Es fehlen «Gwärbler» in der Politik

Es fehlen «Gwärbler» in der Politik | Der Landanzeiger

Der Handwerker- und Gewerbeverein Safenwil gedachte an seiner Generalversammlung Werner Aeschlimanns.

Der pandemiebedingte Rückzug ins Schneckenhaus trifft die Gwärbler gleich in mehreren Punkten. Nicht nur sehen sie ihre Kunden viel seltener oder haben an Kunden verloren – sie können sich auch untereinander weniger treffen. Dabei ist der gegenseitige Austausch wichtig fürs Geschäft. Für Gabi Fischer, Präsidentin des Safenwiler Handwerker- und Gewerbevereins, bringt Covid noch einen weiteren Nachteil, wie sie anlässlich der Generalversammlung sagte: «Mir hat der Kontakt gefehlt zur Safenwiler Bevölkerung. Man sah sich nicht mehr, man wusste nichts voneinander.»

Es überraschte nicht, dass 52 der insgesamt 67 Mitglieder die Gelegenheit zur Zusammenkunft nutzten. Auch Urs Widmer, der neue Geschäftsleiter des Aargauischen Gewerbeverbands beehrte die GV und berichtete über die politische Lobbyarbeit, die der AGV betreibt. «Nur 38 von 200 Grossräten sind Gwärbler», deshalb müsse der AGV durch Lobbying dazu beitragen, Interessen einzubringen.

Es fehlen «Gwärbler» in der Politik | Der Landanzeiger
Zu Besuch war auch Urs Widmer, Präsident des Aargauischen Gewerbeverbands.

Die Anwesenden gedachten auch eines prominenten Ehrenmitglieds, das nicht mehr unter ihnen weilt. Gabi Fischer las einen Nachruf auf Werner Aeschlimann vor, der lange Jahre Direktor des Autocenters Emil Frey AG war. Verfasst hatte ihn ihr Vorgänger Bernhard Liechti, der anlässlich der ersten Gewerbeausstellung 1976 auf Aeschlimann zugegangen war mit der Bitte, dem Gewerbeverein unter die Arme zu greifen. «Gutes Handwerk hat goldenen Boden», habe der Autocenter-Chef zu sagen gepflegt. Sieben Mal hat er für die Gwärbi Presse- und Kommunikationsarbeit gemacht. 1997 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Der bestehende Vorstand mit Präsidentin Gabi Fischer, Vize Marco Rulli, Aktuar Andreas Maier, Kassier Thomas Wälti und Protokollführer Jürg Huber wurde einstimmig wiedergewählt. Trotzdem werden bereits jetzt Vorstandsnachfolger gesucht.

Es ist Halbzeit in der Telli

Es ist Halbzeit in der Telli | Der Landanzeiger

Seit eineinhalb Jahren werden die Telli-Hochhäuser an der Delfterstrasse (Telli B und C) energetisch saniert. Nun ist die Hälfte geschafft. Das feierten die Tellianerinnen und Tellianer am Samstag mit einem Halbzeitfest.

Bagger steuern, Märliecke, Foodtrucks, Vernissage und Konzert, Führungen und Besichtigungen – Am Samstag sagte die AXA Anlagestiftung als Bauherrin allen Anwohnern der Telli mit einem Halbzeitfest «Danke». Ein paar Tage zuvor wurden die Medien eingeladen, sich einen Überblick zu verschaffen, wie weit die Sanierung fortgeschritten ist. Man sei im Zeitplan, sagt Gesamtprojektleiter Julian Kommer. Die ersten Wohnungen sind fertig, das Baugerüst und die Krane ziehen von Telli B immer weiter nach Telli C. Sobald die Montage der Balkone an der Reihe ist, heisst es für die Bewohner, zehn Tage die Wohnung verlassen. «Gerade diese Hauptsanierung ist extrem durchgetaktet. Man muss sich das wie Fliessbandarbeit in der Automobilindustrie vorstellen, bei der jeder Handwerker seinen Handgriff hat», erklärt Julian Kommer. Pro Tag werden so vier Balkone montiert.

