Integration findet in den Gemeinden statt

Integration findet in den Gemeinden statt | Der Landanzeiger

Seit diesem Jahr arbeiten Sara Hadad und Louise Leibundgut als CO-Leiterinnen der Regionalen Integrationsfachstelle (RIF) Aarau zusammen. Welche Aufgaben haben die beiden zu erfüllen? Für welche Gemeinden sind sie zuständig? Und wie läuft die Zusammenarbeit bisher? Der Landanzeiger hat nachgefragt.

Wie kann ich mich freiwillig im Asylbereich engagieren? Wie schaffe ich es als Verein wirklich alle Einwohnerinnen und Einwohner einer Gemeinde zu erreichen? Gibt es in meiner Gemeinde jemanden, der mir als Neuzuzüger das Schulsystem erklärt, mich auf die Gepflogenheiten beim Wohnen, auf Deutschkurse oder Treffpunkte aufmerksam macht? Wie kann ich als Gemeinde den Austausch zwischen der einheimischen und der zugezogenen Bevölkerung fördern? Mit Sara Hadad und Louise Leibundgut hat die Region Aarau zwei Fachpersonen, die sich im Auftrag der Gemeinden Aarau, Buchs, Suhr, Hirschthal, Muhen und Unterentfelden und des Kantons um solche und weitere Anliegen kümmern.

Unter einem Dach
Die beiden bilden die Regionale Integrationsfachstelle Aarau (kurz: RIF Aarau), die als Teil der Sektion Gesellschaft der Stadt Aarau an der Heinerich-Wirri-Strasse 3 ansässig ist. Diese fasst die Angebote der Koordinationsstelle für Freiwilligenarbeit im Asylbereich (KFA) und der Mobilen Integration Region Aarau (MIRA) seit Beginn dieses Jahres unter einem Dach zusammen: Sara Hadad leitet KFA bereits seit 2016. Sie weiss, welche Angebote es für Asylsuchende gibt und kennt und vernetzt Organisationen für freiwilliges Engagement in diesem Bereich. Louise Leibundgut kam vor einem Jahr dazu als Leiterin der MIRA. Der Fokus der MIRA liegt auf der Beratung und Sensibilisierung von Akteuren der Regelstrukturen (Gemeindeverwaltungen, Vereine, Schulen, etc.) im Umgang mit Themen rund um Migration, Integration und Diversität – auch ausserhalb vom Asylbereich.

Die sechs beteiligten Gemeinden und der Kanton finanzieren das Projekt gemeinsam, die Steuerung erfolgt ebenfalls gemeinsam durch eine Steuergruppe, die von Stadträtin Angelica Cavegn präsidiert wird. Vizepräsidentin ist Gemeinderätin Irene Bärtschi aus Hirschthal.

Zeigt bereits Wirkung
Die Zusammenarbeit als Regionale Integrationsfachstelle Aarau läuft offiziell seit 1. Januar 2021 als Pilotprojekt und soll ab 1. Januar 2022 verfestigt werden. «Die enge Zusammenarbeit von Gemeinden, Kanton, Fachpersonen und zivilgesellschaftlichen Akteuren entfaltet in den sechs Gemeinden bereits Wirkung», sagt Louise Leibundgut. Sara Hadad ergänzt: «Mit unserer Zusammenarbeit hat sich gezeigt, dass es richtig ist, den Asylbereich nicht so strikt vom Ausländerbereich abzutrennen und stattdessen das Zusammenleben als Ganzes zu betrachten. Die Gemeinden der RIF Aarau sollen eine Ansprechstelle haben für jegliche Fragen im Bereich Integration, und nicht zuerst nach Status unterscheiden müssen.»

Stetig wieder anpassen
Jede Region ist wieder etwas anders, jede Gemeinde tickt etwas anders. In jeder Region und in jeder Gemeinde sind auch der Bedarf und die Gegebenheiten wieder etwas anders. Und so wird der Aufbau einer solchen regionalen Integrationsfachstelle auch nach dem Pilotprojekt nicht wirklich abgeschlossen sein. «Die Anforderungen an eine Integrationsfachstelle sind dynamisch und verändern sich stetig», so Louise Leibundgut. Und weiter: «Ebenso anspruchsvoll ist das konsequente Verfolgen des Regelstrukturansatzes innerhalb der Integrationsförderung. Der Kanton Aargau und somit auch unsere Fachstelle verfolgen in der Integrationsförderung den Regelstrukturansatz. Das heisst, dass keine separaten Sonderstrukturen aufgebaut, sondern bestehende Angebote gestärkt und Zugangsbarrieren abgebaut werden sollen. So zum Beispiel bei Vereinen, bei der Gemeindeverwaltung, in der Schule oder im Arbeitsmarkt. Die Gemeinden und der Kanton sehen die regionale Zusammenarbeit, wie sie mit der RIF Aarau umgesetzt wird, deshalb als ein langfristiges Angebot an, an dem wir dranbleiben und laufend Anpassungen vornehmen müssen.»

