steht zurzeit bei 55 Prozent.

50 Prozent erneuerbare Wärme und 100 Prozent erneuerbarer Strom
Buchs hat beispielsweise gepunktet mit der Umsetzung von Tempo-30-Zonen auf drei Viertel der Quartierstrassen und dem 2019 eingeführte Parkierungsreglement. Bei den gemeindeeigenen Liegenschaften werden über 50 Prozent erneuerbare Wärme und 100 Prozent erneuerbarer Strom eingesetzt. Zudem wurden in den letzten Jahren grosse Teile der Strassenbeleuchtung mit LED ersetzt, was zu einer Einsparung von knapp 27 Prozent an Energie führte.

Ein weiteres gutes Beispiel ist der geplante Neubau des Schulhauses Risi-acher im Minergie-Standard, auf dem Dach des Gebäudes soll eine Solarstrom-Anlage installiert werden. Aus-serdem ist dieses Projekt der Treiber für die Versorgung für Teile von Buchs mit Fernwärme der Eniwa AG. Dieser Ausbau ist eine der zentralen Massnahmen für die Zukunft, denn Energiestadt sieht sich als Management Tool, welches die kontinuierliche Verbesserung jeder Gemeinde im Zentrum sieht.

Neben dem Ausbau von erneuerbaren Energien steht in Buchs die Kommunikation sowie Sensibilisierung der Bevölkerung, der Bauherren und Firmen im Vordergrund. «Nur wenn die Idee von Energiestadt nach aussen getragen wird, kann sich die volle Wirkung entfalten», ruft Baudirektor Stephan Attiger auch Private zur Nachahmung auf. Auch in der Verwaltung und Politik werde Energiestadt einen Einfluss haben, sagen die Verantwortlichen. In vier Jahren werde es selbstverständlich sein, bei jedem Projekt, bei jeder Entscheidung und jeder Beschaffung die Kriterien in den Bereichen Energie und Klima miteinzubeziehen.

Schon 430 Energiestädte
Mehrere Gemeinden in der Region haben das Label Energiestadt bereits, es sind dies unter anderem Aarau, Erlinsbach, Küttigen, Lenzburg, Seon und Unterkulm. Schweizweit sind es laut Trägervereins Energiestadt schon über 430.

Unterentfelden sagt an der Urne Ja

Die Stimmberechtigten von Unterentfelden haben an der Urne mit 55,9 Prozent Ja gesagt zum Verbleib im Zukunftsraum Aarau. Oberentfelden stimmt am 13. Dezember an der Urne darüber ab.

Aufatmen bei den Verantwortlichen von Aarau, Unter- und Oberentfelden. Mit 719 Ja zu 568 Nein stimmten die Unterentfelder für den Zukunftsraum Aarau. Die Stimmbeteiligung betrug 49,8 Prozent. «Hätte Unterentfelden Nein gesagt, wäre das Projekt wohl kaum mehr realisierbar gewesen», sagt Hanspeter Hilfiker, Stadtammann von Aarau, am Rande der Grossratswahlen in Aarau. «Das gibt uns weiteren Schub», sagt Markus Bircher, Gemeindeammann von Oberentfelden. In seiner Gemeinde ist ein gültiges Referendum zu Stande gekommen. Deshalb wird am 13. Dezember an der Urne drüber abgestimmt, ob auch Oberentfelden den Fusionsvertrag mit Aarau ausarbeiten wird.

Die SVP Unterentfelden bedauert das Ja zum Zukunftsraum Aarau. Es sei zu erwarten, dass die Fusionsverträge nach dem Ausstieg von Suhr sehr zum Nachteil von Unterentfelden ausfallen werden, schreibt die Partei in einer Mitteilung. 

Das Zukunftsraum Aarau Pro-Komitee Unter- und Oberentfelden ist hocherfreut über das deutliche Ja, schreiben die Befürworter in ihrer Mitteilung. «Wir sind überzeugt, dass der Zukunftsraum eine einmalige Chance bietet und werden alles daransetzen, dass diese Zukunft Wirklichkeit wird.»

Zurzeit werden mehrere mögliche Zukunftsvarianten diskutiert. So ist eine Fusion zwischen Aarau und Unterentfelden durchaus denkbar, eine mit Aarau und Oberentfelden und Densbüren macht wohl eher kein Sinn. Am idealsten aus Sicht der Gemeinden wäre ein Zusammenschluss von Aarau, Unter- und Oberentfelden. Auch Densbüren ist noch nicht aus dem Rennen, denn auch dort werden Unterschriften für das Referendum gesammelt werden. Spätestens im März 2021 weiss man, wer noch dabei sein wird.

