Ein sehr herausforderndes Jahr für den öffentlichen Verkehr

Ein sehr herausforderndes Jahr für den öffentlichen Verkehr | Der Landanzeiger

Die Aargau Verkehr AG (AVA) war im vergangenen Jahr stark von der Pandemie und den verordneten Corona-Massnahmen betroffen. Die Fahrgastzahlen sanken durchschnittlich um rund 25 Prozent, was zu einem Verlust von 2,897 Millionen Franken geführt hat. Dieser Verlust kann weitgehend über die eigenen Reserven aufgefangen werden.

Verwaltungsratspräsident Dr. Roland Abt umschrieb die Situation so: «Der Vorteil des öffentlichen Verkehrs, sehr viele Leute auf wenig Raum rasch und bequem transportieren zu können, wurde aufgrund der Ansteckungsgefahren über Nacht zu einem Nachteil». Und zum finanziellen Ergebnis ergänzte er: «Trotz der Beanspruchung eines Teils unserer Reserven bleiben wir weiterhin finanziell solide und werden auch künftig finanziell angespannte Perioden überstehen».

Limmat Bus AG als wichtige Stütze
Der Einbruch der Verkehrserträge löste im Frühling 2020 interne Kostensparmassnahmen in allen Bereichen aus. Damit konnte ein Teil der fehlenden Erträge kompensiert werden. Die im öffentlichen Verkehr übliche, relativ fixe Kostenstruktur engte die kurzfristigen Sparmöglichkeiten ein, aber der Verlust konnte dennoch deutlich reduziert werden. Zusätzlich trat die Tochtergesellschaft Limmat Bus AG als wichtige Stütze in Erscheinung: Als reine Transportbeauftragte konnte diese ein – angesichts der Situation – gutes Betriebsergebnis erzielen und somit den Gesamtverlust in der Konzernrechnung reduzieren. Die durch die Pandemie hervorgerufenen Massnahmen forderten die Mitarbeitenden bei Bus und Bahn in ihrem täglichen Einsatz. Das nationale Schutzkonzept und weitere interne Schutzmassnahmen wurden konsequent umgesetzt, weshalb der Betrieb auch unter diesen Umständen reibungslos und ohne Ausfälle funktionierte. Um dies auch künftig sicherzustellen, konnten notwendige Aus- und Weiterbildungskurse des Fahrpersonals unter Schutzkonzepten fortgeführt werden.

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Verkehrszahlen im Vergleich 2019/2020.

Ausserordentlicher Einsatz der Mitarbeitenden
«Unsere Mitarbeitenden von Aargau Verkehr und Limmat Bus haben ein extrem anspruchsvolles Jahr hinter sich», sagt CEO Dr. Severin Rangosch. «Sie wurden fast täglich mit Unvorhergesehenem konfrontiert. Ich danke allen Mitarbeitenden für ihren ausserordentlichen Einsatz».
Und genau diese Mitarbeitenden verliehen ihrem Arbeitgeber durch Rückmeldung bei einer anonymen Zufriedenheitsumfrage im Frühjahr 2020 den «Swiss Arbeitgeber Award» (9. Rang der Kategorie 250-999 Mitarbeitende). «Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die sehr gute Kundenzufriedenheit hier ihre Ursache hat», ergänzt Rangosch.

Projektfortschritte trotz Pandemie
Obwohl die Pandemie das Jahr fest im Griff hatte, mussten in diversen Projekten wichtige Meilensteine erreicht werden. «Trotz Lockdown haben wir im April 2020 entschieden, die Baustellen unserer Projekte weiterzuführen. Durch den geringen Verkehr und aufgrund des guten Wetters sind wir sehr gut vorangekommen», sagt Severin Rangosch und verweist zudem auf die aktuellen Projekte: Neubau der Bahnhöfe Aarau Süd und Bremgarten, Neubau der Haltestelle Oberkulm, neues Depot und Werkstatt in Schöftland sowie die Eigentrassierung in Unterkulm. Dazu kommen auch die Inbetriebnahme der Limmattal Bahn und der Ausbau der Doppelspur in Dietikon. Der Verwaltungsrat beschloss im Februar 2021, die diesjährige Generalversammlung am 27. Mai 2021, zum Schutz der Aktionärinnen und Aktionäre in deren Abwesenheit durchzuführen. Wie bereits im Vorjahr konnten diese ihre Rechte über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter ausüben. Dieser Entscheid steht im Einklang mit den Covid-19-Verordnungen des Bundesrates.

