Mehr Züge zwischen Olten und Aarau

Mehr Züge zwischen Olten und Aarau | Der Landanzeiger

Mit der Fertigstellung des Eppenbergtunnels gehört das Nadelöhr auf der Ost-West-Achse der Eisenbahn der Vergangenheit an. Der Raum Aarau-Olten profitiert mit dem Fahrplanwechsel 2021 von zusätzlichen Zügen. Auch bei der WSB und im regionalen Busnetz gibt es Neuerungen.

Die SBB nehmen auf den Fahrplanwechsel 2021 gleich drei bedeutende Tunnel in Betrieb: den Eppenbergtunnel, den Bözbergtunnel und den Ceneribasistunnel. Der Bözbergund der Ceneritunnel dienen in erster Linie dem Güterverkehr und sind die letzten Teile des NEAT-Bauwerks. Der Eppenbergtunnel ist Bestandteil des Vierspurausbaus Aarau–Olten. Vom Wegfall dieses Nadelöhrs auf der Ost-West-Achse profitieren täglich tausende Reisende.

Neu im Halbstundentakt zwischen Zofingen und Aarau
Für die Bevölkerung des Kantons Aargau und der angrenzenden Kantone Solothurn und Bern bringt der Ausbau zusätzliche und schnellere Verbindungen im Raum Langenthal/Zofingen–Olten–Aarau. Mit einer Fahrzeit von weniger als 20 Minuten wird die S29 neu im Halbstundentakt zwischen Zofingen und Aarau verkehren. Die S23 verkehrt neu täglich im Halbstundentakt zwischen Langenthal und Olten; einmal pro Stunde ab Olten direkt weiter Richtung Aarau–Lenzburg–Baden und einmal mit Anschluss an die schnelle S29 nach Aarau–Brugg–Turgi.

Für den Kanton Aargau sticht im Fernverkehr vor allem die Wiedereinführung der direkten Züge Richtung St. Gallen hervor. Vorerst acht InterCity 5 verkehren über Zürich hinaus nach Zürich Flughafen–Winterthur–St. Gallen.

Schneller in den Süden geht es für Bahnreisende am Wochenende mit zwei RegioExpress-Zügen am Morgen von Olten via Aarau–Lenzburg–Wohlen–Muri nach Arth-Goldau. Am Abend verkehren je zwei Züge in die Gegenrichtung. Mit guten Anschlüssen in Arth-Goldau verkürzen sich die Reisezeiten mit dem «Südbahn-Express» ins Tessin um bis zu einer halben Stunde. Ein weiteres Highlight ist die zusätzliche SBahn ab Muri. Sie bietet den Kunden aus dem oberen Freiamt eine umsteigefreie Verbindung nach Zug mit Ankunft um 7.14 Uhr.

Alle Neuerungen zum Fahrplanwechsel sowie weitere Informationen rund um den öffentlichen Verkehr finden Sie im Internet beim Tarifverbund unter www.a-welle.ch


Regionale Änderungen

Fernverkehr
IC5: Folgende IC5 verkehren ab Aarau nach St. Gallen (Aarau ab): 07.31, 09.31, 11.31, 13.31, 14.31, 15.31, 17.31 und 19.31 Uhr. Folgende IC verkehren direkt ab St. Gallen nach Aarau (Aarau an): 08.28, 09.28, 10.28, 12.28, 14.28, 15.28, 16.28, 18.28 und 20.28 Uhr.

Regionalverkehr Bahn
S29 Sursee–Zofingen–Olten–Aarau–Brugg–Turgi: Stündlich (ca. 5.30 – 22.30) zwei Züge Zofingen–Turgi. Zwischen Olten und Aarau ohne Zwischenhalt. Dies ermöglicht Reisezeiten zwischen Zofingen und Aarau von unter 20 Minuten.

Aarau–Schöftland und Aarau–Menziken
Der Zug um 5.34 Uhr ab Aarau nach Schöftland fährt nun am Wochenende analog dem Fahrplan von Montag bis Freitag. Dasselbe gilt auch für den Zug um 5.32 Uhr ab Aarau nach Menziken.

Olten–Lenzburg–Zürich
S11: Die Zusatzzüge der S11, Ergänzungen zum 30-Min.-Takt in den Hauptverkehrszeiten, verkehren neu täglich und halten auch in Othmarsingen.

