Zukunftsraum Aarau: Projekt ist gescheitert

Zukunftsraum Aarau | Der Landanzeiger

Die Projektsteuerung hat unter Einbezug der Exekutiven am Dienstagnachmittag entschieden, das Projekt Zukunftsraum Aarau vorzeitig abzuschliessen. Dies, nachdem nebst Suhr nun auch Oberentfelden Nein zum Zukunftsraum Aarau gesagt hat. 

Jetzt ist es offiziell: Das Projekt Zukunftsraum Aarau wird vorzeitig abgebrochen. Ausschlaggebend war das Nein (60,6 Prozent) der Stimmberechtigten von Oberentfelden am vergangenen Sonntag an der Urne. Bereits am 27. September sagt Suhr Nein (54,6 Prozent) zum Zukunftsraum. Damals gingen die Verantwortlichen davon aus, dass das Projekt bei einem möglichen Ja aus Oberentfelden trotzdem umgesetzt werden könnte. Unterentfelden war die einzige Gemeinde, die an der Urne von der Bevölkerung ein ja zum Zukunftsraum erhielt. 

«Die nun im Projekt verbleibenden Gemeinden Aarau, Densbüren und Unterentfelden erreichen zusammen nicht mehr die kritische Grösse, um gemeinsam eine neue Hauptstadt zu gestalten», schreiben die Verantwortlichen des geplanten Zukunftsraums in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung. Die vorgesehenen Strukturen mit den entsprechenden Gestaltungs- und Optimierungspotentialen liessen sich nicht mehr vollständig realisieren.

Referendumsabstimmungen sollen abgesagt werden
Die Gemeinderäte Densbüren und Unterentfelden sowie der Stadtrat Aarau werden den Gemeindeversammlungen und dem Einwohnerrat den Verzicht auf die Ausarbeitung des Fusionsvertrags auf der vorliegenden Fusionsanalyse beantragen.
Bei Zustimmung finden die Referendumsabstimmungen in Aarau und Densbüren, die für den 7. März 2021 geplant waren, nicht statt.

Der vorzeitige Abschluss des Projekts Zukunftsraum Aarau schliesst die Aufnahme von bilateralen Verhandlungen zwischen einzelnen Gemeinden, zum Beispiel zwischen Aarau und Unterentfelden, nicht aus, heisst es im Schreiben weiter. 

Der Unterentfelder Teil des Pro-Komitees für den Zukunftsraum bleibt bestehen und wird sich weiter für ein Zusammengehen mit Aarau einsetzen. Man sei  der Meinung, dass Unterentfelden und Aarau gemeinsam stärker seien in einer Region, die ohnehin schon zusammengewachsen ist. Fortsetzung folgt.

Stand Abstimmung | Der Landanzeiger
Auf einen Blick: So wurde in den einzelnen Gemeinden abgestimmt.

SBB haben kein Gehör für Kundenwunsch

Das «Nazeli» fährt wieder. | Der Landanzeiger

Seit September verkehrte statt der S28, dem «Nazeli», ein Bus zwischen Zofingen und Lenzburg. Trotz längerer Reisezeiten zahlen die SBB keine Entschädigungen aus.

Während vier Monaten musste Michael Scheffler früher aufstehen und einen Zug bzw. Bus eher nehmen, um rechtzeitig in Oberentfelden am Arbeitsplatz zu erscheinen. «Ich arbeite in der Stiftung Orte zum Leben und betreue Menschen mit einer Behinderung. Da ist es wichtig, dass ich rechtzeitig zum Schichtbeginn da bin», sagt der 36-jährige Zofinger. Rund zwei Stunden, schätzt er, hat er pro Tag verloren, weil die S28, das «Nazeli», seit September zwischen Zofingen und Lenzburg statt auf der Schiene als Bahnersatzbus auf der Strasse fährt.

