Lernen, spicken und Spass haben

Lernen, spicken und Spass haben | Der Landanzeiger

Am Montag, 9. August, startet im Aargau das neue Schuljahr 2021/2022. Für über 7000 Kinder ist es der erste Tag im Kindergarten, für 7200 ist es der erste Schultag. Damen und Herren Gemeindeammänner aus dem Landanzeiger-Gebiet lassen die Leserschaft an ihren Erinnerungen an die Einschulung oder die Primarschulzeit teilhaben.

Früher war der Rektor der Chef der Schule, Rektorinnen waren äusserst selten. Heute nennt man sie Schulleiterinnen oder Schulleiter. Einmal pro Jahr kam der Schulinspektor. Hatte früher jede Klasse meist nur einen Lehrer oder eine Lehrerin, so sind die Pensen heute immer öfters auf mehrere Lehrpersonen aufgeteilt. Klassengrössen wie auf dem Bild der 1. Klasse aus Küttigen 1968, mit 41 Schülerinnen und Schülern, waren früher an der Tagesordnung. Heute ist das undenkbar. Samstagmorgen-Unterricht war noch lange Standard.

Während der Schulzeit wurden jeweils an einem Nachmittag auch Pro-Juventute-Marken, Schoggitaler und die Sterne der Winterhilfe verkauft. Das regelmässige Altpapiersammeln war ein Erlebnis für alle.

Der Hellraumprojektor war lange das einzige elektronische Gerät im Schulzimmer. Blätter wurde auf dem Matrizendrucker vervielfältig, die Weltkarte und die Karte der Schweizer gab es in Form von grossen Rollos. Der Wandtafelschwamm flog auch Mal quer durchs Schulzimmer und traf nicht immer den Richtigen. Auf das quadratische Holzlineal knien, «Tatzen» auf die Innenseite der Hand, Haare reisse, Ohrfeige oder in die Ecke stehen, waren Strafen, die man heute – zum Glück – nicht mehr anwendet.

Das Löschblatt, aber auch die Unterseite des Lineals, die Tischkannte oder die Innenklappe des Etuis dienten oft als Plätze für den Spickzettel. Erwischt wurden wir trotzdem. Statt SMS oder WhatsApp-Nachrichten schrieb man sich früher noch richtige Liebesbriefe, meist aber erst nachdem man sich im Poesie- und Erinnerungsalbum verewigt hatte.

Klassengrössen von 40 und mehr Schülern hatten den Vorteil, dass die Lehrer nicht alle ihre Schäfchen auf einmal im Auge behalten konnte und es durchaus auch Platz für Spässchen oder gar «Blödsinn» gab. Etwas hat sich aber nicht verändert: In der Schule lernt man fürs Leben.

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Rolf Buchser, Jahrgang 1963, wurde im Frühling 1970 in Therwil BL eingeschult.

Rolf Buchser, Schöftland

Meine Primarschulzeit war unbeschwert, obwohl meine Eltern aus wirtschaftlichen Gründen noch dreimal umzogen und Wohnort und Kanton wechselten. So erlebte ich eine Schulzeit in den Kantonen Basel-Land, Aargau, Solothurn und St. Gallen. Jeder Kanton hatte (und hat) ein eigenes Bildungssystem. Das Einzige was die kantonalen Bildungspolitiker seit 1970 schweizweit vereinheitlichen konnten, ist der Schulanfang anfangs August. Seit 50 Jahren wird unser Bildungssystem ständig angepasst, umstrukturiert, verbessert und teurer. Ob die Schülerinnen und Schüler nach absolvierter Schulzeit heute besser auf das (Berufs-) Leben vorbereitet sind, wage ich zu bezweifeln. Die föderalistischen Schulsysteme beeinträchtigen jedoch auch heute noch schweizweit die Mobilität von Familien sehr.

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Francisco Baños, Jahrgang 1980, wurde in Moosleerau eingeschult.

Francisco Baños, Moosleerau

Die Dorfschule in Moosleerau hat mir einen Teil meiner Lebenswurzeln gegeben, wofür ich dankbar bin. Ich ging sehr gerne zur Schule. Mein Lieblingsfach war Turnen, ich liebte es auch Fussball zu spielen oder an den eisernen Kletter- und Reckstangen auf unserem Schulhausplatz herumzuturnen.

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Urs Affolter, Jahrgang 1957, wurde in Langenthal eingeschult.

