Dachsbau mit Gülle geflutet – Fische vergiftet

Dachsbau mit Gülle geflutet – Fische vergiftet | Der Landanzeiger

Ein Landwirt aus dem Uerkental hat mit Gülle einen Dachsbau geflutet. Ein Teil der Gülle floss talwärts in das «Sullbachbächli» und verursachte ein Fischsterben. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 12’000 Franken. Die Ermittlungen laufen immer noch.

Der Dachs hat einen ausgeprägten Hang zum Graben. Deshalb kommt er auch immer wieder mit der Landwirtschaft in Konflikt. Auf der Suche nach Fressbarem, wie Regenwürmer, Schnecken, Käfer, Engerlinge, Wühlmäuse, Amphibien, Reptilien oder im Sommer und Herbst Früchte, Beeren, Wurzeln oder Getreide, kann er mit seiner rüsselartigen Schnauze ein Feld richtiggehend umpflügen und beträchtlichen Schaden anrichten.

Das war wohl auch einer der Gründe, weshalb ein Landwirt* aus dem Uerkental dem Dachs in der Nähe seines Landes den Garaus machen wollte. Um den 15. April dieses Jahres füllte er sein Druckfass mit Gülle und fuhr damit in den Wald. Dort flutete er einen Dachsbau mit Gülle.

Dachs ist nicht geschützt, aber…
«Der Dachs darf zwischen dem 16. Juni und dem 15. Januar bejagt werden, aber nicht so», sagt Erwin Osterwalder, von der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons Aargau. Er verweist dabei auf das Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel. Dort steht unter Artikel 17, Abschnitt1, Punkt h: «Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe wird bestraft, wer vorsätzlich und ohne Berechtigung: Dachse, Füchse oder Murmeltiere ausräuchert, begast oder ausschwemmt sowie deren bewohnte Bauten anbohrt, ausgräbt oder verstopft.»

Ob der Dachs, oder allenfalls auch andere im Bau lebende Tiere noch rechtzeitig flüchten konnten, oder im Bau langsam und qualvoll ertranken, ist unklar. Polizeilich belegt ist hingegen, dass Teile, der in den Dachsbau gegossenen Gülle, zu einem Fischsterben im «Sullbachbächli» geführt haben. «Der Landwirt wollte den Dachs mit Gülle vertreiben», bestätigt die Kantonspolizei Aargau Recherchen des «Landanzeigers». «Teile der Gülle flossen aber in den Bach und töteten eine grössere Menge Fische.» Der Schaden, der am 15. April dieses Jahres festgestellt und der Polizei gemeldet wurde, beläuft sich laut Fachleuten auf rund 12’000 Franken.

Der Landwirt, der auch schon an einem andern Ort mit einem Bagger Dachsbauten zerstörte, muss sich wohl wegen mehreren Delikten vor dem Bezirksgericht verantworten. Zur Debatte stehen unter anderem Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz, Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Jagd, Gewässerverschmutzung sowie Sachbeschädigung. Die Untersuchung der Polizei ist noch nicht abgeschlossen. Für den Landwirt gilt die Unschuldsvermutung.

*Name der Redaktion bekannt


Dachse im Aargau
Der Dachs ist flächig vertreten, wird aber wegen seiner nächtlichen Lebensweise nur selten gesehen. Er lebt in Familiensippen in grossen Bauanlagen, die er sich selber gräbt und über viele Jahre bewohnt. Obwohl Dachse schwierig zu bejagen sind, ist eine örtlich kontrollierte Bejagung um landwirtschaftliche Nutzflächen notwendig, da Dachse ähnlich wie Wildschweine beträchtlichen Schaden anrichten können. 2019 kamen im Aargau laut Statistik 1130 Dachse ums Leben, davon wurden 632 geschossen, 430 wurden durch Autos getötet und 68 starben auf andere Art.


Bauschule feiert Geburtstag

Jubiläumsfeier 125 Jahre Schweizerische Bauschule Aarau | Der Landanzeiger

Das Jahr 2020 geht für die Schweizerische Bauschule Aarau gleich aus zwei Gründen in die Geschichte ein. Sie wurde vor 125 Jahren gegründet und per 1. Mai 2020 privatisiert.

Zur Feier «125 Jahren Bauschule» war ein Aufrichtfest mit vielen Gästen und fröhlicher Stimmung geplant. Doch daraus wurde nichts, denn die aktuelle Situation mit COVID-19 liess bloss eine Feier im kleinen Rahmen zu. Dabei wurde nicht nur das Jubiläum zelebriert, sondern auch die Privatisierung der Bauschule.

Interviews
Bei der Feier, die Ende Oktober stattfand, führte Rainer Maria Salzgeber Interviews mit diversen wichtigen Exponenten. Von Erina Guzzi, Vorsitzende der Geschäftsleitung, erfuhr der SRF-Sportmoderator, dass die Ambiance an der Schule ein wichtiger Erfolgsfaktor sei, wie sie als Frau den Weg in die Baubranche fand und dass die Schule bis heute über 10’000 Studierende ausgebildet hat.

Kanton Aargau überreichte Schlüssel
Regierungsrat Alex Hürzeler zeigte im Interview auf, weshalb sich der Kanton für die Privatisierung der Bauschule stark machte: «Neu kann sich die Schule im Markt frei bewegen und ihr Bildungsangebot flexibler anpassen. Das war unter der Ägide des Kantons nur beschränkt möglich.»

Als Symbol für die Übergabe überreichte der Regierungsrat einen goldenen Schlüssel an die Stiftung Pro Bauschule: «Der Kanton gratuliert zum Jubiläum und wünscht der Schweizerische Bauschule Aarau AG auch als privates Unternehmen goldene Zeiten.»

Spannender Privatisierungsprozess
In der neuen Konstellation als Privatunternehmen stehen der Stiftungsrat, der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung in der Verantwortung. André Crelier, Stiftungsratspräsident, blickte beim Gespräch mit Rainer Maria Salzgeber auf die vergangenen Jahre zurück: «Die Privatisierung war eine spannende Phase, zu der auch die Besetzung des Verwaltungsrats zählte. Ich danke allen involvierten Personen beim Kanton und in der Bauschule für die engagierte Mitarbeit. Neu ist die Stiftung die Eigentümerin der Schule. Wir sind glücklich, dass auch die Positionen im operativen Bereich mit hervorragenden Fachleuten besetzt sind. Dies garantiert, dass die Schule ihrem ausgezeichneten Ruf als nationale Baukaderschmiede weiterhin gerecht wird.»