Regionalverkehr Bus
BBA Linie 2, Teilast Aarau, Bahnhof–Rohr: 15-Minuten-Takt an Sonntagen von 8.15 bis 23.00 Uhr.

Sursee–Triengen-Schöftland: Ein neues Konzept, das vor allem den Abschnitt Sursee–Triengen tangiert, wird der steigenden Nachfrage gerecht.


«Stadtwächter» Brauerei plant Ausbau

«Stadtwächter» Brauerei plant Ausbau | Der Landanzeiger

In der Aarauer Telli soll der neue Produktionsstandort der «Stadtwächter» Brauerei Aarau AG entstehen. Zur Finanzierung dieses Ausbaus der lokalen Bierproduktion laden die «Stadtwächter» Personen aus der Region und darüber hinaus ein, Aktien der Brauerei Aarau AG zu zeichnen.

Vor rund drei Jahren lancierten neun begeisterte Aarauer das Stadtwächterbier. Seither ist es ihnen gelungen, die Brauerei stetig weiterzuentwickeln. Trotz Corona-Krise kam die Produktion diesen Sommer bereits an die Kapazitätsgrenze. Um in Zukunft die Nachfrage nach dem regionalen Bier zu decken und die Kostenstruktur zu optimieren, planen die «Stadtwächter» mit der Entwicklungsstrategie 2022 einen grossen Ausbauschritt. Dabei wird die Produktionsmenge gegenüber heute verfünffacht. Dieser Ausbauschritt ist mit einer grösseren Produktionsanlage an einem neuen Standort verbunden.

Platz für die nötige Infrastruktur
Diese Vergrösserung der Produktion wird durch Erhöhung des Aktienkapitals finanziert. Mit einer Publikumsaktion solle möglichst viele Liebhaber Mitbesitzer der Brauerei Aarau AG werden. Aktionärinnen und Aktionäre kommen (je nach Geschäftsverlauf) in den Genuss einer Naturaldividende und entscheiden an der Generalversammlung mit über die Geschicke der Brauerei und der lokalen Bierkultur. Sie investieren zudem in die Region, schaffen neue Arbeitsplätze und ermöglichen ein tolles, regional produziertes Getränk.

Geplant ist, das «Stadtwächter» künftig an der Weihermattstrasse 80 in Aarau zu brauen. Das Areal, auf dem einst Gäste im Restaurant Go West bewirtet wurden, eignet sich hervorragend als neuer Standort. Der Ersatzbau und Teile des bestehenden Gebäudes bieten Platz für die nötigen Infrastrukturen und eventuell auch einen Eventraum.

Für den Rampenverkauf ist das Areal mit Velo, ÖV und Auto bestens erschlossen. Das Telliquartier befindet sich in einer grossen Umbruchphase. Weitere Entwicklungsprojekte wie der Neubau des KIFF oder das Hangaarareal beleben das Quartier. In diesem Umfeld fühlt sich ein Brauereibetreib wohl. Der Verbleib der «Stadtwächter» in Aarau ist auch ein Bekenntnis zum Standort. Die Brauerei Aarau AG plant zusammen mit der Grundeigentümerschaft, dieses Projekt bei erfolgreichem Abschluss der Finanzierungrunde in Angriff zu nehmen.

Zeichnungsabsichten sammeln
Für eine erfolgreiche Kapitalerhöhung, ist die Brauerei Aarau AG darauf angewiesen, die Zeichnungsabsichten der neuen Aktionärinnen und Aktionäre zu kennen. Daher sammeln sie bis am 31. Dezember 2020 Zeichnungsabsichten auf der Weibseite www.stadtwaechter.ch/aktien. Im neuen Jahr startet die eigentliche Emission. Die auf der Webseite eingetragenen Zeichnungsinteressen werden bevorzugt. Ansonsten gilt first come, first serve. Oder auf Braudeusch: wer zuerst kommt, braut zuerst. Die Dokumentation zu Aktienzeichnung mit allen wesentlichen Informationen gibt es unter: www.stadtwaechter.ch/aktien.