«218 von 220 Wohnungen konnten bisher fristgerecht wieder an die Bewohner übergeben werden», ist Julian Kommer zufrieden. Bei zweien verzögerte sich die Übergabe um ein paar wenige Tage, da es reingeregnet hatte und der Parkett ausgewechselt werden musste. Das nasse Wetter sorgt auch bei der Dachsanierung für Probleme. Regnet es, können die Schweissarbeiten für die Abdichtungen nicht gemacht werden. So kam es zu Verzögerungen und das Baugerüst steht etwas länger als geplant. Wirklich beeinflussen würde dies die Bewohner aber nicht. Bei den Attikawohnungen können dadurch aber die Terrassen noch nicht vollumfänglich genutzt werden.

Wünsche miteinbezogen
Im Frühling 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dazu gehört auch die Umgebungsgestaltung. Am Halbzeitfest konnten die Tellianer auch einen ersten Blick auf die Umgebungsgestaltung werfen. In einem partizipativen Verfahren durften die Anwohner ihre Anliegen und Bedürfnisse platzieren. So wünschten sie sich, dass der ehemalige Kleintierzoo zum Treffpunkt für verschiedene Interessengruppen wird. Bistro, Werkräume, Trainingsräume, draussen ein Pétanque- Platz und Hochbeete. Zudem wollen die Tellianer den Tennisplatz behalten, im Winter möglicherweise eine Eisbahn daraus machen und das Bassin, das es schon vor der Sanierung gegeben hat, mit Wasserspielen ergänzen. Einen Naturlehrpfad, verschiedene Spielplätze, eine Art Pumptrack und WC-Anlagen gehören ebenfalls zu den Wünschen und wurden in die Planung der Umgebungsgestaltung miteinbezogen. Nun haben sie, wie auch die verschiedenen Stakeholder noch einmal die Möglichkeit ihre Meinung kundzutun. Im September soll die Baueingabe stattfinden.

Rütmattstrasse auch?
Momentan wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, um auch an der Rütmattstrasse zu sanieren. Auch dort ist die AXA Eigentümerin von sechs Wohneinheiten (Rütmattstrasse 3, 4, 7, 8, 9, 10). Aber eben nicht die Einzige. Einzelpersonen, die Genossenschaft Abau und die Aargauische Pensionskasse – auch sie sind Eigentümer. Dazu kommt, dass der Ausbaustandart dementsprechend individuell ist. Deshalb wird nicht im gleichen Umfang saniert werden können, wie an der Delfterstrasse.

Neue Aktivitäten in Planung

Neue Aktivitäten in Planung | Der Landanzeiger

Der Bürgersaal des Restaurants Schlossgarten in Schöftland platzte anlässlich der 104. Generalversammlung des Handwerkerund Gewerbevereins Schöftland und Umgebung (HGVS) fast aus allen Nähten.

Dass das regionale Gewerbe, auch aufgrund von Corona, zu kämpfen hat, spiegelte sich im Jahresbericht des Präsidiums wider. Für Co-Präsident Guido Würsch war das letzte Jahr wegen Covid-19 eher lästig statt lässig. Leider fielen dem Virus geplante Events zum Opfer oder litten unter Teilnehmerschwund. Das «Open House»-Konzept mit Betriebsbesichtigungen zum Gedankenaustausch wurde jedoch beibehalten.

Thomas Hunziker neu im Vorstand
Neu in den Vorstand wählten die 44 Stimmberechtigten Thomas Hunziker (33), Projektleiter der Brunner Zimmerei Holzbau GmbH. Aus dem Vorstand verabschiedete sich nach acht Jahren erfolgreicher Vorstandsarbeit Daniel Brunner vom gleichnamigen Unternehmen. Als neue Mitglieder aufgenommen wurden Philippe Dupont, S&E Fortuna Gravuren AG, Manfred Hirsbrunner, Hirsbrunner Carcleaning, Michid Honegger, Spar Schöftland, Mirjeta Ramani, Aarecleaning GmbH, Danilo und Patricia Senn, Gasthaus zum Ochsen, Franziska Uebelhart, Shiatsu Therapie, und Thomas Zürcher, Hunkeler und Hediger Metallbau AG.

Ausbildungstag am 19. Oktober
Sein Augenmerk richtet der HGVS auf die Nachwuchsförderung. Am Ausbildungstag, 19. Oktober, können die Mitgliedsfirmen ihr Lehrstellenangebot präsentieren, Anmeldeschluss ist der 3. September.

