Zentrumsplanung soll vorangetrieben werden

Zentrumsplanung soll vorangetrieben werden | Der Landanzeiger

Die Stimmberechtigten von Oberentfelden befinden am 13. Juni an der Urne über einen Kredit von 118’000 Franken zur Zentrumsplanung. Diese ist eng mit den Projekten der Untertunnelung der WSB und der Verkehrsinfrastruktur-Entwicklung im Raum Suhr, sowie der Ortsplanungsrevision verbunden.

Der Ortskern von Oberentfelden ist ein Schlüsselgebiet für die Gemeinde. Durch Nutzungen wie die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs (Engelplatz, Bahnhof), Kirche, Friedhof, Gemeindeverwaltung, Post oder Restaurants trifft man sich hier. Das Gebiet umfasst auch die gefährlichen Knoten der Kantonsstrassen K208 und K235. Der Ortskern ist Teil der Identität der Gemeinde. Gleichzeitig sind mit der Untertunnelung der WSB-Linie einschneidende Veränderungen vorgesehen. Die Aargau Verkehr AG (AVA) hat bereits mit der Planung dieses Jahrhundertprojekts zur «Entflechtung Oberentfelden» begonnen. «Wichtig ist, jetzt als Gemeinde und gemeinsam mit den Nutzern die Ziele der künftigen Ausgestaltung des Ortskerns festzulegen und so die Entwicklung aktiv in die gewünschte Richtung zu lenken», schreibt der Gemeinderat in den Unterlagen zur Urnenabstimmung.

Kanton zahlt mit
Der Gemeinderat beantragt bei den Stimmberechtigten einen Kredit über 118’000 Franken für die Planung des neuen Zentrums. Diese soll die Zürcher Planar AG realisieren, ein Büro für Raumentwicklung. Die Abteilung Raumentwicklung des Kantons Aargau hat einen maximalen Beitrag von 23’650 Franken für die Planungskosten gesprochen.

Der Erfolg eines Entwicklungskonzepts misst sich an dessen Umsetzung durch die einzelnen Akteure. Im Falle des Ortskerns sind dies neben der öffentlichen Hand vor allem die Grundeigentümer, die Anwohner und die Gewerbetreibenden, aber auch die Kunden der Geschäfte und die Besucher der Restaurants. «Deshalb sei es entscheidend, dass das Konzept von allen Akteuren mitgetragen werde», schreibt der Gemeinderat weiter. Alle erwähnten Parteien sollen deshalb bei der Erarbeitung von Anfang an dabei sein und die Möglichkeit haben, sich mittels Umfrage, Workshop und Mitwirkung einzubringen. Der Gemeinderat beabsichtigt ebenfalls, die Zentrumsplanung des Projektteams durch eine Arbeitsgruppe zu begleiten.

Die Vielfalt an Themen verlangt nach einer interdisziplinären Betrachtung der Aspekte Architektur und Städtebau, Nutzung, Verkehr, Umwelt und Gestaltung des öffentlichen Raums.

Oberentfelden hat nun die Möglichkeit, die Weichen für die Neugestaltung des Ortskern zu stellen und dank finanzieller Unterstützung von Bund und Kanton das Zentrum teilweise vom Bahnverkehr zu befreien und erst noch sicherer zu machen.

Neubau Polizeigebäude für die Kantonspolizei

Neubau Polizeigebäude für die Kantonspolizei | Der Landanzeiger

Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat einen Baukredit für den Neubau des Polizeigebäudes in der Höhe von 64,9 Millionen Franken. Der Regierungsrat will den künftigen Raumbedarf der Kantonspolizei decken und die umliegenden Stützpunkte sowie die kantonale Staatsanwaltschaft am Standort Telli konzentrieren.

Das aktuelle Raumangebot im bestehenden Polizeikommando am Standort Telli kann den Raumbedarf nicht mehr decken. Aufgrund des Personalaufwuchses und der Organisationsentwicklung entstand bei der Kantonspolizei zusätzlicher Raumbedarf. Zwecks betrieblicher Optimierung sollen zudem die umliegenden Standorte der Kantonspolizei wie die Stützpunkte Buchs und Aarau sowie weitere auf dem Stadtgebiet ausgelagerte Einheiten der Kriminalpolizei am Standort Telli zusammengeführt werden. Nebst der Zusammenführung dezentraler Einheiten aus dem Raum Aarau ist auch der Wechsel der kantonalen Staatsanwaltschaft an den Standort Telli geplant.

