Chancen und Risiken von Gemeindefusionen

Grossregion Aarau | Der Landanzeiger

Im Kanton Aargau sind in den letzten 20 Jahren 22 Gemeindefusionen vollzogen worden – eine Entwicklung, die auch schweizweit zu beobachten ist. Welche Chancen und Risiken bietet ein Zusammenschluss einer oder mehrerer Gemeinden? Verschiedene namhafte Referenten präsentieren an der Gemeindetagung 2020 verschiedene Forschungsergebnisse und berichten aus eigener Erfahrung.

Seit dem Jahr 2000 ist die Anzahl der Gemeinden im Kanton Aargau von 232 auf 210 geschrumpft. In der Landanzeiger-Region fusionierten zuletzt Attelwil und Reitnau. Weitere zehn Gemeinden werden im Jahr 2022 verschwinden. Acht Gemeinden befinden sich aktuell im Fusionsprozess.

Wie entwickelt sich die Aargauer Gemeindelandschaft weiter und welche Auswirkungen hat eine Gemeindefusion auf die Entwicklung einer Gemeinde? Namhafte Referenten erörtern diese Fragen an der Gemeindetagung 2020, die zum sechsten Mal von der Gemeindeabteilung des Departements Volkswirtschaft und Inneres durchgeführt wird, heuer zum ersten Mal in digitaler Form.

Starke Gemeindestrukturen
Für Regierungsrat Dr. Urs Hofmann ist klar: «Die Gemeinden im Kanton Aargau sind gut aufgestellt.» Der oberste Schirmherr über die Aargauer Gemeinden durfte in den vergangenen 12 Jahren seiner Regierungszeit die Veränderung in der Aargauer Gemeindelandschaft hautnah miterleben. «Bei einer Fusion ist viel Diskussionsbedarf und Fingerspitzengefühl der Gemeindebehörden gegenüber der Bevölkerung gefragt», sagt Hofmann. Es sei wichtig, der Bevölkerung aufzuzeigen, was sich verändern werde und was gleichbleibe. «Wir pflegen im Aargau eine grosse Gemeindeautonomie und versuchen, mit den Gemeinden zusammen gute Lösungen zu finden», sagt Hofmann. So habe man gemeinsam den Finanzausgleich und die neue Lasten- und Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden über die Bühne gebracht.

Milizsystem stösst an Grenzen
Doch es sei auch eine Tatsache, dass Aufgaben komplexer geworden seien und gerade das Milizsystem, wie es in den Gemeinden zum Tragen komme, manchmal an seine Grenzen stosse. «Wir brauchen Gemeinden, die langfristig funktionstüchtig sind und die Spielraum haben, ihre Zukunft zu gestalten», so Hofmann weiter. Gemeindefusionen seien dort sinnvoll, wo die finanzielle und personelle Substanz einer Gemeinde verbessert würden und damit deren Handlungsfähigkeit im Interesse der Gemeindeautonomie gestärkt werde.

«Die Praxis zeigt, dass Gemeindefusionen mit vielfältigen Chancen verbunden sind», sagt Dr. Jean-Claude Kleiner, der mit seiner Beratungsfirma schon etliche Gemeindefusionen begleitet hat. Zu den Chancen zählen neben finanziellen Einsparungen auch die regionale Position, fachkompetente Behörden, professionelle Verwaltung, eine optimierte Raumplanung und ein neues Selbstverständnis.

Doch auch die Risiken seien nicht zu unterschätzen wie beispielsweise der Verlust der Eigenständigkeit und Identität, Verlust der Schule vor Ort, Distanz zur Verwaltung oder die Harmonisierung der Gebühren und der Gesetzgebung. «Obwohl Gemeindefusionen mittlerweile alltäglich geworden sind, handelt es sich dabei nach wie vor um anspruchsvolle Projekte», sagt Kleiner. Sachliche Argumente allein genügten nicht. Es müssten auch die finanziellen Perspektiven stimmen. «Doch Gemeindefusionen sind vor allem auch eine Herzensangelegenheit. So müssen Kopf, Herz und Portemonnaie Ja zu einer geplanten Vereinigung sagen», stellt er fest. Mit Kopf meint Kleiner, dass gewichtige Argumente vorhanden sein müssten.

Demokratiedefizite können entstehen
«Gemeindefusionen haben vor allem auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Demokratie», sagt Dr. René Roca, Leiter des Forschungsinstituts direkte Demokratie und Vizeammann in Oberrohrdorf-Staretschwil. Diese schlagen sich unter anderem in einer tieferen Stimmbeteiligung nieder, wie eine Studie des Zentrums für Demokratie zeige. «Die politisch-demokratischen sowie menschlich-gemeinschaftlichen Auswirkungen einer Fusion werden kaum hinterfragt. Zu Unrecht, denn sie spielen sehr wohl eine Rolle, auch wenn sie bei Fusionsdiskussionen immer wieder als sogenannte weiche Faktoren verunglimpft werden», stellt Roca fest, der selber eine Gemeindefusion der Gemeinde Oberrohrdorf-Staretschwil erfolgreich abgewehrt hat. Es sei zudem ein «Fusions-Mythos», dass mit einer Gemeindefusion Spareffekte erzielt werden könnten. Das zeige eine breitangelegte wissenschaftliche Untersuchung der Universität Luzern.

