Traumstart für die Waldeck-Bar | Der Landanzeiger
Die fünf Bierbrauer und Betreiber der Waldeck-Bar, von links: Daniel Heer, Andreas Siegrist, Pascal Hunziker, Florian Brunner und Marco Jost.
Muhen

Traumstart für die Waldeck-Bar

Fünf lokale Bierbrauer eröffneten pünktlich zum grossen EM-Viertelfinalspiel der Schweizer Fussball-Nati gegen Spanien am vergangenen Freitag im ehemaligen Gasthof die Waldeck-Bar. Bis zum definitiven Abbruch der Traditionsbeiz in etwa zwei Jahren soll die Bar mit 12 Bier-Zapfhähnen und 50 weiteren Biersorten in Betrieb sein. So wird die ehemalige Dorfbeiz zum Mekka für Craft-Bier-Liebhaber.

Manchmal sind Bierideen die besten Ideen. Bevor in etwa zwei Jahren die Bagger auffahren und der bewegten Geschichte der Müheler Traditionsbeiz ein Ende setzen werden, kehrt in die «Waldeck» noch einmal neues Leben ein. Fünf lokale Bierbrauer setzten die Idee in die Tat um, hier für die Zeit bis zum Abbruch eine temporäre Bier-Bar zu betreiben. «Zwischennutzung» nennt sich so etwas im offiziellen Amtsdeutsch. «Pop-Up-Bar» wäre ein etwas zeitgemässerer Ausdruck. Wie auch immer.

Die Waldeck, die nach seinen Jahrzehnten als beliebte Dorfbeiz während der Zeit des Schulhaus-Neubaus bis vor einem Jahr als Schulraum diente, wird nun am Ende seiner Geschichte zum Biergarten, respektive zur Bierbar. Dort wo einst zum «Lotto im Säli» gerufen wurde, nämlich im altehrwürdigen grossen Saal, befindet sich nun die Bar im Bistro-Stil. Die Zapfanlage mit 12 Stationen bietet diverse Biere der «Noboob»- und «Heero»-Brauereien an. Im Angebot sind rund 50 weitere Craft-Biere in Dosen und Flaschen, die von den Betreibern sorgfältig ausgesucht wurden.

Ein simples Lagerbier findet man eher nicht im Angebot. Hopfenbetonte, geschmacklich herausfordernde spezielle Craft-Biere bilden das Angebot in der Waldeck-Bar.

Das Team «Hoperia»
Wer sind die fünf lokalen Bierbrauer? Allen voran Daniel Heer aus Oberentfelden. Seine Brauerei «Heero» ist schon länger in Betrieb. Er gilt für die vier Jungbrauer Andreas Siegrist, Pascal Hunziker, Florian Brunner und Marco Jost von «Noboob» (No bitches of ordinary beer) aus Muhen als «Biergott». Zusammen sind sie «Hoperia» und betreiben einen Onlinevertrieb und nun auch die Waldeck-Bar.

Der Start am Freitag war fulminant. Weil just zur Eröffnung auch die Fussball-Nati ihr Viertelfinale bestritt, war der Biergarten sehr gut besucht. Vor der Eröffnung musste das Team einige Sonder- und Nachtschichten einlegen, damit alles rechtzeitig fertig wurde. Die Waldeck-Bar ist zukünftig am Mittwoch und Donnerstag ab 17.00 Uhr offen, am Freitag ab 16.00 Uhr und am Samstag ab 14.00 Uhr.

Text & Bild: Kaspar Flückiger
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