«Räbi und Co» zurück im Trainingsalltag | Der Landanzeiger
Dürfen wieder trainieren: Patrick Räbmatter (unten) und Nick Alpiger wurden in dieselbe Vierertrainingsgruppe eingeteilt.
Schwingen

«Räbi und Co» zurück im Trainingsalltag

Die besten 120 Schwinger dürfen ab sofort mit Körperkontakt trainieren. Dies beschloss der eidgenössische Schwingerverband ESV zusammen mit dem Bundesamt für Sport BASPO und Swiss Olympic. Elf Aargauer Schwinger profitieren davon.

Die besten 120 Schwinger des Landes dürfen ab sofort wieder richtig trainieren. «Ich freue mich riesig», sagt der Uerkner Doppeleidgenosse Patrick Räbmatter. Der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) hat zusammen mit dem Bundesamt für Sport und Swiss Olympic Massnahmen beschlossen, welche eine Lockerung im Trainingsbetrieb ermöglichen. «Schade ist nur, dass meine Kollegen des Schwingklubs Zofingen noch nicht eingreifen dürfen», sagt Räbmatter, «ich verstehe natürlich, wenn der Entscheid bezüglich Chancengleichheit nicht bei allen gut ankommt und bei denjenigen, die noch warten müssen, Frust vorhanden ist. Aber ich glaube, wir müssen jetzt Schritt für Schritt wieder zur Normalität finden.»

11 Aargauer dürfen wieder
Vom Nordwestschweizer Teilverband zählen 16 Sägemehlathleten zu den Glücklichen, 11 davon kommen aus dem Aargau. Diese wurden jetzt in Vierer- und Dreiergruppen eingeteilt. «Räbi» (41 Kränze) bildet mit dem Lenzburger Nick Alpiger (Staufen/43 Kränze) und den beiden Aarauern Kaj Hügli (Reitnau/9 Kränze) und Oliver Hermann (Muhen/7 Kränze) eine Trainingsgemeinschaft, die von Matthias Arnold (Reidermoos) betreut wird.

Tiago Vieira muss warten
Tiago Vieira (Buchs/12 Kränze) sucht man vergebens auf der Liste, obwohl auch er vom sportlichen Erfolg her betrachtet, trainingsberechtigt wäre. «Wir wissen nicht genau, welche Pläne er verfolgt», sagt Roger Schenk (Kirchleerau), Technischer Leiter des Aargauer Kantonalschwingerverbandes auf Anfrage. Vieira, der schon an vier Eidgenössischen Schwingfesten teilgenommen hat, und nicht verletzt ist, erfuhr vom Verband per SMS, dass er im NWS-Kader vorerst nicht mehr erwünscht ist. Er gibt aber nicht auf und will sich mit guten Resultaten für das nächste Eidgenössische 2022 in Pratteln empfehlen.

Nachwuchs trainiert schon
Mit der schrittweisen Öffnung von Anfang März, welche den bis 20-Jährigen bereits das Schwingen im Trainings- und Wettkampfbetrieb ermöglicht, konnte nun ein weiterer Fortschritt zur Erreichung der Normalität für den Schwingsport erreicht werden, schreibt der ESV in seiner Mitteilung. Er hofft, dass bald die nächsten Lockerungsmassnahmen möglich sind und sämtliche Schwinger wieder trainieren dürfen. Das würde nicht nur Tiago Vieira freuen.

Text: MWY/RAN | Bild: Bea Hitz
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