Knackpunkte einer Grossfusion
Eine grosse Gemeinde, die gerade im Nordosten des Kantons entsteht, ist Zurzach. Reto S. Fuchs, Gemeinderat von Bad Zurzach und Präsident der Umsetzungskommission, weiss um die Risiken einer Fusion: «Knackpunkte einer Grossfusion muss man gezielt angehen.» Dabei seien Name, Wappen, Postleitzahlen, Strassennamen der zukünftigen Gemeinden, wie auch Umgang mit Vereinen oder die Organisation der Legislative und Exekutive sowie Standort der Gemeindeverwaltung und der Schulen zu organisieren.

Seit 2015 haben unzählige Gespräche und Treffen zwischen den Behörden der Rheintaler Gemeinden stattgefunden. Dabei wurde nebst laufender Information der Schwerpunkt auf den aktiven Einbezug der Bevölkerung in den gesamten Prozess gelegt. Nun ist es bald soweit: Per 1. Januar 2022 werden sich die acht Rheintaler Ortschaften Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Rekingen, Rietheim, Rümikon und Wislikofen zur neuen Gemeinde Zurzach zusammenschliessen.

In der Landanzeiger-Region ist es noch nicht so weit. Am 13. Dezember stimmt die Oberentfelder Bevölkerung darüber ab, ob die Gemeinde weiterhin dem Projekt «Zukunftsraum Aarau» angehören will oder ob es wie Suhr austritt. 

Streit um den Kosten-Verteilschlüssel

Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1994 | Der Landanzeiger

Für die Feuerwehr Uerkental soll ein neuer Verteilschlüssel her. Das fordert die Gemeinde Bottenwil, die der Ansicht ist, dass sie seit Jahren für die Feuerwehr zu viel bezahlen muss. Das Thema wird seit drei Jahren diskutiert, neue Varianten werden diskutiert, eine Lösung gibt es bis heute nicht.

Die Gemeinden Uerkheim, Bottenwil und Wiliberg haben 2006 die gemeinsame Feuerwehr Uerkental ins Leben gerufen. Im damals vereinbarten Vertrag ist festgelegt, dass Uerkheim 45 Prozent, Bottenwil 42 Prozent und Wiliberg 13 Prozent der Kosten übernimmt, die für die Feuerwehr anfallen. Im Vertrag steht auch, dass der Verteilschlüssel frühestens am 1. Januar 2014 überprüft werden soll.

Seit 2017 laufen Diskussionen, um gewisse Regelungen im Vertrag zu ändern. Den Anstoss gab dabei Bottenwil, aus dessen Bevölkerung Druck auf den Gemeinderat ausgeübt wurde. In Bottenwil ist man der Meinung, dass die Gemeinde seit Jahren für die Feuerwehr zu viel bezahlt und es nun an der Zeit ist, den Vertrag anzupassen.

Ausgang der Verhandlungen ist offen
Am letzten Treffen vor wenigen Tagen hat der Gemeinderat Bottenwil einen Kompromissvorschlag präsentiert. Eine Einigung wurde noch nicht erzielt.

Die gängigste Lösung bei gemeinsamen Feuerwehren ist ein Verteilschlüssel (siehe Kasten), der sich an den Einwohnerzahlen der beteiligten Gemeinden orientiert.

Die drei Ammänner, der an der Feuerwehr Uerkental beteiligten Gemeinden, wollten noch keine genaueren Angaben zum eingereichten Vorschlag machen.

Fakt ist: Es war bereits der zweite Vorschlag aus Bottenwil, der an der letzten Sitzung präsentiert wurde. Laut Uerkheims Gemeindeammann Herbert Räbmatter sei der erste indiskutabel gewesen: «Wir hätten rund 25 Prozent Mehrausgaben gehabt.» Der aktuelle Vorschlag war Thema an der Gemeinderatssitzung vom vergangenen Montag. «Ob der neue Verteilschlüssel am Schluss zustande kommt, kann ich noch nicht sagen», so Räbmatter.

Dem Traktandum zur Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeuges haben die Uerkner am vergangenen Freitag jedenfalls schon Mal zugestimmt. Notabene auf der Basis des bestehenden Verteilschlüssels. Wiliberg stimmt heute, 3. Dezember, darüber ab. Bottenwil hat das Geschäft nicht traktandiert. Deshalb kam der jahrelange «Knatsch» nun auch an die Öffentlichkeit. Bottenwil will zuerst einen neuen Vertrag ausarbeiten, bevor neue Investitionen traktandiert werden. Bottenwils Gemeindeammann Silvan Bärtschi weiss: «Es ist nicht einfach, einen gemeinsamen Weg zu finden. Wir sind aber auch nicht meilenweit davon entfernt.» Er habe Hoffnung, dass der Vorschlag angenommen werde.

