Kooperativer Kindergarten in Entfelden | Der Landanzeiger
Hier entsteht die vierte kooperative Kindergartenklasse.
Stiftung Schürmatt

Neuer Kooperativer Kindergarten in Entfelden

In Unterentfelden plant die Stiftung Schürmatt mit der Schule Entfelden ab August 2021 die Eröffnung einer kooperativen Kindergartenklasse. Absicht ist es, eine Klasse der Heilpädagogischen Schule Aarau in kooperativer Form im Schulhaus Feld zu unterrichten.

Das Projekt wurde in den letzten Monaten stark vorangetrieben und die wichtigsten Eckpunkte für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gemeinsam ausgearbeitet: Die neue Klasse mit sechs bis acht Kindern soll neben der Kindergartenklasse Feld 3 in aneinanergrenzenden Räumen geführt werden. Im Modell der Kooperativen Klassen ist es wichtig, dass die beiden Klassen eng zusammenarbeiten. Regelmässige gemeinsame Aktivitäten, seien dies offene Spielsituationen oder auch geführte Sequenzen wie der Turnunterricht, sind fester Bestandteil des Stundenplanes. Das Modell der Kooperativen Klassen kennt die Stiftung Schürmatt seit vielen Jahren. Es wird bereits in drei weiteren Kindergärten (Aarau Rohr, Gontenschwil und Holziken) und einer Unterstufenklasse (Densbüren) erfolgreich umgesetzt.

Umgang mit Vielfalt
Die Schule Entfelden ist sich sicher, dass das Kooperative Schulmodell einer grossen Schule wie Entfelden viele Chancen und Vorteile eröffnet. Dies kann auch Werner Sprenger, Direktor der Stiftung Schürmatt, aufgrund der bereits gewonnen Erkenntnissen bestätigen: «Zum einen bietet diese Art der Schule für Kinder mit einer kognitiven Beeinträchtigung sehr viel Entwicklungspotential. Aber auch die Schülerinnen und Schüler der Regelschule profitieren. Denn der tägliche Umgang mit Behinderung und Vielfalt stärkt den sozialen Zusammenhalt, fördert das Bewusstsein für Selbstwirksamkeit und bereitet auf das spätere Leben vor.»

Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit ist wichtig
Der Schulbus der Stiftung Schürmatt wird die Kindergartenkinder mit kognitiver Beeinträchtigung aus der Umgebung von Aarau – einige auch aus Oberund Unterentfelden – zum Kindergarten fahren und nach Schulschluss wieder abholen. Die neue Klasse wird von einer Heilpädagogin oder einem Heilpädagogen mit Unterstützung von pädagogischen Mitarbeitenden unterrichtet. Auch auf Leitungsebene wird eine enge Zusammenarbeit installiert. Werner Sprenger betont: «Aus Erfahrung wissen wir, dass eine enge Zusammenarbeit mit der Schulleitung der Regelschule sehr wichtig für die erfolgreiche Etablierung des kooperativen Modells ist.» Die Aufgleisung des Projektes wurde in den letzten Monaten stark vorangetrieben. Trotzdem müssen noch einige Details geklärt werden.

Mehr Teilhabe und Integration
Die Schulpflege und die Schulleitung von Entfelden stehen dem Vorhaben sehr offen gegenüber. Sie sind überzeugt, dass die Erweiterung des Angebots ein Mehrwert für alle ist. Auch die Stiftung Schürmatt freut sich, mit einer innovativen und offenen Schule zusammenarbeiten zu können. Es ist ein erklärtes Ziel, laufend weitere Klassen auszulagern und damit einen Beitrag zu leisten zugunsten einer engeren Verflechtung von Regelschule und Sonderschule und letztlich zur Integration von Menschen mit einer Beeinträchtigung.

Text & Bild: zVg
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