Ein Abschied mit Champagner-Dusche für Stirnemann | Der Landanzeiger
Immer wieder anders: Die Kiesgrube gehört zum Herzstück der Gränicher Mountainbikerennen.
Mountainbike

Ein Abschied mit Champagner-Dusche für Stirnemann

Beim traditionellen Mountainbikerennen in Gränichen haben Anton Cooper aus Neuseeland und Evie Richards aus Grossbritannien triumphiert. Andri Frischknecht und Sina Frei fuhren als beste Schweizer jeweils auf Rang 2. Der Kölliker Joel Roth gewann das Rennen der U23.

Heisse Rennen erlebten die gegen 1000 gemeldeten Mountainbikerinnen und Mountainbiker am Wochenende in Gränichen. Der Neuseeländer Anton Cooper kann bei der Elite – in Abwesenheit von Weltmeister Nino Schurter und Weltcupsieger Mathias Flückiger – mit den Verhältnissen am Besten zurecht. Er zog bei Rennhälfte vorne weg. Folgen konnte ihm aus der Fünfergruppe an der Spitze nur Andri Frischknecht. Zwei Runden vor Schluss musste aber auch er abreissen lassen. Lars Forster wurde Dritter.

Bester Fahrer des RC Gränichen war der Kölliker Joel Roth auf Rang 7. Er gewann das Rennen der U23. Roth ist als Ersatzfahrer für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert, doch er rechnet nicht damit, dass er zum Einsatz kommt. Er verfolgt seine eigenen Ziele und will in diesem Jahr den U23-EMTitel verteidigen und an der U23-WM wieder eine Medaille gewinnen.

Auf Abschiedstour im Heimrennen war Matthias Stirnemann, der Ende Saison seine Karriere beendet. Vor dem Start wurde er von den Renn- und Vereinsverantwortlichen geehrt und im Ziel mit einer Champagnerdusche empfangen. Stirnemann fuhr auf Rang 14 und zeigte sich damit zufrieden. Er arbeitet künftig als Velomechaniker und engagiert sich im Nachwuchs.

Bei den Frauen sorgte die starke Britin Evie Richards bei Rennhälfte für die Entscheidung. Sie setzte sich von Linda Indergand ab und fuhr in der Folge ein einsames Rennen. Dahinter zündete Sina Frei nach einem verhaltenen Start den Turbo und fuhr auf Rang 2 vor, Indergand wurde Dritte. Jolanda Neff war nach ihrem zweifachen Armbruch im Weltcup, nicht am Start.

Der RC Gränichen hat mit seinen vielen Helferinnen und Helfern für ein grandioses Rennwochenende gesorgt, welches Corona bedingt erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden musste.

Text & Bilder: Raphael Nadler
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