Biberburg derzeit in neuem Look

Biberburg derzeit in neuem Look | Der Landanzeiger

Nach bald 12 Betriebsjahren wurde auf, in und rund um die Biberburg eine Generalüberholung fällig. Die massiven Holzstämme auf dem Dach wurden allesamt entfernt und die Bäume rund um die Biberburg wurden markant zurückgeschnitten.

Bevor die Biberburg voraussichtlich am 6. Mai die Gartenwirtschaft wieder öffnet, wurden in den letzten Tagen grössere Arbeiten ausgeführt. Aktuell sieht sie ziemlich «nackt» aus. Schon von weitem ist sichtbar, dass die Bäume rundherum zurückgeschnitten wurden und auch die massiven Baumstämme auf dem Dach sind nicht mehr da. «Wir haben bemerkt, dass das Blechdach einige Druckstellen aufwies, die von den Baumstämmen herrühren», erklärt Urs Gsell vom Biberburg-Team auf Anfrage. Um zu kontrollieren, ob das Blechdach bereits Risse aufweist, oder nicht, wurde entschieden, das Dach von den Baumstämmen komplett zu räumen. «Erfreut haben wir nun gesehen, dass es zwar massive Druckstellen auf dem Dach gibt, das Blechdach selber ist aber noch gut.» Derzeit wird im Team diskutiert, was aufs Dach kommt. Ob es wieder Baumstämme sind, welche quasi eine echte Biberburg symbolisieren, oder etwas anderes, oder gar nichts, ist gemäss Urs Gsell noch offen. «Wir haben auch Rückmeldungen erhalten von Leuten, denen es so gefällt, wie es aktuell aussieht.»

Biberburg derzeit in neuem Look | Der Landanzeiger
So sah die Biberburg vor der Generalüberholung aus.

Weil zahreiche Bäume rund um die Biberburg zurückgeschnitten wurden, ist die Holzkonstruktion momentan so gut zu erkennen, wie seit Jahren nicht mehr. Weshalb die Bäume im grossen Stil zurückgeschnitten wurden, erklärt Urs Gsell, der nebst seiner Tätigkeit im Biberburg-Team Förster ist im Forstbetrieb Muhen-Hirschthal-Holziken: «Die Bäume mussten wir wegen dem massiven Schneedruck zurückschneiden, vor allem betroffen waren die weichen Hölzer wie die Weiden, aber auch die Erlen.»

Die Bäume und die üppige Natur werden dafür sorgen, dass die Biberburg schon bald wieder «gut getarnt» an der Suhre zu ihrer alten Schönheit erblühen wird. Mit oder ohne Baumstämme auf dem Dach. Was Urs Gsell und das Biberburg-Team besonders freut, ist, dass die Biberburg am 6. Mai die Gartenwirtschaft eröffnen wird und neues Leben einkehrt.

Erste Badis öffnen am 1. Mai

Erste Badis öffnen am 1. Mai | Der Landanzeiger

Noch bevor alle Details aus Bern klar sind – und auch der Wetterbericht noch nicht weiss, ob das kühle Wetter dann zu Ende ist – geben die Badis in unserer Region bekannt, wann sie öffnen wollen.

Das Schwimmbad im Aarauer Schachen und das Freibad Suhr wollen am Samstag, 1. Mai öffnen. Dies hat eine Umfrage der Aargauer Zeitung (az) ergeben. Entfelden teilt dem Landanzeiger als Öffnungstermin für das Freibad den Auffahrtstag 13. Mai mit. Das Hallenbad bleibt nach wie vor geschlossen. Noch kein Datum festlegen wollen die Betreiber des Schwimmbad Wührimatt in Küttigen. Derzeit sei man daran, das Schutzkonzept zu aktualisieren, lässt sich der Gemeindeschreiber Robert Rütimann in der «az» zitieren. Normalerweise öffnet Küttigen Mitte Mai.

Wie sieht es bei den weiteren Badis aus? In Unterkulm soll es am 12. Mai wieder losgehen mit dem Badibetrieb. Dort dürfen sich die Kinder auf die 45 Meter lange Rutschbahn freuen. Am 1. Mai will die beliebte Biobadi in Biberstein eröffnen. Auch in Schöftland, das über geheiztes Badewasser verfügt, soll es bereits am 1. Mai wieder losgehen. Noch kein Öffnungsdatum gibt es hingegen in Walde. Dort können sich die Badigäste dann aber auf einen neuen Brätliplatz freuen. «Fleissige Büezer» hätten diesen Platz erstellt, meldet die Badi. Voraussichtlich am 15. Mai öffnet die Badi Bottenwil-Uerkheim seine Tore. Ob sie offen ist oder nicht, wird täglich mit dem Hissen der Fahne signalisiert. Ebenfalls am 15. Mai will gemäss einer Gemeindenachricht die Badi Kölliken wieder öffnen.