Verwaltungsrat wieder gewählt
Die statutarischen Geschäfte wurden gemäss den Anträgen des Verwaltungsrates verabschiedet. Die bisherigen Verwaltungsräte Dr. Roland Abt (Präsident), Mathias Meyer (Vizepräsident), Anabel Hengelmann, Dr. Kurt Moll, Thomas Staub, Dr. Benjamin Wittwer und Walter Zimmermann wurden für ein weiteres Amtsjahr gewählt.

www.aargauverkehr.ch
Hier geht es direkt zum AVA-Jahresbericht 2020 www.aargauverkehr.ch

Wie «Artofex» knetend die Welt eroberte

Wie «Artofex» knetend die Welt eroberte | Der Landanzeiger

Museum Aargau beleuchtet mit der neue Publikationsreihe «Aargauer Industriegeschichten» einzigartige Firmen aus dem Kanton Aargau. Der erste Band widmet sich der F. Aeschbach AG: Die Aarauer Firma vertrieb unter dem Namen «Artofex» Teigknetmaschinen, die Bäckern auf der ganzen Welt das schweisstreibende Kneten abnahm.

Seit über 100 Jahren sind Aargauer Unternehmen ein starker Motor der industriellen Entwicklung der Schweiz. Zahlreiche Firmen produzieren bis heute für den Weltmarkt, andere sind längst verschwunden. Museum Aargau rückt mit der neuen Buchreihe «Aargauer Industriegeschichten» einige dieser Aargauer Industrieperlen ins Zentrum. Die erste Schrift «F. Aeschbach AG: Vom Messerschleifer zum Taktgeber im Backgewerbe» ist jetzt im Handel erhältlich. Das Buch von Historiker Manuel Cecilia widmet sich Friedrich Aeschbach (1856 –1936).

Der talentierte Schlosser Friedrich Aeschbach zog 1887 in die aufblühende Industriestadt Aarau und entwickelte in seiner kleinen Werkstatt Geräte wie Brot- und Käseschneidemaschinen oder Fruchtpressen. Der Betrieb expandierte schnell. Friedrich Aeschbach verlegte diesen ins Aarauer Torfeld – und legte damit den Grundstein für einen Welterfolg: 1904 baute er die türkisfarbene Knetmaschine «Artofex». Die Knetmaschine mit den zwei geschmiedeten Armen nahm den Bäckern erstmals das mühselige Kneten des Teiges ab. Das war revolutionär – und sorgte bei manchem Bäcker auch für Gewissensbisse: Weil die Kundschaft mit purer Muskelkraft hergestelltes Brot erwartete, wurden die Knetmaschinen auf Aarau oft bei Nacht und Nebel angeliefert.

Noch nie publiziertes Bildmaterial
Der Erfolg von «Artofex» sorgte für weitere Expansionen im Aarauer Torfeld. 1910 liess Firmengründer Friedrich Aeschbach jenes Gebäude bauen, das heute noch als Aeschbachhalle bekannt ist – das historische Herzstück des Aarauer Aeschbach-Quartiers. Nebst der Teigmaschine baute Aeschbachs Firma weitere Geräte für das Bäckerei- und Konditoreigewerbe sowie für Hotelküchen und die chemische Industrie weltweit. In Mailand, Paris und London gründete er Tochterfirmen. Bis zur Schliessung der F. Aeschbach AG 1988 wurden über 50’000 «Artofex»-Maschinen verkauft.