Ein Zustupf ans Bahnabo wäre eine schöne Geste
Michael Scheffler erinnerte sich, dass die SBB bei grösseren Verspätungen jeweils den Reisenden Gutscheine abgeben. Daher fragte er sich, ob die SBB für die täglich zwei Stunden Zeitverlust auch eine Entschädigung auszahlen. Einen Zustupf ans Bahnabo, beispielsweise. Doch, um es gleich vorwegzunehmen: Das tun die SBB nicht. In einer E-Mail wird Michael Scheffler mitgeteilt, dass man seinen Unmut verstehe, dass er in den letzten Monaten mit einem Bahnersatzbus vorliebnehmen musste. Trotz allem Verständnis seien aber «Entschädigungen in dieser Ausnahmesituation leider nicht vorgesehen». Ausnahmesituation darum, weil die SBB den Bedarf an Lokpersonal unterschätzt und die Rekrutierung zu defensiv geplant haben. Und dann habe Corona die Lage noch verschlimmert, steht im Mail, und dazu geführt, dass verschiedene Ausbildungsgänge nicht stattgefunden hätten. SBB-Sprecher Martin Meier erklärt, dass die SBB nicht berechtigt seien, eine Entschädigung auszuzahlen, wenn die Betriebspflicht nicht verletzt wurde. Mit dem Bahnersatzbus haben die SBB ihre Pflicht erbracht.

Und dann gibt es doch noch eine gute Nachricht
Enttäuscht sei er, sagt Michael Scheffler. Denn eigentlich habe er schon eine Geste von den SBB erwartet. «Dass es einfach keine Entschädigung gibt, damit habe ich nicht gerechnet», sagt er. Doch immerhin können die SBB mit einer guten Nachricht aufwarten: Seit Sonntag fährt das «Nazeli» wieder da, wo es hingehört. Auf der Schiene. Und darüber ist Michael Scheffler «mega froh» und hofft, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird. 

Die Fierz Rüfenacht Architekten AG in Schöftland macht den nächsten Schritt

Reto Rüfenacht, Liliane Fierz und Dieter Fierz (v.l.) | Der Landanzeiger

Liliane und Dieter Fierz übergeben die Unternehmung per Ende dieses Jahres an Reto Rüfenacht. Als Mitglied des Verwaltungsrates steht Dieter Fierz der Firma weiterhin zur Verfügung.

«Wir sind sehr glücklich und dankbar, eine so ideale Nachfolgelösung gefunden zu haben. Nach über 41 Jahren Unternehmensführung freuen wir uns aber auch, einen grossen Schritt rückwärts zu machen und es etwas ruhiger angehen zu können», so Liliane und Dieter Fierz.

Angefangen hat Dieter Fierz seine berufliche Karriere nach dem Studium 1979 mit dem Eintritt in das Architekturbüro von Hans Jürg Hofmeister in Hirschthal. Er wurde bald danach Teilhaber in der neu gegründeten Hofmeister und Fierz AG. Nach dem altersbedingten Ausscheiden von Edith und Hans Jürg Hofmeister übernahm Liliane Fierz die Buchhaltung und den administrativen Bereich in der 2004 umbenannten Fierz Architektur AG. 2012 erfolgte der Umzug aus dem Gebäude der Heule Lampen in Hirschthal an den heutigen Sitz im Oberdorf in Schöftland.

Mit dem Einstieg von Reto Rüfenacht als Mitinhaber wurde der Firmenname anfangs Jahr auf Fierz Rüfenacht Architekten AG ergänzt.

Einen wertvollen Rucksack für die Weiterführung des Unternehmens
Reto Rüfenacht kennt den Betrieb seit seinen Lehrjahren bestens. Nach der Lehre als Hochbauzeicher und der anschliessenden Berufsmatura studierte er an der Fachhochschule Luzern Architektur. Während den Semesterferien arbeitete er immer wieder im Unternehmen mit. Dem abgeschlossenen Studium Mitte 2016 folgten berufsbegleitend Weiterbildungen in Bauökonomie und Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Das bewährte und schlagkräftige Team mit Belén Oberegger, Philipp Bucher, Tobias Erb und der Lernenden Samira Hochuli bleibt dem Unternehmen nach wie vor erhalten. Als Nachfolger von Liliane Fierz übernimmt Silvio Rüfenacht, der Bruder von Reto Rüfenacht, den Bereich Finanzen / Administration. Silvio Rüfenacht studierte an der Fachhochschule Nordwestschweiz und schloss in Betriebsökonomie erfolgreich ab.