Rudolf Vogt, Verwaltungsratspräsident, kam im Interview auf die Finanzen zu sprechen: «Früher stand der Kanton, auch gegenüber dem Steuerzahler, in der Verantwortung. Als privates Unternehmen entfällt die Unterstützung des Kantons und wir sind auf uns alleine gestellt. Da wir an den bisherigen Mitarbeitenden festhalten, bin ich überzeugt, dass wir auch in Zukunft erfolgreich arbeiten werden.»

Jubiläums-Video Im Jubiläumsfilm sind die Interviews zu sehen, genauso wie ein Rückblick auf die vergangenen Jahre und ein Ausblick in die Zukunft: www.bauschule.ch/jubilaeum. Auf der Website ist zudem die Geschichte der Bauschule als Audioproduktion zu finden, die auch vor Ort an einer Hörstation erlebt werden kann.

Neue Standorte für Polizei und Gericht

Neue Standorte für Polizei und Gericht | Der Landanzeiger

Im Eniwa-Gebäude in Aarau sollen zukünftig das Bezirksgericht Aarau, das Spezialverwaltungsgericht, das Konkursamt sowie die Obergerichtsbibliothek vereint werden. Zudem will der Regierungsrat den künftigen Raumbedarf der Kantonspolizei decken und die umliegenden Stützpunkte sowie die kantonale Staatsanwaltschaft am Standort Telli konzentrieren. Die Anhörungen für beide Projekte sind gestartet.

Das Bezirksgericht Aarau ist seit der Einführung der Familiengerichte in drei Gebäuden untergebracht. Diese Situation sowie die kritischen Platzverhältnisse und veralteten Infrastrukturen entsprechen nicht mehr den Anforderungen an einen zeitgemässen Gerichtsbetrieb. Durch den Einbezug des Spezialverwaltungsgerichts, des Konkursamts und der Obergerichtsbibliothek und die unmittelbare Nähe des ehemaligen Eniwa Verwaltungsgebäudes zum Obergericht können zusätzliche Synergien genutzt werden. Das ehemalige Eniwa Verwaltungsgebäude erfüllt die Raumbedürfnisse und ist sehr gut erschlossen. Es muss jedoch den erhöhten Sicherheitsbedürfnissen der Gerichte sowie den Erfordernissen eines barrierefreien Zugangs und einer zeitgemässen Infrastruktur angepasst werden. Hierzu sind noch diverse bauliche Massnahmen nötig.

Für die Realisierung des Projekts ist ein Verpflichtungskredit für einen einmaligen Bruttoaufwand von 13,3 Millionen Franken und einen jährlich wiederkehrenden Bruttoaufwand von 963’000 Franken notwendig. Die öffentliche Anhörung zum Verpflichtungskredit begann am 13. November und dauert bis zum 12. Februar.

Anhörungsstart Neubau Polizeigebäude in der Telli
Ebenfalls startete die Anhörung für den Neubau des Polizeigebäudes für die Kantonspolizei. Der Grosse Rat ermächtigte 2019 das Departement Finanzen und Ressourcen (Immobilien Aargau), in enger Zusammenarbeit mit dem Departement Volkswirtschaft und Inneres die Projektierung für den Neubau des Polizeigebäudes Aarau durchzuführen. Für die Realisierung dieses Vorhabens ist ein Verpflichtungskredit für einen einmaligen Bruttoaufwand von 64,9 Millionen Franken erforderlich.

Das aktuelle Raumangebot im bestehenden Polizeikommando am Standort Telli kann den Raumbedarf nicht mehr decken. Aufgrund des Personalaufwuchses und der Organisationsentwicklung entstand bei der Kantonspolizei zusätzlicher Raumbedarf. Für betriebliche Optimierungen sollen zudem umliegende Standorte der Kantons-
polizei zusammengeführt werden. Das betrifft die Stützpunkte Buchs und Aarau. Ebenfalls davon betroffen sind ausgelagerte Einheiten der Kriminalpolizei auf dem Stadtgebiet.

Nebst der Zusammenführung dezentraler Einheiten aus dem Raum Aarau ist auch der Wechsel der kantonalen Staatsanwaltschaft an den Standort Telli geplant. Das Baugesuch wurde im Mai 2020 eingereicht. Im Rahmen der öffentlichen Auflage sind keine Einsprachen eingegangen. Die Baubewilligung wird bis Ende 2020 erwartet. Die öffentliche Anhörung zum Verpflichtungskredit startete ebenfalls am 13. November und dauert bis zum 26. Februar.

Die Anhörungsunterlagen für beide Projekte sind auf www.ag.ch/anhörungen abrufbar.

In das Aargauer Kunstschaffen eintauchen

Aargauer Kunstschaffen | Der Landanzeiger

Die Auswahl 20 ist die traditionelle Jahresausstellung der Aargauer Künstlerinnen und Künstler und wird vom Aargauer Kuratorium und dem Aargauer Kunsthaus gemeinsam realisiert. Im Rahmen der Auswahl 20 spricht das Aargauer Kuratorium auch die Werk- und Förderbeiträge.

170 haben sich beworben, 50 Künstlerinnen und Künstler haben schliesslich die Gelegenheit bekommen, ihre Werke im Kunsthaus auszustellen und damit sich und ihr Schaffen zu präsentieren. Malerei, Fotografie, Videoinstallationen bis hin zu skuplturalen und multimedialen Rauminstallationen – im Unter- und Obergeschoss des Kunsthauses wird das breite Spektrum der Aargauer Kunstschaffenden gezeigt. Das weite Spektrum widerspiegelt sich auch bei den Künstlerinnen und Künstler, die vom Aargauer Kuratorium einen Werk- oder Förderbeitrag erhalten haben. «Das Spektrum bei den Beiträgen ist auch hier sehr gross und geht über alle möglichen Medien», sagt Susanne König, die den Juryvorsitz Bildende Kunst und Performance des Aargeuer Kuratoriums inne hat. Dabei sind die prämierten Künstler zwischen 31 und 71 Jahre alt, manche Namen kennt man, aber es sind auch Neuentdeckungen mit dabei. Neben der Verleihung des Werk- und Förderbeitrage übergibt auch die Credit Suisse ihren Förderpreis in der Höhe von 10’000 Franken.

