40 Jahre im Dienste einer tollen Kundschaft

40 Jahre im Dienste einer tollen Kundschaft | Der Landanzeiger

Die Garage Frey in Unterentfelden feiert ihr 40-Jahr-Jubiläum. Der Familienbetrieb ist weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt und hat in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle übernommen. Ein Rückblick auf die bewegende Firmengeschichte.

Am 1. April 1981 wurde die Garage D. Frey in Unterentfelden durch die Übernahme der Garage A. Kyburz gegründet. Gleich zu Beginn hatte Daniel Frey zwei Markenvertretungen für Toyota und Fiat. Alice Frey war und ist heute noch zuständig für den administrativen und personellen Bereich, Daniel Frey für den Werkstattbereich und den Verkauf. Der Sohn Daniel jun. war bei der Gründung drei Jahre alt.

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2021: Die Garage Frey in Unterentfelden kurz vor dem grossen Jubiläum.
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1981: So sah die Garage Frey vor 40 Jahren aus.

Im Jahr 1982 zogen dunkle Wolken auf, die Kantonsstrasse wurde saniert und somit die Durchfahrt für ein ganzes Jahr gesperrt. Dank den Bemühungen im ersten Geschäftsjahr konnten die Kunden trotzdem beibehalten werden. 1985 kamen neue Schwierigkeiten auf die Garage Frey zu. Die Fiat Suisse wollte keine japanischen Fahrzeuge mehr im Händlernetz dulden. Deshalb wurde die Fiat-Vertretung gekündigt und die wertvolle Aufbauarbeit an Fiat- Kunden zunichte gemacht. Durch gutes Verhandlungsgeschick der Familie Frey konnte die Lancia-Vertretung übernommen werden, welche die Tür zu Fiat offen liess.

Fünf Mal mit Gold ausgezeichnet
Wichtig war auch der Betrieb der Shell-Tankstelle, welche in diesen Jahren nicht zuletzt durch die persönliche Bedienung der Kundschaft hohen Stellenwert hatte. Bald schon kam von der Umweltschutzseite das Bedürfnis, die Tankstellen mit einer Gasrückführung auszurüsten. Da auch die Tanks im Boden nicht mehr die neusten waren, entschloss sich die Familie Frey im Jahr 1990 die Tankstelle komplett zu sanieren. Es wurde ein 50’000-Liter- Tank verbaut und komplett neue Tanksäulen mit Tankautomat installiert.

Die Garage Frey war der erste Betrieb im Kanton Aargau, welcher eine aktive Gasrückführung anbieten konnte. Dank guter Bedienung und absoluter Sauberkeit konnte die Garage Frey Unterentfelden fünf Mal die Goldmedaille für die beste Tankstelle der Schweiz entgegennehmen. Danach wurden die Kontrollen nicht mehr durchgeführt, was die Freys nicht daran hinderte, weiterhin die Besten und Saubersten zu sein.

1991 wurde auf Druck von Toyota die Lancia-Vertretung gekündigt, um ab diesem Zeitpunkt voll für die Marke Toyota im Gebiet tätig zu sein.

1. Platz beim Tuning-Award
Bei der Garage Frey Unterentfelden gab es seit jeher spezielle Fahrzeuge zu bewundern oder zu kaufen. Legendär war 1992 der pinke Toyota Celica, welcher schweizweit bekannt war, oder der rote Toyota Celica mit Flügeltüren, mit welchen der 1. Platz beim Tuning-Award errungen wurde. 1996 wurde der Occasionsplatz vergrössert und ein gedeckter Raum angebaut. Die Tankstelle erhielt rundum neue beleuchtete Werbebanner, die Toyota-Reklame wurde am Haus angebracht sowie ein grosses beleuchtetes Monument auf dem Verkaufsplatz erstellt. Alles schien in bester Ordnung, bis die EU im Autogewerbe mehr Wettbewerb schaffen wollte und die Gruppenfreistellungs-Verordnung (GVO) einführte. Dabei darf nur noch derjenige eine Marke behalten, der die Vorgaben einhält und die Richtlinien des jeweiligen Importeurs erfüllt. Somit wurde im Jahr 2005 ein wunderschöner Showroom mit darüberliegender Maisonette-Wohnung angebaut. Diese Wohnung ist das Eigenheim von Sohn Daniel jun., welcher inzwischen schon 28 Jahre im Dienste der Garage Frey steht und u. a. die Tuningabteilung voll auf Vordermann gebracht hat.

