Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Unter dem Dach des Rathauses befindet sich das Stadtmodell im Massstab von 1:500. Es entstand zwischen 1960 und 1981 und wird seither ständig erweitert. Das neue Fussballstadion und das neue Spital sind im Modell bereits existent.
Besuch im Rathaus

Stadion, Brücke und Spital stehen hier bereits

Im Aarauer Rathaus kommt es regelmässig zu Änderungen und Anpassungen, von denen die Bevölkerung kaum etwas mitbekommt. Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker gewährte einen Einblick.

Wer ins Aarauer Rathaus eintritt, stellt schnell fest, hier verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart. Da die dicken Mauern des sogenannten Turms Rore, des mittelalterlichen Bergfrieds, um den herum das Rathaus gebaut wurde. Dort der neue Eingangsbereich mit Glas, Metall und modern geschwungenen Sitzgelegenheiten. An den Wänden, im öffentlich zugänglichen Teil, hängen Bilder aus der eigenen Sammlung, die zweimal pro Jahr gewechselt werden. Im eher dunklen, gotischen Stadtratszimmer fällt eine Schnitzerei auf, die, geschmückt mit dem Aarauer Wappenadler, die Jahreszahl 1520 trägt. Daneben stehen die schwarzen Ledersessel und ein Grossbildschirm. Auch hier trifft neu auf alt.
Angrenzend und nur durch eine kleine Holztüre getrennt, der Archivraum, in dem die Stadtrats-Protokolle der letzten 40 Jahre in gebundener Form gelagert werden.
Der Stadtpräsident hat ein kleineres Büro als seine Vorgänger. Es ist modern eingerichtet. Vom Bürotisch aus blickt Hanspeter Hilfiker auf ein riesiges, mit Bleistift gezeichnetes Bild von Max Matter, seinem einstigen Zeichnungslehrer an der Kantonsschule. Im Rücken hängen sechs grosse, bewusst verschwommene Farbfotos von Werner Erne, aufgenommen an der Streetparade.

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Das Aarauer Rathaus steht seit über 500 Jahren an diesem Ort.
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Die Kapellglocke auf dem Rathaus läutet hier seit 1762 viertelstündlich.
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Im altehrwürdigen Stadtratszimmer im Rathaus werden alle wichtigen Entscheide getroffen.




Vorbei an der Ahnengalerie der ehemaligen Stadtoberhäupter geht es zum Nordbalkon, mit dem schönen Ausblick auf Halde, Aare und Hungerberg. Nach einem Besuch im neusten Sitzungszimmer, dem vierten im Haus, gehts ab in den Estrich. Direkt unter dem Dach steht das eindrückliche Stadtmodell. Dieses zeigt Aarau und Rohr im Massstab von 1:500 und entstand in den Jahren 1960 bis 1981. Es wird immer wieder ergänzt. Im Gegensatz zur Wirklichkeit sind hier das Fussballstadion, das neue Spitalgebäude, die Pont Neuf oder auch die Erweiterung des Polizeikommandos bereits gebaut. Zum Abschluss zeigte Andi Jurt, Standortleiter Betrieb und Unterhalt, im Keller des Rathauses die betriebseigene Produktionsanlage für umweltschonendes Putzmittel.

Stadtpräsident Dr. Hanspeter Hilfiker blättert in einer gebundenen Ausgabe der Stadtratsprotokolle der letzten 40 Jahre.

Andi Jurt zeigt die Anlage, in der die Stadt Aarau ihr eigenes Putzmittel produziert, mit dem sie 80 Prozent aller Arbeiten erledigen kann.
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Die Fahne des Füsilier-Stadtbataillons 57 hat ihren letzten Platz im Rathaus.
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Teile der mittelalterlichen Mauer des Rathauses sind bis drei Meter dick.
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Den Mitarbeitenden der Stadt stehen vier E-Bikes zur Verfügung.
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Die Stadt besitzt auch eine Gartenanlage, die an das Rathaus angrenzt.

Text & Bild: RAN
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