Glück und Bedauern
Die Kuratorin der Auswahl 20 ist Katharina Ammann. Sie ist seit dem 1. Juli die neue Direktorin des Aargauer Kunsthauses. «Wir sind unendlich froh und dankbar, dass unser Museum offen sein kann und wir das regionale und kantonale Kunstschaffen zeigen können», sagt sie. Gleichzeitig bedauert sie, dass die Vernissage, die vergangene Woche stattgefunden hätte, abgesagt werden musste. «Das ist ein grosser Verlust. Denn die Vernissage der Auswahl ist jedes Jahr ein riesiges Fest.»

So werden aufgrund der aktuellen Corona-Situation auch die zehn Werk- und Förderbeiträge des Aargauer Kuratoriums nicht wie jedes Jahr anlässlich der Vernissage vergeben. Die in diesem Jahr ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler werden in virtueller Form geehrt.

Zwar werden sogar Führungen und Veranstaltungen in Kleinstgruppen angeboten, um die Sichtbarkeit des Aargauer Kunstschaffens zu heben, werden aber auch verschiedene Online-Aktionen gestartet. Das Aargauer Kuratorium wird Künstlerinnen und Künstler portraitieren, Bilder zeigen und die Jurybewertungen veröffentlichen. Das Aargauer Kunsthaus plant einen digitalen Adventskalender, bei dem die Künstlerinnen und Künstler ihren Auftritt haben werden.

Weitere Informationen gibt es auf www.aargauerkunsthaus.ch.


Die Auszeichnungen im Rahmen der Auswahl 20

CS Förderpreis, 10 000 Franken: Lea Schaffner, 31

Werkbeiträge des Aargauer Kuratoriums, 30 000 Franken: Cédric Eisenring, Aarau; Philippe Fretz, Genf; Laura Mietrup, Basel; Gabriel Studerus & Julia Geröcs, Zürich

Förderbeiträge des Aargauer Kuratoriums, 10 000 Franken: Angela Anzi, Basel; Marianne Halter & Mario Marchisella, Zürich; Levent Pinarci, Bern; Lorenz Olivier Schmid, Küttigen; Gianluca Trifilò, Baden; Rolf Winnewisser, Ennetbaden

Von den insgesamt 170 Eingaben bewarben sich 76 um einen Werk- oder Förderbeitrag. 20 Bewerbungen schafften es in die Ausstellung, zehn wurden ausgezeichnet.


Grossratskommission sagt Ja zur Neugestaltung

Kantonsstrasse Aarau–Suhr soll saniert werden | Der Landanzeiger

Die grossrätliche Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) spricht sich mehrheitlich zugunsten des Verpflichtungskredits von gut 34 Millionen Franken für die Sanierung und die betriebliche und gestalterische Optimierung der Kantonsstrasse K242 aus.

Nach der Verlegung der Wynental-Suhrental-Bahn (WSB) auf das ehemalige Nationalbahntrassee von Aarau über Buchs nach Suhr bietet sich die Möglichkeit, für eine Neugestaltung der Buchser-, Suhrer- und Tramstrasse vom Kreisel Gais in Aarau bis zum Winkelweg in Suhr. Zu den geplanten Massnahmen gehören die Aufwertung der Strassenräume, die Förderung des stras-sengebundenen öffentlichen Verkehrs, die Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr sowie betriebliche Optimierungen für den motorisierten Individualverkehr. Gleichzeitig soll die alte Gleisanlage der WSB, die sich immer noch in der Fahrbahn befindet, entfernt und der sanierungsbedürftige Strassenbelag erneuert werden.

Der Bedarf für eine Neugestaltung der K242 wird in der Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) grundsätzlich nicht bestritten. Einige Kommissionsmitglieder lehnen das vorgelegte Projekt aber ab, weil der öffentliche und der Langsamverkehr ihres Erachtens zulasten des motorisierten Individualverkehrs bevorzugt werden. Ein Teil der Kommissionsmitglieder äusserte sich zudem kritisch zu den hohen Kosten des Projekts.

Sie akzeptieren aber die vom Regierungsrat genannten Gründe, zu denen neben dem Bauen unter Verkehr und den damit verbundenen Massnahmen, unter anderem das Verkehrsmanagementsystem, der Kreisel Bavaria mit zweischichtiger Betonfahrbahn, der behindertengerechte Ausbau der zwölf Bushaltestellen, die umfangreiche Baumpflanzungen und Begrünungen oder der Rückbau des alten WSB-Bahntrassees gehören. Ein Antrag, auf der gesamten Strecke Tempo 30 einzuführen, scheiterte.

Die Mehrheit der UBV-Mitglieder stimmte nicht nur dem Verpflichtungskredit von 34,09 Millionen Franken, sondern auch der vom Regierungsrat vorgeschlagenen und von den betroffenen Gemeinden akzeptierten Aufteilung der Kosten zwischen Kanton und Gemeinden zu. Das Geschäfte wird voraussichtlich im Dezember im Gros-sen Rat behandelt. 

Nach der Verlegung der Wynental-Suhrental-Bahn (WSB) auf das ehemalige Nationalbahntrassee von Aarau über Buchs nach Suhr bietet sich die Möglichkeit, für eine Neugestaltung der Buchser-, Suhrer- und Tramstrasse vom Kreisel Gais in Aarau bis zum Winkelweg in Suhr. Zu den geplanten Massnahmen gehören die Aufwertung der Strassenräume, die Förderung des stras-sengebundenen öffentlichen Verkehrs, die Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr sowie betriebliche Optimierungen für den motorisierten Individualverkehr. Gleichzeitig soll die alte Gleisanlage der WSB, die sich immer noch in der Fahrbahn befindet, entfernt und der sanierungsbedürftige Strassenbelag erneuert werden.