Im November 2005 konnte die neue Garage Frey Unterentfelden erneut mit offizieller Toyota-Vertretung eröffnen. Dazu kam auch eine komplett neue Beschriftung am und um das Haus. Im Jahr 2006 wurde der Betrieb ISO-14024-zertifiziert.

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Am Tag der Eröffnung 1981: Alice und Daniel Frey mit ihrem dreijährigen Sohn Daniel – 40 Jahre später am selben Ort: Alice und Daniel Frey zusammen mit Sohn Daniel und seiner Frau Sabine.

Sohn Daniel übernimmt
Das Tuninggeschäft, das zweite Standbein des Betriebs, wurde durch die verschärften gesetzlichen Vorgaben immer mehr zur Herausforderung. Dank seriöser Arbeit ist die Garage Frey bis heute erfolgreich in dieser Sparte unterwegs. Durch eine Straffung des Sortiments wurden auch die Effizienz im Verkauf und die daraus resultierenden Arbeiten gesteigert. Gleichzeitig wurde das Label Tuning by Frey mit dem neuen Internetauftritt erweitert.

Im Mai 2008 wurde die heutige Ehefrau von Sohn Daniel, Sabine Frey, eingestellt. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Fakturierung und der Administration. Der nächste entscheidende Schritt erfolgte im Jahr 2013. Die Firma wurde in eine GmbH umgewandelt und gleichzeitig wurde die Nachfolge geregelt. Sohn Daniel P. Frey übernahm die Geschäftsführung der Garage Frey Unterentfelden GmbH.

Frey Premium Cars
Anfang 2019 erfolgte eine grundlegende Erneuerung des Showrooms und die Lancierung des neuen Geschäftszweigs «Frey Premium Cars», unter welchem Premiumfahrzeuge zum Verkauf und zur Betreuung angeboten werden. Im vorderen Teil des Showrooms ist nach wie vor alles für die Toyota- Familie, für die die Familie Frey und ihr Team seit Beginn ein zuverlässiger Partner sind.

Im Sommer des gleichen Jahres wurde auch noch die Shell-Tankstelle auf den neuesten Stand gebracht. Neue umweltgerechte Tanksäulen, ein neuer Automat und eine neue Beschriftung im LED-Design lassen die Tankstelle modern wir nie zuvor erstrahlen. Am 1. April 2021 darf die Familie Frey das 40-jährige Bestehen ihres mit viel Herzblut aufgebauten Unternehmens feiern und mit Stolz und Freude auf das Geleistete zurückblicken.

Garage Frey Unterentfelden GmbH

Aarauerstrasse 351
5035 Unterentfelden
Telefon 062 723 25 48
info@garage-frey.ch
www.garage-frey.ch
www.tuningbyfrey.ch
www.frey-premiumcars.ch

Die rätselhaften Aarauer Rathaussäle

Die rätselhaften Aarauer Rathaussäle | Der Landanzeiger

Hölzerner Täfer, geschnitzte Einhörner und mystische Wasserwesen umarmt von Blumengirlanden und Blättergeflechten, eine Supraporte mit dem Aarauer Adler abgebildet und dem Satz «Als man zalt von der Geburt Cristi 1520», Deckenmedaillons, die scheinbar genau beobachten, was unter ihnen geschieht. Würde sich der Aarauer Stadtrat momentan nicht nur digital besprechen, würde er sich in einem Raum treffen, auf den genau diese Beschreibung zutrifft: der Stadtratssaal im 2. Stock des Aarauer Rathauses. Aber auch im 1. Stock befindet sich ein Saal in genau diesem spätgotischen Stil.

Broschüre veröffentlicht
Da diese Räume für die Öffentlichkeit kaum zugänglich sind, widmet sich nun eine Broschüre der Ortsbürgergemeinde unter dem Titel «Die spätgotischen Säle des Aarauer Rathauses von 1519/1520» diesen beiden 500 Jahre alten «Schatzkammern». Auf 24 Seiten wurde all das Wissen über die beiden Säle gesammelt, das bis dato bekannt ist. «So umfassend wurde noch nie über die beiden Säle berichtet», sagt Stadtarchivar Raoul Richner, der neben Kunsthistorikerin Dominique Sigg für die Broschüre recherchiert hat. «Leider sind die Dokumentationen über die Säle nicht sehr vollständig, aber wir können uns ein grobes Bild machen, wie die Räume während all dieser Zeit verändert wurden.»