Synergien nutzen
«Integration findet vor Ort in den Gemeinden statt», sagt Andreas Ruf, der beim Kanton (Amt für Migration und Integration) für die Gemeindezusammenarbeit zuständig ist. Im ganzen Kanton existieren Stand heute sechs Regionale Integrationsfachstellen, denen insgesamt rund 60 Gemeinden angeschlossen sind, und sieben Koordinationsstellen für Freiwilligenarbeit im Asyl- und Flüchtlingswesen. Wie dies nun im Raum Aarau geschieht, sollen beide Bereiche auch in den anderen Regionen unter einem Dach zusammengeführt werden, um Synergien zu nutzen und die regionale Kooperation zwischen staatlichen Stellen, Fachpersonen und Zivilgesellschaft zu stärken.

Der Kanton unterstützt die beteiligten Gemeinden finanziell beim Aufbau und Betrieb dieser Regionalen Integrationsfachstellen im Rahmen des Kantonalen Integrationsprogramms (KIP) und der Verbundaufgabe Integration. In den kommenden Jahren möchte der Kanton diese Zusammenarbeit weiter verstärken. Weitere interessierte Gemeinden können sich den bestehenden oder im Aufbau befindlichen regionalen Strukturen anschliessen.

Weitere Informationen gibt es auf: www.integrationregionaarau.ch und auf www.ag.ch/rif.

163 Splitter von unterwegs

163 Splitter von unterwegs | Der Landanzeiger

Der Oftringer Dichter Deny Lanz klemmt in seinem Debüt-Werk «Die Sliwowitz-Mama» 163 Gedichte und Kurzprosastücke in ein 100-seitiges Bändchen.

«Sie soff zehn Sliwowitz in der Stunde und gewann selbst dann noch jede Dart-Runde. Ausserdem hatte man den Eindruck, dass sie niemals betrunken werden konnte. Das imponierte den Kerlen.» Der Klappentext von Deny Lanz’ Debüt-Werk «Die Sliwowitz-Mama» weckt die Neugier und lässt zugleich eher Moll- als Dur-Tonart erahnen. Der 45-jährige in Oftringen wohnhafte und in Langenthal aufgewachsene Autor ist ein Unangepasster. Er ist gerne unterwegs – und zelebriert dies auch. Den Notizblock führt er dabei stets in der Jackentasche mit sich.

Der Autor ist von seinen Hamburger Jahren als Sänger und Texter der Deutschrock-Band «Nachtfischer» mit dem Blick für das etwas Abseitige oder auch Randständige mit viel Erfahrungswert geschult. In seinen Gedichten und seiner Kurzprosa wetterleuchtet daher der Underground. In der Sperrigkeit liegt ein bewusstes Kontrapunktieren. Allzu fein gedrechselt sind die Gedichte nicht so sehr – authentisch, direkt und unvermittelt dafür umso mehr. Mehr als ein Kurztext endet mit einem herzhaften Fluch. Manche Male neckt auch eine Pointe. Das titelgebende Prosastück behandelt «Die Wirtschafts-Krise». Ein Lottogewinn führt dazu, dass bei einer tschechischen Spelunke der Lack abblättert.

Nonchalance als Attitüde
Der Momentkiesel «Wunder» aus Deny Lanz’ Bändchen weiss hingegen zu glänzen: «Sei realistisch. Erwarte ein Wunder. Stand in einem Zeitungshoroskop. Gar nicht schlecht, dachte ich. Und nahm es mir als guten Vorsatz zum neuen Jahr.» Mit Hintersinn sagt dieses Stücklein jeglichem Glücksversprechen ab, das literarische Ich nimmt es stattdessen selber in die Hand. Glück kann warten, es lässt sich eh nicht erhaschen. Vielmehr liegt es laut diesen 163 Splittern stets darin, dem Moment ausgesetzt unterwegs zu sein.

