Eine IG setzt sich für mehr Schulraum ein | Der Landanzeiger
«Die IG Schulraum Entfelden setzt sich für eine zentralisierte Schule mit genügend Schulraum ein. ‹Meh Ruum für Schuel› lautet denn auch das Motto», erklärt Brigitte Siegenthaler-Kyburz.
Ober- und Unterentfelden

Eine IG setzt sich für mehr Schulraum ein

Die Schule Entfelden platzt aus allen Nähten. Mit Provisorien wird seit Jahren behelfsmässig zusätzlicher Schulraum generiert. Dieser ist aber nur temporär. Nun setzt sich eine Interessengruppe (IG) aus der Zivilbevölkerung für die Gebäudeentwicklung und die Schaffung von neuem nachhaltigem Schulraum in Ober- und Unterentfelden ein. Angeführt wird die IG von Brigitte Siegenthaler-Kyburz.

Schon heute fehlen der Schule Entfelden nachweislich Schulräume, um alle Kinder und Jugendlichen geeignet unterzubringen. Wird kein zusätzlicher permanenter Schulraum geschaffen, fehlen im Schuljahr 2030/31 zehn Schulzimmer und im Schuljahr 2040/41 deren 21. Dies auch aufgrund des Bevölkerungswachstums in beiden Gemeinden. Mit Brigitte Siegenthaler-Kyburz geht eine echte Entfelderin voran und setzt sich mit der IG Schulraum Entfelden für die Jugend und die Bildung in beiden Dörfern ein.

Eine aus dem Dorf
«Ich habe die Schulraumknappheit während meiner Schulzeit selbst miterlebt. Damals wurde aber zukunftsorientiert gebaut. Das fehlt heute und das will ich ändern», so Siegenthaler-Kyburz. Aufgewachsen ist Brigitte Siegenthaler-Kyburz in Oberentfelden und erlebte als Schülerin die Neugründung und den Aufbau der Bezirksschule Entfelden. Seit 1993 ist sie Lehrerin an der Schule Entfelden, kennt die Verhältnisse also bestens. «Ober- und Unterentfelden sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Mit neuen Quartieren wie dem Römerpark, dem Erlifeld oder der bevorstehenden Überbauung beim Tenniscenter ziehen immer mehr Menschen nach Entfelden – darunter viele Familien mit Kindern. Entfelden tut also gut daran, bei der Infrastruktur auch in Schulraum zu investieren. Letztlich dient eine attraktive Schule auch dem Standortmarketing der Gemeinden», erklärt Siegenthaler-Kyburz.

Masterplan gibt Weg vor
«Der Gebäudepark der Schule Entfelden muss dringend an die Bedürfnisse der heutigen Zeit angepasst werden», sagt Siegenthaler-Kyburz. Die Arbeitsgruppe (AG) Schulische Immobilien nahm eine Bewertung der bestehenden Gebäude vor. In der AG nimmt auch der Gemeinderat beider Entfelden Einsitz. Unter den Aspekten Sinnhaftigkeit und Kosteneffizienz entwickelte die AG den Masterplan «Gebäudeentwicklung». Dieser blickt bis ins Schuljahr 2040/41 und hat zum Ziel, in verschiedenen Etappen ausreichend permanenten Schulraum sicherzustellen – auch für die Zeit nach 2041.

Als erstes dauerhaftes Bauvorhaben soll die Sanierung und Aufstockung des blauen Oberstufenschulhauses in Oberentfelden realisiert werden. Der Kreisschulrat der Schule Entfelden entscheidet an seiner September-Sitzung, ob der Antrag vor das Volk kommt. Der finale Entscheid über die Zukunft der Raumsituation der Schule Entfelden liegt dann in der Verantwortung des Stimmvolkes.

IG für Campus-Gedanke
Die IG Schulraum Entfelden wolle kein Flickwerk mehr, sondern setze sich für langfristige Lösungen für den Entfelder Schulraum ein. Brigitte Siegenthaler-Kyburz: «Die IG wurde von mir frisch ins Leben gerufen. Zuerst sollen viele Gleichgesinnte ins Boot geholt werden. Danach ist es unser Ziel, die Bevölkerung aktiv zu informieren. Denn wenn es zur Volksabstimmung für die Sanierung und Aufstockung des blauen Oberstufenschulhauses kommt, benötigen wir jede Stimme. Wer sich engagieren will, darf sich gerne melden. Jede Hilfe ist willkommen.» Das Dreier-Areal (ex-GE) kommt für die IG nur als provisorische Übergangslösung während der Sanierung und Aufstockung des blauen Oberstufenschulhauses in Frage. Alle Schulhäuser müssen zentral liegen und für die Schülerinnen und Schüler möglichst sicher erreicht werden können. Deshalb sei die Aufstockung des Oberstufenschulhauses der einzig richtige Weg. «Ein Schulhaus in einer stark frequentierten Industriezone ist ein No-Go», erklärt Siegenthaler-Kyburz, die Mutter zweier erwachsener Söhne ist. Auf die Frage, woher sie die Energie für die Initiative nehme: «Mein Grossvater Gustav Kyburz half bereits 1956 in der Baukommission Erlenweg beim Bau der Schulgebäude mit. Nun ist wohl die Zeit gekommen, dass auch ich mich für den Schulraum in Entfelden einsetze», lacht Brigitte Siegenthaler-Kyburz.

IG Schulraum Entfelden
www.ig-schulraum-entfelden.ch

Text & Bild: IGS
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