Leo Dillier und sein Traum von Olympia | Der Landanzeiger
Der Aarauer Beachvolleyballer Leo Dillier ist bereit, alles für das Erreichen seiner hohen Ziele zu geben.
Beachvolley

Leo Dillier und sein Traum von Olympia

Swiss Volley hat den erst 19-jährigen Aarauer Leo Dillier zum Mitglied der Elite-Beachvolleyball- Nationalmannschaft ernannt. Seit vergangenem Herbst trainiert er nebst seiner Sportlerlehre bei der Firma Rockwell Automation in Aarau täglich im nationalen Trainingszentrum in Bern unter der Leitung von Headcoach Michael Suter.

Seit einigen Jahren wird Dillier beim nationalen Verband als «TopTalent» geführt, was bedeutet, dass er komplett in den Trainingsplan des Nationalteams in Bern integriert und durch die dortigen Strukturen im Ball- und Krafttraining betreut wird. Für den Nachwuchsbeachvolleyballer hat das zur Konsequenz, dass er täglich den Weg von Aarau in die Hauptstadt auf sich nehmen muss, um vom professionellen Umfeld zu profitieren.
Die Ziele von Swiss Volley im Bereich Beachvolleyball sind gemäss Cheftrainer Michael Suter in den nächsten Jahren klar. Um Erfolge zu gewährleisten, müssen die richtigen Spieler früh selektioniert werden, damit sie den Anforderungen gerecht zu werden können. Bereits vorhandene Eigenschaften, aber auch gute Lernfähigkeit und Lernbereitschaft sind mitentscheidend für eine solche Selektion.

Viel Potential
«Leo zeigt bereits in vielen Bereichen sehr gute Ansätze», erklärt Suter. «Er hat unter anderem mit seinem Potential auf verschiedenen Gebieten auf sich aufmerksam gemacht und konnte bereits auch einige Erfolge feiern.» Der Trainer stellt aber weiter fest, dass der Schritt vom Schweizer Junioren Beachvolleyball-Level zur internationalen Spitze sehr gross ist. Um den Anschluss zu schaffen, wird Leo Dillier noch auf mehreren Ebenen arbeiten müssen. Die Ansprüche an die Fähigkeiten eines Beachvolleyball-Athleten sind hoch und werden über die kommenden Jahre eher noch steigen. «Bei Leo ist speziell, dass ihm aufgrund seiner Lehre, welche er im Sommer abschliessen wird, nur begrenzte Zeitfenster fürs Training zur Verfügung stehen. Es zeichnet ihn aber aus, dass er bereit ist, alles für das Erreichen seiner Ziele zu geben. Er ist sehr ambitioniert und willensstark. Ich muss ihn eher einmal bremsen als antreiben! Nebst seiner Bereitschaft schätze ich seine Fähigkeit, fokussiert und im Detail zu arbeiten, sehr.»

Ziel Olympiade 2028
Da Dillier bis Ende Juli noch in der Lehre ist und seine Abschlussprüfungen bestehen muss, wird bis dahin der Fokus auf seine physische Entwicklung gelegt. Das Ziel ist, eine gute Basis zu legen und Fortschritte zu erzielen. Danach werden die Turniere den Schwerpunkt bilden, die er mit seinem neuen Partner Simon Hagenbuch absolviert. Die Wettkämpfe bieten die Möglichkeit die Trainingsinhalte anzuwenden und im Ernstkampf zu festigen.
Auf die Frage, was die langfristigen Ziele sind, antwortet Michael Suter: «Für Leo sind die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris wohl noch etwas zu früh. Sich die Teilnahme an der Olympiade 2028 in Los Angeles als Ziel zu setzen, ist sicher realistischer. Darauf werden wir mit ihm hinarbeiten. Mit der Selektion ins Elite-Nationalteam haben wir ein Signal gesetzt, aber es ist klar, dass der Weg noch weit ist. Der Erfolg wird sehr davon abhängen, wie gut wir in den nächsten Jahren arbeiten werden.»

Text: Regula Rügge | Bild: zVg
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