Die Reisen führen in den Osten zu Stationen wie Pilsen, dem Prager Stadtteil Žižkov, St. Petersburg. Zwischendurch heissts stranden in Olten. Doch alsbald reisst es den Autor via München an den Lago Maggiore und nach Locarno südwärts. Oder gen Norden, zum Vagabundieren durch deutsche Lande. Das weitet das Herz. Begegnung mit Geliebten, Zuhältern, Kneipenwirten, Alleingelassenen und Tagträumern lassen den Schreibenden sinnieren. Alkoholika in mannigfaltigen Erscheinungsformen tränken das Empfinden, schärfen den Blick – und werfen auch mal ein Loblied aufs Bier ab. Oder eine Ode an den literarischen Ziehvater Charles Bukowski. Auch Jack Kerouac riecht genug nach Strasse.

Arbeit ist des Dichters nicht
Das Schreiben könnte weniger Arbeit sein. Presslufthammergleich glaubt der Autor mitunter in die Tasten zu hauen. Das stete Bosseln und Feilen kann wunde Finger zeitigen und weckt prompt ein Pfeifdrauf. «Irgendwann ist Schluss! In Zukunft verfertige ich nur noch Endfassungen. Spart Zeit, Papier und Nerven.» Auch wenn es manchmal etwas gar attitüdenhaft zelebriert wird: Wer den Underground, das unangepasste Unterwegssein und den Szenengroove liebt, ist mit den ansehnlich getränkten literarischen Brosamen von Deny Lanz gut bedient. Zum Beispiel unterwegs im Zug ins Nirgendwo. Die Kehle geölt von einem kühlen Bier. Maskenlos selbstverständlich.

Die Sliwowitz-Mama | Buchcover Deny Lanz
Buchcover «Die Sliwowitz-Mama»

Deny Lanz.
«Die Sliwowitz-Mama»
Gedichte & Kurzprosa.
ISBN: 978-3- 948172-04-6
container press. Walheim

Erhältlich in der Buchhandlung «aleph und tau»,
Dorfstrasse 13, 5040 Schöftland oder auch online über die Lüthy Buchhandlung, 5000 Aarau
www.buchhaus.ch


Zur Person

Deny (Denis) Lanz wurde 1975 in Langenthal geboren. Er hat eine Bürolehre in einem Zeitungsverlag absolviert. Für einige Jahre hat er in Hamburg gelebt, wo er als Sänger der Band «Nachtfischer» erste Texte verfasst hat. Heute lebt er in Oftringen und ist als Anzeigenverkäufer beim «Landanzeiger» tätig.


«Das Aufsetzen des richtigen Hutes hat sehr geholfen»

Aargau Verkehr AG | Der Landanzeiger

Kompetent, ehrlich, diplomatisch und jederzeit freundlich. So könnte man Erwin Rosenast beschreiben, wie er seine Arbeit als Leiter Kommunikation der Aargau Verkehr AG während fast 15 Jahren wahrgenommen hat. Nun hat sich der 65-Jährige in den beruflichen Ruhestand verabschiedet.

Der Empfang bei Erwin Rosenast zu Hause ist herzlich. Anders als bei bisherigen Terminen trägt der Gränicher jedoch keinen Anzug. Mit seiner Pensionierung vor einer Woche hängt seine Robe nun etwas öfter im Kleiderschrank. «Ich habe immer gerne einen Anzug getragen und mache das auch heute noch, schliesslich habe ich ein grosses und seriöses Unternehmen repräsentiert.» Geblieben sind der freundliche Umgang und die Weisheit, mit der Erwin Rosenast seine Worte wählt. «Eine gute und transparente Kommunikation wird in der schnelllebigen Zeit noch viel wichtiger, darauf haben wir immer grossen Wert gelegt.»

Noch sehr oft spricht er über seinen inzwischen ehemaligen Arbeitgeber in der Wir-Form. «Das sei mir verziehen, ich bin ja erst eine Woche weg», lacht der frisch Pensionierte, der mit seinen zwei Töchtern und seiner Ehefrau in Gränichen lebt. «Ich muss schon sagen, die Aargau Verkehr AG war und ist ein hervorragender Arbeitgeber. Das Unternehmen wurde im 2020 unter den 10 besten Arbeitgebern der Schweiz prämiert in der Kategoerie 500 bis 999 Mitarbeitende. Mich mit diesem Unternehmen zu identifizieren fiel und fällt mir leicht.» Natürlich habe es auch unruhige Zeiten gegeben. Themen wie Verspätungen, Baustellen, Unfälle und Ausbaupläne sind immer gewisse Herausforderungen. «Beim ‹Lokführermangel› im Jahr 2015, als wegen eines Krankheitsfalles zwei Züge ausfielen und drei Züge mit Bahnersatzbussen geführt werden mussten, standen sogar die nationalen Medien auf dem Teppich», erinnert sich «Winu». Das seien für ihn jedoch keine schlechten Erfahrungen gewesen, sondern Ereignisse bei denen er als Kommunikationsverantwortlicher immer auch etwas dazugelernt habe.

