Joel Roth gewinnt EM-Gold | Der Landanzeiger
Der Kölliker Joel Roth hält den Italiener Juri Zanotti auf Distanz und wird erneut Europameister.
Mountainbike

Joel Roth gewinnt EM-Gold

Der Kölliker Mountainbiker Joel Roth gewinnt im serbischen Novi Sad erneut EM-Gold in der U23- Kategorie und verteidigt seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. Nun gehört er zum Favoritenkreis auf eine WM-Medaille.

Es waren keine einfachen Bedingungen beim U23-EM-Rennen im serbischen Novi Sad. Mit hohen Temperaturen und einem etwas spezielleren Parcours hatten die Fahrer zu kämpfen. «Die Strecke war sehr schnell und die Aufstiege recht flach», erklärte Joel Roth, «weil viele Fahrer ähnlich stark sind, habe ich versucht, vorne das Tempo möglichst hochzuhalten, damit mich niemand überholen kann. In der letzten Runde habe ich dann Vollgas gegeben.» Der Plan ging auf. Immer mehr Athleten mussten abreissen lassen, bis am Ende noch eine Vierer- Spitzengruppe übrig war.

Von der Spitze aus liess Joel Roth nichts anbrennen und gewann knapp vor dem Italiener Juri Zanotti, dem Deutschen David List und Teamkollege Alexandre Balmer, der undankbarer Vierter wurde.

Zwei unterschiedliche Titel, aber beide schön
Damit konnte Joel Roth, der in seinem letzten U23-Jahr steht, seinen Europameister-Titel vom Vorjahr eindrücklich wiederholen. «Letztes Jahr an der Heim-EM in Monteceneri war es eine ganz andere Strecke, es waren erstmals wieder Zuschauer dabei und es hatte richtig viele Schweizer Fans», sagte der 22-Jährige, «es war imposant.» Der Titel vom Samstag in Novi Sad sei anders, aber deshalb nicht minder schön: «Ich habe schon einen gewissen Druck verspürt. Es ist cool, dass mein Plan aufgegangen ist und ich mit dem Sieg den Titel von 2020 bestätigen konnte.»

Jetzt geht es für den Kölliker in den nächsten beiden Wochen darum, gut zu trainieren und sich vollständig zu erholen, bevor es an der Weltmeisterschaft im Val di Sole (It) erneut um Edelmetall geht – wieder mit Joel Roth als einem der Mitfavoriten.

Übrigens überzeugten nicht nur Joel Roth und Alexandre Balmer. Mit Dario Lillo (6.) und Fabio Püntener (8.) beendeten zwei weitere Schweizer das Rennen unter den Top 10.

Text: Michael Wyss | Bild: Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion
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