Gewerbeausstellung 2024
Auf 2024 verschoben wird die Gewerbeausstellung. «Wir sind so wieder im gewohnten Vierjahresrhythmus», kommentierte OK-Präsident Johannes Lehner die Verschiebung. Neu im Portfolio bringt der HVGS das Informationsblatt «Gewerbe Aktuell» heraus. Die Gratiszeitung dient zur Visualisierung des regionalen Gewerbes.

Neue Aktivitäten in Planung | Der Landanzeiger
Neue Mitglieder (von links): Manfred Hirsbrunner, Hans Honegger in Vertretung von Michid Honegger, Mirjeta Ramani, Franziska Uebelhart, Thomas Zürcher und Philippe Dupont.

«Muhen soll eine echte Auswahl haben»

«Muhen soll eine echte Auswahl haben» | Der Landanzeiger

In Muhen treten alle fünf bisherigen Gemeinderäte zu den Gemeinderatswahlen wieder an. Nun wird es am 26. September dennoch einen Wahlkampf geben: Die FDP schickt gleich zwei Kandidaten ins Rennen. Im Interview nennen Nils Hunziker und Simon Pfister ihre Gründe, Absichten und Ziele Ihrer Kandidatur.

Landanzeiger: Was hat die FDP Muhen veranlasst, gegen den bisherigen Gemeinderat anzutreten und dann auch noch mit zwei Kandidaten?
Simon Pfister: Ich glaube, es ist eher als ein Angebot zu verstehen, mit welchem man den Wählerinnen und Wählern eine weitere Option anbieten möchte. Immerhin verfügt die FDP in Muhen über einen Wähleranteil von rund 17%. Wir als FDP möchten im Gemeinderat angemessen vertreten sein und Einfluss auf die Kommunalpolitik nehmen. Dabei sind wir überzeugt, dass wir als starkes Team den Gemeinderat gewinnbringend unterstützen können.
Nils Hunziker: Unsere Basis ist überzeugt, dass wir aufgrund unseres Wähleranteils im Gemeinderat angemessen vertreten sein sollten. Wir haben von der Mitgliederversammlung den klaren Auftrag erhalten, mit mindestens zwei Kandidatinnen oder Kandidaten anzutreten. Wir sind motiviert Veränderungen zu schaffen für die Mühelerinnen und Müheler. Gemeinsam weiterkommen, lösungsorientiert zu handeln, nicht nur Symptome zu bekämpfen, bodenständig, liberal und klar.

Landanzeiger: Im fünfköpfigen Gemeinderat besetzt die SVP aktuell drei Sitze. Zielen Sie mit Ihrer Doppelkandidatur auf die SVP, oder haben Sie genau das Gegenteil vor und streben zusammen mit der SVP eine rechtsbürgerliche Mehrheit an, indem Sie den parteilosen Raphael Levy und Hanspeter Brunner von den Grünen angreifen?
Nils Hunziker: Wir greifen niemanden an. Die Mühelerinnen und Müheler sollen eine echte Auswahl erhalten, wen Sie die nächsten vier Jahre lang im Gemeinderat sehen möchten, uns würde es freuen, zusammen gewählt zu werden. Wir sind ein starkes Team.
Simon Pfister: Das sehe ich auch so. Hier geht es nicht um einen Angriff oder um eine Urteilung von Leistungen der bestehenden Gemeinderäte. Zusammen mit den Mitgliedern der Partei erachten wir es aber als legitim, die FDP ins Rennen zu schicken, um so den Wählerinnen und Wählern eine Alternative anbieten zu können. Schlussendlich ist es die Bevölkerung von Muhen, welche am Wahltag den Polit-Rahmen vorgibt. Wir wollen diese Chance nutzen und zu Gunsten von Mühelerinnen und Mühelern die Zukunft der Gemeinde aktiv mitgestalten.

Landanzeiger: Was wäre, wenn die aus Ihrer Sicht «falschen» Bisherigen abgewählt würden?
Simon Pfister: Wir sind der Überzeugung, dass der Freisinn und Liberalismus in den Gemeinderat gehört und streben dabei ein «Miteinander» an, egal welche weiteren Parteien im Gemeinderat vertreten sind.
Nils Hunziker: Das spielt auch für mich keine Rolle. Ich bin überzeugt, dass die FDP in den Gemeinderat Muhen gehört mit zwei Sitzen.

