Verein wehrt sich gegen Nicht- Aufstiegsentscheid von Swiss Volley | Der Landanzeiger
Eine Volleyballsaison ohne Auf- und Abstieg passt nicht allen Vereinen.
Volleyball

Verein wehrt sich gegen Nicht-Aufstiegsentscheid von Swiss Volley

Dieses gerichtliche Verfahren könnte Auswirkungen auf den gesamten Schweizer Sport haben: Volero Züri Unterland kämpft juristisch um den Aufstieg. Vertreter des Volleyball-NLB-Frauenteams haben beim Regionalgericht Bern-Mittelland vorsorgliche Massnahmen beantragt gegen den Beschluss des Verbandes Swiss Volley, für diese Saison mit dem Auf- beziehungsweise Abstieg auszusetzen.

Swiss Volley hat am 10. Dezember 2020 kommuniziert, dass der Zentralvorstand aufgrund der bundesrätlich verfügten Anordnungen zur Pandemiebekämpfung verschiedene Entscheide zur Saison 2020/2021 getroffen hat. Unter anderem hat er entschieden, dass der Aufstieg/Abstieg zwischen der NLA und der NLB am Ende der Saison 2020/2021 aufgehoben ist, weil zu diesem Zeitpunkt kantonal unterschiedliche Regelungen im Trainingsbetrieb galten. Eine sportlich faire Meisterschaft 2020/2021 konnte in den Augen des Zentralvorstandes nicht mehr gewährleistet werden. Volero Züri Unterland wehrt sich nun mit rechtlichen Schritten im Rahmen des einstweiligen Rechtsschutzes gegen diesen Entscheid.

Die NLB Saison 2020/2021 bleibt aufgrund der bundesrätlichen Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) vorest bis Ende Februar unterbrochen.

Volero Züri Unterland hat Swiss Volley telefonisch informiert, dass sie am 27. Januar 2021 beim Regionalgericht Bern-Mittelland ein Gesuch um eine «Anordnung vorsorglicher Massnahmen» eingereicht haben. Die Anwendung der per 10. Dezember 2020 beschlossenen Änderungen des Volleyballreglements betreffend Aufstieg/ Abstieg zwischen der Nationalliga A und der Nationalliga B, der Nationalliga B und der 1. Liga sowie der 1. Liga und 2. Liga am Ende der Saison 2020/2021 soll aufgehoben und der Spielbetrieb 2020/2021 fortgesetzt werden. Ein ordentliches Verfahren soll nun diese Frage rechtskräftig klären. Stav Jacobi, langjähriger Präsident und Mäzen von Volero Zürich, hat nach zwei Jahren Engagement in Le Cannet in Südfrankreich beschlossen, mit einem neuen Team in der Schweiz an die Spitze zurückzukehren. Dafür schloss er sich dem VBC Züri Unterland an und holte einige Nationalspielerinnen nach Kloten.

Zum laufenden Verfahren nimmt Swiss Volley keine Stellung. Weitere Informationen folgen, sobald richterliche Entscheide gefällt sind.

Text: SVO | Bild: Shutterstock
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