Ein Blick in die Zukunft
«Trotz der momentan speziellen Rahmenbedingungen sehen wir optimistisch, aber auch realistisch mit viel Vorfreude in die Zukunft.» Flexibilität und Anpassungsfähigkeit seien mehr denn je gefragt, so Reto Rüfenacht. «In Zukunft werden wir die Digitalisierung weiter fördern und die entsprechenden Medien ausbauen.»

Als Folge der Baulandknappheit geht die Neubautätigkeit stetig zurück. Vermehrt werde man sich also mit älteren Gebäuden auseinandersetzen und Umbauten sowie Gesamtsanierungen planen müssen. Ein Gebiet in dem die Fierz Rüfenacht Architekten AG auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann.

Ein Blick auf die Homepage zeigt zudem, dass nebst dem privaten Wohnungsbau auch die Bereiche Gewerbe- und Industriebauten, öffentliche Objekte und Bauten ausserhalb der Bauzone seit Jahren zu den Kernkompetenzen der Fierz Rüfenacht Architekten AG gehören.

Kontakt

Fierz Rüfenacht Architekten AG

5040 Schöftland
Telefon 062 721 34 44
www.fr-architekten.ch

«Zusammen sind wir Profis»

Ferroflex Oberentfelden | Der Landanzeiger

Die Ferroflex-Gruppe hat am vergangenen Freitag in Oberentfelden ihr neustes Handwerk-Center eröffnet. Auf 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche finden Handwerker – Private und Profis – alles was ihr Herz begehrt. Das Unternehmen hat nicht nur ein neues Gebäude gebaut, sondern auch neue Arbeitsplätze geschaffen.

Ferroflex: 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche | Der Landanzeiger
Grosszügig eingerichtet: Auf 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche finden Handwerker alles für ihre Arbeit.

Schon von Weitem ist der markante, lange Bau an seiner roten Umrahmung zu erkennen. Die auskragende, tiefrote Pforte umrahmt geschosshohe Glasflächen. Hier ist das neue Zuhause des Handwerk-Centers der Firma Ferroflex in Oberentfelden. «Wir sind ein innovatives, modernes Handwerk-Center und beliefern Bau, Industrie und Handwerker sowie den Heimwerker mit einem breiten Sortiment und umfangreichen Dienstleistungen», sagt CEO Thomas Busenhart bei der Eröffnung am vergangenen Freitag. Oberentfeldens Gemeindeammann Markus Bircher durchschnitt im Beisein von Konstantinos Kokonas, dem Leiter des Handwerk-Centers, und Daniele Bernagozzi, dem Verkaufsleiter, das Eröffnungsband. «Es ist ein schöner Moment, bei der Eröffnung eines neuen Unternehmens dabei sein zu dürfen, das zudem auch noch neue Arbeitsplätze schafft», sagt Markus Bircher.

Erfahrene Fachberater
«Unser oberstes Ziel ist es, die Kunde stehst zur vollen Zufriedenheit zu bedienen», sagt Verkaufsleiter Daniele Bernagozzi. Ein ganz grosses Plus sei dabei die professionelle Beratung. «Viele unserer Fachberater kommen aus handwerklichen Berufen und kennen somit die Anliegen und Wünsche der Kunden – egal ob Profi oder Heimwerker – bestens.»

Ferroflex MitarbeiterInnen | Der Landanzeiger
Stehen für Professionalität und Qualität: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ferroflex, an der Feldstrasse 1 in Oberentfelden.