Keine Probleme mit Luchsen in der Region

Keine Probleme mit Luchsen in der Region | Der Landanzeiger

Der Luchs ist im nördlichen Jura wieder heimisch geworden. Er lebt hier in einer natürlichen Bestandesdichte und verursacht keine nennenswerten Konflikte, schreiben Pro Natura Aargau und Solothurn. Für den Wald sei seine Rückkehr von grosser Bedeutung, da er der natürlichen Verjüngung helfe.

Der Luchs ist zurück in den Kantonen Aargau und Solothurn. Nachdem die Tierart im Jura vor 200 Jahren ausgerottet wurde, erfolgte im Westschweizer Jura in den 1970er Jahren eine Wiederansiedelung. Bereits in den 1980er Jahren wurden erste Luchse im nördlichen Jura registriert, schreiben Pro Natura Aargau und Solothurn in einer gemeinsamen Mitteilung. Doch erst um die Jahrtausendwende etablierten sich Luchse vermehrt im Kanton Solothurn und seit einigen Jahren werden auch auf den Jurahöhen im Kanton Aargau regelmässig Luchse nachgewiesen. Diese Rückkehr einer einst heimischen Tierart stellt laut Pro Natura, einen grossen Erfolg für den Artenschutz dar.

Im Aargau leben etwa sechs Luchse
Doch immer wieder werde mit gesuchten, teils regelrecht absurden Behauptungen gegen den Luchs argumentiert, schreibt Pro Natura weiter. Das sei unverständlich, denn die Luchse würden kaum Konflikte verursachen und führen hier ein zurückgezogenes, natürliches Leben. Pro Natura Aargau und Solothurn machen auf sechs Fakten zum Luchs in den beiden Kantonen aufmerksam. Luchse werden in der Schweiz mittels eines systematischen Fotofallenmonitorings gezählt. Im nördlichen Jura wurde mit dieser Methode eine im landesweiten Vergleich durchschnittliche Bestandesdichte ermittelt. Es leben hier rund 2.55 Luchse pro 100 km2 geeignetem Habitat. Das ist mehr als beispielsweise in der Zentralschweiz, aber weniger als im Berner Oberland oder im südlichen Jura. Im Kanton Solothurn leben rund 10–15 Luchse, im Kanton Aargau dürften es weniger als ein halbes Dutzend sein.

Seit dem Jahr 2009 hat sich die Luchsdichte im nördlichen Jura nicht mehr weiter erhöht. Das systematische Fotofallenmonitoring findet seit 15 Jahren alle drei Jahre mit derselben Methode statt und liefert daher fundierte, überprüfbare Daten. Diese zeigen, dass es seit 2009 keine statistisch signifikante Änderung in der Bestandesdichte des Luchses im nördlichen Jura gegeben hat. Die Luchse im nördlichen Jura weisen keine körperlichen Auffälligkeiten auf. Durch Jäger, Naturfotografen und Interessierte erfolgen fortlaufend Luchsnachweise in Form von Fotos. Auf diesen sind ausnahmslos gesunde Luchse zu sehen. Hinweise auf schlechte Nährzustände oder gesundheitliche Probleme sind nicht zu erkennen. Auch das vor einigen Jahren bei den Jura-Luchsen nachgewiesene FI-Virus (Katzen-Aids) ist wieder aus der Population verschwunden.

Keine Häufung von gerissenen Nutztieren
Die Luchse im Schweizer Jura ernähren sich artgerecht von Rehen und Gämsen. Nutztiere spielen nur eine geringe Rolle in ihrer Ernährung. In den letzten 20 Jahren hat die Zahl der vom Luchs gerissenen Nutztiere zwischen 2 und 48 geschwankt, ohne eine steigende Tendenz. 2019 wurden im gesamten Schweizer Jura gerade mal 19 Nutztiere von Luchsen gerissen, obwohl hier mehrere Zehntausend Schafe und Ziegen leben. Luchse stellen damit kein Problem für die Nutztierhaltung dar. Entgegen immer wieder geäusserten Befürchtungen, lässt sich ein Einfluss des Luchses auf die Entwicklung der Jagdstrecken grossräumig kaum feststellen. Eine detaillierte Analyse der Jagdstrecken in den Luchsgebieten und deren Vergleich mit umliegenden Gebieten ohne Luchseinfluss zeigt nur marginale Unterschiede, die statistisch nicht signifikant sind. Der Luchs verunmöglicht die Jagd nicht.

