Es ist Halbzeit in der Telli | Der Landanzeiger
Die neuen Balkone werden eingehängt.
Telli-Sanierung

Es ist Halbzeit in der Telli

Seit eineinhalb Jahren werden die Telli-Hochhäuser an der Delfterstrasse (Telli B und C) energetisch saniert. Nun ist die Hälfte geschafft. Das feierten die Tellianerinnen und Tellianer am Samstag mit einem Halbzeitfest.

Bagger steuern, Märliecke, Foodtrucks, Vernissage und Konzert, Führungen und Besichtigungen – Am Samstag sagte die AXA Anlagestiftung als Bauherrin allen Anwohnern der Telli mit einem Halbzeitfest «Danke». Ein paar Tage zuvor wurden die Medien eingeladen, sich einen Überblick zu verschaffen, wie weit die Sanierung fortgeschritten ist. Man sei im Zeitplan, sagt Gesamtprojektleiter Julian Kommer. Die ersten Wohnungen sind fertig, das Baugerüst und die Krane ziehen von Telli B immer weiter nach Telli C. Sobald die Montage der Balkone an der Reihe ist, heisst es für die Bewohner, zehn Tage die Wohnung verlassen. «Gerade diese Hauptsanierung ist extrem durchgetaktet. Man muss sich das wie Fliessbandarbeit in der Automobilindustrie vorstellen, bei der jeder Handwerker seinen Handgriff hat», erklärt Julian Kommer. Pro Tag werden so vier Balkone montiert.

«218 von 220 Wohnungen konnten bisher fristgerecht wieder an die Bewohner übergeben werden», ist Julian Kommer zufrieden. Bei zweien verzögerte sich die Übergabe um ein paar wenige Tage, da es reingeregnet hatte und der Parkett ausgewechselt werden musste. Das nasse Wetter sorgt auch bei der Dachsanierung für Probleme. Regnet es, können die Schweissarbeiten für die Abdichtungen nicht gemacht werden. So kam es zu Verzögerungen und das Baugerüst steht etwas länger als geplant. Wirklich beeinflussen würde dies die Bewohner aber nicht. Bei den Attikawohnungen können dadurch aber die Terrassen noch nicht vollumfänglich genutzt werden.

Wünsche miteinbezogen
Im Frühling 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dazu gehört auch die Umgebungsgestaltung. Am Halbzeitfest konnten die Tellianer auch einen ersten Blick auf die Umgebungsgestaltung werfen. In einem partizipativen Verfahren durften die Anwohner ihre Anliegen und Bedürfnisse platzieren. So wünschten sie sich, dass der ehemalige Kleintierzoo zum Treffpunkt für verschiedene Interessengruppen wird. Bistro, Werkräume, Trainingsräume, draussen ein Pétanque- Platz und Hochbeete. Zudem wollen die Tellianer den Tennisplatz behalten, im Winter möglicherweise eine Eisbahn daraus machen und das Bassin, das es schon vor der Sanierung gegeben hat, mit Wasserspielen ergänzen. Einen Naturlehrpfad, verschiedene Spielplätze, eine Art Pumptrack und WC-Anlagen gehören ebenfalls zu den Wünschen und wurden in die Planung der Umgebungsgestaltung miteinbezogen. Nun haben sie, wie auch die verschiedenen Stakeholder noch einmal die Möglichkeit ihre Meinung kundzutun. Im September soll die Baueingabe stattfinden.

Rütmattstrasse auch?
Momentan wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, um auch an der Rütmattstrasse zu sanieren. Auch dort ist die AXA Eigentümerin von sechs Wohneinheiten (Rütmattstrasse 3, 4, 7, 8, 9, 10). Aber eben nicht die Einzige. Einzelpersonen, die Genossenschaft Abau und die Aargauische Pensionskasse – auch sie sind Eigentümer. Dazu kommt, dass der Ausbaustandart dementsprechend individuell ist. Deshalb wird nicht im gleichen Umfang saniert werden können, wie an der Delfterstrasse.

Text & Bild: Sarah Künzli
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