Aargauer Kunstschaffen | Der Landanzeiger
Katharina Ammann (vorne) und Susanne König (hinten) beim Rundgang durch die Ausstellung (im Raum von Gearg Aerni).

In das Aargauer Kunstschaffen eintauchen

Bis am 24. Januar bietet die Ausstellung «Auswahl 20» einen Einblick in das aktuelle, regionale und kantonale Kunstschaffen

Die Auswahl 20 ist die traditionelle Jahresausstellung der Aargauer Künstlerinnen und Künstler und wird vom Aargauer Kuratorium und dem Aargauer Kunsthaus gemeinsam realisiert. Im Rahmen der Auswahl 20 spricht das Aargauer Kuratorium auch die Werk- und Förderbeiträge.

170 haben sich beworben, 50 Künstlerinnen und Künstler haben schliesslich die Gelegenheit bekommen, ihre Werke im Kunsthaus auszustellen und damit sich und ihr Schaffen zu präsentieren. Malerei, Fotografie, Videoinstallationen bis hin zu skuplturalen und multimedialen Rauminstallationen – im Unter- und Obergeschoss des Kunsthauses wird das breite Spektrum der Aargauer Kunstschaffenden gezeigt. Das weite Spektrum widerspiegelt sich auch bei den Künstlerinnen und Künstler, die vom Aargauer Kuratorium einen Werk- oder Förderbeitrag erhalten haben. «Das Spektrum bei den Beiträgen ist auch hier sehr gross und geht über alle möglichen Medien», sagt Susanne König, die den Juryvorsitz Bildende Kunst und Performance des Aargeuer Kuratoriums inne hat. Dabei sind die prämierten Künstler zwischen 31 und 71 Jahre alt, manche Namen kennt man, aber es sind auch Neuentdeckungen mit dabei. Neben der Verleihung des Werk- und Förderbeitrage übergibt auch die Credit Suisse ihren Förderpreis in der Höhe von 10’000 Franken.

Glück und Bedauern
Die Kuratorin der Auswahl 20 ist Katharina Ammann. Sie ist seit dem 1. Juli die neue Direktorin des Aargauer Kunsthauses. «Wir sind unendlich froh und dankbar, dass unser Museum offen sein kann und wir das regionale und kantonale Kunstschaffen zeigen können», sagt sie. Gleichzeitig bedauert sie, dass die Vernissage, die vergangene Woche stattgefunden hätte, abgesagt werden musste. «Das ist ein grosser Verlust. Denn die Vernissage der Auswahl ist jedes Jahr ein riesiges Fest.»

So werden aufgrund der aktuellen Corona-Situation auch die zehn Werk- und Förderbeiträge des Aargauer Kuratoriums nicht wie jedes Jahr anlässlich der Vernissage vergeben. Die in diesem Jahr ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler werden in virtueller Form geehrt.

Zwar werden sogar Führungen und Veranstaltungen in Kleinstgruppen angeboten, um die Sichtbarkeit des Aargauer Kunstschaffens zu heben, werden aber auch verschiedene Online-Aktionen gestartet. Das Aargauer Kuratorium wird Künstlerinnen und Künstler portraitieren, Bilder zeigen und die Jurybewertungen veröffentlichen. Das Aargauer Kunsthaus plant einen digitalen Adventskalender, bei dem die Künstlerinnen und Künstler ihren Auftritt haben werden.

Weitere Informationen gibt es auf www.aargauerkunsthaus.ch.


Die Auszeichnungen im Rahmen der Auswahl 20

CS Förderpreis, 10 000 Franken: Lea Schaffner, 31

Werkbeiträge des Aargauer Kuratoriums, 30 000 Franken: Cédric Eisenring, Aarau; Philippe Fretz, Genf; Laura Mietrup, Basel; Gabriel Studerus & Julia Geröcs, Zürich

Förderbeiträge des Aargauer Kuratoriums, 10 000 Franken: Angela Anzi, Basel; Marianne Halter & Mario Marchisella, Zürich; Levent Pinarci, Bern; Lorenz Olivier Schmid, Küttigen; Gianluca Trifilò, Baden; Rolf Winnewisser, Ennetbaden

Von den insgesamt 170 Eingaben bewarben sich 76 um einen Werk- oder Förderbeitrag. 20 Bewerbungen schafften es in die Ausstellung, zehn wurden ausgezeichnet.


Text & Bild: SAH
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