Der Bedarf für eine Neugestaltung der K242 wird in der Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) grundsätzlich nicht bestritten. Einige Kommissionsmitglieder lehnen das vorgelegte Projekt aber ab, weil der öffentliche und der Langsamverkehr ihres Erachtens zulasten des motorisierten Individualverkehrs bevorzugt werden. Ein Teil der Kommissionsmitglieder äusserte sich zudem kritisch zu den hohen Kosten des Projekts.

Sie akzeptieren aber die vom Regierungsrat genannten Gründe, zu denen neben dem Bauen unter Verkehr und den damit verbundenen Massnahmen, unter anderem das Verkehrsmanagementsystem, der Kreisel Bavaria mit zweischichtiger Betonfahrbahn, der behindertengerechte Ausbau der zwölf Bushaltestellen, die umfangreiche Baumpflanzungen und Begrünungen oder der Rückbau des alten WSB-Bahntrassees gehören. Ein Antrag, auf der gesamten Strecke Tempo 30 einzuführen, scheiterte.

Die Mehrheit der UBV-Mitglieder stimmte nicht nur dem Verpflichtungskredit von 34,09 Millionen Franken, sondern auch der vom Regierungsrat vorgeschlagenen und von den betroffenen Gemeinden akzeptierten Aufteilung der Kosten zwischen Kanton und Gemeinden zu. Das Geschäfte wird voraussichtlich im Dezember im Gros-sen Rat behandelt. 

Kanton tadelt SBB-Management

Auf der Strecke Zofingen–Suhr–Lenzburg verkehren Ersatzbusse | Der Landanzeiger

Die Ausfälle von SBB-Zugsverbindungen wegen Lokführer-Mangels sorgen nach wie vor für rote Köpfe. Dem Aargauer Regierungsrat sind aber die Hände gebunden, wie er kürzlich mitteilte. Der Regierungsrat lässt nun abklären, ob die SBB wegen Nichteinhaltens von Vereinbarungen zur Kasse gebeten werden kann.

Die negativen Auswirkungen der Zugsausfälle infolge Lokführer-Mangel seien noch nicht absehbar, schreibt der Regierungsrat in seinen Antworten zu drei Interpellationen aus den Reihen von FDP, CVP und SP. Die Bundesbahnen hätten zwar für die meisten Zugsausfälle Ersatzbusse organisiert und so zumindest die Reiseketten sichergestellt. Die Reisezeiten hätten sich zum Teil jedoch deutlich verlängert. Teilweise gar verdoppelt, schreibt die Regierung weiter.

Wenn ab dem Fahrplanwechsel vom kommenden 13. Dezember wieder sämtliche Züge verkehrten, seien die Auswirkungen kurzfristig. Man erwartete nur «geringe negative Langzeitwirkungen für die betroffenen Gebiete».

Unter anderem ist der Bahnbetrieb des «Nazelis», der S28 Zofingen-Suhr-Lenzburg, seit dem 7. September eingestellt. Es gibt ein Busverbindung. Am Samstag und Sonntag fallen die S29 Sursee-Olten-Aarau-Turgi und weitere Zugsverbindungen im und aus dem Aargau aus.

Fahrplanpflicht verletzt
Der Angebotsabbau der SBB widerspreche zahlreichen Verpflichtungen, hält der Regierungsrat fest. Es gehe um die Fahrplan- und Beförderungspflicht sowie um abgeschlossene Verträge (Angebotsvereinbarungen zwischen Bund/Kantonen und den SBB).

Der rechtliche und finanzielle Umgang in diesem erstmaligen Vorfall sei Gegenstand der laufenden Abklärungen von Bund und Kantonen. Normalerweise würden den Transportunternehmen für bestellte Leistungen Abgeltungen bezahlt. Diese berechneten sich aus den im Voraus prognostizierten Betriebskosten abzüglich der erwarteten Einnahmen.

Das dringliche Bundesgesetz über die Unterstützung des öffentlichen Verkehrs in der Covid-19-Krise sieht vor, dass den Unternehmen im Jahr 2020 die Defizite nach Abzug der gesetzlichen Reserven entschädigt werden.

Busersatz wird nicht entschädigt
Da für die gestrichenen Leistungen kein Aufwand entsteht, werden diese auch nicht durch die Besteller mitfinanziert. Zudem hat das Bundesamt für Verkehr bereits entschieden, dass Busersatzleistungen nicht abgeltungsberechtigt sind und somit durch die SBB zu bezahlen sind, wie der Regierungsrat in den Stellungnahmen erläutert.

Aargau verlangt gründliche Analyse
Wie es zur aktuellen Situation gekommen ist, dass die SBB als Transportunternehmen in ihrem Kernbereich derart erschüttert werden, hat gemäss Regierungsrat «sehr viele Gründe». Nachvollziehbar sei der Ausbildungsrückstand bei den Lokomotivführern wegen der Corona-Krise. Es gebe jedoch auch «gravierende Managementfehler». Im Nachgang zu dieser Krise müsse eine gründliche Analyse durch die SBB zuhanden des Bundes und der Kantone Klarheit schaffen, wie es zu diesem Lokführermangel gekommen sei und welche Massnahmen ergriffen werden müssten.

Setzen Sie beim Fahren auf ZEISS DriveSafe Brillengläser

Sehzentrum Augenoptik Suhr | Der Landanzeiger

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Sehzentrum Augenoptik Suhr | Der Landanzeiger
Ihr Sehspezialist Roland Schönenberger
Sehzentrum Augenoptik Suhr | Der Landanzeiger

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 8.30 – 12.00 Uhr /
14.00 – 18.30 Uhr
Samstag 8.30 – 14.00 Uhr

Unser Dienstleistungsangebot ist umfassend
Für die Anpassung von Brillengläsern und formschönen, modernen Fassungen steht ein grosses Sortiment zur Auswahl. Im Bereich der Kontaktlinsen bieten wir Ihnen zusätzlich zum Standardsortiment von Tages- und Monatslinsen, Spezialkontaktlinsen an. Diese sind besonders für die Korrektur von Unregelmässigkeiten der Hornhaut geeignet.

