Einsprecher blockiert Spital-Neubau | Der Landanzeiger
Alles wartet auf den Baustart: Hier soll das neue Hauptgebäude des Kantonsspitals Aarau dereinst stehen, doch der Baubeginn wird von einem Einsprecher verunmöglicht.
Aarau

Einsprecher blockiert Spital-Neubau

Eigentlich ist alles bereit für den Baustart des neuen Hauptgebäudes des Kantonsspitals Aarau. Die Baubewilligung wurde am 29. März erteilt. Doch der Baubeginn des 569-Millionen-Projekts wird von einem Einsprecher blockiert.

«In der Beschwerde wird hauptsächlich behauptet, der Neubau des KSA habe zusammen mit dem geplanten Parkhaus für Mitarbeitende eine bedeutende Verkehrszunahme im angrenzenden Quartier zur Folge», sagt Stadtrat Hanspeter Thür (Grüne) gegenüber der Aargauer Zeitung. In seiner Beschwerdeantwort bestreitet der Stadtrat diesen Zusammenhang und weist darauf hin, dass der Neubau zu keiner Vergrösserung des Spitals führe und deshalb kein zusätzlicher Verkehr generiert werde.

Die Identität des Einsprechers darf aus rechtlichen Gründen nicht preisgegeben werden. Klar ist aber: Der KSA-Einsprecher muss aus dem angrenzenden Quartier stammen, denn sonst kann er keine legitimierte Einsprache machen. Der Aarauer Stadtrat hat dem KSA die Baubewilligungam29.März erteilt und dabei drei Einwendungen abgewiesen. Mit zwei der drei Einsprecher konnten sich die Verantwortlichen einigen. Der Dritte hat den stadträtlichen Entscheid mittels Beschwerde beim Kanton angefochten. «Das Spital hat anschliessend ein weiteres Mal versucht, mit dem Einsprecher zu verhandeln», schreibt die AZ weiter.

Der Aargauer Regierungsrat muss nun entscheiden, ob er der Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzieht, damit ein baldiger Baustart möglich wird. Denn bis die eigentliche Beschwerde behandelt ist, dürfte bis zu einem Jahr vergehen. «Es wird darumein weiterer Versuch unternommen, sich mit dem Beschwerdeführer gütlich zu einigen», schreibt die Aargauer Zeitung. «Wie aus seinem Umfeld zu hören ist, gibt es noch diese Woche eine Verhandlung unter Leitung des regierungsrätlichen Rechtsdienstes.» Die Verantwortlichen des KSA, der Stadt und des Kantons hoffe nauf eine baldige und gütliche Einigung.

Text & Bild: RAN
Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on print