Kanton schafft Angebote für flexible Impfung | Der Landanzeiger
Im Aargau lassen sich zurzeit pro Woche rund 40ʼ000 Personen impfen und täglich kommen rund 1000 Neuregistrierungen dazu.
Aargau

Kanton schafft Angebote für flexible Impfung

Ab Anfang Juli impfen zahlreiche Apotheken im Kanton und es entstehen neue bewegliche Impfangebote. Das ist mit ein Grund, dass das Impfzentrum Laufenburg Ende Juli seinen Betrieb einstellt. Wer dort noch auf der Warteliste steht, wird seine Impftermine bis dann erhalten.

In der letzten Woche hat die kantonale Impfkampagne 40’000 Impfungen durchgeführt, was einen neuen Höchstwert darstellt. Von den Kapazitäten her könnte der Kanton Aargau pro Woche etwa 50ʼ000 Impfungen vornehmen. Die grösseren Liefermengen des Impfstoffs sowie das daraus resultierende höhere Impftempo hat zur Folge, dass die Warteliste für die Covid-19-Impfung im Kanton Aargau schrumpft. Es kommen jedoch weiterhin täglich über 1000 Neuregistrierungen hinzu. Derzeit befinden sich noch etwa 75ʼ000 Personen auf der Warteliste. Sie alle werden noch im Juni ihre Termine erhalten – sofern die vom Bund angekündigten Impfstofflieferungen eintreffen. Zurzeit erhalten Personen Termine, die sich im März registriert haben, an einigen Standorten sogar schon jene, die sich im April registriert haben.

130 Apotheken wollen impfen
Die kantonale Impfkampagne ist auf diese Entwicklung vorbereitet und plant den Rückbau der Kapazitäten, um leerstehende Impfkapazitäten abzuwenden. Als erstes stellt der Impfstandort Laufenburg Ende Juli seinen Betrieb ein. Wer sich bis jetzt dort angemeldet hat, wird bis Ende Juli weiterhin Termine für die erste und die zweite Impfung erhalten. Der Vertrag für die gemieteten Räumlichkeiten läuft auf diesen Zeitpunkt hin aus. Der zweite Standort im Fricktal, jener in Rheinfelden, bleibt weiter in Betrieb. Zudem haben 130 Apotheken im ganzen Kanton ihr Interesse bekundet, ab anfangs Juli Impfungen durchzuführen.

Neue Angebote in Planung
Voraussichtlich ab Juli wird der Kanton neue bewegliche Impfstationen anbieten. Vorgesehen sind etwa Impfungen in Betrieben oder nach den Sommerferien auch in Schulen – sofern bis dann Impfstoffe für Jugendliche unter 16 Jahren zugelassen sind. Auch die Schaffung von «Drive-in» oder «Walk-in»-Angeboten in den bisherigen Impfzentren wird geprüft. Mit diesem Angebot wäre auch eine Impfung ohne Voranmeldung denkbar. Sobald die neuen Angebote im Detail geplant sind, informiert die Impfkampagne aktiv.

Jetzt registrieren
Es ist absehbar, dass wegen des Rückgangs der Nachfrage vor allem die kleineren Impfstandorte früher oder später ihren Betrieb stark reduzieren oder einstellen müssen. In erster Linie hängt dies von der Nachfrage nach Covid- 19-Impfungen ab. Ob der Betrieb anfangs 2022 für die sogenannte «Booster»-Impfung, also eine Nachimpfung für einen längeren Impfschutz, wieder aufgenommen wird, ist derzeit noch nicht klar. Wer noch nicht registriert ist, sollte sich möglichst rasch anmelden.

Viele Impfwillige haben gewartet, weil sie älteren Menschen oder Risikogruppen den Vortritt lassen wollten. Das ist heute nicht mehr nötig. Personen über 65, Mitarbeitende im Gesundheitswesen und auch vorerkrankte Menschen sind seit April 2021 geimpft. Jetzt sollte sich die breite Bevölkerung impfen lassen, um sich selbst, aber auch ihr Umfeld zu schützen.

Impfzertifikat im Sommer
Die Impfkampagne bereitet sich auf die Einführung des Zertifikats vor. Der Bund testet im Juni erste Lösungen zur Einführung, und auch der Kanton Aargau beteiligt sich an diesen Tests. Ziel dieser Tests ist die Klärung von offenen Fragen und der Aufbau der notwendigen Infrastruktur. Ab dem 30. Juni findet schrittweise die Einführung des neuen Zertifikats statt. Es dokumentiert eine Covid-19-Impfung, eine durchgemachte Erkrankung und ein negatives Testresultat.

www.ag.ch/covid-impfanmeldung

Text: AG | Bild: SHS
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