Urs Affolter, Buchs

Der Buchser Gemeindeammann Urs Affolter wurde am 20. April 1964 im Schulhaus Kreuzfeld III, im Zimmer 4, in der Oberaargauer Gemeinde Langenthal BE eingeschult. Seine Lehrerin hiess Frau Inversini.

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Erich Hunziker, Jahrgang 1971 (feiert heute seien 50. Geburtstag), wurde 1978 in Kirchleerau eingeschult. Das Bild stammt aus der Zeit des kleinen Kindergartens.

Erich Hunziker, Kirchleerau

Leider gibt es kein Foto meiner Einschulung, da ich an meinem ersten Schultag Richtung Schule davongerannt bin, weil ich mich nicht fotografieren lassen wollte. Das Ergebnis, ich war eine Stunde zu früh. Immer wieder ärgere ich mich über mich selbst, über das Verhalten von damals. Meine Kinder mussten deshalb an ihrem ersten Kindergarten- und Schultag stillhalten, weil ich ihnen genau das ersparen wollte. Zurück zur Schule: in der Unterstufe waren Rechnen und Heimatkunde (ja das gab es damals noch) meine Lieblingsfächer, später in der Bezirksschule Physik. Ich besuchte die Schule in Moosleerau, Kirchleerau (5. Klasse), die Bezirksschule in Schöftland (4 Jahre) und erinnere mich gerne an diese Zeit zurück.

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Peter Stirnemann, Jahrgang 1953, wurde in Gränichen eingeschult.

Peter Stirnemann, Gränichen

Auf Grund der grossen Schülerzahlen musste ich auf meinem Schulweg am Vorstadtschulhaus (400 m) vorbei laufen direkt ins Dorfschulhaus (900 m). Ohne Elternteil lief ich stolz mit meinem Schulranzen am ersten Schultag ins Dorf. Meine Lehrerin hiess Fräulein Kaufmann (heute Frau Bürki). Als kleinster Schüler musste ich natürlich in der ersten Sitzreihe Platz nehmen. Unsere Klassengrösse betrug damals 46 Schülerinnen und Schüler! Mein Lieblingsfach war natürlich Turnen. Schreiben und lesen war nicht so mein Ding, musste aber halt auch sein. Das Gekritzel mit dem «Griffel» auf der Schiefertafel machte keinen Spass. Als Linkshänder wurde ich umgehend auf Rechtshänder «umgepolt».

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Patric Jakob (rechts), Jahrgang 1966, wurde 1973 in Habsburg eingeschult.

Patric Jakob, Wiliberg

In Habsburg besuchte ich die Gesamtschule 1. bis 5. Klasse. Wir waren total 20 Kinder in einem Schulraum. Unterrichtet wurden wir von derselben Lehrerin in allen Fächern, inklusive Turnen. Wir hatten keine Turnhalle. Je nach Wetter und Jahreszeit fand der Turnunterricht auch mal im Wald statt. Nur bei ganz schlechtem Wetter kamen wir drinnen in den Genuss von einem Alternativprogramm. Rechnen und Geographie waren meine Lieblingsfächer. Singen und Zeichnen mochte ich am wenigsten. Im ersten Zeugnis stand beim Fach Singen keine Note, sondern «brummelt». Das Foto stammt aus dem ersten Schuljahr 1973 und wurde vor unserem Wohnhaus in Habsburg aufgenommen. Der Knabe mit den schwarzen Haaren war mein Schulfreund Andrea. Mit ihm habe ich meine ganze Schulzeit verbracht und wir sind heute noch eng befreundet.

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Mario Schegner, Jahrgang 1976, wurde am 22. August 1983 in Buchrain (LU) eingeschult.

Mario Schegner, Kölliken

Es war eine schöne Zeit, so im Detail sind die Erinnerungen zwar nicht mehr da. Viel Spass hatte ich immer bei Klassenausflügen oder später auch in Klassenlagern. In der Primarschulzeit habe ich gerne die Rechnungsfächer besucht. Ebenfalls habe ich immer gerne im Werken gearbeitet. Über all die Jahre an der Schule in Buchrain hatte ich eine schöne, ruhige und lehrreiche Zeit.

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Max Hauri, Jahrgang 1971, wurde in Staffelbach eingeschult.