Aufgrund dieser Ausgangslage bewilligte der Grosse Rat im Mai 2019 einen Projektierungskredit von 4,4 Millionen Franken. Das Departement Finanzen und Ressourcen (Immobilien Aargau) erarbeitete in enger Zusammenarbeit mit dem Departement Volkswirtschaft und Inneres das Bauprojekt und den Kostenvoranschlag. Die gesetzlich vorgeschriebene öffentliche Anhörung wurde durchgeführt, wobei das Projekt positiv beurteilt wurde. Die Baubewilligung ist ebenfalls vorhanden. Für die Realisierung des Vorhabens ist ein Verpflichtungskredit für einen einmaligen Bruttoaufwand von 64,9 Millionen Franken erforderlich.

Scheibenstand und Kugelfang: Blei und Antimon verursachen Kosten

Scheibenstand und Kugelfang: Blei und Antimon verursachen Kosten | Der Landanzeiger

Die Schlossrueder Schiessanlage mit Schützenhaus und Scheibenstand wurden 1928 von der 1875 gegründeten Schützengesellschaft erbaut und in Betrieb genommen. Ende 2016 war dann Ende Feuer, nach 141 Jahren aktiver Schützentätigkeit. Die Schützengesellschaft wurde aufgelöst, infolge Mitgliederschwund und Nachwuchsproblemen. Das Schiesswesen in der Schweiz hatte sich allgemein verändert. Das Schützenhaus – notabene mit automatischer Trefferanzeige und Schiesstunnel zur Lärmbekämpfung – sowie der Scheibenstand wurden an die Gemeinde Schlossrued verschenkt.

Der grosse Sanierungsbrocken kommt derzeit auf die Gemeinde zu. Im November 2019 wurde der Kredit für den Rückbau in der Höhe von rund 310’000 Franken, woran Bund (80’000 Franken) und Kanton (90’600 Franken) ihre Beiträge leisten. Für die Gemeinde bleibt ein Rest von 138’750 Franken.

Aufwändige Messarbeiten
Beim Scheibenstand am Stauber ist zur Zeit einiges los. Neben Baggerarbeiten und Abtransport des kontaminierten Materials stehen Tanja Schenker der Firma CSD-Ingenieure, zusammen mit ihrem Stellvertreter, Eric Gasser, im Dauereinsatz. Die beiden Fachleute haben die Aufgabe, die Triage des Aushubmaterials zu begleiten. Schwer kontaminiertes Material mit einer Bleikonzentration von über 2000 mg/kg kommt in eine spezielle Bodenwaschanlage nach Regensdorf, wo die Bleikügelchen herausgefiltert und das Material danach, zusammen mit mittelschwer verschmutztem Erdreich in eine dafür geeignete Deponie oder Wiederverwertung abtransportiert wird. Das Material, welches weniger belastet ist (500 –1000 mg/kg Blei) wird in eine Deponie Typ E abgeführt. In diesem Material musste auch Antimon festgestellt werden, weswegen eine Laboranalyse vor der Entsorgung nötig ist.

Ueli und Simon Götschmann, sowie der Schlossrueder Bauamtschef Andres Zürcher haben die Aufgabe, das Material nach den Vorgaben der CSD-Fachleuten abzubauen und zum temporären Zwischenlagerplatz unterhalb des Stauber zu bringen, wo es durch die Firma Bachmann Bauunternehmung AG aus Kirchleerau abtransportiert wird. Sobald alles belastete Material draussen ist, erfolgt die Prüfung durch die zuständige Fachstelle des Kantons. Erst nachdem diese die Freigabe erteilt hat, kann mit dem Rückbau des Scheibenstandes begonnen werden. Danach folgen die Terrainanpassungen sowie die Instandsetzung des Gehweges. Die Arbeiten sind wetterabhängig. Wenn es einigermassen trocken bleibt, rechnet Tanja Schenker damit, dass sie bis Ende dieser, Anfang nächster Woche fertig sind.

Kein Durchgang für Spaziergänger
Der Gehweg hinter dem Scheibenstand ist zur Zeit unpassierbar. Es bleibt für die Bauarbeiten nur wenig Platz, und die Waldstrasse ist eng und wird rege zum Abtransport des Materials benützt. Schon aus Sicherheitsgründen haben Spaziergänger, Biker, Hunde und Pferde hier nichts zu suchen. Tanja Schenker attestiert den Schlossruedern diesbezüglich grosse Disziplin.