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Sehzentrum Augenoptik Suhr | Der Landanzeiger
Sehzentrum Augenoptik Suhr | Der Landanzeiger


Sehzentrum Augenoptik Suhr

Roland Schönenberger
Dipl. Augenoptiker, Optometrist (FH)
Mittlere Dorfstrasse 2
5034 Suhr
Telefon 062 842 67 85
www.sehzentrum-suhr.ch

Aufstieg in den Gault-Millau-Kreis

«Bären» in Kölliken | Der Landanzeiger

Das Gasthaus Bären in Kölliken gehört neu zu den besten Adressen im Land. Die Verantwortlichen von Gault-Millau werteten ihren Besuch mit 13 von 19 möglichen Punkten. Der «Bären» ist der einzige Aargauer Aufsteiger in diesem Jahr.

Seit der denkmalgeschützte, neu renovierte Kölliker «Bären» von der fussballverrückten Familie Schmid übernommen wurde, wird hier in einer höheren Liga gespielt, schreiben die Verantwortlichen von Gault-Millau in der neusten Ausgabe ihres Gourmet-führer über den «Bären». Dafür verantwortlich ist in der Küche Chef Sven Jeschar, der mit gutem Gespür fürs -Publikum währschaft mit regionalen Produkten und leicht internationalen Akzenten kocht.

«FC Aarau Menü» unterstützt den Nachwuchs
Sehr angetan waren die «Tester» vom wunderbaren Eierschwämmlitatar mit frischen Kräutern (Dill, Thymian, Basilikum), Sauerrahm und einem überraschenden Brotknödelcarpaccio. Danach gabs eine getrüffelte Steinpilz-Cremesuppe mit Riesencrevette, sämig und intensiv im Geschmack. Gefolgt von sauber gemachten, vorzüglichen Spaghettini mit Olivenöl, Parmesan, Steinpilzen und viel Knoblauchschaum. Dazu gab es ein gekonnt gebratenes, grosses Lamm-Entrecote in Pilzkruste an Eierschwämmlisauce. Die hübsche Käse-Auswahl lies-sen die «Tester» sausen und erfreuten sich an einer tollen weissen Kaffee-glace mit Eierlikör. Gelobt wird auch die sehr schöne Weinkarte mit vielen regionalen Crus. Erfreut zeigten sich die Leute von Gault-Millau auch vom «FC Aarau Menü». Wer dieses bestellt, zahlt einen Fünfliber an die Jugendabteilung des Clubs. Die Herzen des früheren FCA-Präsidenten Alfred Schmid und seiner Familie schlagen halt weiterhin für den FC Aarau.

Bären Kölliken ist einziger Aufsteiger
Das Gasthaus Bären in Kölliken ist der einzige Aargauer Gastrobetrieb der in diesem Jahr im Kreis von Gault-Millau aufgestiegen ist. Der Gourmetführer Gault-Millau kürt in seiner neusten Ausgabe 830 Restaurants der Schweiz. Zu den besten Aargauer Restaurants im Landanzeiger-Gebiet gehören der Schlossgarten in Schöftland (15 Punkte); das Gasthaus Bären in Kölliken (13 Punkte, neu); das Restaurant zur Mühle in Oberentfelden (13 Punkte); das Restaurant Bärenstübli, Hotel Bären in Suhr (13 Punkte); das Restaurant Mürset in Aarau (13 Punkte) und das Restaurant Kettenbrücke in Aarau (12 Punkte).

Sieben von 830 getesteten Restaurants in der Schweiz, erhielten die Maximalnote von 19 Punkten. 

Ein altes Anliegen wurde Realität

Natur- und Vogelschutzverein NVV Unterentfelden | Der Landanzeiger

Das 40-Jahr-Jubiläum des Natur- und Vogelschutzvereins NVV Unterentfelden konnte nun doch noch gebührend gefeiert werden. Im Rahmen -eines schlichten Apéros anlässlich der Baumpflanzaktion war fast der komplette Gemeinderat sowie die persönlich eingeladenen aktiven und treuen Mitglieder anwesend.

Gewisse Wünsche dauern manchmal etwas länger, bis sie sich verwirklichen lassen. So geschehen mit der Baumreihe in der Weid unterhalb des Schiibestandweihers. Was als Anliegen an der Zukunftskonferenz von den Einwohnerinnen und Einwohnern formuliert wurde, ist nun Tatsache geworden. Acht Hochstammobstbäume mit so wohlklingenden Namen wie Karneval, Sternapi, Pendragon, Coulon Renette, Weissrosenapfel oder Schöner von Kenth stehen nun parallel zum Flurweg exakt in Reih und Glied. Pächter und Gemeinde haben dem Vorhaben zugestimmt; der Verein ist für die Pflege (Baumschnitt, Mäusebekämpfung) zuständig. Der Ertrag, dies ist ein Teil des Deals, gehört dem Verein und wird wohl dereinst am Mosttag verarbeitet oder ausgestellt werden. Das ständige Dranbleiben des Vereins hat sich schlussendlich gelohnt.

Aktive Mitglieder und engagierter Vorstand
Unter dieses Motto stellte der Präsident Thomas Hersche auch seine kurze Ansprache vor den geladenen Gästen. Auf einen langen Rückblick auf die vergangenen vierzig Jahre verzichtete er bewusst. Ein Spaziergang durch die Gemeinde zeuge von den vielen Erfolgen des Vereins. Naturnah bepflanzte Rabatten, Hecken, Weiher, Nistkästen, Kopfweiden, aber auch der Mosttag, all dies wäre ohne den örtlichen Natur- und Vogelschutzverein kaum so ausgeprägt vorhanden, meinte er. Dies alles sei aber nur möglich, dank aktiven Mitgliedern und einem engagierten Vorstand. Daneben seien auch die guten Beziehungen zum Gemeinderat und zur Forstwirtschaft entscheidend. Dies sei auch der Grund, weshalb erst vor kurzem die Uerkeaufweitung beim Bösner-areal eingeweiht werden konnte. Ohne den Verein würde der Bach mit Sicherheit noch im alten Bett fliessen. Ein weiteres Projekt, Alpenseglernistkästen am Gemeindehaus, soll wenn möglich noch in diesem Winter entschieden und umgesetzt werden. Der Gemeindeamman Heinz Lüscher überbrachte die Gratulationen des Gemeinderates und bedankte sich für die vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden des Vereins.