Nach dem Umzug von Suhr (ehemals Henz AG) nach Oberentfelden in die neue Liegenschaft, wurde auch das Angebot in verschiedenen Bereichen ausgebaut. Nebst einem umfangreichen Warenlager mit rund 200’000 bewirtschafteten Artikelpositionen und über 3 Millionen Schrauben, besticht das neue Handwerk-Center auch mit 25’000 Artikel vor Ort und 350’000 Artikel im Onlineshop. Nebst vielen Elektro- und Handwerkzeugen, bietet die Ferroflex in Oberentfelden auch eine Reparaturwerkstatt für Reparaturen und Service von Elektrowerkzeugen und Benzingeräten an. Gewisse Werkzeuge und Maschinen können auch gemietet werden. Zudem gibt es ein grosses Sortiment an Berufsbekleidung und alles für Haus und Garten.

Ferroflex: Testcenter | Der Landanzeiger
Im neuen Testcenter können ProfiFes und Heimwerker die Maschinen testen, bevor sie sie kaufen.
Ferroflex: Geschenke | Der Landanzeiger
Im neuen Handwerk-Center findet man auch kurz vor Weihnachten noch das passende Geschenk.

Weiterer Ausbau möglich
«Wir wollen in den Standort Oberentfelden investieren und sind bereit, hier weitere Arbeitsplätze zu schaffen», sagt Spartenleiter Walter Schlegel von der Ferroflex-Gruppe. Das Unternehmen beschäftigt an neun Standorten rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 30 davon sind Lehrlinge. Am neuen Standort in Oberentfelden gibt es 30 Arbeitsplätze. Die Ferroflexgruppe setzt auf die drei Standbeine Stahl, Bautechnik und Handwerkszentren.

«Ob für Privat- oder Geschäftskunden: Zusammen sind wir Profis», sagt CEO Thomas Busenhart an der Eröffnung abschliessend. Kurz darauf strömten schon erste Handwerker ins Center und machten sich ein Bild vom neuen Angebot an der Feldstrasse 1.

Kontakt

Ferroflex

Feldstrasse 1
5036 Oberentfelden
Telefon 062 855 85 85
oberentfelden@ferroflex.ch
www.ferroflex.ch

Geschäftsführer Wernli verlässt den HSC

Lukas Wernli verlässt, Doris Zehnder übernimmt | Der Landanzeiger

Grosser Umbruch beim HSC Suhr Aarau. Nebst dem Präsidenten und Vize-Präsidenten, verlässt auch der Geschäftsführer Lukas Wernli Ende Saison 2020/21 den Verein. Freiwillig, wie beide Seite betonen. Der Vorstand hat Doris Zehnder als Nachfolgerin von Wernli gewählt.

Lukas Wernli (29) wird nach 10 Jahren in denen er die Geschäftsstelle des HSC Suhr Aarau massgeblich aufgebaut und mitgeprägt hat, einer neuen Herausforderung annahmen. Die letzten vier Jahre amtete er als Geschäftsführer der HSC Suhr Aarau GmbH.

Wernli ist in einer Zeit zum HSC gekommen, die anfänglich von Auf- und Abstieg zwischen Nationalliga A und B geprägt war. Er hat massgeblich zu den Erfolgen der letzten Jahre und der -Etablierung des HSC in der NLA beigetragen. «Er war stets Dreh- und -Angelpunkt, hatte ein enormes Wissen aufgebaut und wird daher eine grosse Lücke hinterlassen», schreibt der Vorstand in der Mitteilung.

Sportliche Höhepunkt erlebte Wernli mehrer in einer Amtszeit. Nebst den Aufstiegen, dem ersten Ligaerhalt und der ersten NLA-Playoff-Qualifikation, war der Gewinn des Supercups gegen Kadetten Schaffhausen im August, der erste grosse Titel für den HSC Suhr Aarau nach 20 Jahren. Den letzten (Meister)-Titel gewann der Verein noch unter dem Namen TV Suhr.