Max Hauri, Staffelbach

Mein Lieblingsfach war immer das Rechnen, das man heute Mathematik nennt. Ich erinnere mich noch, dass ich gerne zu Frau Hanna Stauffer aus Bottenwil, in die 1. und 2. Klasse gegangen bin. Auch erinnere ich mich gerne an die Schulzeit bei Lehrer Harry Hunziker (4. und 5. Klasse). Wir machten Velotouren durch den Aargau und durften die Skipiste am Ankenberg in Staffelbach präparieren, anschliessend gab es Trainingsläufe und am Schluss das grosse Skirennen mit Zeitmessung.

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Tobias Leuthard, Jahrgang 1967, wurde in Frick eingeschult.

Tobias Leuthard, Küttigen

Mit der Einschulung verbinde ich zwei sehr gegensätzliche Gefühle. Zum einen habe ich mich sehr auf die Schule gefreut: Lesen und Schreiben zu lernen hat mir besonders Spass gemacht. Andererseits hatte ich grossen Respekt, fast ein bisschen Angst vor dem ersten Schultag, weil unsere Lehrerin «das Frölein Greber» im Ruf stand, ziemlich streng zu sein und auch vor Körperstrafen nicht zurückstreckte. Dieser Ruf wurde vor allem von unseren älteren Geschwistern mit ziemlichen Schauergeschichten zementiert und einiges hat sich dann auch bewahrheitet.

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Martin Goldenberger, Jahrgang 1961, bei der Einschulung in Schmiedrued.

Martin Goldenberger, Schlossrued

Wir wurden damals in Schmiedrued noch ohne den Besuch eines Kindergartens, also direkt eingeschult. Die Klassen waren sehr gross und hatten sehr viele Schüler. Heute aus pädagogischer Sicht wohl undenkbar, uns hatte es gefallen, die Lehrer hatten nicht immer Zeit, sich um jeden Einzelnen zu kümmern. Ich würde nicht sagen, dass wir die Schule liebten, wohl aber den Schulweg. Da konnte man so manches erleben. Geliebt habe ich alles, was nicht so streng kontrolliert werden konnte und keine Hausaufgaben zur Folge hatte, wie Singen und Zeichnen und natürlich das Turnen.

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Katrin Burgherr, Jahrgang 1975, wurde mit 6½ Jahren in Reitnau eingeschult.

Katrin Burgherr, Reitnau

Ich erinnere mich noch genau an den ersten Schultag mit meiner orangenen Lederschulhutte – ich konnte auslesen zwischen rot und orange. Ich hatte die gleichen Finken wie meine Freundin – diese besiegelten unsere Freundschaft für die ganze Schulzeit. Ich war sehr scheu und getraute mich keine Dummheiten zu machen. Der Sporttag war der schlimmste Tag im Jahr für mich. Ich schrieb sehr gerne Briefe. Mein Lieblingsfach war Mathematik.

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Robert Wernli, Jahrgang 1966 an seinem ersten Schultag am 24. April 1973 in Densbüren.

Robert Wernli, Densbüren

Gerne erinnere ich mich an die unbeschwerte Primarschulzeit mit meinen Freunden im familiären Umfeld in «Deischpere» zurück. «Hösi», unsere strenge Lehrerin, führte uns mehrklassig, mit eiserner Hand und offenen Schuhen, im Frontalunterricht durch den Schulstoff. Besonders liebte ich das Fach Zeichnen, nicht wegen dem Zeichnen, sondern wohl eher, weil diese Stunde nicht so streng geführt war und Raum für kommunikativen Austausch – sprich Blödsinn – liess.

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Andreas Urech, Jahrgang 1980, wurde 1986 in Leutwil eingeschult. Das Bild stammt aus der 3. Klasse.

Andreas Urech, Muhen

Die Primarschule begann ich in Leutwil. Spannend, dass es dort nur einen Raum brauchte für die 1. – 4. Klasse, da das Dorf früher noch viel kleiner war als heute, wobei auch heute noch keine 1000 Menschen dort leben. Ich erinnere mich an die extrem lebhaften Pausen, wo alle Kinder quer durch alle Altersschichten miteinander spielten und rauften. Und natürlich erinnere ich mich an den Hauswart, der seine Wohnung im Schulhaus Obergeschoss hatte, und so auf dem Schulareal quasi omnipräsent war. Am liebsten hatte ich die Fächer Deutsch und Mathematik.

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Hanspeter Hilfiker, Jahrgang 1965 wurde in Buchs eingeschult.

Hanspeter Hilfiker, Aarau

Meine Einschulung war 1972 in Buchs, im Alten Schulhaus, bei Fräulein Maurer; wir waren gut 30 Schülerinnen und Schüler, rund ein Drittel mit italienischem Hintergrund. Erinnerungen habe ich kaum konkrete, mir hat die Schule gefallen, mit einer Ausnahme: Turnen.