Um die guten Beziehungen sichtbar zu machen, wurde vor dem Apéro zusammen mit dem Gemeindeammann, mit Roger Wirz vom Forstdienst, mit Walter Husy, dem Bewirtschafter des Kulturlandes und dem Präsidenten des NVV der achte Baum gemeinsam gepflanzt.  

Aargauer Motorfahrzeugbestand wächst 2020 um 1,8 Prozent

Aargauer Motorfahrzeugbestand wächst 2020 um 1,8 Prozent | Der Landanzeiger

Per 30. September 2020 wurde im Kanton Aargau ein neuer Höchststand von 573’210 registrierten Fahrzeugen erreicht. Der Fahrzeugbestand hat um 1,8 Prozent zugenommen. Damit ist das Wachstum höher als im Vorjahr, wo es 1,2 Prozent betrug. Der Motorisierungsgrad ist seit dem Jahr 2016 nahezu unverändert geblieben und liegt aktuell bei 588,5 Personenwagen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Zwischen dem 1. Oktober 2019 und dem 30. September 2020 hat die Anzahl motorisierter Fahrzeuge und Anhänger im Kanton Aargau im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent oder 10’036 Einheiten zugenommen. Dies zeigen neueste Auswertungen von Statistik Aargau. Prozentual am stärksten zugenommen haben die Anzahl der Motorräder mit 4,2 Prozent sowie der Nutzfahrzeugbestand mit 3,4 Prozent. Der Personenwagenbestand ist um 1,4 Prozent auf 405’490 gestiegen und damit etwas stärker als im Vorjahr (1,0 Prozent).

Zurückgegangen ist einmal mehr der Bestand der Kleinbusse und Gesellschaftswagen mit einer Reduktion um 9,9 Prozent (Vorjahr: -3,2 Prozent). Der Motorisierungsgrad der Bevölkerung – ausgedrückt in der Anzahl Personenwagen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner – hat sich seit dem Jahr 2016 zwischen 587 und 590 eingependelt und liegt aktuell bei 588,5.

Motorfahrräder weiter im Aufwärtstrend
Seit 2009 erfreuen sich Motorfahrräder zunehmender Beliebtheit. Dieser Trend hat auch 2020 angehalten. Der Bestand liegt bei 24’134 Motorfahrrädern und hat mit 7,4 Prozent deutlich stärker zugenommen als noch im Vorjahr (+5,7 Prozent). Zu dieser Kategorie gehören E-Bikes mit Kontrollschild.

Alternative Antriebsarten steigen weiter auf Kosten der Benzinmotoren
Von 444’210 leichten Motorwagen (Personenwagen bis 3,5 t, Kleinbusse, leichte Nutzfahrzeuge) sind 273’773 oder 61,6 Prozent mit Benzinmotoren ausgestattet und 153’942 oder 34,7 Prozent mit Dieselmotoren. Im Vorjahr waren die Anteile 62,7 beziehungsweise 34,5 Prozent. Die Anzahl leichter Motorwagen mit anderen Antriebsarten stieg 2020 auf 16’495 Fahrzeuge oder 3,7 Prozent (2019: +2,9 Prozent). 2020 waren 11’122 leichte Motorwagen mit Hybridmotoren, 1215 mit Gasantrieb und 3835 mit Elektromotor (186 davon mit Range Extender) eingelöst.

Anteil Neuwagen geht zurück
Vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020 wurden insgesamt 149’931 Fahrzeuge zum Verkehr zugelassen. Der Anteil der Neuzulassungen (Erstinverkehrsetzungen) hat im Vergleich zum Vorjahr weiter abgenommen und ist von 21,8 Prozent im Jahr 2019 auf 19,1 Prozent oder 28’609 Fahrzeuge im Jahr 2020 gesunken. 80,1 Prozent der in Verkehr gesetz- Zu den vollständigen Statistiken ten Fahrzeuge waren Occasionsfahrzeuge, wobei Mehrfachmutationen mitgezählt sind. Bei der grössten Fahrzeuggruppe, den Personenwagen, wurden im Jahr 2020 113’930 Inverkehrsetzungen registriert. Der Anteil der Neuwagen ging bei den Personenwagen verglichen mit dem Vorjahr von 20,4 auf 17,0 Prozent zurück.

Wachsende Anzahl Führerausweise
Insgesamt 595’304 (Vorjahr: 580’268) Personen waren per Stichtag 30. September 2020 im Besitz eines Führerausweises; 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Von den Inhaberinnen und Inhabern von Führerausweisen waren 54,7 Prozent Männer und 45,3 Prozent Frauen. 6,9 Prozent der Besitzerinnen und Besitzer von Führerausweisen haben das 75. Lebensjahr erreicht oder überschritten. Zusätzlich waren 25’617 Personen im Besitz eines Lernfahrausweises (Vorjahr: 20’384).

Zu den vollständigen Statistiken www.ag.ch

Potenzial nicht ausgeschöpft

Potenzial nicht ausgeschöpft | Der Landanzeiger

Mit der Teilrevision des Strassenverkehrsrechts stellt der Bundesrat die Weichen für die Verkehrssicherheit der nächsten Jahrzehnte. Der Entwurf enthält wichtige Impulse, allerdings gibt es auch kritische Punkte, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) schreibt.

Das Revisionspaket umfasst eine Anpassung des Strassenverkehrs- und des Ordnungsbussengesetzes sowie von acht Verordnungen. Der Bund reagiert damit auf die Entwicklungen im Strassenverkehr der vergangenen Jahre. Mit der Einführung der Helm-, Licht- und Tachopflicht soll zum Beispiel die Sicherheit von E-Bike-Fahrerinnen und E-Bike-Fahrern im Strassenverkehr erhöht werden – Massnahmen, welche die BFU als äusserst sinnvoll erachtet.