Früh zog es ihn auf die Schienen
Rosenast ist vor knapp 15 Jahren bei Aargau Verkehr eingetreten, damals hiess das Unternehmen noch AAR bus+bahn. Nicht nur der Firmenname hat sich in dieser Zeit geändert, auch die Strukturen und die Art der Kommunikation wurden modernisiert. Unter der Regie des Gränichers sogar professionalisiert. «Meine Arbeit wurde seitens des Hauptaktionärs Kanton Aargau, des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung immer respektiert. Auch mit dem Chef der 2018 gegründeten Aargau Verkehr AG, Severin Rangosch, habe die Zusammenarbeit auf Anhieb funktioniert. «Wir kannten uns noch aus der Zeit bei der RAILplus AG», erklärt Rosenast und verrät über seinen beruflichen Werdegang weiter, dass er zu allererst eine Lehre als Bäcker- Konditor-Confiseur absolviert hat. Bald schon zog es den jungen Erwin jedoch auf die Schienen. Nach einigen Jahren als Zugführer verdiente er sich die Sporen bei den SBB als Betriebsdisponent ab. Es folgten Weiterbildungen in Marketing, Betriebswirtschaft, Projektmanagement, Marketing und Kommunikation. «In der Zeit in der Generaldirektion SBB, bei SBB Cargo, RAILplus und auch in den Jahren bei Aargau Verkehr habe ich sehr viel Erfahrung gesammelt und spannende Menschen kennengelernt.»

Bei Referaten und Veranstaltungen sei es auch immer wieder zu Begegnungen mit Persönlichkeiten gekommen, etwa mit Röbi Koller, Marco Rima oder der Vize-Miss-Schweiz Xenia Tchoumitcheva. Kürzlich habe er sich an einem Workshop auch mit Bundesrat-Sprecher André Simonazzi unterhalten können. «Die Medienarbeit in Bundesbern, aber auch bei vielen anderen Unternehmungen sind eine sehr spannende Sache und ich verfolge heute noch Medienkonferenzen mit dem Hut des Kommunikationschefs.» Das habe ihm immer sehr geholfen; also das Aufsetzen solcher Hüte. «Wenn ich etwas erklären wollte, habe ich mich in die Haut der unterschiedlichen Empfänger versetzt. Das hat immer funktioniert.» Und tatsächlich: Man kann die Archive lange durchblättern; ein kommunikatives Fiasko hat es unter Rosenast nie gegeben.

«Mir wird nicht langweilig»
Vertrauen, Offenheit und ein korrekter Umgang mit Fragestellern waren dem «Medienchef» immer wichtig. «Es haben immer alle eine ehrliche, zeitnahe und transparente Antwort bekommen», blickt Rosenast zufrieden zurück. Um das zu ermöglichen, verinnerlichte er nicht nur alle möglichen Vorgänge im Unternehmen, er identifizierte sich auch mit der Firma. Auch vor Weiterbildungen schreckte er nie zurück. «Die letzte habe ich vor vier Monaten absolviert», lacht der Neu-Pensionär, der seine Erfahrung auch im Ruhestand zur Verfügung stellen möchte. «Ich habe ein paar kleinere Mandate, vielleicht kommt ja noch etwas dazu.» Langweilig wird es dem passionierten 3.-Liga-Handballer des STV wahrscheinlich nicht, auch wenn sowohl Handball-Spiele, wie auch das Sporttreiben im Fitness-Center wegen der Pandemie gerade nicht möglich sind. «Ich halte mich mit Spaziergängen fit und finde eigentlich immer wieder Arbeit zu Hause.»