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Silvan Bärtschi, Jahrgang 1983, wurde 1990 in Bottenwil eingeschult.

Silvan Bärtschi, Bottenwil

Gerne erinnere ich mich an meine Primarschulzeit zurück, so hatte ich eine ganz gute Klasse erwischt. Ich war in Mathe ein ganz guter Schüler. Wäre es doch in den anderen Fächern nur auch so gut gelaufen … Die Examenfeste waren auch immer ein Höhepunkt; was haben wir da getanzt, gelacht und viel Spass gehabt.

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Marliese Loosli, ledige Altherr, Jahrgang 1978, wurde in Moosleerau eingeschult.

Marliese Loosli, Schmiedrued

Ich bin in Moosleerau aufgewachsen und habe dort die Primarschule besucht. Wir hatten eine tolle Zeit. Auch ich ging noch zu Daniel Gerhard in die Schule, der diesen Sommer in Pension ging. Meine liebsten Fächer waren Turnen und Singen, es waren auch die einzigen Fächer, welche mir die Note 6 bescherten. Mein Schulalltag hätte gut und gerne auch nur aus Sportlektionen bestanden können. Während der ganzen Schulzeit, war ich mehrere Male «schnellste Moosleerauerin».

Lernen, spicken und Spass haben | Der Landanzeiger
Markus Bircher, Jahrgang 1961, wurde 1968 im Dorfschulhaus in Küttigen eingeschult.

Markus Bircher, Oberentfelden

Den ersten Schultag habe ich noch gut in Erinnerung. Ich war ziemlich angespannt und etwas aufgeregt. Nachdem ich den Platz eingenommen habe, konnte ich erst den «Schulthek» nicht öffnen. Bald darauf wurde es mir schwarz vor Augen. Ein Getränk und ein kleiner Snack halfen mir dann wieder auf die Beine. Meine Lieblingsfächer waren Turnen und Rechnen. Die Primarschulzeit war auch geprägt vom Schulweg. Vieles haben wir dabei erlebt und auch «angestellt». Nicht selten sind wir spät zum Mittagessen gekommen oder im Winter «pflotschnass» wenn es viel Schnee gehabt hat. Die Elterntaxis waren zu diesem Zeitpunkt zum Glück noch kein Thema.

Lernen, spicken und Spass haben | Der Landanzeiger
Herbert Räbmatter, Jahrgang 1968, wurde 1975 in Kölliken eingeschult. Das Bild stammt aus der 2. Klasse.

Herbert Räbmatter, Uerkheim

Mir wurde vermittelt, möglichst gute Schulnoten nach Hause zu bringen. War keine Zeugnisnote unter 5.0, wurde ich meist belohnt. So wie auf dem Bild aus der 2. Klasse. Mit einem Coup konnte man bei mir viel bewirken, auch heute noch. Was ich in meiner Schulzeit, besonders in den ersten Schuljahren, immer wieder erleben durfte, versuchte ich meinen Kindern weiterzugeben. Ich musste aber auch erkennen, dass Schule und Noten nicht das Leben sind und deshalb haben meine Kinder auch sonst Mal eine Glace bekommen.

Stadion, Brücke und Spital stehen hier bereits

Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger

Im Aarauer Rathaus kommt es regelmässig zu Änderungen und Anpassungen, von denen die Bevölkerung kaum etwas mitbekommt. Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker gewährte einen Einblick.

Wer ins Aarauer Rathaus eintritt, stellt schnell fest, hier verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart. Da die dicken Mauern des sogenannten Turms Rore, des mittelalterlichen Bergfrieds, um den herum das Rathaus gebaut wurde. Dort der neue Eingangsbereich mit Glas, Metall und modern geschwungenen Sitzgelegenheiten. An den Wänden, im öffentlich zugänglichen Teil, hängen Bilder aus der eigenen Sammlung, die zweimal pro Jahr gewechselt werden. Im eher dunklen, gotischen Stadtratszimmer fällt eine Schnitzerei auf, die, geschmückt mit dem Aarauer Wappenadler, die Jahreszahl 1520 trägt. Daneben stehen die schwarzen Ledersessel und ein Grossbildschirm. Auch hier trifft neu auf alt.
Angrenzend und nur durch eine kleine Holztüre getrennt, der Archivraum, in dem die Stadtrats-Protokolle der letzten 40 Jahre in gebundener Form gelagert werden.
Der Stadtpräsident hat ein kleineres Büro als seine Vorgänger. Es ist modern eingerichtet. Vom Bürotisch aus blickt Hanspeter Hilfiker auf ein riesiges, mit Bleistift gezeichnetes Bild von Max Matter, seinem einstigen Zeichnungslehrer an der Kantonsschule. Im Rücken hängen sechs grosse, bewusst verschwommene Farbfotos von Werner Erne, aufgenommen an der Streetparade.

Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Das Aarauer Rathaus steht seit über 500 Jahren an diesem Ort.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Die Kapellglocke auf dem Rathaus läutet hier seit 1762 viertelstündlich.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Im altehrwürdigen Stadtratszimmer im Rathaus werden alle wichtigen Entscheide getroffen.




Vorbei an der Ahnengalerie der ehemaligen Stadtoberhäupter geht es zum Nordbalkon, mit dem schönen Ausblick auf Halde, Aare und Hungerberg. Nach einem Besuch im neusten Sitzungszimmer, dem vierten im Haus, gehts ab in den Estrich. Direkt unter dem Dach steht das eindrückliche Stadtmodell. Dieses zeigt Aarau und Rohr im Massstab von 1:500 und entstand in den Jahren 1960 bis 1981. Es wird immer wieder ergänzt. Im Gegensatz zur Wirklichkeit sind hier das Fussballstadion, das neue Spitalgebäude, die Pont Neuf oder auch die Erweiterung des Polizeikommandos bereits gebaut. Zum Abschluss zeigte Andi Jurt, Standortleiter Betrieb und Unterhalt, im Keller des Rathauses die betriebseigene Produktionsanlage für umweltschonendes Putzmittel.

Stadtpräsident Dr. Hanspeter Hilfiker blättert in einer gebundenen Ausgabe der Stadtratsprotokolle der letzten 40 Jahre.

Andi Jurt zeigt die Anlage, in der die Stadt Aarau ihr eigenes Putzmittel produziert, mit dem sie 80 Prozent aller Arbeiten erledigen kann.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Die Fahne des Füsilier-Stadtbataillons 57 hat ihren letzten Platz im Rathaus.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Teile der mittelalterlichen Mauer des Rathauses sind bis drei Meter dick.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Den Mitarbeitenden der Stadt stehen vier E-Bikes zur Verfügung.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Die Stadt besitzt auch eine Gartenanlage, die an das Rathaus angrenzt.

Kantonsstrasse halbseitig gesperrt

Kantonsstrasse halbseitig gesperrt | Der Landanzeiger

Auf der Kantonsstrasse in Densbüren kann aufgrund des guten Baufortschritts der Deckbelag im ersten Abschnitt eingebaut werden. Diese Belagsarbeiten werden ab heute Donnerstag, 5. August während knapp einer Woche eingebaut. Es kommt zu Sperrungen und Umleitungen bei der Dorfeinfahrt Densbüren sowie bei den angrenzenden Liegenschaften.

Die Bauarbeiten auf der Kantonsstrasse (K 107) in Densbüren haben am 7. September 2020 begonnen. Das Projekt umfasst die Belagssanierung, behindertengerechter Umbau der Bushaltestellen sowie diverse Werkleitungsarbeiten der Gemeinde Densbüren. «Wir sind mit den Bauarbeiten bislang sehr gut vorangekommen. Das Regime mit zwei gleichzeitig arbeitenden Bauequipen und der koordiniert schaltenden Lichtsignalanlage hat sich bewährt! Aufgrund des guten Baufortschritts kann nun im ersten Abschnitt der Deckbelag eingebaut werden», erklärt Fabian Gasser, Projektleiter der Abteilung Tiefbau.

Der Deckbelag wird auf einer Länge von knapp 670 Metern in zwei Längsetappen eingebaut. Der Einbau erfolgt jeweils halbseitig, so dass auf eine komplette Sperrung der Kantonsstrasse verzichtet werden kann. Der Verkehr wird durch einen Verkehrsdienst geregelt.

Sperrung und Umleitung der Dorfeinfahrt Densbüren
Die erste Einbauetappe erfolgt auf der Fahrspur in Richtung Aarau und erstreckt sich vom Gemeindehaus bis zum Müliweg. Am heutigen Donnerstag, 5. August, ist die Zufahrt zum Riders nur via Kaisermatt möglich. Am Freitag, 6. August 2021 wird die Fahrspur in Richtung Frick eingebaut. An diesem Tag ist die Dorfzufahrt Densbüren gesperrt und wird via Chilhaldestrasse / Kirche umgeleitet. Die Zufahrt zum Gemeindehaus und zur Entsorgungsstelle ist an diesem Tag nicht möglich.