Ein Pilzverkauf mit Abstand

Pilzausstellung des Pilzvereins Region Schöftland | Der Landanzeiger

Seit 1938 gibt es den Pilzverein Region Schöftland. Auch im laufenden Jahr war die schon immer beliebte Pilzausstellung und das Pilzpastetli essen in der Turnhalle geplant. Leider fiel der Anlass wie viele andere auch der Corona-Situation zum Opfer. Die Pilzkontrolleurin Rosmarie Zgraggen sagte: «Wir vom Pilzverein wollten unseren treuen Besuchern trotz allem etwas bieten. Viele von ihnen hätten nicht verstanden, wenn wir nicht wenigstens den Pilzverkauf über die Gasse organisiert hätten.» 
So standen dann schon kurz vor 11 Uhr am Samstagmorgen die Pilzliebhaber in einer langen Warteschlange vor der Pilzausgabe. Wer seine Pilze nicht selber abholen konnte, machte vom Hauslieferdienst gebrauch. Im Foyer der Bezirksschule hatte der Verein eine interessante und schön gestaltete Ausstellung geschaffen. Irene Gubler vom Pilzverein sagte: «Es ist immer wieder erstaunlich wie gross das Interesse an der Pilzausstellung ist. Es gibt viele Leute mit einem grossen Wissen und ebenso viele, die dazulernen wollen.» 
So steht dann auch die Einladung auf der Webseite www.pilzverein-schöftland.ch: «Während der Saison von Mai bis November treffen wir uns jeden Dienstagabend im Klubhaus der Kleintierzüchter, Böhlerstrasse, Schöftland und versuchen, möglichst alle mitgebrachten Pilze anzusprechen. 

Schauen Sie einfach mal rein und staunen Sie! Seit Mitte September bieten wir zusätzlich noch Pilzbestimmungsabende an. An diesen Abenden sind auch Nichtmitglieder als Gäste gerne gesehen.»

Schule und Corona stoppen das Theater

Theatergesellschaft Oberentfelden sagt Spielzeit 2021 ab | Der Landanzeiger

Viele treue Gäste freuten sich schon auf die Aufführungen der Theatergesellschaft Oberentfelden, die seit August das Stück «Es fährt kein Zug nach Irgendwo» einübte. Nun ziehen die Verantwortlichen die Reissleine, nicht nur Corona-bedingt, wie Präsident Dieter Lüscher sagt.

Die Theatergesellschaft Oberentfelden probte schon seit Monaten für das neue Stück. Nun kommt das Aus, weshalb?
Dieter Lüscher: Bis vor drei Wochen hatten wir die feste Absicht, im Januar 2021 elf Aufführungen zu spielen. Am 7. Oktober entschieden wir uns aber schweren Herzens, die Saison 2021 abzusagen und alle Vorbereitungen abzubrechen.

War das Zweckoptimismus oder glaubten Sie wirklich daran, dass die Aufführungen stattfinden können?
Wir waren uns bewusst, dass wir die Aufführungen nur mit grösseren Einschränkungen hätten durchführen können. Die Anzahl an Sitzplätzen hätte verringert werden und auch das Restaurant hätte aufgeteilt werden müssen, weil im Foyer schutzbedingt nur etwa die Hälfte der gewohnten Plätze zur Verfügung stand. Es hätte einiges an Mehraufwand gegeben, aber wir glaubten wirklich daran, dass im Januar 2021 in Oberentfelden Theater gespielt wird.

Wie weit waren die Vorbereitungen schon vorangeschritten?
Mitte August hatten wir mit dem Probebetrieb begonnen und übten wie gewohnt zweimal pro Woche. Aufgrund der Schutzmassnahmen aber nicht in unserem eigenen – nicht sonderlich gut belüfteten – Vereinslokal, sondern oft im Freien oder im Schützenhaus, welches uns von der Schützengesellschaft verdankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurde. Auch mit dem Bühnenbau hatten wir bereits begonnen.

Aus dem Umfeld des Vereins ist zu hören, dass Corona aber nicht der einzige Grund für die Absage der Spielzeit 2021. Was hat noch gegen die Auftritte gesprochen?
Nein, Corona ist tatsächlich nicht der einzige Grund. Diese Situation wäre zwar sehr erschwerend gewesen, aber wir wollten etwas Normalität zurückgewinnen. Das erwartete Defizit aufgrund der verringerten Platzzahl hätten wir zum Teil mit unserer bewährten Restauration verringern können. Mitte September wurde uns dann aber durch die Schule definitiv mitgeteilt, dass uns das Foyer nicht zur Verfügung steht, weil dort bis im nächsten Sommer aus Platzmangel ein Schulzimmer eingerichtet wurde. Zwar hat man uns Alternativen angeboten, welche für uns aber nicht umsetzbar waren. Wir standen somit vor der Tatsache, dass wir nicht nur mit einem vermutlich eingeschränkten Spielbetrieb rechnen mussten, sondern auch kein Restaurant und keine Bar anbieten können. Die Kombination dieser beiden Erschwernisse führte dazu, dass wir die Saison absagten.