Erwin Rosenast war bei seinem bisherigen Arbeitgeber nicht einfach nur für die Kommunikation zuständig, er verlieh dem Unternehmen ein sympathisches, kompetentes Gesicht. In seine Fussstapfen treten wird nun Michael Briner, von dem Rosenast überzeugt ist, dass er die transparente Kommunikation der Aargau Verkehr AG weiterführen und auch neue Ideen einbringen wird. «Die Kommunikation bietet viele spannende Aufgaben.» Wer Erwin Rosenast zuhört, glaubt ihm das aufs Wort.

Welches Navi lohnt sich und wo wird es sicher platziert?

Welches Navi lohnt sich und wo wird es sicher platziert? | Der Landanzeiger

Für eine sichere Fahrt ist unter anderem entscheidend, wo das Navigationsgerät im Auto angebracht ist. Die Garagisten des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) unterstützen Automobilistinnen und Automobilisten bei Auswahl, Kauf und Montage von Navigationssystemen.

Wer für sein Fahrzeug ein neues Navigationsgerät kaufen möchte, der soll auf eine im Markt etablierte Marke zurückgreifen. Diese bieten eine optimale Bedienbarkeit und automatische Updates an. «Ein Navi funktioniert nur so gut, wie aktuell sein Kartenmaterial ist», erklärt Markus Peter, beim Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) verantwortlich für Technik & Umwelt.
Die Geräte sollten gerade im Hinblick auf Reisen ins Ausland offline nutzbar sein, damit die Roaming-Kosten nicht in die Höhe schnellen. «Vorteilhaft für Nutzer rein elektrischer Fahrzeuge ist, wenn das Navi auch Ladestationen anzeigt. » Eine nützliche Zusatzfunktion sei ausserdem eine integrierte Freisprechanlage, sofern diese nicht schon im Auto eingebaut ist.

Display: nicht zu gross
Beim Kaufentscheid spielt ebenfalls die Displaygrösse eine Rolle. Erhältlich sind Monitore im Format 4:3 oder 16:9. Eine möglichst grosse Anzeige ist verlockend, um die Informationen ideal ablesen zu können. Zu gross darf das Display aber auch nicht sein. Die Gesetzgebung schreibt vor, dass Lenkerinnen und Lenker die Fahrbahn frei überblicken müssen. Präziser (und etwas komplizierter) formuliert: Bei einer Augenhöhe von 0,75 Meter über der Sitzfläche muss man die Fahrbahn ausserhalb eines Halbkreises von 12 Meter Radius frei überblicken können. Das Sichtfeld kann in der Praxis überprüft werden, in dem man sich auf eine entsprechend entfernte Strassenmarkierung konzentriert. «Oder man stellt beispielsweise einen Bobby Car so vor das parkierte Fahrzeug, dass man es durch die Scheibe gerade noch sehen kann. Einige erschrecken, wie spät der Bobby Car in ihrem Sichtfeld auftaucht», sagt Markus Peter. Er legt die Faustregel nahe, das Gerät nach «gesundem Menschenverstand zu montieren».

Gerät soll leicht bedienbar sein
Das Anbringen des Navis mitten im Sichtfeld ist verboten. Im oberen und unteren Bereich wird es toleriert, wenn es nicht die Sicht versperrt. «Einerseits darf das Sichtfeld nicht eingeschränkt werden, andererseits muss das Gerät leicht zugänglich, also bedienbar sein. Das schränkt die Platzierungsmöglichkeiten ein.» Die beste Platzierung sei auf dem Armaturenbrett rechts vom Lenkrad.
Die AGVS-Garagisten helfen nicht nur bei der Platzierung und Aktualisierung des Kartenmaterials, sie geben auch vor dem Kaufentscheid fundiert Auskunft. Zudem finden sie eine elegante Lösung für das Stromkabel, sodass es nicht zwischen Armaturenbrett und 12-Volt-Anschluss in der Luft hängt. Nicht zuletzt helfen die Experten, die Freisprechanlage mit dem Smartphone zu verbinden. Einer sicheren Fahrt steht somit nichts im Weg.
Zu beherzigen gilt noch Folgendes: Wenn das Auto auf einem Aussenparkplatz abgestellt wird, sollte das Navigationsgerät entfernt werden. So wird es vor Sonnenlicht und Diebstahl geschützt.

Innovationen – Neuheiten – Qualität

Innovationen – Neuheiten – Qualität | Der Landanzeiger

Dieses Jahr feiert die Garage Graf AG den 49. Geburtstag. Die erstklassig ausgebildeten Mitarbeiter in der Werkstatt bieten einen DeluxeService in den Bereichen Reparaturen und Service aller Marken.