Am Montag, 9. August 2021 wird vom Müliweg bis zur Schulstrasse die Fahrspur in Richtung Aarau eingebaut. Am Dienstag, 10. August 2021 folgt die Fahrspur in Richtung Frick. Dabei wird der Müliweg und Fabrikweg sowie die Zufahrt zum Restaurant Pinte gesperrt.

Buslinienführung und provisorishe Haltestellen
Die Postautos werden während den ganzen Belagsarbeiten nach Fahrplan verkehren. Die bestehenden Haltestellen müssen kurzzeitig verschoben werden. Die Bushaltestelle beim Gemeindehaus muss am Freitag, 6. August 2021, rund 100 Meter in Richtung Frick verschoben werden. Beide Bushaltestellen Ausserdorf werden vom Montag, 9. August, bis Dienstag, 10. August, provisorisch in den Bereich vom Volg verschoben.

Verschiebung der Arbeiten bei schlechter Witterung
Sollte das Wetter in der geplanten Zeit den Einbau des Deckbelages nicht zulassen, werden die Arbeiten jeweils um einzelne Tage verschoben. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt bittet die Verkehrsteilnehmenden sowie die Anwohnerinnen und Anwohner um Nachsicht für die unvermeidlichen Lärmbelastungen, Behinderungen und Wartezeiten und dankt für das Verständnis.

Aargauer Leichtathletik-Talente zu Gast in Tenero

Aargauer Leichtathletik-Talente zu Gast in Tenero | Der Landanzeiger

Wer in der Leichtathletik Weltklasse werden will, darf nicht aufhören, besser zu werden. Das gilt für U20-Europameister Simon Wieland genauso wie für die 65 Rohdiamanten, die diese Woche im UBS Kids Cup Camp in Tenero Motivation für eine grosse Sportkarriere tanken, darunter sieben Talente aus dem Kanton Aargau. Der UBS Kids Cup inspiriert seit 2011 eine ganze Generation zum Laufen, Springen und Werfen.

Wer hätte das gedacht? Der Nachwuchssport lag coronabedingt noch im Dornröschenschlaf, da wurde an den Schulen und in den Vereinen bereits wieder wettgeifert, was die Schutzbestimmungen zuliessen. Der UBS Kids Cup macht’s möglich. Mit mehr als tausend Events in allen Landesteilen beweist das Leuchtturmprojekt von Weltklasse Zürich und Swiss Athletics, dass es sich nicht nur um die beliebteste lokale, kantonale und nationale Wettkampfserie handelt, sondern auch um eine nicht mehr wegzudenkende Bewegungsplattform für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 15 Jahren.

Sieben Nachwuchshoffnungen aus dem Kanton Aargau kamen in den Genuss des bereits traditionellen UBS Kids Cup Camps. Am Nationalen Jugendsportzentrum in Tenero (CST) konnten sich Lionel Brügger (Brittnau/ TV Zofingen), Fabienne Hug (Unterlunkhofen/ TV Wohlen AG), Angela Freda (Oftringen/BTV Aarau Athletics), Robin Gloor (Aarau/BTV Aarau Athletics), Lucia Acklin (Herznach/LV Fricktal), Fionn Bolliger (Uerkheim/TV Zofingen) und Ayleen Ramel (Gretzenbach/ BTV Aarau) in verschiedenen leichtathletischen Disziplinen weiterentwickeln und an ihren Techniken feilen. Wertvolle Inputs erhielten sie von den Trainerinnen und Trainern von Swiss Athletics – und einem echten Europameister.

Inspiration für die nächste Generation
Auch Simon Wieland hat einmal klein angefangen. Der Junioren-Europameister und Schweizer U23-Rekordhalter im Speerwurf war selbst mehrfacher Teilnehmer am UBS Kids Cup. Mit der Zeit hat sich sein Talent für die Würfe, speziell den 800-g-Speer, herauskristallisiert. Der 20-jährige Berner gab seinen Erfahrungsschatz an die nächste Generation weiter, wobei er, wie er betont, selber noch täglich dazulernt. Für die aufmerksamen Schülerinnen und Schüler Inspiration und Motivation genug, es dem dreifachen Landesmeister bei den «Grossen» dereinst gleichzutun.