Auch in Wiliberg hat der Gemeinderat den Vorschlag aus Bottenwil schon diskutiert. Ginge es nach dem vorgeschlagenen Verteilschlüssel, würde Wiliberg profitieren, verrät Gemeindeammann Patric Jakob: «Aktuell zahlen wir pro Kopf etwa doppelt so viel wie Uerkheim.» Jakob sieht nur Vorteile einer gemeinsamen Feuerwehr: «Sie ist viel schlagkräftiger als eine eigene. Ausserdem wäre das für uns ebenso teuer, wenn nicht gar teurer als jetzt.» Am Freitag wollen die drei Gemeinderäte ihre Entscheidung bekanntgeben.

Was passiert bei Nichteinigung?
Was wenn sie sich nicht einigen? Die teuerste Variante wäre die Auflösung der gemeinsamen Feuerwehr. Das würde aber die Beziehungen zwischen den Gemeinden belasten und alte Grabenkämpfe wieder aufleben lassen. Dazu käme, dass eine Kündigung zwei Jahre im Voraus und nur auf Ende Amtsperiode hin möglich ist. 


So regeln es Nachbarwehren

Die Feuerwehr Entfelden-Muhen existiert seit 2010 in dieser Form und entstand aus den Feuerwehren der drei Gemeinden Muhen, Ober- und Unterentfelden. Sie ist für den Schutz von 16’642 Menschen (Stand Oktober 2020) zuständig und das auf einer Fläche von total 17 km2. Investitionen für die Feuerwehr Entfelden-Muhen bezahlen die drei Gemeinden zu je einem Drittel. Den Betrieb finanzieren die drei Gemeinden mit einem Sockelbeitrag von je 20 Prozent, der Rest wir proportional zur Einwohnerzahl verrechnet. Die drei Gemeinden haben einen unbefristeten Vertrag für die Zusammenarbeit unterschrieben. Will eine Gemeinde austreten, so muss sie den Vertrag zwei Jahre im -Voraus schriftlich aufkündigen.

Die Regiowehr Suhrental ist für die Sicherheit der Gemeinden Hirschthal, Holziken, Schöftland und Staffelbach mit einer Fläche von rund 22 km2 und einer Bevöl-kerungszahl von rund 10’000 Einwohnerinnen und Einwohner zuständig. Die Regiowehr entstand im Jahr 2000 aus den Feuerwehren Schöftland und Staffelbach, 2006 kam Holziken dazu und 2014 Hirschthal. 2006 erfolgte der heute noch gültige Namenswechsel zur «Regiowehr Suhrental». Jede an der Regiowehr beteiligte Gemeinde bezahlt jährlich einen -Sockelbeitrag von 7,5 Prozent an die -Gesamtkosten der Feuerwehr, der Rest wird proportional zur Einwohnerzahl verrechnet. Die Kosten beinhalten den Betrieb und die Investitionen. Der Vertrag ist ebenfalls unbefristet und kann nur zwei Jahre im Voraus und auf Ende einer Amtsperiode aufgekündigt werden.

Die Feuerwehr Leerau entstand im Jahre 1976 aus den beiden Feuerwehren Kirchleerau und Moosleerau und ist die erste fusionierte Feuerwehr im Aargau. Sie ist für die Sicherheit von rund 1800 Einwohnern zuständig und deckt eine Einsatz-fläche von rund 8,17 km2 ab. Weil die beiden Gemeinde in etwa gleich gross sind, werden die Gesamtkosten proportional zur Einwohnerzahl verrechnet. Es gibt kein Sockelbeitrag.


Das Hochuli Bestattungsinstitut legt grossen Wert auf sehr gut ausgebildete Mitarbeiter

Manuela Vogel absolvierte beim Schweizerischen Verband der Bestattungsdienste die Weiterbildung zur Bestatterin mit Verbands-Zertifikat. Durch ihre seriöse Vorbereitung und der praktischen Erfahrungen im Hochuli Bestattungsinstitut gelang ihr eine sehr gute Prüfung. Dazu gratulieren wir Manuela Vogel recht herzlich.

Manuela Vogel | Der Landanzeiger
Manuela Vogel

«Wir sind seit Jahren Mitglied des SVB und begrüssen die Weiterbildungsmöglichkeiten des Verbandes sehr», meint Erika Hochuli, selber Bestatterin mit eidg. Fachausweis SBFI. «Das Tätigkeitsfeld der Bestattungsunternehmen veränderte sich in den vergangenen Jahren enorm». Die Bedürfnisse der Trauerfamilien sind individueller geworden, zudem sind die Angehörigen oft beruflich stark absorbiert und möchten gerade in der Zeit des Abschieds organisatorisch entlastet werden um der eigenen Trauer Raum geben zu können.