Landanzeiger: Was möchten Sie persönlich im Gemeinderat bewegen, was ist Ihr wichtigstes Anliegen?
Nils Hunziker: Im Gemeinderat geht es meiner Auffassung nach um die Arbeit für das Wohl der Mühelerinnen und Müheler. Einige Anliegen liegen mir dabei natürlich näher als andere. Beispielsweise mittelfristig einen tieferen Steuerfuss. Auch eine respektvolle und auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit mit der Verwaltung ist mir ein Anliegen. Weiter würde ich mich im Gemeinderat dafür einsetzen, dass die Bauverwaltung und das Gewerbe die notwendige, fehlende Unterstützung erhalten. Als möglicher Gemeinderat möchte ich den Mühelerinnen und Müheler nahestehen und aus erster Hand hören und spüren, «wo’s chlemmt». Wir sind «Ein Dorf». Wir werden den Mühelerinnen und Müheler Möglichkeiten bieten, uns besser kennen zu lernen.
Simon Pfister: Mein Hauptanliegen ist es, den Gemeinsinn und die Freisinnig-Liberalen Werte zu vertreten. Fairness und Respekt wahren, die Anliegen der Bevölkerung zeitnahe aufnehmen und geeignete Lösungen finden. Mit meinem persönlichen Engagement will ich der Gemeinde etwas zurückgeben und dazu beitragen, dass Muhen auch in den nächsten Jahren auf einer gesunden Basis steht.


Steckbrief Nils Hunziker
Name: Nils Hunziker
Jahrgang: 1978
Beruf: Zweigstellenleiter Bohr- und Betontrenntechnik, Rückbau
Familie: Verheiratet mit Sandra Hunziker Lämmli, Kinder: Kim Lea, Kelly Lisa, Kaja Leona

In Muhen wohnhaft seit: 2004
Freizeit/Vereine: Tennisclub Muhen, Meine Familie, Einachser Ausfahrten/ Treffen
Motto: Mit Leidenschaft und Herzblut ist nichts unmöglich, sei einfach, sei direkt, sei bescheiden

Steckbrief Simon Pfister
Name: Simon Pfister
Jahrgang: 1978
Beruf: Produktemanager
Familie: Verheiratet mit Cornelia Pfister, Kinder: Vivien und Tia

In Muhen wohnhaft seit: 2011
Freizeit/Vereine: Familie, Freunde, Jodlerchörli Suhrental, Turnverein Muhen, Kino, Gesellschaft, Natur, Kochen, Offiziersgesellschaft


800m-Läuferin Valentina Rosamilia gewinnt in Nairobi WM-Silber

800m-Läuferin Valentina Rosamilia gewinnt in Nairobi WM-Silber | Der Landanzeiger

Schweizer Jubel an der U20-WM in Nairobi (KEN): Valentina Rosamilia (BTV Aarau) holte über 800 m Silber und gewann für das Schweizer Team die dritte Medaille an dieser WM. Riesenpech hatte hingegen die Hürdensprinterin Ditaji Kambundji. Sie schied im Final nach einem Sturz aus.

Der Entscheid von Swiss Athletics, nur Athletinnen und Athleten mit Aussichten auf einen Spitzenplatz für diese Titelkämpfe zu selektionieren, hat sich definitiv bewährt. Am Donnerstag schrieben Melissa Gutschmidt (Lausanne-Sports) und Jephté Vogel (FSG Alle) mit Bronze über 100 m und im Kugelstossen Schweizer Leichtathletikgeschichte, am Samstag trumpfte auch Valentina Rosamilia (BTV Aarau) gross auf und gewann für Swiss Athletics die 13. Medaille in der Geschichte der seit 1986 ausgetragenen U20-Weltmeisterschaften.

Taktisch gut gelaufen
Die Hunzenschwilerin startete mit realistischen Medaillenchancen in den Final. Sie hielt sich stets in den vorderen Positionen auf und war im Kampf um die Podestplätze gut positioniert. Als die Äthiopierin Ayal Dagnachew auf den letzten 200 m davonzog, konnte keine Gegnerin kontern. Die Schweizerin zeigte jedoch einen starken Endspurt, mit dem sie sich die Silbermedaille sicherte. In 2:04,29 Minuten büsste sie auf die souveräne Siegerin rund 1,3 Sekunden ein.