Nora Meister mit Gold und Silber

Nora Meister mit Gold und Silber| Der Landanzeiger

Nora Meister vom Schwimmclub Aarefisch hat über die 100 Meter Rücken an der Para-Schwimm-EM in Funchal (POR) Gold und über 100 Meter Freistil Silber gewonnen. Am Wochenende wurde Aarefisch Federico Salghetti-Drioli Schweizermeister auf der 5 km Langstrecke.

Die 18-jährige Nora Meister legte die Strecke in 1:21.78 Minuten zurück und konnte sich dabei rund eine Sekunde von der deutschen Verena Schott absetzen, die den bisherigen Europarekord innehatte. «Ich war wirklich überrascht, als ich ins Ziel kam und der Europarekord aufschien», so Meister.

Am Montag, also nur einen Tag nach Gold und Europarekord, doppelte Nora Meister mit dem Gewinn der Silbermedaille über 100 Meter Freistil nach. Meister zeigte ein konstantes Rennen und kam drei Sekunden hinter der Ukrainerin Yelyzaveta Mereshko ins Ziel – weitere drei Sekunden trennten sie von der drittplatzierten Britin Eleanor Robinson. Bei der Wende lag Meister noch hinter dieser zurück, steigerte sich aber noch und konnte vorbeiziehen. «Das sind Erfolge, die besonders schön anzusehen sind», sagt Martin Salmingkeit, der Trainer der Schweizer Para-Schwimm-Equipe.

Nora Meister wohnt in Lenzburg, besucht in Aarau die Kantonsschule und schwimmt für den Schwimmclub Aarefisch.

Fuhrer mit Silber in Paradedisziplin
Es gab in Funchal bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch eine weitere EM-Medaille für die Schweiz. Über die 50 Meter Freistil konnte Stephan Fuhrer jubeln. Der Athlet aus Turbenthal (ZH) gewann die Silbermedaille hinter dem Italiener Francesco Bocciardo. Mit dem Medaillengewinn habe er sein Ziel für die Europameisterschaften bereits erreicht, sagt Fuhrer, welcher die starke Form aus dem Vorlauf bestätigen konnte. Auch über die 100 Meter Freistil wird der 53-Jährige in dieser Woche (nach Redaktionsschluss) an den Start gehen und erhofft sich ein ähnlich gutes Ergebnis.

Standortbestimmung vor Paralympics
Die Para-Schwimm-EM in Funchal hätte ursprünglich 2020 ausgetragen werden sollen, musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Die EM findet in diesem Jahr unter strengen Corona-Auflagen statt – zudem wurde die Wettkampfform «open» gewählt, so dass auch Athlet*innen ausserhalb von Europa teilnehmen können.

Die Veranstaltung gilt für die Schwimmer*innen als Gradmesser für die Paralympics in diesem Jahr in Tokio.

Schweizermeister-Titel für Aarefisch Salghetti-Drioli
Erfolgreich waren am vergangenen Wochenende auch zwei Aarefisch-Langstrecken-Schwimmer in der Piscina Communale von Bellinzona. Dort fand unter guten Bedingungen die Schweizer 5-km-Pool-Meisterschaft statt.

Bei den Herren gab es einen Doppelsieg für den SC Aarefisch Aarau: Federico Salghetti-Drioli siegte vor Sven Thalmann. Der neue Schweizer Meister konnte sich schnell einmal von seinen Verfolgern absetzen, während Thalmann im ersten Renndrittel gleichauf mit dem im Ziel drittplatzierten Konkurrenten aus Basel schwamm, den er dann aber entscheidend hinter sich lassen konnte.

Zweite Begegnung, zweiter Sieg

Zweite Begegnung, zweiter Sieg | Der Landanzeiger

Der TC Teufenthal ist perfekt in die NLB-Saison gestartet. In der zweiten Interclubrunde gewinnen die Teufenthaler das Spitzenspiel auswärts gegen Belvoir ZH mit 6:3. Damit führen die Wynentaler die Tabelle nach zwei Spieltagen an.

Genau wie die Teufenthaler hatte der TC Belvoir die erste Begegnung der neuen NLB-Interclubsaison gewinnen können. Es war also ein Aufeinandertreffen auf Augenhöhe zu erwarten im direkten Duell der beiden Equipen. Und genauso kam es dann auch. Beide Teams konnten je einen klaren Sieg verzeichnen. Für Teufenthal siegte Yanik Kälin (N4, 77) in zwei Sätzen gegen Janis Simmen (N4, 110) und für Belvoir punktete Jan Sebesta (N3, 36) souverän gegen Teufenthals Jacob Kahoun (N3, 32).