Das Hochuli Bestattungsinstitut legt grossen Wert auf die persönliche Beratung. Die Anliegen und Wünsche der Trauerfamilie können in den sehr schön eingerichteten Beratungsbüros in Aarau, Schöftland, Reitnau oder auf Wunsch bei der Trauerfamilie zu Hause aufgenommen werden.

Als Gesamtanbieter verfügt das Institut über exklusive Trauerartikel wie beispielsweise eine Gartenskulptur, die Asche von mehreren Verstorbenen aufnehmen kann oder über Särge und Urnen aus Schweizer Holz, die in der Region produziert werden.

Bestattungsfahrzeug | Der Landanzeiger
Bestattungsfahrzeug der Sonderklasse.

Für Todesanzeigen sowie Danksagungen unterstützen wir Sie und drucken anschliessend in unserem Hause die gewünschte Anzahl. Im Weiteren besteht die Möglichkeit eine Bestattungsvorsorge abzuschliessen. Gerne informieren wir Sie darüber persönlich. Unter Einhaltung der COVID-Massnahmen bieten wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten Abschied zu nehmen.

Kontakt

Hochuli Bestattungsinstitut
Aarau | Zofingen | Schöftland

Dreimal mehr Velopannenhilfe

Pannen mit E-Bikes nehmen stark zu | Der Landanzeiger

Seit dem Jahr 2018 bietet der TCS seinen Mitgliedern nebst der Pannenhilfe für Autos auch eine Velopannenhilfe an. Die Zahlen der Pannenfälle bei den Velos sind seit Einführung
der Leistung stetig steigend. Insbesondere Pannen mit E-Bikes nehmen stark zu. Mit Abstand die häufigste Pannenursache sind Probleme mit
den Reifen.

Im Jahr 2018 führte der TCS für seine Mitglieder die Pannenhilfe für Velos ein. Dies aus dem Grund, dass man den Mitgliedern im Pannenfall unabhängig von ihrem Verkehrsmittel zur Seite stehen will. Seit Einführung der Leistung ist die Anzahl der eröffneten Dossiers aufgrund von Pannenfällen stark zu-nehmend. Auch die grundlegende Nachfrage nach einer Versicherung, die im Falle einer Velopanne oder eines -Unfalls weiterhelfen kann, ist gemäss Zahlen des TCS steigend.

Dreimal mehr Panneneinsätze seit 2018
Im Jahr 2018 verzeichnete der TCS lediglich rund eine Velopanne pro Tag, nämlich 380 eröffnete Dossiers. 2019 waren es schon mehr als doppelt so viele Fälle. Bis Ende Oktober diesen Jahres rückte indes rund 1000 Mal ein Patrouilleur für eine Velopanne aus. Die meisten Velopannen im Jahr 2020 -wurden in städtischen Gebieten und in der Westschweiz – insbesondere in der Stadt Genf – gemeldet.

Pannenursachen
Mit Abstand am meisten Probleme hatten die Velofahrerinnen und Velofahrer mit den Reifen. Jedoch musste auch bei Problemen mit der Kette oder dem Antrieb von E-Bikes oft ausgerückt werden. Die Weiterfahrquote betrug bei den Velos ohne Antrieb im Durchschnitt 62 Prozent und bei den E-Bikes 58 Prozent. War es vor Ort nicht möglich, ein Velo wieder fahrtüchtig zu machen, wurde für die sichere Weiterreise der Velofahrerin oder des Velofahrers gesorgt und das Velo in die nächste Werkstatt oder ans Domizil -gebracht.

Zunahme bei den E-Bike-Pannen
E-Bikes erfreuen sich einer grossen Nachfrage, insbesondere auch seit dem -Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Zunahme der E-Bikes speziell im urbanen Strassenverkehr spiegelt sich auch in den Pannenzahlen wieder. Vor allem im Jahr 2020 stieg die Anzahl der E-Bike-Pannen im Verhältnis stark an. So betrafen in den Jahren 2018 und 2019 jeweils 38 beziehungsweise 39 Prozent aller Velopannen ein E-Bike. Im Jahr 2020 sind bereits 45 Prozent aller Velopannen Pannen bei einem E-Bike. Gerade wenn bei einem E-Bike der Motor ausfällt, ist dieses oftmals schwierig fortzubewegen. Der Patrouilleur kann dieses entweder vor Ort reparieren, in die nächste Garage oder an den Wohnort transportieren.

Im Bann des kleinen weissen Balls

Martin Bissegger gibt immer alles | Der Landanzeiger

Martin Bissegger frönt als Präsident des Tischtennisclubs Schöftland seiner Leidenschaft und hofft auf eine baldige Rückkehr zur Normalität.

Als einer der wenigen Vereine trainiert der Tischtennisclub Schöftland auch in diesen Tagen. Und das ganz legal, obwohl der Meisterschaftsbetrieb wegen Corona unterbrochen worden ist. Der Klub hat ein Schutzkonzept zur Benützung der Dreifach-Turnhalle erarbeitet, das von der Gemeinde abgesegnet wurde. Mithilfe einer App können sich die Mitglieder vor jeder Einheit anmelden, damit die maximal erlaubte Anzahl Spieler nicht überschritten wird.