Der grosse Umbau zwischen Aarau und Erlinsbach bekommt Form

Der grosse Umbau zwischen Aarau und Erlinsbach bekommt Form | Der Landanzeiger

Die Kantonsstrassen zwischen Aarau und Erlinsbach im Abschnitt Kettenbrücke–Rombacherhof–Löwenkreisel müssen in den nächsten Jahren saniert werden. Um die frühzeitige Abstimmung der Siedlungs-, Landschafts- und Verkehrsplanung sicherzustellen, hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt gemeinsam mit der Stadt und den beiden Erlinsbach eine Vorstudie erarbeitet.

Die Vorstudie nimmt laufende städtebauliche und freiraumplanerische Entwicklungen auf und hat – in Abhängigkeit mit der Strassensanierung – neue Planungen angedacht. Entstanden ist eine aufeinander abgestimmte Planungsgrundlage für die künftige Strassen-, Siedlungs- und Landschaftsentwicklung. Die Bevölkerung hatte zu Beginn der Entwurfsphase im Rahmen einer Öffentlichkeitsveranstaltung im Frühjahr 2019 Mitwirkungsmöglichkeit. Die Inputs der Teilnehmenden wurden in die Vorstudie aufgenommen, wie beispielsweise die Stärkung der Trotte Erlinsbach als zusammenhängendes Zentrum mit dem Dorfkern von Erlinsbach SO.

Zudem sieht die Vorstudie ein durchgängiges Veloangebot auf der Kantonsstrasse vor. Die Abschnitte mit der grössten Entwicklungsdynamik (Dorfkern Erlinsbach SO bis Trotte Erlinsbach und Vorstadt Aarau rund um den Weinbergkreisel) wurden städtebaulich untersucht und es wurden Varianten zur Entwicklung des Dorfkerns in Erlinsbach, aber auch die Entwicklungsabsichten der Eniwa AG und anderer Beteiligten mit dem künftigen Kantonsstrassenprojekt berücksichtigt.

Ziele Verkehr, Siedlung und Landschaft
In der Vorstudie werden Ziele für den Verkehr sowie für Siedlung und Landschaft formuliert und das stadträumliche Erscheinungsbild definiert. Zudem wurde das Verdichtungspotenzial ausgewiesen sowie die Innenentwicklung und Landschaft aufeinander abgestimmt. Zudem sollen der Verkehrsfluss verbessert, die Infrastrukturen für Fuss- und Veloverkehr angepasst und ein störungsfreier Busbetrieb ermöglicht werden. Ein Beispiel: Auf der Küttigerstrasse soll der kombinierte Fuss- und Veloweg durch ein Trottoir und einen Velostreifen in beiden Fahrtrichtungen ersetzt werden. Auch die Strassenquerungen und die Verbindungen in die Quartiere werden gestärkt. Die weiteren Planungsschritte sind definiert und stellen die verbindlichen Grundsätze für die anschliessenden kommunalen und kantonalen Planungsarbeiten auf.

Hier gibt es die ausführlichen Unterlagen zur Vorstudie www.ag.ch

Das neue Hybrid-Flaggschiff

Das neue Hybrid-Flaggschiff | Der Landanzeiger

Seit seiner Lancierung als erster Freizeit/Lifestyle-SUV 1994 wurde der RAV4 entsprechend den wechselnden Erwartungen der Käufer laufend weiterentwickelt und ist dank Qualität, Stil und Vielseitigkeit zu einem der weltweit beliebtesten Fahrzeuge geworden. Aufbauend auf der Pionierrolle des RAV4 als Hybrid-SUV erweitert Toyota nun die Möglichkeiten und Vorteile dieser Technologie mit der Einführung des neuen RAV4 Plug-in Hybrid – ein neues Flaggschiff der Hybrid-Flotte von Toyota. Ein Modell, das nicht nur stärker, sondern auch effizienter in Verbrauch und Emissionen zu sein verspricht als alle anderen seiner Klasse. Diese erste Plug-in Hybrid Version des RAV4 profitiert von mehr als 20 Jahren Technologie-Führerschaft von Toyota bei Hybridantrieben. Das neue Modell markiert die Spitze der fünften RAV4-Generation und damit einer Fahrzeugreihe, die zu Europas beliebtestem SUV geworden ist.