Die Publikation «F. Aeschbach AG: Vom Messerschleifer zum Taktgeber im Backgewerbe» besticht neben der Aufarbeitung der bewegenden Firmengeschichte durch ihr reichhaltiges, noch nie publiziertes Bildmaterial aus dem Firmenarchiv – und ist damit eine kurzweilige Lektüre mit überraschenden Einblicken in ein einmaliges Kapitel Aar(g)auer Industriegeschichte. «Die F. Aeschbach AG zeigt exemplarisch, dass auch Industriegeschichte von Kontinuität und Wandel geprägt ist», sagt Marco Castellaneta, Direktor von Museum Aargau. «In diesem Sinne ist auch die Geschichte von Friedrich Aeschbach ein Lehrstück für heutige Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich beispielsweise mit der Rolle von Digitalität und Robotik auseinandersetzen müssen.»

«Artofex»-Teigmaschinen ist nun ausgestellt
Der Band «F. Aeschbach AG: Vom Messerschleifer zum Taktgeber im Backgewerbe» entstand im Rahmen der Sonderausstellung «Von Menschen und Maschinen» von Museum Aargau. Die Ausstellung von Museum Aargau im SBB Historic-Gebäude in Windisch zeigt die bewegende Aargauer Industriegeschichte. Ausgewählte Objekte, Fotografien und einmalige Zeitdokumente vermitteln ein packendes Bild von der Vielfalt, Innovationskraft und weltweiten Vernetzung der Aargauer Industrie. In der Ausstellung ist auch eine originale «Artofex»-Teigknetmaschine der F. Aeschbach AG zu sehen. Ausgestellt ist zudem eine Miniatur-Version der Teigmaschine, die ebenfalls Teil der Sammlung Museum Aargau ist. Die kleine Version führten Verkaufsvertreter von «Artofex» damals in einem Lederköfferchen als Demonstrationsobjekt mit. Die Sonderausstellung läuft bis 31. Oktober 2021.

Wie «Artofex» knetend die Welt eroberte | Der Landanzeiger
Der erste Band der Aargauer Industriegeschichte widmet sich dem talentierten Schlosser Friedrich Aeschbach und seiner «Artofex».

Das Buch

Manuel Cecilia: F. Aeschbach AG:
Vom Messerschleifer zum Taktgeber im Backgewerbe.
Museum Aargau (Hg.).
72 Seiten, 50 Abbildungen,
UVP: 24 Franken.
ISBN 978 – 3-907 291 – 39 – 9.


Buchverlosung

Der Landanzeiger verlost 3 x 1 Buch F. Aeschbach AG

Wer gewinnen will, sendet ein Mail mit dem Betreff «Aargauer Industriegeschichten», seiner Adresse und Telefonnummer an wettbewerb@landanzeiger.ch

Einsendeschluss: Sonntag, 6. Juni 2021

Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Gewinn kann weder umgetauscht noch in bar ausbezahlt werden.


Aarau-West: Heute stehen hier noch Tennishallen – morgen 220 Wohnung

Aarau-West: Heute stehen hier noch Tennishallen – morgen 220 Wohnung | Der Landanzeiger

In Oberentfelden entsteht auf dem Areal des ehemaligen Sportcenters ein Wohnquartier mit 220 Wohnungen. Die Husistein & Partner AG aus Aarau hat den Wettbewerb um den Studienauftrag «Golf-Park Aarau-West» gewonnen. Das Wohnquartier wird von der bernischen Pensionskasse, der Pramobil AG und der Realit Treuhand AG realisiert.

Anfang Oktober des letzten Jahres wurde bekannt, dass das 1980 gebaute und 1998 umfassend renovierte Tenniscenter Aarau-West einem neuen Wohnquartier mit Miet- und Eigentumswohnungen weichen muss. Dies, weil das Tenniscenter nicht so rentiert, wie es sollte.
Die Planung für das neue Wohnquartier kommt voran. Seit einigen Tagen steht der Sieger des Architekturwettbewerbs fest, es ist die Aarauer Husistein & Partner AG, Büro für Architektur und Planung.