Ausserdem profitieren die Suhrentaler Tischtennisspieler von den «corona-freundlichen» Gegebenheiten ihres Sports, sorgt doch nur schon der Tisch  für genügend Abstand. «So können wir die geforderte Distanz problemlos einhalten», sagt Martin Bissegger, Präsident des TTC Schöftland. Der 55-Jährige schätzt das Wohlwollen der Behörden enorm: «Manchmal stehen nur drei Spieler in der Halle, trotzdem brauchen wir Strom und die Heizung läuft. Wir hätten Verständnis, wenn die Gemeinde die Turnhalle aus diesen Gründen schliessen würde.»

Angst vor weiteren Einschränkungen
Wie wichtig ihm und seinen Mitstreitern die Trainings sind, zeigte der Frühling. Wegen des Lockdown blieb auch in Schöftland die Turnhalle während knapp zwei Monaten geschlossen, was nicht spurlos an den Tischtenniscracks vorbeiging. «Wir sind alles ältere Semester ab 45 Jahren. Ohne Training geht unsere Leistung schnell zurück», erklärt Martin Bissegger. Um dem körperlichen Abbau entgegenzuwirken, hielt sich der Inhaber einer Zahnarztpraxis auf eigene Faust fit. Eine «klassische Lektion» am Tisch vermag das aber längst nicht zu ersetzen. «Eine gewisse Angst ist schon da, dass unser Alltag noch mehr eingeschränkt wird», sagt er.

«Ich bin ein angefressener Tischtennisspieler», macht Bissegger keinen Hehl aus seiner Passion. Seit mittlerweile zehn Jahren amtet er als Klubpräsident, nebenbei übernimmt er eine Vielzahl an anderen Aufgaben. Bissegger schreibt Matchberichte, hilft als Spieler und Fahrer bei der auf diese Saison ins Leben gerufenen Schöftler Sechstliga-Equipe aus, kümmert sich um das Sponsoring eines professionellen Trainers für die erste Mannschaft, coacht den vereinseigenen Nachwuchs und leitet den Schulsport. «Ich mache das alles aus Freude», begründet Bissegger seine Liebe zum Tischtennis.

Am grünen Tisch zurück in die Nationalliga C
Zurück zu den Corona-konformen Trainings: Mit den zwei Zusammenkünften pro Woche wollen die Schöftler Tischtennisspieler nicht nur etwas für Geist und Körper tun, sondern sich auch für die sportlichen Ziele wappnen. «Wir trainieren für den Ligaerhalt», sagt Martin Bissegger. Gemeint ist das Fanionteam des TTCS, das nach zweijährigem Unterbruch wieder in der Nationalliga C agiert. Die Rückkehr in die dritthöchste Liga des Landes kam auch dank Corona zustande: Als die Saison 2019/20 Ende März abgebrochen wurde, lag Schöftland nach Verlustpunkten an der Tabellenspitze. Der Klub profitierte anschliessend davon, dass Swiss Table Tennis entschied, die Saison trotzdem zu werten, weil nur noch zwei Meisterschaftsrunden zu absolvieren waren. «Den Aufstieg am grünen Tisch sehen wir nicht als Geschenk an. Wir haben in dieser Saison gut gespielt und hätten es wahrscheinlich auch auf sportlichem Weg geschafft», sagt Bissegger.

Pause kommt ungünstig
Der Start in der NLC verlief für Schöftland harzig. Gegen die Gruppenfavoriten Rapid Luzern II und Bremgarten resultierte jeweils eine 0:10-Pleite, dazwischen ergatterte man sich beim 5:5 gegen Lenzburg die ersten Punkte. Im vierten -Anlauf resultierte Zuhause gegen das favorisierte Heimberg der erste Sieg (6:4), ehe Corona den Lauf abrupt unterbrach. «Das Niveau in dieser Liga ist recht hoch. Dass die Pause jetzt kommen musste, ist schade, aber die Spieler sind nach wie vor motiviert», sagt Bissegger. Die Aufwärtstendenz will der TTCS bestätigen, wenn der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. «Der Verbleib in der Nationalliga C ist wichtig für den Verein, weil wir Spieler mit dem nötigen Potenzial für diese Liga haben», sagt der Präsident. Ausserdem käme man als Zuschauer in den Genuss von attraktivem Tischtennis. «Es ist auch eine schöne Sache, weil wir gegen Leute spielen, denen man ihre Klasse ansieht», sagt er. 