Alle anderen Einzelpartien gingen über die volle Distanz von drei Sätzen. Captain Patrik Hartmeier (N3, 38) setzte sich dabei gegen Raffael Schär (N3, 41) durch und Mika Brunold (N3, 40) bezwang bei seinem Debüt im Dress der Teufenthaler in diesem Jahr den Routinier Dimitar Grabul (N3, 43). Damit hatten die Wynentaler drei Punkte auf sicher.

Sechs Matchbälle vergeben
Beinahe wäre noch ein vierter Einzelpunkt dazugekommen. Doch Frank Wintermantel (N2, 28), der ansonsten so zuverlässige Punktelieferant aus Deutschland in Diensten der Teufenthaler, musste sich in einer hart umkämpften Partie Tim Handel (N2, 26) geschlagen geben. Im dritten Durchgang vergab Wintermantel nicht weniger als sechs Matchbälle – drei davon bei eigenem Aufschlag. Im Tie Break des dritten Satzes behielt Handel dann die Oberhand. Und auch Yannik Steinegger (N2, 19), der für die Teufenthaler auf Position eins aufgelaufen war, musste sich in drei Sätzen geschlagen geben. Er unterlag Raphael Baltensperger (N2, 14) mit 4:6, 7:6, 2:6.

Drei Siege im Doppel
So musste die Entscheidung also in den Doppelpartien fallen. Und dort machte sich die Breite im Kader der Teufenthaler bezahlt. Mit Muhammed Fetov (N4, 73) und Dario Huber (N3, 40) konnten die Wynentaler zwei frische Kräfte einsetzen, die dann prompt auch ihren Anteil zu weiteren Punkten beisteuerten. Fetov gewann an der Seite von Mika Brunold und Huber blieb gemeinsam mit Patrik Hartmeier ungefährdet.

Dank diesen beiden Siegen stand der Teufenthaler Erfolg in der Gesamtbegegnung bereits fest. Doch im Kampf um den Gruppensieg ist jeder einzelne Sieg wichtig. Umso erfreulicher war, dass das Duo Steineggger/Wintermantel ebenfalls einen Sieg ins Trockene brachte. Damit feiern die Teufenthaler in der zweiten Begegnung den zweiten 6:3-Sieg und führen die Tabelle in der Gruppe 1 an. Einen Punkt vor dem nächsten Gegner aus Lugano. «Wir konnten uns in den Doppeln klar steigern im Vergleich zu letzter Woche. Das war sehr erfreulich. Das 6:3 nehmen wir gerne, auch wenn das 7:2 sehr nahe gewesen wäre», bilanziert Nicole Riniker, die für das Teufenthaler Interclubteam verantwortlich ist.

Weitere Infos unter: www.tennisaargau.ch

Strom ist eine kurzfristige Lösung

Strom ist eine kurzfristige Lösung | Der Landanzeiger

Alternative Antriebe sind auf dem Vormarsch. In punkto notwendiger Infrastruktur hat die Schweiz bereits die Nase vorne. Ob für Elektromotor oder für Wasserstoff − Tankstellen und Raststätten an Autobahnen haben kräftig aufgerüstet.

Emil Frey AG Safenwil-Geschäftsführer André Steiner präsentierte die derzeit grösste Baustelle Europas: ITER (englisch für International Thermonuclear Experimental Reactor) ist ein Versuchs-Kernfusionsreaktor und ein internationales Forschungsprojekt mit dem Fernziel der Stromerzeugung aus Fusionsenergie. Der Reaktor ist seit 2007 beim südfranzösischen Kernforschungszentrum Cadarache im Bau. Gelingt dieses Grossprojekt, kann genügend saubere Energie produziert werden, um alternativen Antriebe zu fördern und ausreichend zur Verfügung zu stellen. Ob man jetzt «eingefleischter Benziner» ist, oder auf nachhaltige Energieerzeugung setzt − auf lange Sicht bleibt einem nicht mehr viel anderes übrig, als sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Mehr Strom als man braucht
Eine der Kernfragen, die immer wieder auftaucht: Gibt es überhaupt genügend Strom, um den Alltag plus Fahrzeuge zu unterhalten? Arian Rohs, Leiter Netz Services AEW ist überzeugt, dass mehr Strom zur Verfügung steht, als der Bürger durchschnittlich verbraucht. Was allerdings auch bedacht werden muss: Der Strom sollte auf sauberen Wegen produziert werden. Braun oder Schwarzkohleabbau sei der falsche Weg. Die Herstellung der benötigten Batterien steht ebenfalls in der Kritik. Der Abbau von Lithium und Graphit findet teilweise unter unmenschlichen Bedingungen statt. Klar wird bei genauerer Betrachtung, dass Strom als alternative Antriebstechnik eine kurzfristige Lösung ist. Elektromobilität wird zwar derzeit als das A und O behandelt. In die Zukunft gesehen, werden sich wasserstoffbetriebene Fahrzeuge durchsetzen.