Wohnungen mit Hotelservice
Ihr Projekt sieht vor, dass auf dem rund drei Fussballfelder grossen Areal des ehemaligen Sportcenters fünf Mehrfamilienhäuser mit total 220 Eigentumsund Mietwohnungen gebaut werden sollen. Das neue Quartier beim südlichen Dorfeingang von Oberentfelden soll seinen zukünftigen Bewohnern nebst komfortablem Wohnraum in naturnaher Umgebung, auch grosse Wohn- und Aufenthaltsqualität bieten. Die Wohnungen sollen über einen Hotelservice verfügen und für die Bewohnerinnen und Bewohner soll zudem ein Fitness- und Wellnesscenter zur Verfügung stehen. Eine Arztpraxis und ein Physiotherapeut sind bereits vor Ort. Weitere Dienstleistungsbetriebe sollen dazu kommen.

Siedlung ist verkehrsfrei
Die Siedlung ist verkehrsfrei und lediglich mit dem Velo zugänglich. «Das Konzept basiert darauf, das heute geschlossene und abgeriegelte Areal zu öffnen und mit der Nachbarschaft zu verbinden», schreibt die Husistein & Partner AG im Projektbeschrieb. «Dazu wird ein Wegenetz erstellt, das die gemischt genutzte Wohn- und Gewerbezone im Süden mit der neuen Überbauung verbindet.» Nach Norden werde neben der Wegverbindung entlang der WSB-Strecke der Anschluss an das Wohnquartier im Nordwesten gesucht. Innerhalb des Areals gibt es neben dem zentralen Innenhof zwei weitere dezentrale Freiräume mit Spiel- und Begegnungsflächen. Der gesamte Aussenraum besteht aus Rasen- und Wiesenflächen, durch die sich das Wegenetz verzweigt.

Sportcenter bis April offen
Bis Ende April 2022 kann im Sportcenter Oberentfelden weiterhin Tennis, Squash und Badminton gespielt werden, heisst es von Seiten der «Tennis aarau-West AG», die das Tenniscenter betreibt. Die AG gehört der KasperGroup von Rolf Kasper (unter anderem «Aargau Hotels», Golf Entfelden), sie besitzt auch das Grundstück und die Immobilien.

Aarau-West: Heute stehen hier noch Tennishallen – morgen 220 Wohnung | Der Landanzeiger
Auf dem Gelände des Sportcenters «Tennis Aarau-West» in Oberentfelden sollen 220 Wohnungen (rot markiert) entstehen.

Die Tennisschule, die 2002 vom ehemaligen David-Cup-Spieler Freddy Blatter (71) ins Leben gerufen wurde, wird im Herbst dieses Jahres nach Reinach AG dislozieren. Dort wird das Ehepaar Blatter die Anlage mit den drei Hallenplätzen pachten und weiter Tennisunterricht anbieten. Internationale Tennis-Turniere, wie sie in Oberentfelden lange und erfolgreich durchgeführt wurden, wird es in Reinach aber keine geben. Die Tennisschule Aarau- West wird ab 20. September unter neuer Leitung ihre Arbeit in Oberentfelden weiterführen.

Final4-Turnier ins Visier

Final4-Turnier ins Visier | Der Landanzeiger

Die Faustballer des STV Oberentfelden starten am Samstag in die neue Nationalliga-A-Saison. Dies mit dem Ziel, sich für das Final4-Turnier in Neuendorf zu qualifizieren. Zum Auftakt treffen sie auf Jona und Wigoltingen.

Am Samstag fällt der Startschuss in die neue, termintechnisch dicht gedrängte NLA-Meisterschaft der Faustballer. Obwohl die Saison wegen Corona einen Monat später beginnt als geplant, hat Swiss Faustball entschieden, eine Doppelrunden auszutragen. Die Oberentfelder spielen also je zwei Mal gegen ihre acht Kontrahenten. Entsprechend wird an sechs Wochenenden hintereinander gespielt – einmal sogar samstags und sonntags je zwei Spiele. «Das wird intensiv», blickt Trainer Koni Keller voraus. Seit März trainiert die Mannschaft wieder gemeinsam. «Nach der abgesagten Hallen- Meisterschaft waren alle giggerig, wieder gemeinsam trainieren zu können », so Keller.