Paradigmenwechsel bei Tempo 30 notwendig
Ein wichtiges Instrument für mehr Verkehrssicherheit lässt das Revisionspaket allerdings ausser Acht: die einfachere Einführung von Tempo 30. Tempo 30 bietet ein enormes Potenzial für die Verkehrssicherheit. Nach Berechnungen der BFU liesse sich die Zahl der über 1900 Unfallopfer durch eine konsequentere Einführung von Tempo 30 mindestens halbieren. Die rechtlichen Hürden für eine Einführung von Tempo 30 müssen reduziert werden, die heute für die Städte und Gemeinden noch zu hoch sind. Zudem ist ein Paradigmenwechsel in der Verkehrsplanung notwendig: Der Fokus darf nicht ausschliesslich auf siedlungsorientierten Strassen liegen, vielmehr müssen auch Hauptverkehrsachsen einbezogen werden, die aber vortrittsberechtigt bleiben. Auf diesen verkehrsorientierten Strassen ist das Rettungspotenzial sogar grösser als auf den siedlungsorientierten Strassen.

Chance nutzen, um obligatorische Nachschulung einzuführen
Eine weitere Chance für die Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Schweiz bleibt in der Teilrevision ebenfalls ungenutzt: die obligatorische Nachschulung. Aus Sicht der BFU sprechen wichtige Gründe dafür, die obligatorische Nachschulung nun zeitnah einzuführen: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Nachschulungskurse für Verkehrsdelinquenten die Rückfallquoten senken, sofern diese bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen.

Gleich fünf Aarefisch-Medaillen in Sion

Gleich fünf Aarefisch-Medaillen in Sion | Der Landanzeiger

Mit fünf Medaillen von vier verschiedenen Schwimmerinnen und Schwimmern sowie neun Aargauer Rekorden kehrt das zwölfköpfige Team des Schwimmclubs Aarefisch Aarau unter der Leitung von Cheftrainer Dirk Thölking und Ruedi Klauenbösch von der Schweizer Kurzbahnmeisterschaft in Sion zurück.

Diese einzige nationale Meisterschaft in einem Hallenbad in diesem Jahr war die erfolgreichste Meisterschaftsteilnahme in der Vereinsgeschichte: Der Schwimmclub Aarefisch war in Sion der fünftbeste Schweizer Verein in der Punktewertung. Und dies, obwohl die Bedingungen nach fast einem Jahr ohne «richtig wichtigem Wettkampf» schwierig waren.

Mit einem umfassenden Schutzkonzept erhielt die Kurzbahn-SM vom Kanton Wallis, wo ein Teil-Lockdown herrscht, den Status einer Profisport-Veranstaltung. Der Nationale Verband Swiss Aquatics reduzierte dazu die Teilnehmerzahl stark, vor Hallenbadeintritt wurde den Athleten jedesmal die Temperatur gemessen, Desinfektionsmitteldispenser waren omnipräsent, lediglich Trainer und Funktionäre säumten den Beckenrand und die Medaillen mussten die Gewinner selber abholen. Das raubte dem Event zwar die Atmosphäre, die sonst herrscht, der Jubel und das Anfeuern der Clubkollegen und der Zuschauer fehlte schon, aber lieber so als eine Wettkampfabsage mehr.

SM im Zeichen des Nachwuchses
Als erfreulich bezeichnete Swiss Aquatics das Nachrücken von zahlreichen Teenagern in allen Disziplinen. Auch Athleten des Schwimmclubs Aarefisch zählen zu diesen neuen Namen auf nationaler Ebene. Zum Beispiel die 15-jährige Anna Vismara aus Brugg, die nun zum ersten Mal bei der Elite auf dem Podest stand. Sie gewann mit neuen persönlichen Bestzeiten und Aargauer Rekorden im Delfin über 50 m in 27.55 Sekunden und über 100 m in 1:00.98 Minuten Silber und Bronze.

Gleich fünf Aarefisch-Medaillen in Sion | Der Landanzeiger
Anna Vismara, die Newcomerin des Schwimmclub Aarefisch, gewann Silber und Bronze.

Ebenfalls dazu gehört der 16-jährige Robin Affentranger aus Erlinsbach, der die Aargauer Rekorde im Rücken über 50 m, 100 m und 200 m unterbot, alle Strecken ebenfalls mit neuen persönlichen Bestzeiten. Als erster Aargauer schwamm er in der längsten Rückendisziplin auf der kurzen Bahn in 1:59.03 unter zwei Minuten und sicherte sich die bronzene Medaille. Ebenfalls Bronze mit der neuen Aargauer Rekordzeit von 3:54.21 Minuten gab es für Nationalkadermitglied Dario Wickihalter über 400 m Freistil am ersten Wettkampftag. Open- Water Spezialist Federico Salghetti-Drioli, ebenfalls Mitglied Nationalkader, gewann über 1500 m Freistil eine weitere Bronzemedaille.

In der letzten Disziplin vom späten Sonntagnachmittag gab es einen weiteren Aargauer Rekord. Über 4 × 50 m Lagen verbesserte der Schwimmclub Aarefisch (Kevin und Robin Affentranger, Dario Wickihalter, David Radam) in 1:45.16 Minuten seine eigene Bestzeit aus dem Jahre 2017. Natürlich zeigte sich Aarefisch-Cheftrainer Thölking sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen. Das Training im Schwimmbad Suhr-Buchs-Gränichen hat sich gelohnt.

Engelscheune wird im Jahr 2021 saniert

Engelscheune wird im Jahr 2021 saniert | Der Landanzeiger

Die Einwohnergemeinde Oberentfelden rechnet im Jahr 2021 mit einem Defizit von 645’000 Franken, was vier Steuerprozenten entspricht.

Der Gesamtumsatz der Erfolgsrechnung beläuft sich auf mehr als 40,5 Millionen Franken. 31 Millionen Franken davon entfallen auf den steuerfinanzierten Bereich. Die restlichen knapp 10 Millionen Franken sind die Umsätze der Eigenwirtschaftsbetriebe Wasserwerk, Abwasserbeseitigung, Abfallwirtschaft, Elektrizitätsversorgung und Holzschnitzelheizung.