Veränderungen bieten bekanntlich aber immer auch die Chance zur Neuausrichtung. Da die vergangenen Jahre administrativ stetig intensiver wurden und die Geschäftsstelle des HSC teilweise personell unterdotiert war, wird mit dem Wechsel eine neue Struktur aufgebaut.

Doris Zehnder übernimmt
Als Nachfolgerin von Lukas Wernli hat der Vorstand Doris Zehnder gewählt. Sie war bis dato Leiterin Finanzen und administrative Unterstützung der Geschäftsstelle beim HSC. Zusätzlich zu diesen Ämtern wird sie ab der kommenden Saison 2021/22 als Geschäftsführerin in einem Teilzeitpensum amten und ein neues Team aufbauen, das die verschiedenen Bereiche des HSC abdeckt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Vorstand möchte an dieser Stelle Lukas Wernli schon heute für die gros-sen Verdienste im und um den HSC herzlich danken – im Wissen, dass er zum Saisonende gebührend verabschiedet wird. Bis dahin fokussiert man sich in den nächsten Monaten gemeinsam auf ein möglichst erfolgreiches Saisonfinale im Frühling 2021.

Unfallfrei durch den Winter

Bremsweg mit Winterreifen | Der Landanzeiger

Der Winter steht nicht nur vor der Tür, er hat angeklopft. Zeit also, sich über die Wintertüchtigkeit des Autos Gedanken zu machen – und zwar nicht nur über die Winterreifen. Viel ist es nicht, doch muss man das eben machen, will man böse Überraschungen vermeiden und sicher durch den Winter kommen.

Nach dem Nachfüllen von Frostschutzmittel ein paar Mal Probe wischen, damit sich alle Leitungen mit Frostschutzmittel füllen und beim ersten Temperaturschock kein Infarkt mit zugefrorenen Schläuchen und Düsen droht.

Wenn der Motor schon bei schwachem Frost schwer anspringt, sollte man auf jeden Fall die Batterie überprüfen lassen. Denn sonst geht nach wirklich kalten Nächten womöglich plötzlich gar nichts mehr. Übrigens: Ist der Motor angesprungen, zügig losfahren. Warm laufen lassen im Stand schadet der Umwelt und ist gesetzlich verboten.

Damit die Türen und die Kofferraumklappe nicht festfrieren, die Gummidichtungen mit Silikon behandeln. Empfehlenswert ist der Besitz eines Türschlossenteisers. Dieser sollte aber wenn immer möglich nicht im Auto aufbewahrt werden.

An Bord haben sollte man einen Eiskratzer, ein Starthilfekabel, Handschuhe, eine Taschenlampe, eine Wolldecke, das Handy und ein kleiner Imbiss. Defrostspray erleichtert das Eiskratzen. Um sich das morgendliche Kratzen der Front- und Heckscheibe zu sparen, kann man Abdeckfolien auf die Scheiben legen. Karton eignet sich schlecht, denn der kann festfrieren.

Sie Fahren mit Abstand am besten
Der Bremsweg wird sich auf Schnee und Eis vervielfachen. Auffahrunfälle sind denn auch im Winter sehr häufig. Wegen der unterschiedlichen Strassenverhältnisse bei Schnee und Eis gibt es keine Faustregel für den Sicherheitsabstand. Jeder Fahrer muss sich konzentriert und eigenverantwortlich auf die jeweilige Situation einstellen.

Neues Unterwerk: Baubeginn im Herbst 2021

Neues Unterwerk | Der Landanzeiger

Die Eniwa AG plant und realisiert zwischen der Erlinsbacherstrasse und dem Kraftwerkskanal ein neues Unterwerk. Im Januar 2021 erfolgt die öffentliche Auflage des Projekts.