Das Beste aus zwei Welten
Der RAV4 Plug-in Hybrid kombiniert das Beste aus zwei Welten: Er hat die neueste Toyota Technologie für hybrid-elektrische Fahrzeuge und bietet gleichzeitig hohe Leistung und Fahrdynamik, mit einer gut nutzbaren Elektro-Kapazität, aber ohne Reichweite-Sorgen und die Notwendigkeit des Aufladens.

Mit der Erfahrung aus zwei Generationen des Prius Plug-in Hybrid war Toyota bestens in der Lage, einen leistungsfähigen neuen Antrieb für den RAV4 zu entwickeln. Mit einer Systemleistung von 306 PS/225 kW ermöglicht er eine Beschleunigung 0 – 100 km/h in nur 6.2 Sekunden, besser als alle konventionell angetriebenen Konkurrenten. Dazu bietet er klassenbeste Werte für Verbrauch und Emissionen: Der Vorhomologationswert von Toyota nach WLTP-Standard ergab einen CO2-Ausstoss von weniger als 29 g/km. Solche Werte erreicht kein Plug-in Hybrid AWD-SUV dieser Klasse.

Elektroleistung wesentlich gesteigert
Der neue RAV4 Plug-in Hybrid ist auf der Toyota GA-K Plattform aufgebaut, mit dem Vorteil der unter dem Boden platzierten Hybridbatterie. Dazu ist er serienmässig mit dem intelligenten elektrischen AWD-i Allradantrieb ausgerüstet.

Toyota ist es gelungen, die Elektroleistung des Hybridantriebs gegenüber dem normalen RAV4 Hybrid wesentlich zu steigern. Dafür wurde eine neue Lithium-Ionen-Batterie mit hoher Kapazität entwickelt und die Systemsteuerung mit einem verbesserten Boost-Converter ausgerüstet. Der 2.5-Liter Benzinmotor basiert auf dem des normalen RAV4 Hybrid, mit einigen Modifikationen im Hinblick auf die Leistungsanforderungen des Plug-in Hybridsystems. Das Resultat ist nicht nur eine starke Beschleunigung, sondern auch eine grössere rein elektrische Reichweite, mit null Benzinverbrauch und Emissionen. Vier wählbare Fahreinstellungen ermöglichen einen nahtlosen Übergang vom Hybrid- zum rein elektrischen Fahren.

Mit dem neuen EV-Modus kann der RAV4 Plug-in Hybrid mehr als 65 km nur mit elektrischer Kraft zurücklegen, weiter als irgend ein anderer Plug-in Hybrid SUV und über die durchschnittliche europäische Pendlerstrecke von 50 km im Tag hinaus. Dazu lässt sich ohne Dazuschalten des Benzinmotors eine Geschwindigkeit von bis zu 135 km/h erreichen, auch bei vollem Beschleunigen.

Turnzentrum Aargau – so sieht die topmoderne Trainingshalle in Lenzburg aus

Turnzentrum Aargau – so sieht die topmoderne Trainingshalle in Lenzburg aus | Der Landanzeiger

Weil das alte Aargauer Turnzentrum in Niederlenz abgerissen wird, will der Aargauer Turnverband für rund 14 Mio. Franken ein neues Turnsport-Kompetenzzentrum mit nationaler Bedeutung bauen. Nachdem das Baugesuch für das Projekt in Lenzburg Anfangs November eingereicht wurde, sind nun detaillierte Visualisierungen verfügbar – erstmals auch eine Innenansicht der Trainingshalle.

«Ein Turnzentrum ist für die Athleten wie ein zweites Zuhause. Deshalb freut es uns, dass wir mit dem neuen Turnzentrum Aargau ideale Bedingungen für die Turnerinnen und Turner von morgen schaffen können», so Projektleiter David Huser. Im neuen Turnzentrum profitieren die Athleten von einer modernen Trainingsumgebung mit neuen Kraft-, Physio- und Erholungsräumen und einem eigenen Schulzimmer für den Förderunterricht. Abends steht die Halle den Breitensportvereinen zur Verfügung und es finden regelmässig öffentliche Sportangebote statt.