Wie funktioniert ein Wasserstoffauto?
Brennstoffzellenautos mit Wasserstoff gelten als saubere Alternative zu Pkw mit Verbrennungsmotoren: Lokal sind sie emissionsfrei. Wasserstoffautos oder, korrekt, Brennstoffzellen-Autos, sind im Grunde Elektrofahrzeuge. Der Unterschied zum «normalen» E-Auto: Im Fahrzeug ist eine Brennstoffzelle samt Wasserstofftank verbaut, die den Strom für den Antrieb während der Fahrt erzeugt. Eine kleine Batterie fungiert dabei als Zwischenspeicher und deckt Lastspitzen ab. Zudem nimmt sie Rekuperationsenergie (Bewegungsenergie beim Bremsen) auf und speichert sie. In der Brennstoffzelle wird elektrischer Strom aus Wasserstoff gewonnen. Das geschieht durch die Umkehrung der Elektrolyse. Aus Wasserstoff und Luftsauerstoff wird Wasser, dabei entstehen Wärme und die benötigte elektrische Energie. Und jetzt kommt wieder ein Aber: Nur wenn der Wasserstoff mit regenerativer Energie erzeugt wird, sind diese Fahrzeuge eine umweltfreundliche Alternative.

Alternative Antriebe im Test

Gegen Ende der Ausführungen von Emil Frey AG Safenwil-Geschäftsführer André Steiner, AEW-Leiter Arian Rohs durften die Pressevertreter noch verschiedene Fahrzeuge testen. Das persönliche Fazit: Auch ohne fossile Antriebsstoffe kann Autofahren richtig Spass machen. Jetzt kommt dennoch ein grosses Aber: Die alternativ angetriebenen Fahrzeuge sind rund 10 bis 15 Prozent teurer in der Anschaffung. Auch wenn der Unterhalt günstiger wird und sich das unterm Strich wieder rentiert. Hier die Testfahrtergebnisse von Regina Lüthi:

Jaguar I-Pace
Antriebsart: Elektro
Effizienzklasse: A
Automatikgetriebe

Fazit Testfahrt: Der SUV von Jaguar lässt sich fahren wie eine Limousine. In Gedanken sieht man sich bereits gemütlich gen Süden fahren. Wobei das Kraftpaket nicht zu unterschätzen ist. Mit seinen 400 PS unter der Haube besitzt er ordentlich «Pfupf».

Alternative Antriebe im Test | Der Landanzeiger

Land Rover – Range Rover Evoque
Antriebsart: Mild-Hybrid/Benzin/ Elektro
CO2 Emissionen: 224 g CO2/km (komb)
Effizienzklasse: G
Automatikgetriebe

Fazit Testfahrt: Ein solides Fahrzeug, das alltagstauglich ist und Spass macht. Für grosse Leute wirds ein bisschen unbequem. Die Ausstattung lässt keine Wünsche offen. Bei der 269 PS-Variante liegt der Verbrauch bei rund 9 l/100 km.

Alternative Antriebe im Test | Der Landanzeiger

Ford Kuga
Antriebsart: Plug-In-Hybrid/Benzin/ Elektro
CO2 Emissionen: 32 g CO2/km (komb)
Effizienzklasse: A
Automatikgetriebe

Fazit Testfahrt: Grundsätzlich lässt das Auto keine Wünsche offen. Der Wohlfühleffekt hat sich trotzdem irgendwie nicht einstellen wollen. Wie alle alternativ angetriebenen Fahrzeuge überzeugt er dennoch mit seiner Leistung.

Alternative Antriebe im Test | Der Landanzeiger

Volvo XC40 EV
Antriebsart: Elektro
Effizienzklasse: A
Automatikgetriebe

Fazit Testfahrt: Alter Schwede! Persönlich avancierte der Volvo zum Favoriten der vier Testfahrten. Der Komfort im Innenbereich ist grossartig, die Leistung unter der Haube stimmt, Fahrvergnügen ist garantiert.

Alternative Antriebe im Test | Der Landanzeiger