Zentrumsplanung soll vorangetrieben werden | Der Landanzeiger
Das Zentrum der Gemeinde Oberentfelden soll bis 2030 teilweise vom Bahnverkehr befreit werden.
Oberentfelden

Zentrumsplanung soll vorangetrieben werden

Die Stimmberechtigten von Oberentfelden befinden am 13. Juni an der Urne über einen Kredit von 118’000 Franken zur Zentrumsplanung. Diese ist eng mit den Projekten der Untertunnelung der WSB und der Verkehrsinfrastruktur-Entwicklung im Raum Suhr, sowie der Ortsplanungsrevision verbunden.

Der Ortskern von Oberentfelden ist ein Schlüsselgebiet für die Gemeinde. Durch Nutzungen wie die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs (Engelplatz, Bahnhof), Kirche, Friedhof, Gemeindeverwaltung, Post oder Restaurants trifft man sich hier. Das Gebiet umfasst auch die gefährlichen Knoten der Kantonsstrassen K208 und K235. Der Ortskern ist Teil der Identität der Gemeinde. Gleichzeitig sind mit der Untertunnelung der WSB-Linie einschneidende Veränderungen vorgesehen. Die Aargau Verkehr AG (AVA) hat bereits mit der Planung dieses Jahrhundertprojekts zur «Entflechtung Oberentfelden» begonnen. «Wichtig ist, jetzt als Gemeinde und gemeinsam mit den Nutzern die Ziele der künftigen Ausgestaltung des Ortskerns festzulegen und so die Entwicklung aktiv in die gewünschte Richtung zu lenken», schreibt der Gemeinderat in den Unterlagen zur Urnenabstimmung.

Kanton zahlt mit
Der Gemeinderat beantragt bei den Stimmberechtigten einen Kredit über 118’000 Franken für die Planung des neuen Zentrums. Diese soll die Zürcher Planar AG realisieren, ein Büro für Raumentwicklung. Die Abteilung Raumentwicklung des Kantons Aargau hat einen maximalen Beitrag von 23’650 Franken für die Planungskosten gesprochen.

Der Erfolg eines Entwicklungskonzepts misst sich an dessen Umsetzung durch die einzelnen Akteure. Im Falle des Ortskerns sind dies neben der öffentlichen Hand vor allem die Grundeigentümer, die Anwohner und die Gewerbetreibenden, aber auch die Kunden der Geschäfte und die Besucher der Restaurants. «Deshalb sei es entscheidend, dass das Konzept von allen Akteuren mitgetragen werde», schreibt der Gemeinderat weiter. Alle erwähnten Parteien sollen deshalb bei der Erarbeitung von Anfang an dabei sein und die Möglichkeit haben, sich mittels Umfrage, Workshop und Mitwirkung einzubringen. Der Gemeinderat beabsichtigt ebenfalls, die Zentrumsplanung des Projektteams durch eine Arbeitsgruppe zu begleiten.

Die Vielfalt an Themen verlangt nach einer interdisziplinären Betrachtung der Aspekte Architektur und Städtebau, Nutzung, Verkehr, Umwelt und Gestaltung des öffentlichen Raums.

Oberentfelden hat nun die Möglichkeit, die Weichen für die Neugestaltung des Ortskern zu stellen und dank finanzieller Unterstützung von Bund und Kanton das Zentrum teilweise vom Bahnverkehr zu befreien und erst noch sicherer zu machen.

Text & Bild: RAN
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