Luchs hilft dem Wald
Der Luchs hilft der Jägerschaft bei der notwendigen Regulierung der Pflanzenfresser Reh und Gämse. Zu hohe Wildbestände beeinträchtigen die natürliche Verjüngung der Wälder. Die zunehmende Klimaveränderung sorgt für einen Notstand im Wald: Fichten und seit kurzem auch Buchen sterben im Jura aufgrund starker Trockenheit gebietsweise grossflächig ab. Die Buche stellt im Moment noch die wichtigste Baumart im Jura dar und ist prägend für ihn. Klimaresistentere Baumarten wie Eichen oder in den Hochlagen des Juras auch Weisstannen müssen daher gefördert werden. Ausgerechnet diese Arten werden von Wildtieren aber bevorzugt verbissen. Ohne regulierte Wildbestände gelingt der aus klimatischen Gründen notwendige Waldumbau nicht. Der Luchs ist für den Wald der Zukunft daher unverzichtbar! Pro Natura Solothurn und Aargau hoffen, dass die Diskussion um den Luchs wieder vermehrt auf der Basis von Fakten und Wissen geführt werde, nicht mit Vorurteilen.

Ein wenig Normalität für die Kids

Ein wenig Normalität für die Kids | Der Landanzeiger

Der Basketballclub Alte Kanti Aarau (BC AKA) führte vergangene Woche das alljährliche Frühlingscamp unter strikten Corona-Schutzmassnahmen durch. Kinder und Jugendliche aus der Region Aarau durften beim Frühlingscamp des BC AKA während vier Tagen ein wenig Normalität erleben. Die neuen Lockerungen des Bundesrates im Sportbereich für die Jahrgänge 2001 und jünger ermöglichte diese abwechslungsreiche Basketballwoche.

Dabei erlernten oder festigten die jungen Talente von morgen aus der Region das Basketball-ABC und konnten sich mit Gleichaltrigen in verschiedenen spielerischen sowie körperlichen Herausforderungen messen. Der organisierende BC AKA zieht dabei eine positive Bilanz – das sportliche Angebot wurde besonders in dieser speziellen Zeit von vielen sehr geschätzt und die Kinder und Jugendlichen hatten viel Spass.

Medaillen und Qualifikationen für internationale Meisterschaften

Medaillen und Qualifikationen für internationale Meisterschaften | Der Landanzeiger

Nun ist sie vorbei, die ungewohnt fünftägige Langbahn Schweizermeisterschaft unter Coronabedingungen mit täglich je zwei Vorlauf- und zwei Finalabschnitten, getrennt nach Frauen und Männer. Zuschauer waren nicht zugelassen, der Wettkampfbereich war ausschliesslich den teilnehmenden SchwimmerInnen des entsprechenden Abschnitts, den TrainerInnen, den Jurymitgliedern sowie den HelferInnen vorbehalten.

Das raubte dem Event zwar die Atmosphäre, die er sonst hat, aber 6 Schweizer Rekorde und 17 Meisterschaftsbestzeiten zeigen die Verbesserungen im nationalen Leistungsniveau auf.

Auch der Schwimmclub Aarefisch konnte seine Fortschritte bestätigen. Neben Silber und Bronze von Robin Affentranger im Rücken als 2. über 200 m in 2:03.71 und als 3. über 100 m in 57.34 bewiesen die 11 neuen Aargauer Rekorde den tollen Formstand des Aarefisch Teams. Die neuen kantonalen Bestmarken in den Einzelrennen erzielten Affentranger 50 m, 100 m und 200 m Rücken; Dario Wickihalter 200 m Lagen; Federico Salghetti-Drioli 400 m Lagen und Anna Vismara 50 m Delphin, 50 m und 100 m Rücken.

Die genannten AthletInnen, Affentranger, Wickihalter und Vismara unterboten bei ihren Rennen auch Limitezeiten für die Junioren-EM vom nächsten Juli in Rom. Noch nie schafften soviele Aarefische auf einmal einen Einsatz für die Schweiz. Federico Salghetti- Drioli ist als Olympia Qualifier am 17. Juni in Portugal über 10 km am Start, wenn der internationale Verband die letzten Startplätze im Open Water Schwimmen vergibt.