Die bestens bekannte Fachgarage ist Opel- und Chevrolet Spezialist. Sie ist verlässlicher Partner für MFK-Aufbereitungen inklusive Vorführen, Carrosserie- und Lackierarbeiten, Verkauf von Neu- und Occasions-Fahrzeugen, Klimaservice, Automatikgetriebe-Service, DAB-Radio Fachstelle und vieles mehr. Profitieren Sie von ihrer Qualität, Effizienz und attraktiven Preisen.

Die Event Garage
Wie der Name es bereits sagt, offerieren wir Ihnen mit dieser Firma spezielle Angebote. Reifenwechsel werden zu einem Erlebnis, Treibstoffbezüge zu äusserst attraktiven Preisen, Fahrzeugvermietungen und Aufbereitungen runden das Programm ab. Zusätzlich gestalten wir für unsere Kundschaft und auch für die Öffentlichkeit, attraktive Events rund um den Fahrzeugbereich.
Zu gegebener Zeit werden wir Sie in der regionalen Presse im Detail über diese Anlässe informieren. Claudia Müller- Graf (Geschäftsinhaberin) und Martin Perreten (Mitglied der Geschäftsleitung) garantieren einen reibungslosen Ablauf in der Administration, der Buchhaltung und im Fahrzeugverkauf. Zusätzlich werden neue und nichtalltägliche Geschäftsideen ausgearbeitet und umgesetzt.
Unsere Kunden sind unsere Partner! Die Garage Graf AG und die Event Garage GmbH freuen sich auf eine weiterhin attraktive und abwechslungsreiche Zusammenarbeit!

Garage Graf AG
Event Garage GmbH

Brühlstrasse 328
5732 Zetzwil
Telefon 062 773 22 18
www.garagegrafag.ch

Ein Kaltstart gäbe viele Verletzte

Ein Kaltstart gäbe viele Verletzte | Der Landanzeiger

Wie funktioniert ein Training im American Football ohne Körperkontakt? Ein Besuch bei den Argovia Pirates im ersten Training nach dem Sport-Lockdown.

Tacklen, den Gegner angreifen, zu Boden bringen, in die Mangel nehmen – dies ist eine Komponente im American Football, die viele Männer überhaupt zu diesem Sport zieht. Nun ist Körperkontakt im Breitensport aktuell aber verboten. Trotzdem trainieren die Argovia Pirates wieder gemeinsam als Mannschaft, auf ihrem Platz in Buchs. Zwei 15er-Gruppen liess Headcoach Chris Humbel via virtuellem Teamplanbuch aufmarschieren, eine dritte wäre möglich. Mit Masken trafen die Footballer ein.
Das letzte NLB-Meisterschaftsspiel bestritten die Argovia Pirates im Juli 2019. Danach sorgten Lockdowns und Sportanlagenschliessungen mehrmals für lange Trainingsunterbrüche. «Viele haben sich seit Monaten nicht gesehen», sagt Vereinspräsident Viktor Gegeckas, «vom sozialen Aspekt her ging durch Corona schon sehr viel verloren, was sonst das Vereinsleben ausmacht. » Trotzdem sind er und der Staff guten Mutes, dass bis zum Saisonstart eine schlagkräftige Piraten-Truppe beisammen sein wird. Rund 50 Spieler versucht man zu akquirieren, auch mit einem Probetraining am letzten März-Wochenende.

Nicht alle sind nach dem Lockdown gleich fit
Das erste Meisterschaftsspiel könnte Ende Juli oder Anfang August sein, schätzt Gegeckas, sodass die Saison im Oktober zu Ende wäre. «Wir brauchen zwei, noch besser drei Monate Zeit, in der wir wieder normal und mit Körperkontakt trainieren dürfen. Tacklen will gelernt sein, von null auf hundert funktioniert nicht, wenn es darum geht, den Gegner zu Boden zu bringen oder sich zu wehren, sonst haben wir zu viele Verletzungen.»
Bis zu entsprechenden Lockerungen der Corona-Einschränkungen feilt Coach Chris Humbel mit seinen Jungs an Kondition, Kraft, Ausdauer und Schnellkraft. «Ich sehe, wer sich in den letzten Monaten fit hielt, und wem ich vielleicht Hausaufgaben geben muss», sagt er. Sein Grinsen ist trotz Maske zu erahnen. Obwohl es an jenem Abend 5 Grad kalt ist, kommen die Piraten bei koordinativen Laufübungen ins Schwitzen, schwatzen und lachen zuerst noch bei Liegestützen, Sprints und Burpees, später ist nur lautes Schnaufen und das eine oder andere Fluchwort zu hören. Humbels Frage nach einer Stunde, «möget der no?», ist rhetorisch. Im ersten Training nach einer gefühlten Ewigkeit geben alle mehr, als sie bei Homeworkouts geben würden. «Es ist dieses gegenseitige Pushen, das fehlt, wenn du nicht mit dem ganzen Team trainieren kannst», sagt Viktor Gegeckas.
In den letzten gut 30 Minuten des zweistündigen Trainings erfolgen Übungen mit Ball: angetäuschte Zweikämpfe, Wurf- und Fangübungen kombiniert mit Laufwegen und Sprints. «Endlich mal wieder einen Ball in den Händen zu halten, ist geil», findet einer, «dann fang ihn doch auch richtig», scherzt ein anderer.