Die Bauprofile stehen und das Baugesuch liegt noch bis am 21. Dezember 2020 auf. Parallel zum Bewilligungsverfahren können sich interessierte Unternehmen ab 1. Dezember 2020 auf www.turnzentrum-aargau.ch/bau für das nicht öffentliche Submissionsverfahren bewerben. «Wir freuen uns, gemeinsam mit turn- und sportbegeisterten Unternehmen die Zukunft des Schweizer Turnsports aktiv zu gestalten», so Projektleiter Huser.

Weitere Informationen sowie eine Übersicht aller Unterstützungsmöglichkeiten sind auf www.turnzentrumaargau.ch zu finden.

Entfelder Gewerbe unterstützen

Röbi Räss (links) und Chris Regez | Der Landanzeiger

«In Entfelden verfügbar, alles für die Festtage von deinem Gewerbe in Ober- und Unterentfelden», steht in grossen Buchstaben auf Plakaten, die seit einigen Tagen in Entfelden stehen und hängen.

«Wir möchten die Bevölkerung motivieren, sich mit dem regionalen Gewerbe zu solidarisieren und dieses in der momentan schwierigen Zeit zu unterstützen», sagt Röbi Räss, Präsident des Gewerbevereins Entfelden. Zur Unterstützung der lokalen Unternehmen in der aktuellen Krise, haben die Gewerbevereine des Bezirks Aarau eine gemeinsame regionale Sensibilisierungskampagne lanciert. Durch die einheitliche Werbung soll das Gewerbe im ganzen Bezirk mehr Beachtung erhalten.

Der Gewerbeverein Entfelden ist mit seinen 180 Mitgliedern der zweitgrösste Gewerbeverein im Bezirk. «Onlinefirmen zahlen hier keine Steuern, schaffen keine regionalen Arbeitsplätze, machen keine Inserate und unterstützen auch die Ortsvereine nicht», wird Röbi Räss deutlich. Das Gewerbe sei sehr wichtig für jede Gemeinde und die Region und benötige jetzt die Unterstützung. «Bei den Mitgliedern des Gewerbevereins Entfelden findet jeder ein passendes Weihnachtsgeschenk oder eine Dienstleistung, die Freude bereitet» ist Röbi Räss überzeugt. Das Entfelder Gewerbe bedankt sich herzlich im Voraus.

www.gewerbeverein-entfelden.ch

«Selbständigkeit ist ein kostbares Gut»

Sie kämpfen gegen den Zukunftsraum | Der Landanzeiger

Am kommenden Sonntag entscheidet Oberentfelden an der Urne, ob es beim Projekt «Zukunftsraum Aarau» dabeibleiben oder aussteigen will. Oberentfelden kann sich bei den Gegnern bedanken, sie sammelten nach dem Ja an der Gmeind Unterschriften und ermöglichten mit dem Referendum, dass dieses wichtige Geschäft an die Urne kommt.

Franz Udo Fuchs, Sie gehören zusammen mit Dieter Ammann, Marianne Fuchs-Holliger, Roland Haldimann, Hermann Rüfenacht, Brigitte Siegenthaler, Michael Wiesendanger und Guido Kyburz zu den treibenden Kräften der Oberentfelder Gegnerschaft des Zukunftsraums. Nennen Sie uns drei Hauptgründe, weshalb Oberentfelden nun aussteigen soll?
Referendumskomitee: 1. Wir wollen die direkte Demokratie nicht aufgeben, sondern wie bis anhin an den Gemeindeversammlungen die Geschäfte selbst bestimmen. 2. Das vorhandene Schulsystem deckt alles ab. Wir haben einen für unsere Bedürfnisse optimalen Schulstandort, eine starke Schulführung und eine starke Kita vor Ort. Das wollen wir nicht aufgeben. 3. Die technischen Betriebe der Gemeinde mit Elektrizität- und Wasserversorgung, sowie Abwasserversorgung sind vorbildlich, auf einem qualitativ hohen Standard, vor allen Dingen günstig, was die Versorgungskosten angeht. Dazu kommt: Selbständigkeit und Unabhängigkeit ist ein kostbares Gut, zu dem man Sorge tragen muss.