Fehlende Dokumentationen
Das Problem: Es gibt zwar Dokumente, die belegen, dass umgebaut, renoviert oder verändert wurde, aber was genau gemacht wurde, das fehlt in den Dokumenten. «Es wurde abgesägt, neu geschnitten, angemalt, wieder abgelaugt, dann zog die Hälfte des einen Saales ins Stadtmuseum in die sogenannte Rothpletzstube um und wurde dort als Wohnraum gebraucht. Medaillons verschwanden. Dann gab es wieder massive Renovationen im Rathaus, wobei zu den Sälen keine Sorge getragen wurde. Wir haben genau darüber auf 24 Seiten eine Übersicht gemacht», so Raoul Richner.

Indizien statt Beweise
Zwar konnten einige Rätsel gelöst werden, das grösste Rätsel, nämlich zum Schöpfer der Schnitzereien, konnten keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden. «Aufgrund von Indizien haben wir lediglich eine Idee, wer der Urheber sein könnte», sagt Raoul Richner. Diese Indizien weisen auf Jörg Wild aus Luzern hin. Raoul Richner hat die Hoffnung aber noch nicht ganz aufgegeben, dass hier noch Licht ins Dunkle gebracht werden kann. «Vielleicht taucht irgendwo in irgendeinem Archiv irgendwann ein Zettelchen auf, das den Schöpfer der Schnitzereien doch noch aufdeckt.»

Interessierte können die Broschüre beim Stadtbüro, beim Stadtmuseum und bei aarau info gratis abholen.

Die rätselhaften Aarauer Rathaussäle | Der Landanzeiger
Mystische Wassergestalten zieren die Decke.
Die rätselhaften Aarauer Rathaussäle | Der Landanzeiger
Die Supraporte im Stadtratsaal.
50 Jahre Aerni – 50 Jahre Qualität | Der Landanzeiger
Täfer, Medaillons und Schnitzereien zieren die spätgotischen Säle des Rathauses.

Rechnung schliesst mit 1,6 Mio. Gewinn

Rechnung schliesst mit 1,6 Mio. Gewinn | Der Landanzeiger

Die Erfolgsrechnung 2020 schliesst, exklusive der Spezialfinanzierungen mit einem Ertragsüberschuss von 1,6 Mio. Franken ab. Dank positiver Sonderfaktoren aus der betrieblichen Tätigkeit ist das Ergebnis wesentlich besser ausgefallen. Budgetiert wurde ein Überschuss von lediglich 64’920 Franken. Die erzielte Selbstfinanzierung beträgt 3.4 Mio. Franken.

Ausschlaggebend für das bessere Ergebnis sind einerseits höhere Nachträge aus Einkommenssteuern natürlicher Personen der Vorjahre (plus 237’688 Franken), Mehrertrag aus Nachsteuern und Bussen (plus 106’623 Franken), höhere Vermögensgewinnsteuern (plus 202’711 Franken) und Mehrertrag aus Baubewilligungsgebühren (plus 76’606 Franken) sowie andererseits markant tiefere Aufwendungen. Insbesondere sind dies tiefere Besoldungsanteile für die Lehrkräfte aller Abteilungen (minus 494’057 Franken), weniger Schulgeldbeiträge an die berufliche Grundbildung (minus 109’581 Franken) und Minderaufwendungen beim Gemeindestrassenunterhalt (minus 51’206).

Tieferer Personalaufwand
Der Personalaufwand ist mit 5.1 Mio. Franken im Vergleich zum Budget um 6 Prozent tiefer ausgefallen. Dies ist auf vakante Stellen zurückzuführen. Beim Sach- und übrigen Betriebsaufwand wird gegenüber dem Budget eine Zunahme von 2.5 Prozent ausgewiesen und wird mit externen Dienstleistungsaufträgen begründet. Insgesamt beträgt der Sachaufwand 3.3 Mio. Franken. Der Wertverzehr der Anlagen wurde der Nutzungsdauer entsprechend mit Abschreibungen von insgesamt 1.96 Mio. Franken erfolgswirksam verbucht.

Investitionsrechnung
Den Bruttoinvestitionen von 4.7 Mio. Franken stehen Investitionseinnahmen von lediglich 105’557 Franken gegenüber. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 4.6 Mio. Franken (Budget 6 Mio. Franken). Die Abweichung erklärt sich hauptsächlich mit der Verzögerung von geplanten Kantonsstrassenprojekten.