Welche Auswirkungen hat die Absage für den Verein und die Kasse?
Der Verein lebt weiter; wir haben auch bereits Ideen, wie wir zusammen mit dem Regisseur den Mitgliedern ab ungefähr nächstem Frühling – wenn Corona es zulässt – Kurse und freie Proben anbieten können. Was die Kasse betrifft: Seit Probebeginn fallen die Honorarkosten für den Regisseur an. Der Bühnenbau hat ebenfalls bereits Kosten verursacht, welche aber grösstenteils nicht verloren gehen. Und mit dem Regisseur Nic Russi konnten wir uns einigen, dass wir ihm nächstes Jahr, wenn wir mit dem gleichen Stück dort weiterfahren, wo wir jetzt abgebrochen haben, nicht ein zweites Mal das volle Honorar entrichten müssen. Wir sind dem Regisseur sehr dankbar dafür. Das Loch in der Kasse werden wir verkraften können. Ein bisschen schmerzlicher ist der fehlende Saisongewinn.

Sie wollen 2022 wieder spielen. Erzählen Sie uns kurz, was erwartet die Zuschauer im neuen Stück «Es fährt kein Zug nach Irgendwo».
Es handelt sich um ein Bahnabenteuer der deutschen Autorin Winnie Abel. Der Zuschauer reist am Anfang in einem Wagen eines Interregios mit. Dieser Zug wird einen ausserplanmässigen Halt einlegen müssen und die Fahrgäste an einem trostlosen Provinzbahnhof zurücklassen. Ohne Handyempfang, ohne Taxis, ohne eine Aussicht auf Weiterfahrt. Ein witziges Nervenchaos nimmt seinen Lauf. Regie führt wieder Nic Russi, der bei unseren Mitgliedern sehr beliebt ist. Er hat das Stück leicht anpassen und in Mundart übersetzt.

Die Theatergesellschaft Oberentfelden wurde 1909 gegründet. Gab es in der Vereinsgeschichte schon einmal einen Ausfall einer Spielzeit und was war damals der Grund?
Ja, das gab es tatsächlich schon. Während des zweiten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren konnte während insgesamt acht Saisons nicht gespielt werden. Und dann war da noch das Jahr 1966, als in der Gemeinde die Maul- und Klauenseuche wütete und deswegen nicht gespielt werden durfte.

Sie sind ein positiv denkender Mensch. Was plant der Präsident der Theatergesellschaft Oberentfelden für die Zukunft?
Wir wollten als Theatergesellschaft am «Aentefescht» mitmachen. Das fand aber dieses und wie wir schon jetzt wissen, auch nächstes Jahr leider nicht statt. Wir werden für die Mitglieder spezielle Kurs- und Probeabende ins Leben rufen. Und aller Unbill zum Trotz, werden wir die Mitglieder, die Helfer und unsere treuen Sponsoren in der zweiten Januarwoche, vermutlich am Donnerstagabend, 7. Januar 2021, zu einem Neujahrsapèro einladen. Und natürlich denken wir alle positiv und gehen davon aus, dass wir im übernächsten Jahr unseren treuen Zuschauern wieder ein unbeschwertes Theater-erlebnis bieten können. Es fährt dann halt im Januar 2022 kein Zug nach Irgendwo. 

Weshalb die Küttiger auf Fröschen reiten

Küttiger Frosch | Der Landanzeiger

«Fürio, de Bach brönnt, d‘Suhrer händ ne azündt, d‘Aarauer händ ne glösche, d‘Chüttiger, d‘Chüttiger rite-n-uf de Frösche», heisst es im Bachfischet-Lied. Aber was tun die Chüttiger da genau? Auf Fröschen reiten? Ein Besuch im Schaulager Kulturgut Küttigen kann da Licht ins Dunkle bringen. Denn dort befinden sich zwei Exemplare der Küttiger Frösche. Bei den Küttiger Fröschen handelt es nämlich nicht um Amphibien, sondern um einen -einsitzigen Schlitten aus Holz, wie er früher in Küttigen hergestellt wurde. In Küttigen gab es früher sogar sogenannte «Froschrennen», bei denen mit diesen kleinen Schlitten von den Hügeln gerutscht wurde.