Um die Hochspannung des Vorliegernetzes auf das Niveau des Mittelspannungsnetzes der Eniwa zu transformieren, sind entsprechende Einrichtungen und Bauten notwendig, die nun alle zentral im neuen Unterwerk zusammengefasst sind. Heute befinden sie sich beim und im Eniwa-Kraftwerk an der Aare. Für den Betrieb des Unterwerkes sind auch entsprechende Stromleitungen nötig. Sie werden vom heutigen zum neuen Standort umgelegt, respektive verlängert. Dazu sind in der Umgebung umfangreiche Bauarbeiten nötig.

Mehr als nur ein Unterwerk
Das neue Gebäude wird nebst Transformatoren und Schalter auch weiteren Einrichtungen Platz bieten: Eine Transformatorenstation stellt die Stromversorgung des umliegenden Quartiers sicher. Auf dem Dach ist eine Solaranlage vorgesehen. Für die beim heutigen Unterwerk angesiedelte Mauerseglerkolonie werden Nistkästen platziert. Ein Besucherraum mit einer Ausstellung zur Geschichte der Stromproduktion an der Aare, welcher im Rahmen von Kraftwerksbesichtigungen besucht werden kann. Ein Raum für die abgesetzte Leitstelle für Kraftwerk und Netz.

Ausserdem entsteht auf dem Unterwerksteil einen öffentlich zugänglichen Vorplatz mit Exponaten der Stromerzeugung sowie Blick auf den Kanal und die Stadt Aarau.

Terminplan
Ab dem 14. Dezember 2020 wird profiliert. Die öffentliche Auflage startet ab dem 4. Januar 2021. Baubeginn ist für Herbst 2021 geplant und der Abschluss des Projektes für Herbst 2023 vorgesehen. Nach der Inbetriebnahme des neuen Unterwerks kann mit dem geplanten Kraftwerksneubau begonnen werden.

Erfolgreiches 2020 zu Gunsten des Neubaus

Alterszentrum Suhrental | Der Landanzeiger

Das laufende Geschäftsjahr hat für das Suhrental Alterszentrum grosse Herausforderungen gebracht, akzentuiert noch durch die Corona-Situation. Dennoch zeichnet sich ein sehr erfolgreicher Geschäftsabschluss ab, finanziell wie auch hinsichtlich der Strukturen und des Arbeitsklimas. Die Institution hat ihre Qualität weiterentwickelt und steht auf diesem Weg bereits vor nächsten Weichenstellungen.

Unter Führung der Geschäftsleiterin, Bernadette Flükiger, hat sich der interne Zusammenhalt und entsprechend die gemeinsame Weiterentwicklung des Suhrental Alterszentrums verstärkt und vertieft. Die Verbesserung der Arbeitsstrukturen, des Arbeitsklimas und Anpassung der baulichen Infrastruktur erhöht unmittelbar die Lebensqualität der Bewohnenden. Und dies wiederum wirkt sich motivierend auf die Mitarbeitenden aus.

Im Gebäude wurden verschiedene Erneuerungsarbeiten durchgeführt, neue Begegnungszonen und Büroräumlichkeiten geschaffen sowie das Verpflegungskonzept den heutigen Anforderungen angepasst. «Insbesondere haben wir grossen Wert auf die Vertragsharmonisierung gegenüber den Bewohnenden, Wohnungsmietenden und Mitarbeitenden gelegt und zeitgemässe Vertragswerke geschaffen. Zudem haben wir regelmässige Kontakte mit den Angehörigen eingeführt», so Bernadette Flükiger. «Dies alles stärkt das gegenseitige Vertrauen.» Mit der Eröffnung der Boutique Chleiderhüsli, welche durch den Frauenverein Schöftland betrieben wird, besteht zudem neu ein Begegnungsraum mit der Bevölkerung. Erschwerend, nebst der Reorganisation, kam im aktuellen Geschäftsjahr die Covid-19-Situation dazu, welche es nötig machte, zwischen Selbst- und Fremdbestimmung, zwischen individuellen Freiheiten und der Sorgfaltspflicht abzuwägen. Dies verlangte von allen Mitarbeitenden zusätzliches Engagement.