Teamspirit kann sich endlich wieder entwickeln
Die Piraten absolvieren ihr gesamtes Training mit Maske und in ihrer fixen 15er-Gruppe und bleiben meist mehr auf Distanz, als nötig wäre. «Klar würde ich lieber Übungen machen, in denen es zu Körperkontakten kommt, aber das geht nicht», sagt Humbel, «es gibt aber einiges, was wir tun können, bis wir wieder richtig ran dürfen. Hauptsache, wir sehen uns alle, das ist wichtig für den Teamspirit.» Sich später auf dem Feld aufeinander verlassen zu können, den gegenseitigen Respekt in Vertrauen umzuwandeln, sei ein Prozess. «Diese Saison kann eine Art grosser Teamevent werden», meinte Humbel bei seiner Ansprache vor dem ersten Training. «Schön, dass ihr wieder alle hier seid.»

50 Jahre Aerni – 50 Jahre Qualität

50 Jahre Aerni – 50 Jahre Qualität | Der Landanzeiger

1971 gingen die Aerni AG Automobile in Safenwil und der japanische Autobauer Mazda ihre Partnerschaft ein. Wären sie verheiratet, würden sie heuer das goldene Jubiläum feiern. Das Feiern ist zwar eingeschränkt, die Kundschaft kann aber besonders jubeln.

Seit 50 Jahren ist die Aerni AG Automobile Mazda-Partnerin und in Safenwil daheim. «Eine grosse Jubiläumsfeier ist leider nicht möglich. Darum haben wir uns für eine besondere Aktion entschieden. Unsere Kundinnen und Kunden sollen profitieren. Dazu drehen sie einfach an unserem Online-Glücksrad. Alle Teilnehmenden erhalten einen Soforttreffer », erklärt Inhaber Roger Aerni. Sein Bruder und Werkstatt-Chef ergänzt: «In jedem Fall profitiert man so von einem sensationellen Rabatt auf einen Mazda nach Wahl oder einer attraktiven Cash-Prämie auf Mazda-Zubehör beim Kauf eines Mazda-Neuwagens oder Mazda-Gebrauchtwagens bei uns.» Als Hauptpreis winkt ein Rabatt in der Höhe von 5000 Franken auf den Mazda nach Wahl.

50 Jahre Aerni – 50 Jahre Qualität | Der Landanzeiger
50 Jahre Aerni – 50 Jahre Qualität | Der Landanzeiger
Einst und heute: Die Mazda-Garage Aerni AG Automobile ist in zweiter Generation und seit 50 Jahren in Safenwil.

Als Mazda-Partnerin ist die Aerni AG Automobile eine verlässliche Grösse in der Region. Mit viel Erfahrung erreicht das Unternehmen höchste Kundenzufriedenheit. Das bodenständige Team überzeugt durch die sympathische Art und die Nähe zur Kundschaft. Eine eigene Werkstätte, ein moderner Showroom mit den neuesten Modellen, eine grosszügige Aussenausstellung mit laufend rund 50 Fahrzeugen und eine kompetente Beratung runden das Mazda- Erlebnis in Safenwil ab.

Für den Kult-Roadster Mazda MX-5 ist Mazda bereits hinlänglich bekannt. Und mit dem Mazda MX-30 lieferte die japanische Familienmarke jüngst ihr erstes reines Elektrofahrzeug. Zusammen mit dem kompakten Mazda2 über den sportlichen Mazda3 bis hin zum eleganten Mazda6 und den SUVs Mazda CX-3, CX-30 und CX-5 werden alle Fahr(spass)- Bedürfnisse abgedeckt. Das Jubiläums-Glücksrad läuft bis auf Weiteres. Die Gewinne sind kumulierbar mit den laufenden Aktionen von Mazda (Suisse) SA und der Aerni AG Automobile. Alle Infos unter www.aerni- automobile.ch/gluecksrad.