Im Kader der Oberentfelder gibt es einige Wechsel. Routinier Dominik Gugerli, der eigentlich bereits seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, kehrt noch einmal aufs Spielfeld zurück. Dies weil Oberentfeldens Captain Reto Hunziker zu Beginn der Meisterschaft ausfallen wird. Ebenfalls nicht mehr mit dabei ist Abwehrspezialist Manuel Mosimann. Für ihn ist Nachwuchstalent Silvan Bissig nachgerückt. Der 17-Jährige wird in der kommenden Spielzeit erstmals in der NLA auflaufen. Auf den restlichen Positionen bleibt das Oberentfelder Kader unverändert. Im Angriff werden Robin Häfeli und Nationalspieler Tim Egolf auflaufen. In der Abwehr und im Aufbau wird neben Gugerli und Bissig das Duo Ramon Hochstrasser und Nicolas Voit zum Einsatz kommen.

Mit diesem Kader möchte Trainer Koni Keller in dieser Saison erneut die Teilnahme am Finalevent schaffen. Diese Aufgabe wird in diesem Jahr allerdings schwieriger als noch letztes Jahr. Da die Qualifikationsphase im Vorjahr wegen Corona verkürzt wurde, durften fünf Teams am Saisonfinale teilnehmen. In diesem Jahr werden es wieder nur deren vier sein.

Die Oberentfelder haben Chancen auf einen dieser vier Plätze. Denn ausser Titelverteidiger Widnau, können sie gegen alle Teams gewinnen – aber auch verlieren. «Es dürfte eine ausgeglichene Saison werden. Aber wenn wir unser Potenzial abrufen, sollte das Final4 möglich sein», sagt Keller. Mit dieser Zielsetzung im Hinterkopf müssen natürlich bereits am ersten Spieltag Siege her. Am besten gleich deren zwei. Denn mit Jona und Wigoltingen warten zwei Teams, die genau wie Oberentfelden zum breiten Mittelfeld der diesjährigen NLA-Meisterschaft zählen.

Mit einer Premiere in die Nordostschweiz

Mit einer Premiere in die Nordostschweiz | Der Landanzeiger

Seite Jahren pflegen die Kunstturnerriegen des Satus ORO (Oberentfelden- Rohrist-Oftringen) und des STV Schlossrued eine enge Zusammenarbeit. Da auch am Schaffhauser-Cup keine Zuschauer zugelassen waren, entschieden sich die Trainer, gemeinsam nach Schaffhausen zu reisen.

Seit Jahren pflegen der Schlossrueder Coach Marcel Grob und ORO-Trainer Charly Zimmerli eine enge Zusammenarbeit. Erfahrungsaustausch und Trainingsgelegenheiten stehen dabei immer im Fokus. Eine Konkurrenz gibt es für die beiden nicht, im Gegenteil: die Freude an Erfolgen ist gegenseitig.

Eine starke Konkurrenz fanden dafür die Athleten in der Turnhalle in Schaffhausen vor. Diese erlaubt keine groben Übungsfehler. Schliesslich ging es auch um die Qualifikationen für die Schweizer Juniorenmeisterschaften, welche bald stattfinden. Motiviert und ruhig nahmen die zwei Turner des STV Schlossrued und vier Turner des Satus ORO den Wettkampf in Angriff. Sichere Ausführungen und saubere Landungen waren gefragt, um es in die Top-Ränge zu schaffen. Nicola Hunziker und Fabio Herb turnten sehr konstant. Die beiden Schlossrueder konnten sich in den vorderen Rängen einreihen. Mit Nico Giorgi, Elia Palomba, Gabriel Spiewok und Ben Görner waren vier ORO-Turner am Start. Mit weiteren Wettkampferfahrungen konnten auch sie eine Auszeichnung nach Hause nehmen. Nach zwei Stunden voller Anspannung und Konzentration war der Wettkampf zu Ende und die Kunstturner stiegen zur kurzweiligen Rückfahrt in den Bus.