Vierte internationale Medaille
Für Rosamilia, die in ihrer Jugend mehrmals das Nachwuchsprojekt MILLE GRUYÈRE gewann und die seit dieser Saison dem Förderprogramm World Class Potentials von Swiss Athletics angehört, ist dieser WM-Podestplatz ein weiteres Karriere-Highlight. Am Olympischen Festival der europäischen Jugend (EYOF) 2019 in Györ (HUN) gewann sie über 800 m und mit der Medley-Staffel zweimal Bronze, an der diesjährigen U20-EM Mitte Juli in Tallinn (EST) warf sie sich mit letzter Kraft ins Ziel und schnappte sich damit die Bronzemedaille. Nun erbrachte sie in einer weiteren über drei Runden führenden Meisterschaft den Beweis, dass sie gegen internationale Konkurrenz bestehen kann.

Sechs Talente auf einen Streich

Sechs Talente auf einen Streich | Der Landanzeiger

Am nächsten Sonntag findet im bernischen Schwarzenburg der Eidgenössische Nachwuchsschwingertag für 15- bis 17-jährige Hosenlupftalente statt. Der Schwingklub Aarau brachte das Kunststück fertig, sich mit sechs Vertretern zu qualifizieren.

Der Aarauer Hauptleiter der Jungschwingerabteilung, David Anderegg senior, ist begeistert: «Zusammen mit dem ganzen Leiterteam habe ich eine Riesenfreude. Eine so grosse Delegation ist einmalig und der Lohn für gute Arbeit.» Anderegg trainiert den Aarauer Nachwuchs seit 20 Jahren und ist unentwegt im Einsatz. «Wir haben einen guten Vorstand und einen ausgezeichneten Teamgeist», schwärmt der Suhrer Wirt. Während des Sommers trainieren die Jungschwinger auf dem Aussenplatz beim Senn-Hof in Oberentfelden. «Die Sägemehlfläche ist jedes Mal voll besetzt, wir haben so viele Schwinger», spricht Anderegg von einem ungebrochenen Boom.

Noch ein siebter Aarauer
Weil landesweit pro Jahrgang nur 50 Nachwuchsschwinger startberechtigt sind, ist bereits die Qualifikation ein grosser Erfolg. Der Nordwestschweizer Teilverband hat eine Quote von sieben Startplätzen pro Jahrgang. Bei den 17-Jährigen sind in Schwarzenburg vom Schwingklub Aarau die Erlinsbacher Zwillinge Jan und Tim Roth dabei. Beim Jahrgang 2005 schaffte Florian Eisenring (Hirschthal) das Kunststück, sich nach einem Beinbruch im Frühling beim einzig verbliebenen Qualifikationswettkampf für den Saisonhöhepunkt aufzudrängen.

Bei den Jüngsten mit Jahrgang 2006 fahren Florians Bruder Damian Eisenring sowie der Aarauer Nico Müller und der Däniker Robin Studinger ins Berner Mittelland. Leise Hoffnungen auf eine Teilnahme hat auch der Oberentfelder Mike Buob beim Jahrgang 2005. Der siebte Aarauer Nachwuchsschwinger figuriert im NWSV-Kader als Ersatzmann.

Grosse Hoffnungen
Das grosse Ziel aller Teilnehmer in Schwarzenburg ist der Gewinn eines Doppelzweiges für eine Klassierung im vordersten Ranglistendrittel. Jede solche Auszeichnung ist für die Nordwestschweiz ein grosser Erfolg. David Anderegg gibt sich für seine Jungs zuversichtlich: «Wir konnten in der Ostschweiz und in der Innerschweiz mit den anderen gut mithalten. Von unseren Qualifizierten kann mit einer guten Leistung jeder den Doppelzweig gewinnen. Aktuell habe ich eine faszinierende Gruppe Nachwuchsschwinger beisammen.» Am meisten traut der Suhrer den beiden Roth-Buben und Florian Eisenring zu.

Von der Glaswerkstätte zur modernen Schreinerei

Von der Glaswerkstätte zur modernen Schreinerei | Der Landanzeiger

Die Schreinerei Bopp feiert in diesem Jahr ihr 90-Jahr-Jubiläum.