Förderung der Mitarbeitenden
Die regelmässigen Aus- und Weiterbildungen fördern den Zusammenhalt und die Leistungsbereitschaft unter den Mitarbeitenden. So hat sich gemeinsam mit den Arbeitsabläufen auch das Arbeitsklima spürbar verbessert. Die erbrachten Leistungen der Mitarbeitenden wurden praxisnah und wiederkehrend mit kleinen Anerkennungen und einer Prämie honoriert. Regelmässige Wertschätzungen sind uns wichtig. Die verschiedenen Wirkungsbereiche wurden erneuert, zeitgemäss eingerichtet und mit entsprechenden Hilfsmitteln versehen. Es konnte ein eigener Essbereich für die Mitarbeitenden geschaffen werden. «Es war eine grosse Herausforderung für alle Mitarbeitenden, und nur aufgrund ihrer ausserordentlichen Leistungen konnten wir Versäumtes gemeinsam aufarbeiten», erklärt Bernadette Flükiger. Zudem sind die Arbeitsinstrumente im Hard- und Softwarebereich erneuert worden, was sich positiv in der Effizienz und Effektivität niederschlägt. Mit der Einführung des umfassenden systematischen Controllings, einem internen Kontrollsystem (IKS) sowie dem Qualitätssicherungsmanagement (QSM) konnten Ablaufprozesse eingeführt werden, welche sich positiv auf die Wahrnehmung und das Betriebsergebnis auswirken.

Erfreuliches Betriebsergebnis 2020
Im Suhrental Alterszentrum lag die Bettenbelegung per Ende Oktober bei stolzen 98 Prozent, was die Hauptvoraussetzung für ein erfreuliches Betriebsergebnis ist. Mit der gestiegenen Mitarbeiterzufriedenheit und geringerer Fluktuation konnte der Personalaufwand deutlich verbessert werden. «Das Optimierungspotenzial war hier relativ gross. Dank Verhandlungen mit Zulieferern und Dienstleistern konnten auch die Ausgaben ohne Leistungsabbau deutlich gesenkt werden», so Bernadette Flükiger. Per Ende Oktober 2020 zeichnet sich ein zu den Vorjahren deutlich gesteigerter Betriebsgewinn ab. «Dies ist sehr erfreulich und trägt die Handschrift von Bernadette Flükiger. Nach den letzten unsicheren Geschäftsjahren ist das positive Betriebsergebnis besonders wichtig und nötig, damit wir den seit Jahren anstehenden Neubau nun zügig angehen können», erklärt Verwaltungsratspräsident Uwe Matthiessen.

Wichtige Neuerungen stehen für die Geschützte Wohngemeinschaft GWG an. Im Einklang mit den Kantonsbehörden wird diese Abteilung für Demenzbetroffene aufgelöst. «Das einstige historische Mühlengebäude ist zwar idyllisch gelegen, eignet sich aber für die Unterbringung von Menschen mit Demenzerkrankungen nicht», erklärt Uwe Matthiessen. «Das Konzept aus dem Jahr 2005 wurde nur teilweise umgesetzt, weshalb nun zwingend baulich notwendige Grundanforderungen für eine zeitgemässe Betreuung fehlen», führt Uwe Matthiessen aus. Weiter kommt dazu, dass eine Quersubventionierung durch die anderen Angebote des Suhrental Alterszentrums rechtlich nicht haltbar ist. Das Departement Gesundheit des Kantons Aargau hat in den letzten Jahren schon mehrmals auf die baulichen Umstände hingewiesen und eine Frist gesetzt. «Diese Notwendigkeit setzen wir nun um», führt Matthiessen weiter aus, «indem möglichst viele der bisherigen Bewohnenden im Sinne eines integrativen Konzeptes in die übrigen Wohngruppen des Suhrental Alterszentrum aufgenommen werden. »Für Personen, deren Zustand dies nicht erlaubt, werden wir anderweitige externe Lösungen finden.« Bezüglich Folgeprojekt besteht dringender Handlungsbedarf. »Mit Hochdruck arbeiten wir an der Planung des dafür bestimmten Neubaus». 