Viel Handarbeit und Wissen gefragt

Viel Handarbeit und Wissen gefragt | Der Landanzeiger

Oldtimer und Raritäten zu restaurieren, ist keine Arbeit, die schnell erledigt werden kann. Oft müssen die Carosserie von Grund auf neu gebaut, Teile selbst gefertigt und die Motoren revidiert und neu eingestellt werden. Ein Blick in die Werkstatt der Emil Frey Classics AG in Safenwil.

Vorsichtig klopft Spengler Michael Hauri mit einem Hammer die Umrandung «um die Ecke». Derzeit arbeitet er unter anderem an einem Aston Martin DB4 convertible aus dem Jahr 1962. Viele Teile müssen neu gefertigt werden, was reine Handarbeit bedeutet. Daneben steht wortwörtlich der Bruder. Beide Fahrzeuge waren Jahrzehnte lang auf der Welt unterwegs und haben nun wieder zusammengefunden. Seriennummer 66 steht in der Werkstatt nun neben Nummer 67.

Viel Handarbeit und Wissen gefragt | Der Landanzeiger
Matthias Hunziker gilt als «Motoren-Guru», der jeden Oldtimermotor zu neuem Leben erweckt.
Viel Handarbeit und Wissen gefragt | Der Landanzeiger
Michael Hauri liebt die Spenglerarbeit, die viel Fingerspitzengefühl und Präzision erfordert.

Viel Handbarbeit
«Es gibt kaum Teile, die man bestellen und einfach verbauen kann», sagt Hauri. «Also werden sie von Hand gefertigt.» Sind die Autos noch älter als der Aston Martin, gibt es oft sogar nur noch Bilder und Dokumentationen. Augenmass, gesunder Menschenverstand und Millimeterarbeit sind dann gefragt. Wie bei einem Aston Martin Lagonda aus den 30er Jahren. Der Besitzer fuhr in einen Baum. Anhand von Bildmaterial wurde millimetergenau der wertvolle Oldtimer restauriert. Michael Hauri absolvierte die vierjährige Spengler-Lehre und landete zwar eher durch Zufall in der Oldtimer-Werkstatt, aber mittlerweile seit zehn Jahren mit Herzblut und Leidenschaft dabei. «Mich faszinieren alle alten Autos. Vor allem braucht man sein Hirn viel mehr.»

Fortschrittliche Technik
Der Grundaufbau eines Motors basiert schlichtweg auf Logik und Physik. In den Grundzügen ist er bis heute relativ gleich geblieben. Das Faszinierende für Matthias Hunziker, Motorenbauer bei der Emil Frey Classics AG ist die Tatsache, dass die damalige Technik bereits so fortgeschritten war.

Hunziker ist zuständig für das Revidieren und Reparieren von Oldtimer-Motoren. Die Arbeit, so wie er sie leistet, findet man in der Schweiz selten. Genau wie bei seinem Kollegen in der Spenglerei, ist viel Fingerspitzengefühl, Handarbeit und Leidenschaft gefragt. Als gelernter Maschinenmechaniker kann er vom Antriebsstrang bis zum Motor alles reparieren. «Man sieht einfach, was kaputt ist. Die alten Teile müssen aufgearbeitet werden, sie können nicht bestellt werden.» Vieles sei noch mechanisch gesteuert und muss von Hand eingestellt werden. Die Fehlersuche basiert auf Fachwissen und Logik. Auf dem Motorenprüfstand wird alles perfekt abgestimmt, damit das Schätzchen wieder läuft und schnurrt wie ein Kätzchen. Die Besitzer der Oldtimer warten geduldig auf ihre Fahrzeuge. Denn so eine komplette Restauration dauert gut und gerne zwischen eineinhalb und drei Jahren.