Warum haben an der «Gmeind» damals so viele Stimmberechtigte für den Zukunftsraum gestimmt?
Die Befürworter haben im Vorfeld sehr gut mobilisiert. Von Seiten politischer Parteien wurden die Stimmbürger einseitig über die Vorteile des Zukunftsraums orientiert, oder hatten überhaupt keine Meinung. Das überparteiliche Referendums-Komitee wurde erst nach der Gemeinde-Versammlung gegründet.

Sie haben zusammen mit Ihren Kollegen schnell über 1000 Unterschriften für das Referendum zusammengebracht (479 Unterschriften wären nötige gewesen). Gab es auch Einwohner, die nicht unterschrieben haben und mit welchen Argumenten?
Selbstverständlich hörten wir verschiedene Argumente beim Unterschriften sammeln. Die Befürworter stellten die Argumente betreffend Steuerfuss in den Vordergrund. Ausschlaggebend war oft, dass die Stimmbürger eine schriftliche Abstimmung möchten, auch in Anbetracht, dass gegenwärtig neben Aarau Rohr nur Unterentfelden beim Zukunftsraum dabei ist.

Sie schreiben in Ihren Flyern und -Inseraten gegen den Zukunftsraum, dass Oberentfelden alles biete, was moderne Bürger heute benötigen. Was sprechen Sie hier genau an?
Oberentfelden hat alles, was man zum Leben braucht: Eine moderne Verwaltung, eine grosse eigenständige Schule, optimale Einkaufsmöglichkeiten und viele KMUs, welche die Bedürfnisse des täglichen Lebens abdecken. Eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr mit SBB und WSB, den Autobahnanschluss vor der Haustüre und kurze Wege zu Naherholungsgebieten und Sportanlagen.

Hat sich Oberentfelden in den letzten Jahren nach Ihrem Wunsch entwickelt?
Oberentfelden hat sich grundsätzlich positive entwickelt. Es ist in den letzten Jahren auf rund 8500 Einwohner massiv gewachsen. Die Gemeinde bietet viele Arbeitsplätze und positive Bedingungen für Industrie und KMUs. Das rasante Wachstum der Gemeinde hat auch seine negativen Seiten, der Verkehr im Dorfzentrum. Die Verkehrssituation ist nun aber grosszügig mit den Instanzen SBB-WSB-Kanton aufgegleist worden. Die dafür benötigen Mittel werden mehrheitlich von Bund und Kanton zur Verfügung gestellt. Vor einem Jahr genehmigten National- und Ständerat im Rahmen des «Ausbauschritt 2035» diese Kosten.

Die Eigenständigkeit hat ihren Preis, doch Oberentfelden ist nicht auf Rosen gebettet. Es stehen unter anderem gros-se Investitionen an. Wie soll die Gemeinde das stemmen?
Oberentfelden benötigt neuen Schulraum und hat Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen. Bei vernünftiger Planung zwischen Wünschbarem und Machbarem wird eine Steuerfusserhöhung notwendig sein. Solange wir jedoch eigenständig entscheiden können, liegt es in unseren Händen. Viele Gemeinden haben einen Investitionsbedarf und daraus resultiert, dass die Steuern angepasst werden können oder müssen.

Über den Steuerfuss sprechen wir nicht, aber über die Gebühren: Zurzeit hat Oberentfelden in einigen Bereichen tiefere Ansätze als Aarau. Was spricht dafür, dass das so bleibt?
Die Voraussetzung, dass der Mix aus Steuern und Gebühren für Oberentfelden vorteilhafter bleibt gegenüber Aarau, ist unsere Selbstständigkeit. Neutrale Berechnungen kommen beispielsweise zum folgenden Resultat: Beim Vergleich von Gebühren, Strom und Steuern mit einem steuerbaren Einkommen von 50’000 Franken, dass im 2021 eine alleinstehende Person 96 Franken und eine Familie 305 Franken weniger bezahlt in Oberentfelden als in Aarau. Die Eigenwirtschaftsbetriebe (Elektrizität, Wasser, Abwasser) arbeiten seit Jahren hervorragend und effizient. Es ist nicht zu befürchten, dass sich dies in Zukunft ändern wird. Unsere Gebührenreglemente (Abfall, Parkierungsreglement) wurden an der Gmeind beschlossen. Eine Veränderung ist auch hier nicht zu erwarten. Steuern werden vom Stimmbürger bestimmt, Gebühren vom Stadtrat oder Gemeinderat.