Aerni AG Automobile

Köllikerstrasse 30
5745 Safenwil
Telefon 062 788 40 20
www.aerni-automobile.ch

50 Jahre Aerni – 50 Jahre Qualität | Der Landanzeiger

Leo Dillier und sein Traum von Olympia

Leo Dillier und sein Traum von Olympia | Der Landanzeiger

Swiss Volley hat den erst 19-jährigen Aarauer Leo Dillier zum Mitglied der Elite-Beachvolleyball- Nationalmannschaft ernannt. Seit vergangenem Herbst trainiert er nebst seiner Sportlerlehre bei der Firma Rockwell Automation in Aarau täglich im nationalen Trainingszentrum in Bern unter der Leitung von Headcoach Michael Suter.

Seit einigen Jahren wird Dillier beim nationalen Verband als «TopTalent» geführt, was bedeutet, dass er komplett in den Trainingsplan des Nationalteams in Bern integriert und durch die dortigen Strukturen im Ball- und Krafttraining betreut wird. Für den Nachwuchsbeachvolleyballer hat das zur Konsequenz, dass er täglich den Weg von Aarau in die Hauptstadt auf sich nehmen muss, um vom professionellen Umfeld zu profitieren.
Die Ziele von Swiss Volley im Bereich Beachvolleyball sind gemäss Cheftrainer Michael Suter in den nächsten Jahren klar. Um Erfolge zu gewährleisten, müssen die richtigen Spieler früh selektioniert werden, damit sie den Anforderungen gerecht zu werden können. Bereits vorhandene Eigenschaften, aber auch gute Lernfähigkeit und Lernbereitschaft sind mitentscheidend für eine solche Selektion.

Viel Potential
«Leo zeigt bereits in vielen Bereichen sehr gute Ansätze», erklärt Suter. «Er hat unter anderem mit seinem Potential auf verschiedenen Gebieten auf sich aufmerksam gemacht und konnte bereits auch einige Erfolge feiern.» Der Trainer stellt aber weiter fest, dass der Schritt vom Schweizer Junioren Beachvolleyball-Level zur internationalen Spitze sehr gross ist. Um den Anschluss zu schaffen, wird Leo Dillier noch auf mehreren Ebenen arbeiten müssen. Die Ansprüche an die Fähigkeiten eines Beachvolleyball-Athleten sind hoch und werden über die kommenden Jahre eher noch steigen. «Bei Leo ist speziell, dass ihm aufgrund seiner Lehre, welche er im Sommer abschliessen wird, nur begrenzte Zeitfenster fürs Training zur Verfügung stehen. Es zeichnet ihn aber aus, dass er bereit ist, alles für das Erreichen seiner Ziele zu geben. Er ist sehr ambitioniert und willensstark. Ich muss ihn eher einmal bremsen als antreiben! Nebst seiner Bereitschaft schätze ich seine Fähigkeit, fokussiert und im Detail zu arbeiten, sehr.»

Ziel Olympiade 2028
Da Dillier bis Ende Juli noch in der Lehre ist und seine Abschlussprüfungen bestehen muss, wird bis dahin der Fokus auf seine physische Entwicklung gelegt. Das Ziel ist, eine gute Basis zu legen und Fortschritte zu erzielen. Danach werden die Turniere den Schwerpunkt bilden, die er mit seinem neuen Partner Simon Hagenbuch absolviert. Die Wettkämpfe bieten die Möglichkeit die Trainingsinhalte anzuwenden und im Ernstkampf zu festigen.
Auf die Frage, was die langfristigen Ziele sind, antwortet Michael Suter: «Für Leo sind die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris wohl noch etwas zu früh. Sich die Teilnahme an der Olympiade 2028 in Los Angeles als Ziel zu setzen, ist sicher realistischer. Darauf werden wir mit ihm hinarbeiten. Mit der Selektion ins Elite-Nationalteam haben wir ein Signal gesetzt, aber es ist klar, dass der Weg noch weit ist. Der Erfolg wird sehr davon abhängen, wie gut wir in den nächsten Jahren arbeiten werden.»