Auch in Aarau hat die Adventszeit begonnen

Aarau im Advent | Der Landanzeiger

Mit dem Night Shopping hat auch in Aarau die Adventszeit begonnen – und das bereits zum 15. Mal. Es hätte also ein kleines Jubiläum gefeiert werden können. Doch in diesem Jahr, ist eben alles etwas anders. Und so wurde auch das Night Shopping etwas anders durchgeführt. Kein Glühweinausschank auf den Gassen, keine Trompetenklänge, keine Chorstimmen. Trotzdem lockte das diesjährige Night Shopping viele Menschen in die Stadt. Ob es daran gelegen hat, dass gleichzeitig auch der Black Friday war oder war es das Ambiente mit Weihnachtsbeleuchtung und geschmückten Schaufenstern? Auf jeden Fall wurde das diesjährige Motto «gemeinsam, statt einsam» erfüllt.

Kerzenziehen in Aarau | Der Landanzeiger
Auch das Aarauer Kerzenziehen startete am vergangenen Freitag.

Auch das Aarauer Kerzenziehen in der Markthalle ist seit Freitag eröffnet. Zwar auch hier in reduzierter Form, doch der Traditionsanlass wird auch in diesem Jahr für freudige Momente sorgen. Wie auch die verschiedenen Adventskalender, die am Dienstag gestartet sind: «Sternenjagd» mit dem Zentrum, klingender Adventskalender in der Stadtkirche, «Bildpaare» vom Stadtmuseum.

Aarau im Advent | Der Landanzeiger
Die Geschäfte haben ihre Häuser, Fassaden und Schaufenster herausgeputzt und geschmückt.
Black Friday | Der Landanzeiger
In diesem Jahr war der Black Friday am gleichen Tag wie das Night Shopping.

«Die Vorteile überwiegen die Nachteile bei weitem»

Zukunftsraum Aarau: Pro Komitee Oberentfelden | Der Landanzeiger

Am 13. Dezember stimmt Oberentfelden darüber ab, ob die Gemeinde weiterhin beim Zukunftsraum Aarau dabei sein will. Harry Knaus und Pius Meyer vom Pro Komitee Oberentfelden stehen Red und Antwort. Für Sie ist klar: Der Zukunftsraum ist eine einmalige Chance für Entfelden.

Sie setzen sich in Oberentfelden für ein Ja zum Zukunftsraum Aarau ein. Was sind Ihre wichtigsten drei Trümpfe im Abstimmungskampf?
Pro Komitee: Der Zukunftsraum ist ein Projekt, das aus der Gegenwart heraus die Zukunft im Blickfeld hat und Antworten auf die künftigen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gibt. Es ist generationenübergreifend angelegt und bietet für die jüngeren und älteren Einwohner nachhaltige Entwicklungsperspektiven.

Erklären Sie unserer Leserschaft, wie die Identität von Ober- und Unterentfelden gestärkt werden soll, wenn beide Gemeinden mit der viel grösseren Stadt Aarau fusionieren?
Das Vereins- und Kulturleben bleibt weiterhin in den verschiedenen Stadtteilen bestehen (z. B. Äntefescht). Dadurch ist die Zugehörigkeit wie auch die Identität zur heutigen Gemeinde und zum zukünftigen Stadtteil gewährleistet. Auch kann mit einer Motion oder über die eigenen Einwohnerräte Einfluss auf die politischen Entscheidungen genommen werden. Ebenfalls gibt es in Ober- und Unterentfelden eine Anlaufstelle für persönliche Belange.

Statt einer Gemeindeversammlung gibt es künftig einen Einwohnerrat, der die wichtigen politischen Entscheidungen trifft. Die Fusionsgegner fürchten, nicht mehr mitreden zu können und alles diktiert zu bekommen. Teilen Sie diese Befürchtungen?
Nein, denn in den letzten Jahren haben nur zirka 1 – 2 Prozent der Gesamtbevölkerung an der Gemeindeversammlung teilgenommen, was nicht repräsentativ ist. Neu erhält jeder Stadtteil im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine Anzahl Sitze im Einwohnerrat. Für Ober- und Unterentfelden bedeutet das 18 Sitze bei total 50 Sitzen, also 36 Prozent. Somit haben wir ein beachtliches Gewicht im Rat.

Sie werben damit, dass die Entfelder bei einem Ja künftig weniger Steuern bezahlen – es wird von 97 Prozent statt 110 und mehr Prozent gesprochen. Wer bezahlt dann die wichtigen Investitionen und Sanierungen wie z. B. Schulhäuser oder Freizeitanlagen?
Die kleineren Steuereinnahmen von den natürlichen Personen im Umfang von 3,9 Millionen werden (als Folge des Zusammenschlusses) durch jährliche Einsparungen von 5 Millionen Franken kompensiert. Der neue Zukunftsraum ist finanzkräftiger als es Ober- und Unterentfelden sind. Daher kann besser in wichtige Projekte investiert werden.

Die Ortsnamen, die Adressen, die Postleitzahlen und die Verwaltung sollen bleiben. Trotzdem sprechen alle davon, Synergien nutzen zu können. Wo sehen Sie diese?
Das grösste Einsparungspotential ergibt sich durch die Zusammenführung der Verwaltungen, womit Synergien im Umfang von zirka 13 Vollzeitstellen realisiert werden können. Auch sollen ausgelagerte Leistungen neu übernommen werden. Weitere Synergien zeigen sich in der günstigeren Beschaffung wie auch beim Mietaufwand.