Die zu erwartenden Einkommens- und Vermögenssteuern liegen rund 350’000 Franken unter dem Ertrag des Jahres 2019 sowie 134’000 Franken unter dem Budget 2020. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Steuerertrag sind schwierig einzuschätzen, schreibt die Gemeinde in ihrer Mitteilung. Das Kantonale Steueramt geht von einem Einbruch von 2,5 Prozent aus. Die budgetierten Gewinn- und Kapitalsteuern juristischer Personen (Aktiensteuern) liegen 100’000 Franken unter dem Budget 2020. Der gesamte budgetierte Fiskalertrag beläuft sich auf gut 18,6 Millionen Franken. Im Jahr 2019 betrug dieser fast 19,1 Millionen Franken. Der betriebliche Aufwand beträgt 29,8 Millionen Franken, davon entfallen 16,1 Prozent auf den Personalaufwand. Dieser fällt höher aus, da für die Sozialen Dienste zusätzliche 160 Stellenprozente und für das Regionale Betreibungsamt zusätzliche 100 Stellenprozente beantragt werden.

Fast 500’000 Franken mehr Finanzausgleich
Im Jahr 2021 erhält Oberentfelden einen Finanzausgleichsbeitrag von mehr als 3 Millionen Franken. Dieser Betrag liegt fast eine halbe Million Franken über dem Beitrag des Jahres 2020. Der zu erwartende Betrag setzt sich zusammen aus dem Bildungslastenausgleich, dem Soziallastenausgleich und dem Steuerkraftausgleich. Letzterer fällt 261’000 Franken höher aus als im Vorjahr. Erstmals erhält Oberentfelden zusätzlich einen Mindestausstattungsbeitrag. Solche Beiträge erhalten Gemeinden, deren Normsteuerertrag pro Kopf einen Durchschnittswert der Aargauer Gemeinden unterschreitet.

2,2 Millionen Franken für die Schule Oberentfelden
Das Investitionsbudget der Einwohnergemeinde – ohne Eigenwirtschaftsbetriebe – beläuft sich auf 3,8 Millionen Franken. 2,2 Millionen Franken beträgt der Anteil von Oberentfelden an den Investitionen der Schule Entfelden. Davon entfallen 1,2 Millionen Franken auf die Gesamterneuerung der schulinternen IT-Anlage. Dieser Kredit unterliegt der Urnenabstimmung in den beiden Verbandsgemeinden. Rund 1,5 Millionen Franken entfallen auf diverse Strassensanierungen.

Die Eigenwirtschaftsbetriebe rechnen mit Investitionsausgaben von 4,3 Millionen Franken. Die Selbstfinanzierung der Einwohnergemeinde liegt bei 810’000 Franken. Damit können die geplanten und die bereits beschlossenen Investitionen nur zu rund 21 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden. Der Finanzierungsfehlbetrag beträgt mehr als drei Millionen Franken.

Mehrkosten für die Engelscheune
Die für das Jahr 2020 geplante Sanierung der sich im Besitz der Einwohnergemeinde befindenden Engelscheune findet erst im Jahr 2021 statt. Zusätzlich zu den bereits bekannten Massnahmen im Umfang von aktuell 440’000 Franken ist geplant, eine Wärmedämmung des Dachs vorzunehmen. Dies verursacht Mehrausgaben von 130’000 Franken. Diese Kosten werden direkt der Bilanz belastet. Sie erscheinen weder in der Erfolgsrechnung, noch in der Investitionsrechnung und werden deshalb den Stimmberechtigten separat zur Abstimmung unterbreitet. Weil die Herbstgemeindeversammlung wie bereits die Sommergemeinde wegen Corona abgesagt wurde, wird dieses Traktandum wie auch das Budget 2021 am 13. Dezember an der Urne zur Abstimmung kommen.

Die Detailzahlen zum Budget inklusive der Erfolgs- und Finanzierungsausweise sowie die Erläuterungen samt Kennzahlen sind auf der Homepage der Gemeinde Oberentfelden abrufbar. Ebenso ist der Aufgaben- und Finanzplan 2021 bis 2025 aufgeschaltet.

Corona: Regierungsrat bewilligt Zivilschutzeinsatz

Regierungsrat bewilligt Zivilschutzeinsatz | Der Landanzeiger

Die hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus belasten Gesundheitswesen und Behindertenhilfe im Aargau. Aus diesem Grund bewilligt der Regierungsrat das Aufgebot von 500 Angehörigen des Zivilschutzes bis Ende Januar 2021.

Die zweite Welle der Pandemie mit den gegenwärtig immer noch hohen Infektionszahlen stellt erste Leistungserbringer im Gesundheitswesen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen vor grosse Herausforderungen. Einerseits fehlen erkrankte Mitarbeiter und andererseits muss die Einhaltung der Schutzkonzepte gewährleistet werden. Aus diesem Grund ist rasche Unterstützung nötig. Mit dem Einsatz des Aargauer Zivilschutzes sollen die Leistungserbringer mit Unterstützungsbedarf entlastet werden. Im Unterschied zum ersten Aufgebot im April hat der Bund bisher kein Aufgebot für den Zivilschutz beschlossen.

Der Regierungsrat hat entschieden, das Aufgebot von 500 Angehörigen des Zivilschutzes vorsorglich zu bewilligen. Damit wird dem Departement Gesundheit und Soziales (DGS) die Möglichkeit gegeben, in dringenden Fällen schnell und direkt zu entscheiden.

Die Schutzdienstpflichtigen werden so weit wie möglich in den bestehenden Strukturen der 17 Aargauer Zivilschutzorganisationen (ZSO) aufgeboten. Zudem sollen die durch die Bevölkerungsschutzregionen bewilligten Zivilschutzeinsätze baldmöglichst durch das DGS koordiniert werden. Damit soll eine einheitliche Bewilligungspraxis und eine Übersicht über die verfügbaren Zivilschutzressourcen gewahrt werden.

Ein Mini-Räbeliechtli-Umzug

Ein Mini-Räbeliechtli-Umzug | Der Landanzeiger

«Räbeliechtli, wo besch gsi? Dur d’ Stroos duruuf und s Gässli aab. Gäll Liechtli, lösch ned ab!» Die grossen Räbenliechtli-Umzüge durften dieses Jahr aus den bekannten Gründen zwar nicht stattfinden. Doch im kleinen Rahmen schon, wie unser Bild aus Safenwil zeigt: Mit grossem Stolz begaben sich die Kinder mit ihren liebevoll gestalteten Räbeliechtli durch die dunkle Nacht. Das warme Licht der Kerzen brachte die Augen der Kinder zum Leuchten. Eine schöne Tradition brachte viel Freude.