Paraschwimmerin Nora Meister schwamm über mehrere Freistildistanzen und unterbot über 100 m in 1:23.39 die Qualifikationszeit für die Paralympics. Nachdem sie von Swiss Paralympic Ende März für die auf dieses Jahr verschobene World Para Swimming European Open Championships in Madeira selektioniert wurde, kann Nora ihren Fokus immer mehr Richtung Paralympics im Juli richten. In der Punktewertung, die sämtliche 40 Rennen umfasste, belegte der Aarefisch Rang 5 der teilnehmenden 46 Schweizer Vereine. Diese gute Rangierung verdeutlichte das augenblicklich hohe Leistungsniveau des Vereins. So waren jeweils auch Kevin Affentranger, Samira Arnold im Brust, David Radam, Sven Thalmann über die langen Freistildistanzen und Nora Wick in verschiedensten Finalläufen am Start.

Die Leistungen der Herren in den drei Staffelbewerben, die immer mit einem neuen Aargauer Rekord endeten, trugen ebenfalls massgeblich zur Punktewertung bei: 4 × 200 m Freistil Herren 5. Rang (Wickihalter, Affentranger R., Affentranger K., Radam) in 7:50.26, 8 Sekunden schneller als bisher; 4 × 100 m Freistil 8. Rang 3:35.83 (Wickihalter, Radam, Marinucci, Affentranger K.) und 4 × 100 m Lagen 6. Rang 3:56.96 (Affentranger R., Affentranger K., Radam, Wickihalter). Natürlich zeigte sich Cheftrainer Dirk Thölking mit diesen Resultaten sehr zufrieden. Die letzten Trainingswochen im Hallenbad sind nun in Sicht, bald ist wieder Outdoor Training angesagt.

Weltweit auf Fahrspass getrimmt

Weltweit auf Fahrspass getrimmt | Der Landanzeiger

Der vollelektrische Nissan Ariya ist mit eingebauter Fahrspassgarantie unterwegs: Der neue Coupé-Crossover bietet ein aussergewöhnliches Fahrerlebnis in nahezu jeder Situation. Ein umfassendes Testprogramm zeichnet für Fahrdynamik und -komfort, aber auch für die hohe Stabilität des Flaggschiffs verantwortlich.

Ein Team erfahrener Technikexperten hat jedes Element des Fahrzeugs sorgfältig unter die Lupe genommen – von der Beschleunigungsleistung und dem scharfen Handling bis hin zur niedrigen Geräuschentwicklung. Um die Bedürfnisse von Fahrern aus aller Welt bestmöglich zu erfüllen, verfolgt Nissan einen globalen Ansatz: Auf dem Testgelände im japanischen Hokkaido wurde der kurvenreiche Asphalt so gestaltet, dass er auch Strassen beispielsweise in Europa simuliert.

Der japanische Automobilhersteller begnügt sich allerdings nicht mit den dort gewonnenen Erkenntnissen – und testet den Ariya auch in unterschiedlichen Regionen vor Ort. Um die Leistungsfähigkeit zu beurteilen, muss das Elektrocoupé beispielsweise auch enge Kurven, schnelle Autobahnen und Bergstrassen in Europa meistern. Das Nissan Technical Centre im britischen Cranfield arbeitet eng mit den japanischen Kollegen und Kolleginnen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Anpassungen vorzunehmen.

«Die Entwicklung des Nissan Ariya ist eine komplexe, aber lohnenswerte Reise. Als Teil dieses Prozesses arbeiten wir eng mit unseren japanischen Kollegen zusammen, um die europäischen Kundenanforderungen bereits in die frühen Entwicklungsphasen einzubringen. Nun wird die endgültige Produktvalidierung genau hier auf europäischen Strassen vorgenommen», erklärt Ian Shepherd, Project Management Director im Nissan Technical Centre Europe. «Dank des detaillierten Testprogramms und der gewonnenen Erkenntnisse sind wir sicher, dass der Ariya die Erwartungen unserer Kunden übertreffen wird.»

Einen Blick hinter die Kulissen der umfangreichen Tests liefert das YouTube- Video: www.youtube.com.

Wann ist es an der Zeit, neue Reifen zu kaufen?