Das Gewerbe erhofft sich durch den Zusammenschluss bessere Rahmenbedingungen. Gibt es diese?
Ein umfassendes Gemeindegebiet oder eben neu Stadtgebiet bietet höheren Gestaltungsspielraum und grössere Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen. Die Standortattraktivität als grössere Stadt mit guter Anbindung an Bahn- und Strasseninfrastruktur zieht auch neue Unternehmen an. Dadurch erhöht sich die Sichtbarkeit und Attraktivität bestehender Unternehmen. Bei Ansiedlungen von neuen Unternehmen werden auch Arbeitsplätze geschaffen. Attraktiver Wohnraum in der neuen Stadt Aarau würde somit für diese Arbeitnehmer ebenfalls zur Verfügung stehen. Dies wiederum hätte neue Steuereinnahmen zur Folge. Davon würden letztendlich in Form eines attraktiven Steuerfusses die Allgemeinheit wieder profitieren.

Die Entfelder Vereine befürchten, dass sie künftig Sportplätze, Übungslokale und Turnhallen mit Aarauer Vereinen teilen müssen. Wie realistisch ist dieses Szenario?
Grundsätzlich wird die Förderung der Vereine beibehalten. Die Benützung der Sporthallen ist in allen Gemeinden kostenlos. In der ersten Legislatur (also ab 2026) setzen sich die Kulturförderkommission und die Sportkommission, in denen jede Gemeinde vertreten ist, zusammen und erarbeiten entsprechende Richtlinien. Dabei können in einzelnen Stadtteilen schwerpunktmässige Angebote für die ganze Stadt geschaffen werden. Wir Entfelder benützen ja bereits jetzt viele Angebote von Aarau im Bereich Kultur und Sport.

Wie profitieren die Schulen und die Schüler von einem Ja zum Zusammenschluss?
Im Moment haben die Entfelder eine Schulleitung, eine Schulpflege und einen Kreisschulrat. Das ist eine wenig effiziente und gleichzeitig teure Struktur. Künftig untersteht die Schulleitung direkt dem Stadtrat, damit wird der Instanzenweg schlanker und die Kompetenzen der Schulleitung erweitert. Entfelden baut ständig neue Schulpavillons, weil für Grossprojekte sowohl die Finanzen wie auch der Platz fehlt. Mit dem Zukunftsraum können Schule und Schüler von neuen Investitionen und Möglichkeiten profitieren.

Wo steht Oberentfelden aus Ihrer Sicht in 20 bis 25 Jahren?
Oberentfelden hat sich zu einem attraktiven Stadtteil von Aarau entwickelt, mit einer guten Infrastruktur und Zugang zu zeitgemässen Bildungsinstitutionen. Er verfügt über einen lebenswerten Wohnraum mit kurzen Wegen zu Naherholungszonen, pflegt ein aktives Vereins- und Kulturleben und ist Teil einer Stadt mit Ausstrahlung über die Kantonsgrenzen hinweg.

Warum sollen Entfelderinnen und Entfelder am 13. Dezember ein Ja zum Zukunftsraum in die Urne legen?
Das Projekt ist sorgfältig erarbeitet und trägt den vielen unterschiedlichen Interessen der einzelnen Gemeinden Rechnung. Es ist basisdemokratisch abgestützt, schafft Möglichkeiten zur Gestaltung und ist ein Generationenprojekt. Die Vorteile überwiegen die Nachteile bei weitem. Es gibt zukunftsgerichtete Antworten auf die Fragen und Herausforderungen der Gegenwart.

In 15 Minuten zum Ergebnis: Apotheken leisten wichtigen Beitrag gegen die Pandemie

Corona-Schnelltests | Der Landanzeiger

Seit Mittwoch, 25. November bieten sieben Aargauer Apotheken Corona-Schnelltests an. Darunter die Lindenapotheke in Unterentfelden, die Aare Apotheke, Rombach und die Top-Pharm Apotheke Drogerie, Küttigen. Eigens dafür geschulte Mitarbeitende führen auf Voranmeldung Corona-Schnelltest durch.

Der Bund hat Ende Oktober die Aufnahme von Antigen-Schnelltests in die Corona-Teststrategie bekanntgegeben. In Absprache mit dem Departement Gesundheit und Soziales haben die Aargauer Apotheken umgehend die nötigen Schritte vollzogen und ein Pilotprojekt organisiert mit sieben Apotheken. Die Apotheken verfügen über einen separaten Raum (ggf. auch aus-serhalb der Apotheke) sowie über einen speziellen Wartebereich. Schutzkonzepte sorgen dafür, dass zu testende Personen, übrige Kundinnen und Kunden in Apotheken sowie Apothekenteams zu keiner Zeit gefährdet sind. Ausserdem mussten die Mitarbeitenden eine Weiterbildung absolvieren.