Mit der erzielten Selbstfinanzierung konnten die Investitionen zu 74 Prozent finanziert werden. Der resultierende Finanzierungsfehlbetrag von 1.2 Mio. Franken verursachte eine Abnahme des Nettovermögens. Dieses beträgt per Ende 2020 rund 9.7 Mio. Franken. Somit stehen weiterhin Mittel für die Finanzierung der bevorstehenden Investitionen zur Verfügung. Gemäss Aufgaben- und Finanzplanung werden Investitionen von insgesamt 36 Mio. Franken in den nächsten Jahren erwartet. Es wird weiterhin eine möglichst hohe Eigenfinanzierung beabsichtigt.

Eigenwirtschaftsbetriebe
Die Erfolgsrechnung des Wasserwerks weist einen Ertragsüberschuss von 335’876 Franken aus. Hauptsächlich tiefere Unterhaltsaufwendungen und Mehrerträge bei den Benützungsgebühren (Wasserverkauf und Dienstleistungen) haben das deutlich bessere Ergebnis herbeigeführt.

Die Investitionsrechnung schliesst mit Nettoinvestitionen in der Höhe von 58’843 Franken (Budget 217’000.– Franken) ab. Unter Berücksichtigung der erzielten Selbstfinanzierung von 583’509 Franken resultiert ein Finanzierungsüberschuss von 524’665 Franken. In der Folge sinkt die Nettoschuld auf 200’818 Franken.

Tiefere Unterhaltskosten Tiefbauten sowie höhere Erträge führen beim Abwasser zu einem Ertragsüberschuss von 15’367 Franken. Budgetiert wurde ein Aufwandüberschuss von 60’190 Franken. Die Bruttoinvestitionen liegen mit 168’787 Franken markant unter dem budgetierten Wert. Dies ist auf Verzögerungen des Werkleitungsbaus Bifangstrasse West zurückzuführen. Gegenüber dem Budget sind mit 395’299 Franken tiefere Anschlussgebühren vereinnahmt worden. Es resultiert eine Nettoinvestitionsabnahme von 226’511 Franken. Zuzüglich der Selbstfinanzierung von 278’214 Franken beläuft sich der Finanzierungsüberschuss auf 504’726 Franken. Somit steigt das Nettovermögen per Ende 2020 auf 3.2 Mio. Franken.

Für den Haushaltkehricht inkl. Gewerbeabfälle und Sperrgut wurde ein Zuschuss der Einwohnerkasse von 38’684 Franken (Budget 63’850.– Franken) beansprucht. Der Kostendeckungsgrad beträgt 84.3%.

Ortsbürgergemeinde
Aus der Ortsbürgerverwaltung resultiert ein Ertragsüberschuss von 5371 Franken. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 5765 Franken. Der Bestand der Bilanzüberschüsse per Ende 2020 erhöht sich auf 120’603 Franken. Die Rechnung des Forstbetriebes Jura weist einen Gewinn von 119’272 Franken aus. Der Gewinnanteil der Ortsbürgergemeinde Küttigen beträgt 29’818 Franken. Zum Ausgleich der Rechnung war eine Einlage in den Waldfonds von 23’802 Franken möglich. Das Budget rechnete mit einer Einlage von 12’900 Franken. Der Bestand des Waldfonds beträgt per Ende 2020 etwas über 818’000 Franken.

Masterplan für Kasernenareal verabschiedet

Masterplan für Kasernenareal verabschiedet– 50 Jahre Qualität | Der Landanzeiger

Die Stadt Aarau und der Kanton Aargau haben den gemeinsamen Masterplan für die schrittweise Entwicklung des Kasernenareals in Aarau beschlossen.

Das Kasernenareal im Stadtzentrum von Aarau ist für die Stadt und den Kanton von grosser Bedeutung. Es bietet ein einzigartiges Entwicklungspotenzial an zentralster Lage. Die Stadt Aarau und der Kanton Aargau planen deshalb seit 2014 gemeinsam die Zukunft des Kasernenareals.
Der 1982 abgeschlossene Waffenplatzvertrag zwischen Bund und Kanton regelt die gegenwärtige militärische Nutzung und hat eine Laufzeit bis 2030. Bis dahin wollen Stadt und Kanton die Zeit nutzen, um die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung des attraktiven Areals zwischen Bahnhof und Altstadt zu stellen. Dies soll einvernehmlich zwischen Stadt, Kanton und Bund erfolgen.

