Wenn der Ersatzmann der Beste ist | Der Landanzeiger
Oliver Hermann (SK Aarau) freut sich über sein tolles Abschneiden am Kilchberger Schwinget und seine erstmaligen Siege gegen zwei Eidgenossen.
Schwingen

Wenn der Ersatzmann der Beste ist

Am Kilchberger Schwinget gab es erstmals einen dreifachen Sieg. Sämi Giger, Damian Ott und Fabian Staudenmann konnten sich gemeinsam feiern lassen. Oliver Hermann (Erlinsbach) war auf Rang 7 der beste Nordwestschweizer. Patrick Räbmatter (Uerkheim) beendete das Fest auf Rang 9.

Erstmals in der 94-jährigen Geschichte des Kilchberger-Schwinget gab es einem Mehrfachsieg. Samuel Giger bezwang im Schlussgang Schwingerkönig Kilian Wenger und holte so Rang 1a. Damian Ott belegt am Ende Rang 1b und Fabian Staudenmann Rang 1c. Alle drei dürfen sich Kilchberger Sieger 2021 nennen.

Vier Eidgenossen auf dem Notenblatt, zwei besiegt
Sehr positiv aufgefallen ist am nur alle sechs Jahre stattfindenden «Kilchberger», aus Nordwestschweizer-Sicht, auch Oliver Hermann (24). Der Athlet vom Schwingklub Aarau hatte am Ende des Tages gegen vier Eidgenossen gekämpft und mit Benji von Ah und Tobias Krähenbühl zwei von ihnen besiegt. Mit etwas Glück hätte es gar noch besser kommen können: Im sechsten Gang war Hermann dem Sieg gegen den Berner Lukas Renfer viel näher, musste sich am Ende aber mit einem Gestellten begnügen.

Der geteilte 7. Rang ist für Hermann, drei Tage vor seinem 25. Geburtstag, der bedeutendste Erfolg seiner Karriere. Dies, wenn man bedenkt, dass er nur als Ersatzmann nachrutschte, weil sich Eidgenosse Joel Strebel (Aristau) am letzten Fest verletzt hatte. Oliver Hermann, der vor dem «Kilchberger» noch nie gegen einen Eidgenossen gewonnen hatte und in seiner Karriere erst zehn Kränze (2 Teilverbandsfest/8 Kantonalfest) gewann, rettete die Ehre der Nordwestschweizer Ehre.

Eidgenosse Räbmatter hat sich mehr erhofft
Im geteilten 9. Rang klassierte sich Patrick Räbmatter. Der Eidgenosse aus Uerkheim startete mit einer Niederlage gegen den Innerschweizer Christian Schuler. Im zweiten und dritten Gang konnte sich der 29-Jährige dann aber rehabilitieren und zweimal gewinnen. Die Niederlage gegen den Berner Nicht-Eidgenossen Dominik Roth kam überraschend und warf Räbmatter aus der Spitzengruppe. Und auch im fünften Umgang unterlag er dem Innerschweizer Eidgenossen Mike Müllestein und fiel damit in der Rangliste noch weiter nach hinten. Immerhin glückte Räbmatter der Abschluss gegen Sven Lang.

Mitfavorit und Eidgenosse Nick Alpiger (Staufen) beendete das Fest auf dem für ihn sehr enttäuschenden geteilten 10. Rang. Für den Eidgenossen Andreas Döbeli (Sarmenstorf), endete das Fest bereits nach vier Gängen.

Text: RAN /MWY| Bild: Pascale Alpiger
Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on print