«Fötzele» für das Sommerlager | Der Landanzeiger
Um das Lagerkässeli etwas aufzustocken, sammelten die Pfadigruppen den liegengebliebenen Abfall ein.

«Fötzele» für das Sommerlager

Die Pfadi Adler Aarau unterstützten am Samstag den Werkhof in dem sie auf «Fötzeli»-Tour gingen. Damit haben sie nicht nur der Natur einen Gefallen getan, sondern auch gleich ihre Lagerkasse aufgestockt.

Noch ein paar wenige Tage Geduld und dann kann das Sommerlager (SoLa) der Pfadi Adler Aarau losgehen. Für das Lager geht es für über 30 Kinder in den Kanton Schwyz in das Gebiet Hoch-Ybrig. «In diesem Jahr nehmen aber viel mehr Kinder am SoLa teil, als noch in den letzten Jahren», sagt Kerstin Casper, in der Pfadi als Meriana bekannt. «Zudem wollen wir während dem SoLa eine Holzkonstruktion bauen, um für das Bundeslager (BuLa) im nächsten Jahr zu üben. Dafür brauchen wir einen Zustupf in die Lagerkasse.» So wurde kurz vor Beginn des Lagers eine «Fötzele-Finanzaktion» gestartet. «Die Abfallsammlung steht für all das, was die Pfadi vertritt: Die Liebe zur Natur und der Schutz der Umwelt.»

«Fötzele» für das Sommerlager | Der Landanzeiger
Pro 10 Gramm gesammelter Müll gab es aus der Verwandtschaft und Bekanntschaft eine Spende.
«Fötzele» für das Sommerlager | Der Landanzeiger

Je mehr Müll, desto mehr Geld
Doch wie lässt sich mit einer Abfallsammelaktion Geld verdienen? Indem man es wie einen Spendenlauf organisiert. «Die Kinder werden von der Familie, Verwandten und Bekannten gesponsert. Entweder gibt es einen Pauschalbetrag oder es gibt einen Geldbetrag pro 10 Gramm der gesammelt wird», erklärt Kerstin Casper. Unterstützt wurden die Pfadigruppen auch vom Werkhof. «Wir haben uns über die Anfrage der Pfadi sehr gefreut und haben unsere Hilfe gerne angeboten», sagt Markus Vogel, stellvertretender Leiter des Werkhofs. So wurden die Kinder mit Warnwesten ausgerüstet, Greifzangen wurden zur Verfügung gestellt und Handschuhe angezogen. Vier Kinder durften zudem mit dem Werkhof auf Abfalleimer-Tour gehen. Die restlichen Kinder, aufgeteilt in fünf Gruppen, verteilten sich über die ganze Stadt und begannen den liegengebliebenen Abfall zu sammeln. «Jetzt streiten wir uns schon um Müll», sagt eines der Kinder während der Tour lachend. Möglichst viel Abfall aufzulesen, lohnt sich eben. So kamen innerhalb von gut zwei Stunden knapp 20 Kilo Abfall zusammen. Und weil der Werkhof dankbar für die Unterstützung der Pfadi ist, rundeten sie den verdienten Geldbetrag auch gerne auf.

Text & Bilder: Sarah Künzli
Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on print