Für nicht-Risikopatienten mit Symptomen
Vorderhand werden die Schnelltests in zwei Fällen eingesetzt: Bei Personen mit Symptomen, die aber nicht zu den besonders gefährdeten Risikogruppen gehören, sowie bei Personen ohne Symptome, die jedoch eine Meldung der Swiss-Covid-App erhalten haben. Erfahrungen aus anderen Kantonen zeigen, dass die Nachfrage nach Schnelltests gross ist. 

Um Ansammlungen vor und in den Apotheken zu vermeiden bedarf es einer Voranmeldung; dies geschieht über ein Onlinebuchungstool auf den Websites der Apotheken. Für die Abrechnung gegenüber dem Bund wird die Krankenkassen-Versichertenkarte benötigt.

Die zwei in der Schweiz zugelassenen Schnelltests reagieren auf virale Antigene und liefern innert 15 Minuten ein Ergebnis. Die Patienten werden entweder gleich vor Ort über das Ergebnis informiert oder per SMS/Telefon. Aus-serdem melden die Apotheken sämtliche Tests dem BAG: Positive innert zwei Stunden, negative innert 24 Stunden.

Lukas Korner, Präsident des Aargauischen Apothekerverbandes, freut sich: «Mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten und schnellen Resultaten können wir Menschen mit Symptomen schnelle Gewissheit geben. Mit unserem Angebot entlasten wir bestehende Testeinrichtungen, stehen dezentral zur Verfügung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Testkapazität – ein Schlüsselfaktor in der Bekämpfung der Pandemie!»

Zu den sieben Pilotapotheken, die im Aargau Covid-19-Schnelltests anbieten, gehören im Landanzeiger-Gebiet die Aare Apotheke, Rombach und die Top-Pharm Apotheke Drogerie, Küttigen, die das gemeinsam im Spittel/Altes Gemeindehaus, Hauptstrasse 29, Küttigen anbieten. Auch in der Lindenapotheke Unterentfelden, am Schinhuetweg 5, kann man sich testen lassen. 

Gränichen fühlt sich ausgegrenzt

In Gränichen sorgt der Standort dieser Tafel für Gesprächsstoff. | Der Landanzeiger

In den «Bleien», ausserhalb des Dorfzentrums von Gränichen, steht seit einigen Wochen ein neuer touristischer Wegweiser. Dieser weist die Reisenden darauf hin, dass sie sich nun im Wynental befinden. In der Gemeinde Gränichen stört man sich über diese Tafel, doch nicht weil sie nicht schön wäre, sondern weil man sich über den Standort wundert. «Das Wynental beginnt nach der Autobahnbrücke beim Ortseingang von Gränichen und nicht erst beim Ortsausgang», bemängelt eine ältere Frau. Auch Gemeindeammann Peter Stirnemann (parteilos) hätte es lieber gesehen, wenn die Tafel bereits in der Nähe des Ortseingangs montiert worden wäre. «Wir fühlen uns etwas ausgegrenzt», betont ein anderer älterer Mann im Dorf.

Replas entschieden mit
«Für die Sujet- und Standortauswahl waren in erster Linie die Regionalplanungsverbände (Repla) unsere Ansprechpartner, die wiederum ihre Mitgliedergemeinden vertreten haben», sagt Giovanni Leardini, Mediensprecher des Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Im vorliegenden Fall sei die -Situation aus geographischen Gründen etwas speziell: «Aarau Regio» umfasse auch Gränichen, und «Aargau Süd impuls» beginne erst mit Teufenthal. «Diese beiden Replas haben wir über die Sujets und Standorte informiert, von beiden kam kein Input zu den Standorten in Bezug auf der Begriff Wynental», sagt Leardini. Der Standort der Tafel sei von Anfang an zwischen Gränichen und Teufenthal geplant gewesen.

Im Januar 2018 hat der Kanton Aargau 67 neue touristische Hinweisschilder vorgestellt und mit den Aufstellen entlang der Kantonsstrassen begonnen. Die Schilder kosten 910’000 Franken und wurden vollumfänglich aus dem Swisslos-Fonds Aargau finanziert.

Die Tafeln haben das gleiche Erscheinungsbild wie die 2014 erneuerte Signalisation entlang der Autobahnen. Damals sorgten die Schilder bei einigen Regionen für Ärger. Gebiete, die nicht direkt an einer Autobahn liegen, fühlten sich benachteiligt. Dazu gehört auch das Wynental, das nun zwei Schilder bekommen hat. Das eine steht bereits in den «Bleien» Gränichen, das zweite mit einem anderen Wynental-Sujet (Blick auf Reinach-Menziken) steht auf Menziker Gebiet, auf der Strecke von Beromünster her.

Die neuen Schilder wurden in allen Regionen des Kantons aufgestellt – rund die Hälfte an bestehenden, der Rest an neuen Standorten.