UBS Kids Cup Camp für noch mehr Förderung
Mit über einer Million Teilnahmen in den vergangenen zehn Jahren bildet der UBS Kids Cup die Basis für den jüngsten Aufschwung der Schweizer Leichtathletik. Damit der Höhenflug weitergeht, investieren Weltklasse Zürich, Swiss Athletics und Hauptpartner UBS in eine nachhaltige Nachwuchsförderung. Das Trainingslager am Lago Maggiore bietet den Rohdiamanten seit 2012 die Möglichkeit, mit anderen ambitionierten Talenten aus der ganzen Schweiz zusammenzukommen, sich miteinander auszutauschen und gegenseitig voneinander zu profitieren. Ganz nach dem Motto: Hier startet Grosses.

Jetzt Babyschalen und Kindersitze mieten

Jetzt Babyschalen und Kindersitze mieten | Der Landanzeiger

Die Sicherheit eines Kindes in einem Fahrzeug hängt überwiegend von der Sitzvorrichtung ab, auf der das Kind Platz nimmt. Um Familien finanziell zu entlasten, vermieten die TCS-Sektionen Aargau, Freiburg und Tessin jetzt Babyschalen. Sie beraten und verkaufen auch Kindersitze in drei verschiedenen Kategorien. Alle Vorrichtungen sind vom TCS geprüft und haben mindestens das Prädikat «sehr empfehlenswert» erhalten.

Das neue Projekt des Clubs zielt darauf ab, die optimale Sicherheit für Kinder zu gewährleisten, indem es den Familien eine persönliche Beratung anbietet und dabei gleichzeitig den finanziellen Aufwand für die Sitzwechsel reduziert. So können in den TCSSektionen Aargau, Freiburg und Tessin jetzt Babyschalen gemietet werden. Diese Schalen, sowie neue Kindersitze verschiedener Kategorien – passend für jedes Alter – stehen dort auch zum Kauf zur Verfügung. Alle sind bei den TCS-Tests als mindestens «sehr empfehlenswert » bewertet worden.

Individuelle Beratung durch TCS-Experten
Für junge Eltern ist die Geburt eines Babys mit erheblichen Kosten verbunden. Dazu zählen auch die Aufwendungen für die Spezialsitze, die für den Transport des Babys im Auto benötigt werden. Bei einem Unfall bietet nur ein an die Grösse des Kindes angepasster Sitz, der korrekt montiert und verwendet wird, einen optimalen Schutz. Auch während des Heranwachsens des Kindes ist das Budget erheblich, da der Sitz mehrfach gewechselt werden muss. Babyschalen werden dagegen nur für einen begrenzten Zeitraum verwendet.

Mieten statt kaufen – auch Langzeitmiete möglich
Durch die kurze Nutzungsdauer sind sie beim Austausch der Sitzvorrichtung meist noch in einem sehr guten Zustand. Um jungen Eltern, Grosseltern, Freunden und Verwandten, die gelegentlich ein Kind befördern, diesen Aufwand zu ersparen, vermieten die TCS-Sektionen Aargau, Freiburg und Tessin ab sofort Babyschalen direkt bei ihren jeweiligen Anlaufstellen auf Monats- oder Jahresbasis. Dort werden auch zwei Kategorien von neuen Kindersitzen zum Verkauf an geboten. Alle Sitze entsprechen den gültigen Normen und sind bei den TCS-Tests mindestens mit «sehr empfehlenswert » eingestuft worden. Zusätzlich zu diesen Qualitätssitzen können Familien eine persönliche Beratung durch TCS-Experten vor Ort in Anspruch nehmen, was den Einbau, die Nutzung, die Kompatibilität mit ihrem Fahrzeug und den Komfort des Kindes im Strassenverkehr betrifft.

www.tcs-aargau.ch

SM-Silber für den Staffelbacher Stephan Morgenthaler

SM-Silber für den Staffelbacher Stephan Morgenthaler | Der Landanzeiger

Chrigel Maurer (Adelboden) holt nach seinem diesjährigen X-Alps-Sieg nun auch den Schweizer Meistertitel in Fiesch. Der Staffelbacher Stephan Morgenthaler wird Zweiter.

Bei anspruchsvollen Bedingungen starteten rund 125 Pilotinnen und Piloten an der diesjährigen Schweizer Meisterschaft in Fiesch (VS). Dabei mussten sie innerhalb von fünf Tagen vier Strecken von bis zu 61 Kilometern mit zahlreichen taktischen Optionen absolvieren.