Wann ist es an der Zeit, neue Reifen zu kaufen? | Der Landanzeiger

Wie lange ein Reifensatz hält, hängt von der Fahrweise, den zurückgelegten Kilometern und der Lagerung bei Nichtgebrauch ab. Die Garagisten des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) unterstützen Automobilistinnen und Automobilisten nicht nur beim Reifenwechsel, sondern bieten auch optimale Lagerbedingungen für Saisonreifen an.

Die Profildicke der Reifen sind das offensichtlichste Kriterium, um festzustellen, wie es um deren Zustand steht. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Abgelesen werden kann sie meist anhand kleiner Erhöhungen, die in den Profilrinnen angebracht sind. «Ist das Profil bis zu dieser Höhe runtergefahren, ist die Mindestprofiltiefe erreicht», erklärt Markus Peter, beim AGVS verantwortlich für Technik & Umwelt. Je nach Fahrweise und abgespulten Fahrkilometern nutzen sich die Reifen schneller ab.

Wechsel bei 4 Millimetern
Obwohl Sommerreifen bei trockener Fahrbahn selbst bei einer Profiltiefe von 1,6 Millimetern noch gut haften, wird empfohlen, einen Wechsel bei 3 bis 4 Millimetern vorzunehmen. Die Gefahr vor Aquaplaning wird entscheidend minimiert. «Bei abgenutzten Reifen wird das Wasser nicht mehr gut aus den Profilrinnen abgeleitet. Besonders kritisch wird es ab einer Geschwindigkeit von 80 km/h», so der AGVS-Experte. Der Effekt des Aquaplanings sei vergleichbar mit einem Hochgeschwindigkeits-Tragflächenboot, das ab einer gewissen Geschwindigkeit mit dem Rumpf nicht mehr vollständig das Wasser berührt. Bei Winterreifen sollte bei 4 Millimetern ein Garagist aufgesucht werden, um die Reifen zu ersetzen und auf verschneiten, matschigen oder vereisten Strassen kein Sicherheitsrisiko einzugehen.

Gummi wird spröde
Einen zweiten Anhaltspunkt über den Zustand liefert die Beschaffenheit des Reifengummis. Aufgrund der Ausdünstung der Weichmacher in der Gummimischung geht mit der Zeit die Elastizität verloren. Der Gummi wird hart und spröde. Die Strassenhaftung des Reifens verschlechtert sich. «Aus diesem Grund sind Reifen, die acht Jahre oder älter sind, zu ersetzen», sagt Markus Peter, der für einen Reifenwechsel noch ein drittes Argument nennt. Der Reifen sei schliesslich ein Produkt, das stetig weiterentwickelt wird. «Ein neuer Reifen ist nicht nur besser, weil er neu ist. Er ist besser, weil die modernste Technologie integriert ist.»

Es ist aus mehreren Gründen sinnvoll, wenn die Garagisten den Wechsel gleich selbst vornehmen. Sie verfügen über das richtige Werkzeug, können die Reifendrucksensoren anlernen und ziehen die Radschrauben bzw. Radmuttern mit dem korrekten Drehmoment an. Und etwas können Fahrzeugbesitzerinnen und Fahrzeugbesitzer definitiv nicht selbst machen: Die Räder auswuchten. «Die Auswuchtung verhindert eine vorschnelle Abnutzung der Fahrwerkskomponenten und verbessert sowohl Fahrsicherheit als auch Komfort. Sie vermeidet Vibrationen, die sich über die Lenkung aufs Lenkrad übertragen.» Ausserdem reinigen die Garagisten die Kontaktfläche zwischen Felgen und Bremsscheibe. Verschmutzte Kontaktflächen können im schlechtesten Fall für einen unebenen Sitz des Rades und somit zum Lösen der Verschraubung führen.

Ein nicht zu unterschätzendes Thema stellt die Lagerung der Reifen dar. Ob Sommer- oder Winterreifen: Pneus sollen vor Feuchtigkeit, Wärme und Sonneneinstrahlung geschützt werden. Die Garagisten verfügen über optimale Bedingungen und teilen bereits vor der Einlagerung mit, ob das Profil für die kommende Saison ausreichend ist. Zu guter Letzt gilt es zu beachten, dass die Entsorgung ausgedienter Reifen in die Hände von Profis gehört. Bilder von irgendwo im Freien deponierten Reifen zeugen davon, dass dieses Bewusstsein leider nicht immer vorhanden ist.