Mit dem Kauf der Glaswerkstätte im Jahr 1931 durch Friedrich Rufli wurde der Grundstein für eine aussergewöhnliche Firmengeschichte gelegt. Es folgten weitere Meilensteine, welche das erfolgreiche Unternehmen geprägt und zusammengefügt haben.

1931 – 1992: Gründung und Aufbruch
Friedrich Rufli, geboren 1894, wurde in Suhr geboren. Er wuchs hier auf und absolvierte eine Schreinerlehre. Seine Weiterbildung zum Schreinermeister absolvierte er in Uster, wo er einige Jahre arbeitete. Er heiratete seine erste Frau und bekam einen Sohn. Beide verlor er jedoch bei einem tragischen Unglück. Bald darauf kehrte er nach Suhr zurück. Aus einer Konkursmasse erwarb er 1931 die damalige Glasereiwerkstätte samt Grundstück im Helgenfeld in Suhr und heiratete erneut. Aus Liebe schenkte ihm seine zweite Ehefrau drei Söhne.

In den Anfängen waren die Glaserei und die Sargerei wichtige Einnahmequellen. Vorausschauend erweiterte Friedrich Rufli seine Angebote laufend. So entstand eine moderne Schreinerei, in der er Möbel und Spezialanfertigungen herstellte. Die erste Bandsäge steht heute noch in der Werkstatt.
Der älteste Sohn, Alfred Rufli, wusste schon früh, dass er Schreiner werden wollte, deshalb absolvierte er eine Schreinerlehre. Nebenbei unterstützte Alfred tatkräftig den Familienbetrieb und erweiterte seinen Erfahrungsschatz in diversen Schreinereien in der Umgebung.

1966 übernahm Alfred Rufli die Schreinerei. Zielbewusst ging er daran, Gebäude und Maschinenpark zu modernisieren, um sie dem Wandel des Schreinerhandwerks anzupassen. Sein Fleiss zahlte sich aus. Die Schreinerei Rufli entwickelte sich zu einer Vorzeige-Schreinerei. Er beschäftigte mehrere Angestellte und bildete Lehrlinge aus.

1992 verstarb der begeisterte Sportler unerwartet an einem Herzinfarkt bei einer Velofahrt. Sinnigerweise auf dem Areal einer Schreinerei. In der Folge verkaufte seine Tochter, Franziska Kaufmann, das Unternehmen mithilfe von Vertretern des Schreinerverbandes.

1992 – heute: Eine neue Ära beginnt
Hanspeter und Erika Bopp aus Uerkheim waren langjährige Freunde des verstorbenen Alfred Rufli. Hanspeter, der gelernte Schreiner, arbeitete in der Schreinerei Rufli und besass zudem eine Einzelfirma in Uerkheim. Nach reiflicher Überlegung kauften sie 1992 die Schreinerei Rufli. Das Ehepaar übernahm alle Mitarbeiter, bildete Lehrlinge aus und führte das Unternehmen unter dem gleichen Namen erfolgreich weiter.

2001 wandelte es das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um und änderte den Namen in Schreinerei Bopp AG. Kontinuierlich baute Hanspeter Bopp die Schreinerei aus. Er investierte in die Infrastruktur, spezialisierte sich auf den Innenausbau sowie auf kleinere und grössere Arbeiten im Holzbereich. Kein Auftrag war zu klein oder zu gross, aber jeder Auftrag musste seinen hohen Qualitätsansprüchen genügen.

Im Jahr 2013 suchte Hanspeter Bopp einen Nachfolger für die Schreinerei, die dank seiner klugen Geschäftsführung einen sehr guten Ruf in der Region geniesst. Sein Mitarbeiter Simon Marti arbeitete damals seit fünf Jahren als Schreiner und Projektleiter bei ihm. Hanspeter Bopp erkannte das Potenzial des engagierten Schreiners und bot ihm die Schreinerei zum Kauf an. 2014 unterzeichnen Simon und Claudia Marti, nach intensiven Abklärungen, den Kaufvertrag und übernehmen alle Mitarbeiter.

Seitdem leiten sie die Geschicke der etablierten Schreinerei. Simon Marti ist für die Leitung des Betriebes und die Kundenbetreuung zuständig, seine Frau Claudia unterstützt ihn bei den administrativen Büroarbeiten.