Biogasanteil beim Tanken verdoppelt

Biogasanteil beim Tanken verdoppelt | Der Landanzeiger

Dem CNG, wie Gas als Treibstoff genannt wird, sind in der Schweiz durchschnittlich 27,3 Prozent erneuerbares Gas beigemischt. Eniwa betreibt in der Region Aarau fünf Gas-Tankstellen. Per 1. Juni 2021 erhöht das Unternehmen den Biogasanteil: Neu enthält der Treibstoff standardmässig 40 Prozent umweltfreundliches Biogas. Ein wichtiger Schritt für die alternative Antriebslösung hin zu einer CO2-neutralen Mobilität.

Biogas entsteht aus der Vergärung von Biomasse. Also beispielsweise aus organischen Abfällen wie sie in der Küche entstehen oder aus Grüngut, Gülle oder Klärschlamm. Biogas ist praktisch CO2-neutral und daher äusserst umweltfreundlich. Biogas schont das Klima, weshalb dessen Anteil im Treibstoff als «nicht klimarelevant» eingestuft wird. Ein grosser Vorteil gegenüber herkömmlichen Verbrennungsmotoren wie Benzin oder Diesel. Stösst ein CNG-Fahrzeug gemäss Herstellerangabe 117 Gramm CO2 pro km aus, so sind nach der Betankung an einer Eniwa Tankstelle davon nur noch 60 Prozent (Anteil fossiles Gas) klimarelevant. Das heisst, der Wagen ist tatsächlich mit rund 70 Gramm CO2 pro Kilometer unterwegs – und unterbietet damit den seit Ende 2020 geltenden Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer deutlich.
Bei der Erhöhung des Biogasanteils von bislang 20 auf neu 40 Prozent werden beim Erdgastreibstoffabsatz im Versorgungsgebiet von Eniwa jährlich rund 200 Tonnen CO2 eingespart.

Klimaneutrales Fahren
Unsere Umwelt zu schonen wird immer wichtiger. Bei der Gasmobilität ist das dank optionalem Biogas-Upgrade ganz einfach möglich. An einigen Schweizer Tankstellen, so auch an von Eniwa betriebenen, kann man schon heute bis zu 100 Prozent Biogas tanken und ist damit klimaneutral unterwegs. Bei Tankstellen, an denen die Erhöhung des Biogasanteils nicht direkt an der Zapfsäule möglich ist, kann das Upgrade bei Eniwa bestellt werden (energie@eniwa.ch).

Biogas: Herkunft und Produktion
Bei den Tankstellen von Eniwa stammt das Biogas im Standardprodukt jeweils zur Hälfte aus Schweizer und europäischer Produktion. Obwohl beim EU-Biogas sichergestellt ist, dass Schweizer Richtlinien angewendet werden und das Biogas ausschliesslich aus Reststoffen hergestellt wird, finden Biogaszertifikate aus der EU heute keine Anerkennung beziehungsweise Berücksichtigung bei den Schweizer Behörden. Dafür ausschlaggebend ist das so genannte Territorialprinzip, welches im Kyoto-Protokoll festgehalten ist. Es besagt, dass Biogas, das aus anderen Ländern in die Schweiz importiert wird, bis auf Weiteres hierzulande nicht für die klimarelevanten Berechnungen angerechnet werden kann und deshalb als «herkömmliches» Gas gilt. Die Schweizer Gasversorger, zu denen auch Eniwa gehört, setzen sich deshalb für einen geregelten, grenzüberschreitenden Biogashandel ein. Dieser ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das EU-Biogas ins europäische Gasnetz eingespeist wird und damit der Anteil an fossilem, das Klima stärker belastendem Gas, reduziert wird.

In der Schweiz gibt es heute rund 37 Biogasanlagen die direkt ins Gasnetz einspeisen. Die Nutzung der nachhaltig vorhandenen Biomasse kann gesteigert werden. So werden heute beispielsweise nur sechs Prozent des anfallenden Hofdüngers energetisch genutzt. Eniwa ist an mehreren Biogasanlagen beteiligt und plant im Aarauer Stadtteil Telli eine neue regionale Biogasanlage als Teil des Energiewerkes Telli, welche bis zu 25’000 Tonnen Grüngut jährlich energetisch verwerten kann.

Alle Informationen rund ums Thema Biogas finden Sie auf der Webseite eniwa.ch.