Die Papiersammlung erfolgt künftig auf Voranmeldung

Papiersammlung erfolgt auf Voranmeldung | Der Landanzeiger

Wer möchte, dass sein Papier vom Gemeindebauamt eingesammelt wird, muss sich in Kölliken künftig zwei Wochen vorher anmelden.

Bisher haben in Kölliken die Oberstufenschüler das Papier im Dorf eingesammelt. Ab nächstem Jahr verzichtete die Schule auf die Papiersammlung, da einerseits die Sicherheitsvorschriften verschärft wurden und anderseit der Ertrag aus der Papiersammlung die Transportkosten nicht mehr deckt. Stattdessen wird das Gemeindebauamt die Papiersammlung durchführen. Wie bisher vierteljährlich – allerdings nur noch auf Voranmeldung. Dies muss zwei Wochen vorher auf der Gemeindekanzlei gemacht werden. Dazu kann der Talon benutzt werden, der jeweils im Mitteilungsblatt abgedruckt wird. Im nächsten Jahr finden die Papiersammlungen am 17. Februar, 19. Mai, 18. August und 17. November statt.

Keine Übergangslösung
Obwohl in Kölliken mit der Entsorgbar ein grosser Entsorgungshof angesiedelt ist, hält der Gemeinderat an der vierteljährlichen Papierabfuhr fest. «Das ist eine Dienstleistung beispielsweise für ältere Personen, die nicht mehr selber zur Entsorgbar fahren können», sagt Gemeindeschreiber Felix Fischer. Die Vermutung, dass aufgrund der Pflicht zur Voranmeldung nun noch mehr Kölliker ihr Altpapier in der Entsorgbar abgeben, liegt nahe. Wie gross im nächsten Jahr die Nachfrage nach der Papierabfuhr tatsächlich sein wird, werde sich zeigen, so Fischer. Er hält aber fest, dass die Abfuhr auf Voranmeldung nicht eine Übergangslösung sei. Es sei geplant, diese auch in Zukunft anzubieten.

Die Abfuhr auf Voranmeldung gilt nur fürs Altpapier. Die Kartonsammlung, die jeweils am Nachmittag des gleichen Tags durch die Firma E. Hofmann AG aus Schöftland durchgeführt wird, benötigt auch in Zukunft keine Voranmeldung.

Golatti-Rohbau ist fertig

Golatti-Rohbau ist fertig | Der Landanzeiger

Die Bauarbeiten zur Sanierung der Station Milchgasse des Pflegeheims Golatti schreiten voran. Die Rohbauarbeiten sind fertig. Jetzt läuft der Innenausbau.

Zwischenwände werden eingebaut. | Der Landanzeiger
Zwischenwände werden eingebaut.

Anfang Februar 2020 erfolgte der Baustart zur Sanierung der drei Häuser der Milchgasse 29, 33 und 35. Im November konnten die Rohbauarbeiten abgeschlossen werden. Nahtlos geht es weiter mit dem Innenausbau. Haustechnische Installationen werden eingebaut und Zwischenwände erstellt. Der Ausbau dauert noch bis im Sommer 2021. Ab Januar 2021 werden die Fenster ausgewechselt und im Frühjahr startet die Fassaden-Renovation. Die drei Häuser sollen im 3. Quartal 2021 fertig saniert sein und können anschliessend von den Bewohnerinnen und Bewohnern wieder bezogen werden. Die Sanierung führt zu einer verbesserten Wohn- und Pflegesituation.

Diverse Leitungen im Rohbau. | Der Landanzeiger
Diverse Leitungen im Rohbau.

Das Stimmvolk bewilligte am 19. Mai 2019 den Baukredit von 7.8 Millionen Franken für die Sanierung der Station Milchgasse des Pflegeheims Golatti.