In der Telli braut sich was zusammen | Der Landanzeiger
Leander Isenring ist seit dem 1. Dezember 2021 der Geschäftsführer.
Brauerei Aarau AG

In der Telli braut sich was zusammen

Die Brauerei Aarau AG zieht mit ihrem Stadtwächter-Bier in die Telli um. Im ehemaligen Restaurant «Go West» wird eine grössere Brauanlage realisiert. Die Eröffnung soll voraussichtlich diesen Sommer stattfinden.

Die Nachfrage bleibt gross, die Produktion ist aber am absoluten Limit. Das passiert, wenn man mit seiner Idee absolut ins Schwarze getroffen hat. Und genau das ist den Stadtwächtern passiert. Neun Hobby-Bierbrauern, die ein Aarauer Bier produzieren wollten und ihren Wunsch 2018 mit grossem Erfolg verwirklichten. Ihre Brauerei befindet sich in den Kellerräumen der Glockengiesserei, dort werden die Biere «Konrad», «Irma», «Arthur» und «Dagmar» gebraut. Die Brauerei ist mittlerweile zu klein geworden, das Hobby zu gross. «Deshalb haben wir eine Vergrösserung ins Auge gefasst. Zum einen um die Produktionsmenge zu vergrössern und der Nachfrage gerecht zu werden, zum andern aber auch damit die Brauerei wirtschaftlich, langfristig bestehen kann», sagt Leander Isenring, einer der Brauerei-Gründer.

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Durch die grösseren Tanks kann auch mehr Stadtwächter-Bier produziert werden.

Das Fünffache produzieren
Mit dem ehemaligen Restaurant «Go West» in der Telli haben sie den idealen Standort für ihre neue, grössere Brauerei gefunden. In der Glockengiesserei produzierten sie pro Jahr rund 200 Hektoliter und waren damit am absoluten Limit. Hier unten an der Weihermattstrasse soll das Fünffache möglich sein. «Es ist super, dass wir ein Gebäude auf Aarauer Boden gefunden haben. Wir sind das Bier von Aarau und das wollten wir mit dem neuen Standort auch weiterhin bleiben», sagt Leander Isenring glücklich.

Eröffnung voraussichtlich im Sommer
Der Umbau in der Telli ist momentan in vollem Gange, die neue Anlage wird montiert. Mit Publikumsaktien konnten sie den nötigen Finanzbedarf für den Umbau und die neue Anlage decken. Ihnen steht ein Aktienkapital von 1,5 Millionen Franken zur Verfügung. Neben der Brauerei soll es auch wieder einen Rampenverkauf geben. Zudem schwebt ihnen im ehemaligen Restaurant auch ein Eventbereich für verschiedene Anlässe vor. Letzteres ist aber noch in weiterer Ferne als die Eröffnung der neuen Brauerei. Denn die Spuren des Brandes von 2019 sind gerade dort noch deutlich zu sehen. Auf die Eröffnung der Brauerei muss aber nicht mehr so lange gewartet werden. Sie ist nämlich spätestens für den kommenden Sommer vorgesehen. Bis dahin wird die Brauerei in der Glockengiesserei für einen nahtlosen Übergang sorgen.

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Die Umbauarbeiten sind noch voll im Gange. Die Eröffnung wird voraussichtlich im Sommer stattfinden.
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Die Spuren des Brandes von 2019 sind noch deutlich zu erkennen. Hier soll ein Eventbereich entstehen.

Jedem sein Stadtwächter
Was als Hobby begann, wird nun professionalisiert. Fixe Pensen und Angestellte kommen dazu. So ist seit dem 1. Januar auch ein ausgebildeter Braumeister bei der Brauerei Aarau AG angestellt. Christian Dierken wird derjenige sein, der braut und die ganze Produktionsplanung im Griff hat. Er ist als Braumeister für die gesamte Produktion, Unterhalt und Reinigung zuständig, wird aber auch mit den Stadtwächtern zusammen Rezepturen anpassen und entwickeln. Aber auch Leander Isenring wurde «befördert». Er ist seit dem 1. Dezember der Geschäftsführer: «Unser Ziel fürs 2022 ist es, die ganze Produktion sauber zum Laufen zu bringen und den Wechsel vom alten zum neuen Standort erfolgreich zu meistern. Und dann wollen wir gleich ab dem ersten Jahr Gas geben, damit zukünftig jeder in Aarau und der Umgebung ein Stadtwächter bekommen kann, wenn er eins will.»

Text & Bilder: Sarah Künzli
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