Oberentfelden hat viele Vereine, um diese haben Sie besonders Angst was den Zukunftsraum betrifft. Weshalb?
Für die wesentlichen Sportanlagen, dem Frei- und Hallenbad, den Tennisplätzen des TC Entfelden, den Fussballplätzen des FC Entfelden, inkl. Petanqueclub Entfelden, wurde das Land von den Ortsbürgern Oberentfelden im Baurecht zur Verfügung gestellt. Als weiteres können die vorhandenen Turnhallen von Sport- und Kulturvereinen vorteilhaft genutzt werden. Für die Benützung von Sportstätten ist im Zukunftsraum Aarau der Stadtrat (Bildung und Sport) zuständig. Über Fussballplätze und Sporthallen bestimmt alleine die Stadt (siehe Rohr). Die Fussballjugend kann nicht mehr darauf vertrauen, dass sie die Entfelder Plätze grosszügig benützen können. Wir befürchten sehr, dass unsere Sportvereine weniger Hallenzeit erhalten, weil Aarau selber Platznot hat. Musik- und Theatervereine werden sich mit höheren Benützungsgebühren für Veranstaltungen abfinden müssen, wenn die Oberentfelder Reglemente denen der Stadt angepasst werden.

Gibt es aus Ihrer Sicht gar keine Punkte, die für ein Ja zum Zukunftsraum sprechen?
Nein, beim besten Willen nicht.

Unterentfelden hat dem Zukunftsraum an der Urne zugestimmt. Ist die Nachbargemeinde in einer anderen Situation als Oberentfelden, dass es dort an der Urne ein Ja gab?
Wir können nur spekulieren, die genauen Gründe kennen wir nicht.

Könnten Sie sich vorstellen, dass bei einem Nein zum Zukunftsraum, die beiden Entfelden fusionieren?
Diese Möglichkeit besteht, da bereits heute in verschiedenen Bereichen eng und erfolgreich zusammengearbeitet wird. 

«Im Tal der Tränen»

«Im Tal der Tränen» | Der Landanzeiger

«Im Tal der Tränen» Diese Schlagzeile könnte auf vielerlei hinweisen. Beispielsweise auf einen Wildwest-Klassiker oder ganz einfach auf Menschen, welche in dieser unglaublichen Zeit arg zu leiden haben.

«Im Tal der Tränen und das Leben geht weiter» hat jedoch einen ganz anderen Hintergrund. Es handelt sich dabei um das neuste Buch des Oberentfelder Autoren-Duos Christina und Christian Boss. Die zwanzig Kapitel erzählen zwanzig Geschichten über Persönlichkeiten, welche das Schicksal aus ganz unterschiedlichen Gründen tief ins Tal der Tränen abtauchen liess. Ein unbändiger Wille, viel Einsatz, eine ordentliche Portion Glück und Gottes reichen Segen liessen sie wieder in eine weit bessere Lebensphase zurückkehren.

Ob die populäre Politikerin Jacqueline Badran, welche einen Flugzeugabsturz und zwei Lawinenunglücke überlebte oder der bekannte Komiker und Schauspieler Beat Schlatter, welcher mit dem Sänger Stephan Eicher sein Glück als Strassenmusikant versuchte – diese Geschichten werden die Leserschaft garantiert in den Bann ziehen.

Wussten Sie, dass auch das Ikonepaar der Unterhaltungsbranche, Kliby und seine Caroline, nicht nur einmal alle Hilfe von Oben benötigten, um zu überleben und wieder auf die Bühne zurückzukehren? Schliesslich ist Caroline ohne ihren Kliby seelenlos und Kliby ohne seine Caroline schlicht undenkbar!

Kurz: Ein Buch, welches sich als Weihnachtsgeschenk bestens eignet und für den Eigengebrauch Mut und Lebensfreude auslöst.

«Im Tal der Tränen», 379 Seiten, erschienen im
Friedrich-Reinhardt-Verlag in Basel;
ISBN 978-3-7245-2435-9

«Im Tal der Tränen» | Der Landanzeiger
«Im Tal der Tränen»: Ein Buch mit 20 Schicksals-Geschichten von Persönlichkeiten.