Stadtrat und Kanton sagen Ja
Der Aarauer Stadtrat hat am 1. März dieses Jahres und der Aargauer Regierungsrat am 17. März den Masterplan und den dazugehörigen Zusatz zum Letter of Intent aus dem Jahr 2015 verabschiedet.
Dieser Zusatz definiert die Planungsschritte für die vierte Phase der Arealentwicklung (Aufbauorganisation, Ablauforganisation, Nutzungsplanung) sowie eine Kostenschätzung. Der Kanton spricht einen Verpflichtungskredit in der Höhe von rund 470’000 Franken für seinen Anteil an den weiteren Planungskosten. Der Aarauer Einwohnerrat wird am 10. Mai 2021 über den Kredit in der Höhe von ebenfalls rund 470’000 Franken für den Anteil der Stadt befinden.

Der Masterplan bildet ein für die Arealentwicklung wichtiges Planungsinstrument und damit die Grundlage für die weitere Entwicklung des Areals. Ziel der Planung sind qualitativ hochstehende und nachhaltige Nutzungen auf dem Kasernenareal, die dem einmaligen Potential und der ausgezeichneten zentralen Lage des Areals gerecht werden. Die Stossrichtung des Masterplans mit Öffnung, Durchwegung und Nutzungsdurchmischung des Areals als vielfältiges Stadtquartier wird dabei weiterverfolgt. Dies soll nach 2030 durch eine schrittweise Öffnung und Umnutzung des Areals für zivile Nutzungen in Abstimmung mit der teilweisen militärischen Nutzung erreicht werden. Seitens des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) besteht die Absicht, im Kasernenareal über 2030 Teilbereiche weiterhin zu mieten und militärisch zu nutzen. Die vom VBS angemeldeten Bedürfnisse stehen im Einklang mit der Stossrichtung des Masterplans.

13 Sektoren und eine Piazza
Der Planungsperimeter umfasst das Gebiet zwischen Laurenzenvorstadt, Kasinostrasse, Apfelhausenweg und Poststrasse. Eigentümer der grössten Fläche in diesem Perimeter ist der Kanton, zweitgrösster das VBS. Durch Einbezug der wichtigen Wegbeziehungen und der Parzellierung ergeben sich im Masterplan 13 Areal-Sektoren (A bis M, siehe Abbildung).

Vorwiegende Nutzungen im nördlichen Band sind das Bezirksgericht und weiterhin die erwähnten militärischen Nutzungen. Zivile Nutzungen der Bestandesbauten sind ebenfalls möglich. Beim mittleren Band stehen Mischnutzungen mit Wohnen und Arbeiten in hoher Dichte im Sinne eines Zentrumsgebiets im Vordergrund. Unterschiedliche Zielgruppen und Trägerschaften tragen dazu bei, dass die Vielfalt sowohl architektonisch als auch sozialräumlich erreicht werden kann. Die angestrebten Nutzungen für das südliche Band umfassen Kultur, Bildung, Dienstleistungen, Gastronomie, Hotel, Begegnung und den Kultur-Leuchtturm Alte Reithalle. Wohnen ist hier an geeigneten Lagen nicht ausgeschlossen. Hier wird auch die zentrale und attraktive Piazza mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten liegen, über welche die Hauptbeziehung vom Bahnhof entlang der Reithalle bis zur Kasinostrasse führen.

Anliegen aufgenommen
Interessierte Kreise wurden eingeladen im Rahmen des Forums IV im Februar 2020, ihre Anliegen in den Prozess einzubringen und Stellung zum Masterplanentwurf zu beziehen. Die Mehrheit der Anliegen konnte im vorliegenden Masterplan berücksichtigt oder in die Folgeplanungen aufgenommen werden. In der vierten Phase werden nun auf der Grundlage des Masterplans und unter Einbezug von Bund, Kanton und Stadt Aarau die Städtebau- und Mobilitätskonzepte erarbeitet und die Wirtschaftlichkeit überprüft. Anschliessend wird die Nutzungsplanung anhand der erarbeiteten Grundlagen angepasst. Aktuelle Informationen zum Projekt sind unter www. aarau.ch aufgeschaltet.