Ein neues Kapitel entsteht
Seit Beginn der Firmengeschichte bis heute werden von den Verantwortlichen die gleichen Grundwerte gelebt. Fleiss, Zuverlässigkeit, Kundenorientierung, Weitsicht und Innovation. Ein familiärer Umgang im Team und die Liebe zum Beruf. In ihrer Arbeit steckt viel Swissness. Bei der Produktion oder Verarbeitung verwendet die Schreinerei Bopp ausschliesslich hochwertige Materialien von Schweizer Lieferanten. Top-Qualität mit den besten Rohstoffen zu produzieren, ist im Unternehmen der tägliche Anspruch. Und genau das dürfen auch die Kunden erwarten, denn die Schreinerei Bopp AG steht mit ihrem Namen für Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität.


Seit 90 Jahren befindet sich die Schreinerei an der gleichen Adresse. Die Firmeninhaber konnten stets auf eine sehr gute Nachbarschaft zählen. Gestern und heute. Deshalb danken Claudia und Simon Marti, an dieser Stelle, allen Nachbarn am Helgenfeldweg sehr herzlich. DANKE!


Weitere Informationen sowie die Dienstleistungen befinden sich auf www.schreinerei-bopp.ch.

Schreinerei Bopp AG

Helgenfeldweg 10
5034 Suhr
Telefon +41 62 842 49 18
simon.marti@schreinerei-bopp.ch
www.schreinerei-bopp.ch

Der neue Multivan – die Freiheit der maximalen Variabilität

Der neue Multivan – die Freiheit der maximalen Variabilität | Der Landanzeiger

Der Multivan ist der Meister der Verwandlung: Family-Van, Business-Shuttle, Sportgerät-Transporter, Umzugswagen, Camper mit Schlafplatz, einer für alles. Schon der 1985 vorgestellte Multivan der ersten Generation punktete mit diesem Konzept. Mit jedem neuen Multivan wurde die Variabilität des Innenraums weiter perfektioniert.

Nichts blieb, wie es war. Und doch fühlt sich alles so an, wie es sich in einem Multivan anfühlen muss: Hohe Sitzposition vorn. Bis zu fünf verschieb- und herausnehmbare Einzelsitze im Fond. Auf Wunsch in der zweiten Sitzreihe um 180 Grad drehbar, sodass die für den Multivan typische Vis-à-vis-Anordnung der Fondsitze möglich ist. Es ist ein Konzept, dessen Ursprung auf den Multivan T3 zurückgeht und das seit mehr als 35 Jahren überzeugt. Generation für Generation wurde es noch besser. Jetzt ist die Zeit wieder reif für einen grossen Schritt: Der neue Multivan transportiert das einzigartige Interieur-Konzept von T3, T4, T5, T6 und T6.1 in die Zukunft.

Der Leiter Design Volkswagen Nutzfahrzeuge, Albert Kirzinger, ist überzeugt vom neuen Multivan: «Er ist superpraktisch. Und praktisch ist ein Auto, wenn es flexibel nutzbar ist. Dazu haben wir ein neues Sitzsystem gestaltet. Sie können die Sitze leicht rausnehmen, um Ihr Sportgerät, Ihr Mountainbike oder Ihr Surfboard in diesem grosszügigen Innenraum unterzubringen. Mit diesen Sitzen ist alles möglich im neuen Multivan.» Fortan gibt es nur noch Einzelsitze – die durchgängige Rückbank in der dritten Sitzreihe wurde abgeschafft. Gleichzeitig wurden die neuen Einzelsitze der zweiten und dritten Sitzreihe sehr viel leichter. Blitzschnell können sie nun verschoben sowie extrem einfach aus- und eingebaut werden. Denn auch das Schienensystem hat Volkswagen Nutzfahrzeuge neu entwickelt. Es ist jetzt vom Fond bis zur zweiten Sitzreihe durchgängig. Das macht die Sitzanordnung flexibler denn je. Da die Dreierrückbank den Einzelsitzen wich, ist es künftig möglich, beispielsweise zum Transport teurer Rennräder oder E-Bikes, einfach nur die Sitze auf einer Fahrzeugseite auszubauen oder den mittleren Sitz der dritten Reihe stufenlos bis kurz vor die erste Sitzreihe zu schieben.

Der Verkaufsstart ist im Herbst geplant und die Markteinführung für Anfang 2022. Die Preise für die Schweiz sind noch nicht verfügbar.