1844 schrieb Franz Xaver Bronner die erste schriftliche Fassung der Bachfischet-Verse, damals noch auf hochdeutsch. Die erste Mundartversion kam 1846 von Andreas Dietsch. 1884 wurde die unverändert gültige Version der Bachfischet-Verse in der Enzyklopädie der «Schweizer Volksfeste, Sitten und Bräuche» publiziert. Weshalb die Küttiger und ihre Frösche in den Versen vorkommen, ist nicht klar. Es wird aber vermutet, dass es sich dabei um einen Spott-Vers handelt, mit dem man die Nachbarn ennet de Aare belächelte.

Küttiger Frosch | Der Landanzeiger
Ein Küttiger Frosch hergestellt von Hans Bircher.

Die beiden Küttiger Frösche auf den Bildern stammen aus dem Schaulager Kulturgut Küttigen. Etwas ganz Besonderes ist der Schlitten im Bild links. Der über 100-jährige Chüttiger-Frosch hat wohl in früheren Zeiten an manchem Bob-Rennen, oben im Büren, links vor der Staffelegg, teilgenommen. Das Bild rechts zeigt einen Schlitten vom da-maligen Horenwagner, Hans Bircher (1891–1985), hergestellt wurde.

U23-Europameister: Joel Roth feiert grössten Erfolg

U23-Europameister | Der Landanzeiger

Nur eine Woche nach dem Gewinn der WM-Bronzemedaille in Leogang (Ö) hat Joel Roth für den nächsten Paukenschlag gesorgt: Der Kölliker Mountainbiker schnappte sich bei den Europameisterschaften in Monteceneri den Titel in der U23-Kategorie. «Dass ich dieses Jahr, das eine grosse Ungewissheit mit sich brachte, so abschliessen kann, freut mich sehr. Und dass mir das zuhause im Tessin gelungen ist, macht den Sieg umso schöner», sagt Roth.

Für den 21-jährigen Aargauer ist es nicht die erste Goldmedaille an kontinentalen Titelkämpfen. Im Mixed-Teamstaffel-Wettbewerb triumphierte er mit der Schweiz sowohl 2017 als auch 2019 an der EM und der WM. Trotzdem hat der jüngste Titel für ihn einen besonderen Stellenwert. «Es ist sicher der grösste Erfolg meiner bisherigen Karriere», sagt Roth, der bereits an der WM vor drei Jahren mit Rang zwei in der Juniorenkategorie sein Potenzial andeutete.

Bei der Heim-EM konnte sich Joel Roth früh zusammen mit Teamkollege Vital Albin und dem Italiener Juri Zanotti vom Rest des Feldes absetzen. Bald hängten die beiden Schweizer auch -Zanetti ab und diktierten das Tempo auf der Strecke am Monte Tamaro. «Vital und ich haben gut zusammengearbeitet, sind schnell gefahren und konnten so die Lücke halten», erzählt Roth. Erst in der letzten Runde sei man gegeneinander gefahren und die Teamtaktik so in den Hintergrund gerückt. Roth zog im entscheidenden Moment los und überquerte die Ziellinie sechs Sekunden vor dem Bündner Vital Albin, der damit für einen Schweizer U23-Doppelsieg sorgte. 27 Sekunden hinter Roth holte sich Zanotti Bronze. 

Heiss auf den Cupknüller

Ein Bild vom Cuphit 2017 | Der Landanzeiger

Am Sonntag, 25. Oktober wartet ein wahres Highlight auf die Aarauer Unihockeyfans: Das Team Aarau darf im Anschluss ans Handball-Meisterschaftsspiel des HSC Suhr Aarau im Schweizer Cup 1/16-Final mit dem SV Wiler-Ersigen eine der besten Unihockey-Clubmannschaften der Welt empfangen.

Nach Duellen gegen die NLA-Teams Alligator Malans (2015), Rychenberg Winterthur (2016), Grasshoppers Club Zürich (2017) und Waldkirch St. Gallen (2019) sowie den NLB-Club Basel Regio (2018) reist das seit Jahren stärkste Team der Schweizer Unihockeyszene in die Schachenhalle: der SV Wiler-Ersigen, bisher einziger Schweizer Europacupsieger.

Das gibt einen «Super-Sonntag» mit Handball und Unihockey: Um 16.00 Uhr trifft der HSC Suhr Aarau auf St. Othmar St. Gallen. Im Anschluss findet der Unihockey-Cupmatch zwischen dem Team Aarau und Wiler-Ersigen statt. Anpfiff ist um 20.00 Uhr. Gewinnen kann an einem solchen Anlass eigentlich nur der Sport; die Adler werden alles daran setzen, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Für manch einen Aarauer Spieler dürfte diese Affiche der Höhepunkt seiner persönlichen Unihockeykarriere sein.