Der Adelbodner Chrigel Maurer sichert sich in Fiesch seinen vierten Schweizer Meistertitel im Paragliding. «Erst als alle Piloten im Ziel waren realisierte ich den Sieg. Die Durchgänge waren schwierige und anspruchsvolle Strecken. Jetzt bin ich bereit für das Weltcup Super Final in der Schweiz in einer Woche», freut sich der Sieger über seinen Titel. Bis zum letzten Durchgang kämpften die besten Piloten mit wenigen Punkten Abstand um die Führung. Am Ende kam Chrigel Maurer mit den sehr anspruchsvollen Wetterbedingungen am besten zurecht. Er klassiert sich mit 17 Punkten Vorsprung vor Stephan Morgenthaler (Staffelbach) und 56 Punkten Vorsprung vor Patrick von Känel (Frutigen).

Bei den Frauen dominiert Nanda Walliser und gewinnt damit ihren vierten Titel. Die Titelverteidigerin Emanuelle Zufferey (Martigny) platziert sich auf dem zweiten Rang, Fabienne Schrader (Olten) sichert sich den dritten Platz. Der nächste Paragliding-Weltcup findet vom 7. bis 18. August in Disentis statt. Stephan Morgenthaler (Staffelbach) hat im letzten Jahr diesen Event gewonnen.

Nissan Qashqai – der ultimative Crossover

Nissan Qashqai – der ultimative Crossover | Der Landanzeiger

Der Crossover-Pionier rollt jetzt in dritter Modellgeneration auf die Strasse. Die Neuauflage kombiniert ein geschärftes Design mit einem vernetzten, aufgewerteten Innenraum, neuen Technologien und Features sowie einem elektrifizierten Antrieb – Zutaten, die maximalen Fahrspass in nahezu jeder Situation garantieren. Zusätzliche Sicherheit bietet unter anderem der autonome Notbrems-Assistent mit vorausschauender Funktion. Wenn die fortschrittlichen Radarsensoren erkennen, dass das vorausfahrende Fahrzeug plötzlich bremst, löst das System eine automatische Bremsung aus und reduziert damit die Gefahr einer Kollision.

Elektrifizierte Antriebe
Für den Vortrieb stehen zwei elektrifizierte Motoren zur Wahl: ein in zwei Leistungsstufen (140 PS und 158 PS) angebotener 1,3-Liter-Benziner mit Mildhybrid- System und zu einem späteren Zeitpunkt das erstmals in der Schweiz und Europa angebotene e-POWER System.

1,3-Liter-Benziner mit Mildhybrid: Das 12-Volt-Mildhybrid-System im neuen Nissan Qashqai ist eine erschwingliche Hybridtechnologie, die spührbare Vorteile bei der Drehmomententwicklung sowie der Stopp-Start-Automatik bietet. Der Einsatz des ALiS (Advanced Lithiumion System) Mildhybrids steigert das Fahrzeuggesamtgewicht gerade einmal um 22 Kilogramm und sorgt für Einsparungen bei Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoss. Während die CO2-Werte damit auf wettbewerbsfähigem Niveau liegen, gehört der Antrieb im Qashqai in punkto Leistung und Drehmoment zu den besten im Segment. So schaltet sich der Benziner bereits bei Geschwindigkeiten von unter 18 km/h und aktivierter Bremse frühzeitig ab, wodurch die Dauer des Motorstopps verlängert und zusätzlich Sprit eingespart wird. In dieser Zeit wird die Bord-Elektronik von dem in der Lithium- Ionen-Batterie gespeicherten Strom versorgt.

Der 1,3-Liter-Benziner mit Mildhybrid wird in Verbindung mit einem Sechsgang- Schaltgetriebe oder einem Xtronic- Automatikgetriebe (nur 158 PS) angeboten. Die Automatik bietet das Beste zweier Welten: Bei Teillastbetrieb zum Beispiel im Stadtverkehr bietet sie den Komfort einer gleichmässigen Beschleunigung bei konstanter Motordrehzahl.

In Verbindung mit dem Allradsystem kommt eine neue Direktkupplung zum Einsatz: Erkennt das System Schlupf an den Vorderrädern, wird die Kraft fünfmal schneller an die Hinterräder geleitet. Über den Fahrmodus-Schalter in der Mittelkonsole kann der Fahrer zudem sein bevorzugtes Programm einstellen – von Standard über Eco bis zu Sport, Schnee und Off-Road.